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sägeblätter

LEUCOline Highlights 2020

Auszug "LEUCOline Highlights 2020"


SÄGEBLÄTTER [ab Seite 6]
DIGITALISIERUNG. Toolmanagement mit "twinio" [ab Seite 11]
WISSENSWERTES RUND UM DEN SCHÄRFSERVICE [ab Seite 12]
Neue LEUCO p-System Nutschaftfräser [ab Seite 14]
DURCHLAUF [ab Seite 13]
LEUCO p-SYSTEM [ab Seite 16]
CNC. Programmerweiterung [ab Seite 19]
MASSIVHOLZ [ab Seite 20]
Anfragen
HIGHLIGHTS 2020
Innovatve Werkzeugtechnologen
Maßgeschnederte Lsungen
Massivholz ausrissfrei an der CNC fräsen, alle Arten
von Kunststoffen sägen, Standwege im Durchlauf
erhöhen durch synchron verstellbare Fügefräser
uvm.
MAENTIFY
WOOD
PROESSIN
Magentfy st en maßgeschnedertes Wort fr LEUO
Es steht fr nnovatve Werkzeug lsungen und
An wendungs-Know-how fr de Holzbear be tung
Unser lam „Magentfy Wood Processng” steht
frdasVersprechen, unsere Kunden n hrer tglchen
Arbet aktv und ganzhetlch zu untersttzen
INHALT
6 SÄGEBLÄTTER
Q-Cut Sägeblätter mit passendem Ritzer
Beste Fertigschnittqualität
8 Schock Fensterwerk: G5 und G7 Sägeblätter
Profile und Dichtungen sauber kappen
10 Sägeblätter für Kunststoffe
3 Formatsägeblätter für jeden Kunststofftyp
11 DIGITALISIERUNG
11 Toolmanagement mit "twinio"
12 WISSENSWERTES RUND UM DEN SCHÄRFSERVICE
12 LEUCO Coach erklärt
Werkzeuge schärfen, wechseln, Standwege überschreiten,
Standwege verlängern
14 DURCHLAUF
14 Geräuschdämmende Doppelzerspanerhaube
Sauberer und leiser zerspanen
15 Synchronverstellbarer Füge-Fräser
Höhere Standwege
16 LEUCO pSYSTEM
16 10 Jahre p-System Patent
p wie profitieren Sie von den Vorteilen
18 p-System bei Fa. Voglauer
Vielfältiger Fräser für Topmöbel
19 CNC
19 Programmerweiterungen
|Rechts-/Linkslauf Kombinations-Schaftfräser
|DIAMAX-Familie mit kleinen, langen Abmessungen
6
30 MASSIVHOLZ
20 Messerkopf "t3-System"
Messerkopf mit bombierter Dreieck-Wendeplatte
20 Sägeblatt g5-System für Abbund
Sägen in jede Richtung
22 UNTERNEHMEN
22 „Unsere Lösungen sollen qualitativ noch besser werden“
LEUCO Geschäftsführer Frank Diez und Daniel Schrenk
26 Bauprojekte bei LEUCO in Horb und Beinheim
26 25 Jahre LEUCO Japan
27 LEUCO Vietnam: Neue Tochtergesellschaft
27 LEUCO Ukraine: Neuer Geschäftsführer
8
11
15 16
26
LEUCO. Magentify Wood Processing.
Seite 6
Die Stärke der Q-Cut Familie von LEUCO ist eine sehr gute Schnitt-
qualität. Die Sägeblätter für horizontale Plattenaufteilsägen weisen
zudem lange Standwege auf. Anwender schätzen das gute Preis-
Leistungsverhältnis.
Sägeblätter aus der Q-Cut Familie werden für Einzel- und Paketschnitte bis
zu 80 Millimetern Schnitthöhe eingesetzt, bei denen Fertigschnittqualität
gefragt ist. Grund dafür ist das schwingungsreduzierte Stammblatt. Dadurch
ist die Laufruhe hoch, die Schnittkanten sind sauber und ausrissfrei.
BESTE FERTIGSCHNITTQUALITÄT…
Q-Cut Sägeblätter von LEUCO
Q-Cut-Plattenaufteilsägeblätter werden für Ein-
zel- und Paketschnitte bis 80 mm eingesetzt.
Lange Standwege im Stan-
dardsortiment
Der von LEUCO verwendete Hart-
metallschneidstoff ist bruch- und
schlagresistent. Deshalb sind die
Standwege vergleichsweise lang. Je
nach Material erreichen die Säge-
blätter bis zu 5000 Laufmeter.
Die Sägeblätter sind Teil des Stan-
dardsortiments und die Anschaf-
fungskosten sind relativ gering.
Betriebe, die das Sägeblatt einset-
zen, überzeugt das Preis-Leistungs-
Verhältnis.
Das Ritzkreissägeblatt „KO-HR“ passt zu allen
Plattenaufteilsägeblättern der Q-Cut-Familie und
liefert in allen üblichen Holzwerkstoffbeschich-
tungen eine sehr gute Schnittgüte.
Verschiedene Ausführungen für Anwender
LEUCO hat vier Varianten der Q-Cut-Familie im
Standardsortiment:
IMit der Q-Cut G6 liefert LEUCO Fertigschnittqua-
lität im Durchmesserbereich 280-520 Millime-
ter.
IWenn zusätzlich Geräuschminimierung gefragt
ist, ist die Q-Cut G6 nn-System die richtige Wahl.
IWer Sperrhölzer, furnierte Holzwerkstoffe, Platten
mit empfindlichen Deckschichten oder Leichtbau-
platten bearbeitet, sollte zur Q-Cut G5 greifen.
IDie Q-Cut TR-F K für Anti-Fingerprintmaterialien
und Kunststoffe rundet das Fertigschnittsorti-
ment von LEUCO ab.
Schreinereien setzen häufig und gerne Allroundsä-
geblätter wie das „nn-System DP flex“ von LEUCO
ein. Wenn viele abrasive Materialien anfallen, lohnen
sich Spezialblätter. Denn deren Standwege sind bis zu
sechsmal länger.
Vielseitige Sägeblätter sind beliebt bei der Bearbeitung
verschiedenartiger Materialien in kleiner Stückzahl. Denn
LEUCO bietet mit Allroundern wie dem DP flex für viele Ma-
terialien sehr gute Qualität und hohe Standwege. Wenn Auf-
träge mit größeren Mengen an abrasivem Material bearbeitet
werden, kann sich ein Wechsel zu einem Spezialblatt lohnen.
Deren unterschiedliche Zahngeometrien und DP-Sorten sind
auf bestimmte Materialien zugeschnitten und haben deshalb
wesentlich längere Standwege.
SPEZIALISTEN LOHNEN SICH
Sägeblätter von LEUCO für abrasive Werkstoffe
Wann lohnt sich ein Spezialist?
Solche Fälle sind zum Beispiel abrasive Materialien wie
Zementfaser- oder Magnethaftplatten. Ein spezialisiertes Sä-
geblatt erzielt hier typischerweise die drei- bis sechsfache
Lebensdauer. Zum Vergleich: Wenn das DP flex nach einem
halben Tag nachgeschärft werden muss, kann das DIAREX-
Sägeblatt mit bewährter HR-Zahngeometrie bis zu drei Tage
lang verwendet werden. Damit lohnt sich der Werkzeugwech-
sel definitiv.
Außerdem besteht beim Einsatz von Allroundsägeblättern
in abrasivem Material die Gefahr des versehentlichen Über-
fahrens. Durch den schnellen Verschleiß kann die Nachschärf-
zone mit abgenutzt werden, das Werkzeug lässt sich dann
nicht mehr nachschleifen.
GEBLÄTTER
Seite 7
Zum Q-Cut passt ideal das Ritzkreissägeblatt mit der konischen
Hohlrückengeometrie. Das Werkzeug überzeugt durch hohe Schnitt-
qualität und ausgezeichnete Wirtschaftlichkeit. Denn LEUCO kombi-
niert mit dem Ritzer lange Standwege mit niedrigen Kosten.
Der konische Ritzer mit Hohlrücken bietet 20 Prozent längere Standwege als
vergleichbare Ritzsägeblätter und dadurch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Durch die Schnittgeometrie und das hochwertige Hartmetall der Q-Cut können
die Werkzeuge länger im Satz fahren.
Die Ritztiefe ist aufgrund der Werkzeuggeometrie um rund 30 Prozent redu-
ziert. Das resultiert in geringerem Schnittdruck – und damit weniger Verschleiß.
Die Anzahl der möglichen Nachschärfungen bleibt trotz den kürzeren Schnei-
den gleich.
Einen weiteren Beitrag zum längeren Standweg dieses Ritzblattes leistet die
für die Schneiden verwendete Hartmetallsorte HL Board 04 plus. Dieses Hart-
metall wurde eigens für LEUCO entwickelt und zeichnet sich durch hohe Leis-
tung und Robustheit aus.
… MIT DEM RICHTIGEN PARTNER
Ritzkreissägeblätter von LEUCO
Die Q-Cut G6 ist die Rennertype der Q-Cut-Fa-
milie. Sie kommt bei Fertigschnitten in folienbe-
legten, kunststoffbeschichteten oder furnierten
Holzwerkstoffen zum Einsatz.
ABGESTIMMTE RITZER
AUF MAUSKLICK
Ritzkreissägeblätter auf leuco.com
Für beidseitig ausrissfreie Schnitte sind Ritzkreissägeblätter
unabdingbar. Zum jeweiligen Sägeblatt passende Ritzer las-
sen sich jetzt über leuco.com/produkte einfach finden.
Als einfache Orientierungshilfe für Kunden hat LEUCO eine
Zuordnung von Säge- und Ritzkreissägeblättern erstellt. Diese
lässt sich online auf den jeweiligen Produktseiten der Haupt-
sägeblätter abrufen. Bei Klick auf den empfohlenen Ritzer ge-
langt man zudem direkt auf dessen eigene Seite.
Zu den Produktseiten der Hauptsägeblätter gelangt man
über die Suchfunktion oder den Werkzeugfinder. Dort wird
dann direkt das passende Ritzkreissägeblatt angezeigt.
Welches Sägeblatt ist die beste Wahl? LEUCO
empfiehlt das Allround-Sägeblatt nn-System
DP flex (links) für verschiedenste Materialien in
kleinerer Stückzahl in exzellenter Schnittqualität
und extrem leisem Betriebsgeräusch. Dagegen
punktet das LEUCO DIAREX HR Blatt (rechts) mit
bis zu sechsmal längere Standwegen, wenn viel
gleiches, z.B. abrasives Material verarbeitet wird.
Das richtige Sägeblatt ist im Online-Katalog
von LEUCO (www.leuco.com/produkte) zu fin-
den. Dafür filtern Einkäufer die Produkte nach
Werkstoffoptionen. Die Webseite zeigt dann die
dazugehörigen Spezialisten und Allrounder an.
GEBLÄTTER LEUCO. Magentify Wood Processing.
Seite 8
G5 für verschiedenste Kunststoffprofile
LEUCO hat das G5-Sägeblatt für die Bearbeitung von Kunst-
stoff entwickelt. „Die Standardversion verwenden wir für Pro-
file mit feinen Geometrien und verschiedenen Materialien,
wie kombinierte Profile aus Kunststoff und Aluminium“, so
Sauberer und gratfreier Gehrungsschnitt des Kunststoffprofils
und der bereits eingezogenen Dichtung mit dem LEUCO g5-
System Sägeblatt
Bei Sägeblättern für Gehrungsschnitte verlässt sich
Schock Fensterwerk auf die Firma LEUCO. Die G5- und
G7-Modelle kommen auf CNC-Bearbeitungszentren zum
Einsatz. Lange Standzeiten und hohe Qualität sind über-
zeugende Argumente.
Fenster, Türen und Brandschutzelemente sind das Spezialge-
biet von Schock Fensterwerk mit Hauptsitz im bayrischen Den-
kendorf. Bei Gehrungsschnitten in den Fensterprofilen nutzt
der Fensterbauer Sägeblätter der Firma LEUCO, weil diese am
besten zu seinen hohen Qualitätsanforderungen passen.
„Gehrungsschnitte müssen bei uns sauber und gratfrei sein.
Nur so können wir unsere höchste Qualität der Endprodukte er-
reichen. Die langen Standzeiten sind ein guter Bonus“, erklärt
Matthias Waffler, Produktionsleiter bei Schock Fensterwerk. Er
ist seit über 38 Jahren im Unternehmen tätig, das heute 120
Mitarbeiter beschäftigt. Gehrungsschnitte in Fensterprofilen
werden auf drei großen Anlagen umgesetzt, die mit Standard-
und Sonderwerkzeugen bestückt sind.
Herausforderung Fensterprofile
Schock Fensterwerk verarbeitet die verschiedensten Fens-
terprofile – ob mit oder ohne Dichtung, Kunststoff oder Alu,
mit gröberen oder feinen Geometrien. Hier stoßen die Stan-
dardwerkzeuge zum Teil an ihre Grenzen. „Für besonders
anspruchsvolle Fensterprofile hat LEUCO mit uns zusammen
angepasste Sägeblätter entwickelt.“, erzählt Matthias Waffler.
„Das Know-How war definitiv vorhanden, so dass die ganze
Entwicklung gut und professionell abgewickelt wurde“.
Sägeblätter G5 und G7 für Schock Fensterwerk
PROFILE UND DICHTUNGEN SAUBER
UND GRATFREI KAPPEN
ANWENDUNGSBERICHT SÄGEBLÄTTER
Seite 9
Matthias Waffler. „Die auf die Maschine ange-
passte Variante schneidet Profile mit bereits
eingezogenen Dichtungen auf Gehrung. Denn
diese Dichtungen müssen auf jeden Fall unbe-
schädigt bleiben“.
G7 für anspruchsvolle Aluminiumprofile
Ein weiteres Werkzeug für Gehrungsschnitte
ist das G7 Sägeblatt.
„Damit bearbeiten wir zum Beispiel PU-Kern
mit Kunststoffstegen und Aluminiumschale,
auch beschichtet und eloxiert“, erklärt der Pro-
duktionsleiter. „Wichtig ist hier, dass Pulverbe-
schichtung oder Lackierung intakt bleiben. Be-
schädigungen würde der Kunde am Endprodukt
sehen“. Um dies zu vermeiden, passte LEUCO
das Basiswerkzeug in Zusammenarbeit mit
dem Kunden an. Matthias Waffler fasst
zusammen: „Bei LEUCO haben wir An-
sprechpartner, auf die wir uns voll ver-
lassen können und ein kreatives, of-
fenes Team. Deswegen sind wir
so zufrieden“.
g5SYSTEMSÄGEBLÄTTER
IFür PVC-, Massivholz -und Composite-
profile
IHohe Qualität bei langen Standwegen
IGeräusch- und schwingungsarmes
Verhalten
IFür Kapp- und Gehrungssägen
ISchneidstoff: Hartmetall oder Diamant
g7SYSTEMSÄGEBLÄTTER
IFür dünnwandige Aluminiumprofile
IHohe Qualität bei langen Standwegen
IGeräusch- und schwingungsarmes
Verhalten
IFür Kapp- und Gehrungssägen
ISchneidstoff: Hartmetall
Für Gehrungsschnitte in unterschiedlichen Ma-
terialien und Geometrien sind bei Schock drei
Anlagen mit LEUCO G5 bzw. G7 Sägeblättern im
Einsatz.
MATTHIAS WAFFLER, PRODUKTIONSLEITER BEI SCHOCK FENSTERWERK
»„Bei LEUCO haben wir Ansprechpartner, auf die wir
uns voll verlassen können und ein kreatives, offenes
Team. Deswegen sind wir so zufrieden.
GEBLÄTTER ANWENDUNGSBERICHT LEUCO. Magentify Wood Processing.
Seite 10
MATERIAL PRODUKTBEISPIELE MERKMALE
192794
G5
SYSTEM
193109
KUNST
STOFFE
193133
SOLID
SURFACE
193195
ANTIFIN
GERPRINT
THERMOPLASTISCHE
KUNSTSTOFFE
Polymethylmethacrylat
(PMMA)"
PLEXIGLAS®, LUCITE®,
ALTUGLAS,... hart, steif und spröde + +++ + +
Polycarbonat (PC)
LEXAN®, Makrolon®, solid panel hart und sehr spröde + +++ + +
LEXAN®, Makrolon®, twin-wall
sheet
hart und sehr spröde,
dünne Wandungsdicke +++ + + +
Polystyrol (PS) DANOPREN®, EFYOS®,
(extrud PS = XPS)
lichtdicht, leicht und
spröde +++ + + +
Polystyrol (PS) WATTOLENE®, (crystal clear PS) transparent, hart, steif
und spröde + +++ + +
DURO-
PLASTISCHE
KUNST-
STOFFE
High Pressure
Laminate (HPL) Trespa®, HPL sehr hart, kompakt und
abrasiv + + +++ +
SOLID SURFACE
Corian
®
, Avonite
®
, Varicor
®
, HI-MACS
®
sehr hart, kompakt und
abrasiv + + +++ +
ANTI
FIN-
GER-
PRINT
Duropal XTreme®, Westag Getalit
Mondo, Egger Perfect Sense
®
hart, spröde Ober󰧑äche + + +++
Die steigende Verwendung von Kunststoffplatten stellt die Schrei-
ner beim Sägen auf der Formatkreissäge vor neue Herausforderun-
gen. Nur speziell auf Kunststoffe abgestimmte Kreissägeblätter
erzielen gute Qualität und Standwege. LEUCO bietet drei Kreissä-
geblätter an, die für jeden Kunststofftyp eine sehr gute Lösung sind.
Mit drei Kreissägeblättern meistern Schreiner Herausforderungen, die sich
durch die zunehmende Verwendung von Kunststoffen bei Möbeln und Kü-
chen ergeben. Denn Kunststoffe sind sehr unterschiedlich. So werden zum
Beispiel Thermoplaste wie Polycarbonat und Polystyrol beim Sägen leicht zu
warm und schmelzen, während Duroplaste zum Ausreißen neigen. Mit drei
Sägeblättern von LEUCO lassen sich nahezu alle im Schreinerhandwerk vor-
kommenden Kunststoffe bearbeiten: Kunststoffe (Artikel-Nr. 193109), g5-
System (Artikel-Nr. 192794) und Solid Surface (Artikel-Nr. 193133).
Bei Verwendung dieser drei Sägeblätter gelingt das Zuschneiden von
Kunststoffplatten einfach und mit durchweg guten bis sehr guten Ergebnis-
sen. Es ist daher ratsam für Schreiner, diese Blätter immer zur Verfügung zu
haben und sofort einsetzen zu können.
Das Format-Kreissägeblatt „G5
sägt in bester Qualität Platten aus
Polycarbonat mit geringer Wand-
DREI TRÜMPFE FÜR KUNSTSTOFFE
Sägeblätter für Kunststoffe
Das neue Sägeblatt für Kunststoffe ist vor allem ein Spezialist für
sämtliche Arten von flächigen Kunststoffplatten, unter anderem
Glaslaminat oder auch viele thermoplastische Kunststoffe.
Exzellente Kappschnitte in dünnwandigen und spröden ther-
moplastisch Kunststoffprofilen erzielt man mit dem Format-
Kreissägeblatt „G5“.
Legende: Schnittergebnis +++ sehr gut + ausreichend bis schlecht
stärke, zum Beispiel Hohlkammerplatten. Auch leichte und
spröde Platten aus extrudiertem Polystyrol lassen sich damit
sehr gut verarbeiten. Sie sind verbreitet unter Marken wie Da-
nopren und Efyos.
Das Sägeblatt „Kunststoffe“ verarbeitet wiederum alle trans-
parenten PMMA-Platten (z. B. Plexiglas), sowie transparente Plat-
ten aus Polystyrol (Wattolene). Es sägt ebenso massive Platten
aus Polycarbonat (PC), erhältlich unter anderem als Lexan und
Makrolon.
Solid Surface“ ist ein auf harte und abrasive Duroplaste
abgestimmtes Sägeblatt. So lassen sich Hochdrucklaminate
(HPL) mit diesem Blatt zügig und in sehr guter Qualität sägen.
Bestens eignet es sich für die als Solid Surface bekannten mi-
neralischen Platten, nach denen LEUCO dieses Sägeblatt auch
benannt hat. Solche Platten sind erhältlich unter Markenna-
men wie Avonite, Corian, Hi-Macs und Varicor.
GEBLÄTTER
Seite 11
WERKZEUG UND MATERIALVERWALTUNG
MIT TWINIO
Wissen Sie immer an welchem Lagerort welches Werkzeug
ist oder wie viel Material noch auf der Kantenbandrolle ist?
Vermutlich nicht. Da sind Sie in guter Gesellschaft.
Unser Ziel mit twinio ist, dass Sie den Überblick be-
halten, wo sich ein Werkzeug oder Material befindet
und welchen Zustand es hat.
Bei einem Werkzeug ist dies häufig die Anzahl der Nach-
schärfzyklen oder die produzierten Teile, Laufmeter oder
Quadratmeter. Bei Materialen konzentrieren wir uns auf Ei-
genschaften wie Restlänge oder Restgewicht.
twinio ist dabei nur die Web-App auf Ihrem mobilen End-
gerät oder auch PC. Im Hintergrund läuft ein ausgeklügeltes
System, mit dem die diversen Informationen auf tapio ge-
speichert werden können. Nur so ist es möglich, dass Sie ein
Werkzeug oder Material nur einmal anlegen müssen. Es steht
Ihnen zusätzlich in allen Apps zur Vergung, die mit tapio
verbunden sind und denen Sie Zugriff auf Ihre Daten erlaubt
haben. Somit steht auch einer zukünftigen Verbindung zur
Maschine nichts im Wege. Dank tapio müssen Sie dabei die
Daten nicht mehrfach pflegen, bleiben aber dennoch Herr Ih-
rer Informationen.
Wie kommen nun die Daten in die twinio App?
Etwas manuell anlegen ist möglich, es wäre allerdings viel
effizienter, wenn das digitale Abbild eines Werkzeuges oder
Materials automatisch verfügbar wäre. Hier profitieren Sie
von den Synergien unseres tapio Ökosystems. Dank LEUCO
und weiteren tapio Partnern können wir einen Großteil an In-
formationen bereits automatisch zur Verfügung stellen. Sie
können den Code eines Werkzeuges oder Materials scannen
und schon sind die vom Hersteller bereitgestellten Informati-
onen in Ihrer twinio App. Sollte etwas nicht erkannt werden,
können Sie die Lücke selbst schließen und das Werkzeug
oder Material für Ihr Unternehmen anlegen.
Für Schreiner und Möbelproduzenten gibt es heute ei-
nen Ort, an dem alle ihre physischen Güter wie Maschi-
nen, Materialien und Werkzeuge zusammenkommen
– ihre Produktion.
Viele haben uns bestätigt, dass genau dieser Ort auch in der
digitalen Welt vorhanden sein muss. Nur so ist es ihnen mög-
lich alles zu überblicken und mit den Lösungen effizient zu ar-
beiten. Einzellösungen je physischem Gut würden die Arbeit
mit digitalen Produkten erschweren. Vielen hat bisher dieser
eine Ort gefehlt, an dem klare „Spielregeln“ für den Umgang
miteinander und mit Daten gelten. Nur mit klaren Regeln ist
es möglich, Daten zu teilen und neuartige Lösungen zu nut-
zen. Hierbei muss immer klar sein, wer Eigentümer von Da-
ten ist. Sie sind doch sicherlich auch der Meinung, dass die
Daten, die Ihre Maschine in Ihrem Produkt erzeugt auch Ih-
nen gehören, oder? Warum sollte es auch anders sein, Sie ha-
ben die Maschine oder das Werkzeug ja schließlich gekauft.
Einige Funktionen der twinio App sind:
Data Matrix Code abscannen…
…und Werkzeugdetails auf einen Blick
anzeigen lassen.
TOOLCLOUD LEUCO. Magentify Wood Processing.
Seite 12
Nachlassende Schnittqualität ist der wichtigste Anlass
zum Tausch von Werkzeugen. Daneben können Merk-
male wie laute Laufgeräusche und sichtbarer Verschleiß
den richtigen Zeitpunkt zum Nachschärfen aufzeigen.
Es gibt verschiedene Anhaltspunkte für das Ende des Stand-
wegs. Der eindeutigste ist in der Regel die Schnittqualität am
Werkstück. Ist diese nicht mehr ausreichend, entscheidet sich
der Anwender in der Regel, das Werkzeug auszutauschen.
Weitere Indikatoren sind eine erhöhte Lärmentwicklung und
Leistungsaufnahme am Aggregat sowie Verschleißerschei-
nungen (zum Beispiel verrundete Schneiden und Ausbrüche
an der Schneidkante) am Werkzeug selber. Als Anwender mit
entsprechenden Erfahrungswerten besteht die Möglichkeit,
für sich selbst fixe Kriterien als Anlass für den Werkzeugwech-
sel festzulegen. Dazu gehört zum Beispiel ein bestimmter Wert
für die Leistungsaufnahme.
Einheitliche Tauschzyklen für alle Werkzeuge ergeben
besonders für große Fertigungsbetriebe Sinn. Sie verhin-
dern Maschinenstillstände durch ungeplante Werkzeug-
wechsel.
Große Betriebe legen den Zeitpunkt für einen Werkzeug-
wechsel fix fest. Verursachen sie dadurch nicht hohe Werk-
zeugkosten, wenn die Werkzeuge nicht bis zum Standwegen-
de genutzt werden? Nein, denn bevor solch ein Zeitpunkt fix
festgelegt wird, gehen in der Regel Testreihen für die durch-
schnittlichen Standwege voraus. Aus diesen Erfahrungswerten
wird dann ein möglichst idealer Wechselzeitpunkt definiert.
Dieser findet statt, bevor es qualitative Einbußen an den Werk-
stücken gibt. Für Großbetriebe mit einer hohen Ausbringung
kostet ein ungeplanter Maschinenstillstand aufgrund abrupten
Standwegendes mehr als ggf. ein zu frühes Instandsetzen des
Werkzeuges. Die Vorteile von geplanten Wechselzyklen liegen
auf der Hand: der Werkzeugwechsel kann personell eingeplant
und vorbereitet werden, die Arbeitsvorbereitung kann den
Werkzeugwechsel in der Produktionsplanung berücksichtigen.
Außerdem wird das sogenannte „Überfahren“ von Werkzeu-
gen vermieden.
Der erste Schritt zu längeren Standwegen
ist die Wahl eines darauf optimierten Werk-
zeugs. Gute Pflege trägt ebenfalls zu langer
Nutzungsdauer von Werkzeugen bei.
Welche Möglichkeiten gibt es bei einem vor-
handenen Maschinenpark, die Standwege der
Werkzeuge zu erhöhen? Zunächst muss geprüft
werden, was für Werkzeuge sich aktuell im Ein-
satz befinden und welcher Materialmix damit
bearbeitet wird. In den meisten Fällen gibt es
die Möglichkeit, Werkzeuge mit standwegopti-
mierter Geometrie einzusetzen. In der Regel ist
es zum Beispiel so, dass der Standweg eines
Werkzeuges länger wird, je höher der Achswin-
kel des Werkzeugs ist. Auch gibt es über die Hö-
henverstellung am Aggregat häufig die Möglich-
keit, bisher geschonte Schneiden am Werkzeug
noch besser auszunutzen. Des Weiteren gibt es
schon länger verschiedene Ausführungen von
verstellbaren Fräswerkzeugen am Markt, bei de-
ren Anwendung man unbenutzte Schneiden von
außen nach innen zustellen kann und somit eine
Standwegaddition erzielt. Der schnellste und
günstigste Weg zur Verlängerung der Standweg
ist jedoch die regelmäßige Werkzeugreinigung.
Denn ein vermeintlich stumpfes Werkzeug kann
nach dem Reinigen der Schneiden oft wieder
eine gute Schnittqualität abliefern.
WARUM TAUSCHEN
UNTERNEHMEN IHR WERKZEUG
ZU FIXEN ZEITPUNKTEN?
WIE VERBESSERE ICH
DEN STANDWEG MEINER
WERKZEUGE?
VON LEUCO KURZ ERKLÄRT:
WANN MUSS ICH MEINE
WERKZEUGE NACHSCHÄRFEN?
SCHÄRFSERVICE
… Werkzeuge schärfen
… Standwege verlängern
… Werkzeuge wechseln
Seite 13
Die Nutzung von Werkzeugen über die Verschleißgren-
ze hinweg wirkt sich nachteilig auf deren Lebensdauer
aus. Rechtzeitiges Tauschen und Nachschärfen lohnt
sich.
Was versteht man unter dem „Überfahren“ von Werkzeugen?
Hiermit ist gemeint, dass Werkzeuge über den „gesunden“
Verschleiß hinweg verwendet werden. In der Regel zeigt ein
Werkzeug im Neuzustand kurze Zeit fast überhaupt keinen
Verschleiß, danach verläuft der Verschleiß linear über die Nut-
zungsdauer. Irgendwann ist die Verschleißphase so groß, dass
der Verschleißgrad exponentiell nach oben geht und es oft zu
großen Ausbrüchen kommt, da das Werkzeug nicht mehr ide-
al arbeiten kann. Die Phase des exponentiellen Verschleißes
nennt man das „Überfahren“.
Kann ein Werkzeug, das „Überfahren“ wurde, nochmal in-
standgesetzt werden? In der Regel schon! Es hängt von der
noch vorhandenen Nachschärfzone ab. Leider ist es so, dass bei
überfahrenen Werkzeugen im Service oft mehr Material abge-
tragen werden muss, um den tiefsten Ausbruch zu eliminieren.
Hierdurch verliert das Werkzeug mehr Nachschärfzone und so-
mit Nachschärfmöglichkeiten, als dies bei einem früheren Werk-
zeugwechsel der Fall gewesen wäre. Jede Nachschärfmöglich-
keit verlängert den Lebenszyklus eines Werkzeuges und spart
somit Neuwerkzeugkosten. Das bedeutet: es lohnt sich kosten-
seitig oft, ein Werkzeug etwas früher zu wechseln!
Die Standwege von Werkzeugen hängen ab von Fak-
toren wie Maschinentyp, Bearbeitungsparameter und
Qualitätsanforderungen. Deswegen können Betriebe die
Nutzungsdauer ihrer Werkzeuge an vielen Punkten be-
einflussen.
Maßgebliche Faktoren, die sich auf den Standweg aus-
wirken, sind:
Bearbeitungsparameter: Einen Haupteinfluss haben die
Materialart des zu bearbeitenden Werkstücks sowie das zu
Grunde liegende Formatierkonzept, zum Beispiel Zerspanen
oder Fügen oder eine Kombination daraus. Je nach Konzept
wirkt sich die Abtragstiefe während der Bearbeitung deutlich
auf die Standwege aus.
Maschinentype und Zustand: Auch die Maschinentype,
zum Beispiel ein Handwerksmodell verglichen mit einem Indust-
riemodell, spielt in die Standwegleistung mit hinein. Ebenso wie
deren Zustand: Ältere Maschinen weisen ggf. bereits Verschleiß-
erscheinungen und höhere Toleranzen auf, was zu einer Verringe-
rung der Standwege führen kann.
Art der Werkzeugspannung: Je exakter die Schnittstelle
zwischen Werkzeug und Maschine, desto besser ist die Rund-
oder Planlaufgenauigkeit und damit auch der maximal erreich-
bare Standweg eines Werkzeugs.
Art des Werkzeuges und der Werkzeuggeometrie: Ei-
nen sehr hohen Einfluss auf die Standwegleistung hat der beim
Werkzeug verwendete Schneidstoff, zum Beispiel Hartmetall
oder Diamant. Auch gibt es Werkzeuggeometrien, die lange
Standwege fördern und andere, die verschleißanfälliger sind.
Verschmutzungsgrad des Werkzeuges: Je höher der
Verschmutzungsgrad eines Werkzeuges, desto geringer der
Standweg, da die im Neuzustand vorhandene Schneidengeo-
metrie aufgrund von Ablagerungen nur noch eingeschränkt
einsatzfähig ist.
Qualitätsanforderung des Kunden: Die Qualitätsanfor-
derungen an das zu bearbeitende Werkstück sind von Kunde
zu Kunde sehr unterschiedlich und hängen vom Einsatzzweck
und Qualitätssegment des erzeugten Produktes ab. Bei gerin-
geren Anforderungen gibt es in der Regel längere Standwege
als bei hohem Qualitätsanspruch.
Die meisten der genannten Faktoren sind bei jedem Anwen-
der individuell! Deshalb kann kein konkreter Wert für einen
Werkzeugstandweg angegeben werden. Der Werkzeugher-
steller kann jedoch, nach Rücksprache mit dem Kunden, eine
möglichst optimale Werkzeugauslegung für die jeweilige An-
wendung anbieten.
WAS IST DAS ÜBERFAHREN
VON WERKZEUGEN?
WELCHE FAKTOREN BEEIN
FLUSSEN DEN STANDWEG
MEINER WERKZEUGE?
SCHÄRFSERVICE
… Standwege überschreiten
… Standwege verlängern
Seite 14
ABSAUGHAUBEN DURCHLAUF
Sauberer und leiser
Die neue Absaughaube für das Doppelzerspanen lässt
sich automatisch an die Plattendicke anpassen. Der
Wirkungsgrad steigt, das Aggregat arbeitet leiser und
sauberer. Zudem steigert die optimierte Absaugung die
Fertigungsqualität.
Die neue Haube von LEUCO ist vorgesehen für die Anwen-
dung auf Doppelendprofilern sowie auf großen Kantenanleim-
maschinen mit Doppelzerspaneraggregat. Bei diesen industri-
ellen Maschinen hebt sie die Effizienz der Spanerfassung auf
ein neues Niveau. Hauptgrund dafür ist die Verankerung der
oberen Haubenhälfte am Oberdruck. Denn dieser variiert bei
Änderung der Werkstückdicke. Dadurch stellt sich die Haube
stets auf die richtige Höhe zur Plattendicke ein. Das führt zu ei-
nem konstant geringen Spalt zwischen Haube und Werkstück
von idealerweise etwa 2 mm – und damit zu höchst wirksamer
Absaugung.
Absaughaube reagiert auf Änderung der Plattendicke
Übliche Absaughauben werden dagegen fest auf die größ-
te Plattenstärke eingestellt. Dadurch schwankt die Spaltbreite
zwischen wenigen Millimetern und mehreren Zentimetern.
Diese Schwankung hat Folgen, denn durch den meist unnötig
breiten Spalt sinkt die Absaugleistung, das Aggregate-Werk-
zeugsystem verschmutzt. Das macht regelmäßige Reinigung
erforderlich. Durch den gleichmäßig engen Spalt und dadurch
besten Wirkungsgrad der Doppelzerspanerhaube von LEUCO
bleibt das Aggregat erheblich sauberer und muss seltener ge-
reinigt werden.
Geräuschdämmende Doppelzerspanerhaube
Zum geringeren Späneaustritt bei dieser Haube trägt auch
die zweigeteilte Absaugung bei: Sowohl die obere als auch die
untere Gehäusehälfte haben einen eigenen Absaugstutzen.
Diese sind so angeordnet, dass der von den Zerspanern aus-
gehende Spanstrahl genau in den Ansaugöffnungen mündet.
So wird der größte Teil der Späne ohne Umwege direkt in die
Absauganlage befördert, Störungsströmungen und Ablage-
rungen im Haubengehäuse werden minimiert. Das reduziert
wesentlich die Doppelzerspanung – dadurch steigen Oberflä-
chenqualität und Werkzeugstandwege.
Haubengehäuse dämpft das Laufgeräusch
Durch das enge Umschließen des Bearbeitungsbereichs ist
das Laufgeräusch der Maschine weniger laut zu hören. Hinzu
kommt die Sandwichbauweise des Gehäuses: Es besteht aus
zwei Blechen mit Dämmmaterial. Dadurch wird der Geräusch-
pegel besser gedämpft als bei den sonst üblichen einfachen
Blechen. Diese Verbesserungen ergeben zusammen einen
Dämpfungsfaktor von 2 bis 3 dB, einer deutlich hörbaren Ge-
räuschreduktion.
Als weiterer Vorteil trägt die Haube zur Energieeinsparung
bei. Denn durch den schmaleren Spalt in der Doppelzerspaner-
haube bilden Haube und Zerspaner ein nahezu geschlossenes
System. So wird die Effizienz gesteigert und die Haube kann
bei einer energetischen Optimierung der Ab-
luftanlage einen Beitrag leisten.
Über den Oberdruck wird die zweiteilige Haube auto-
matisch mit dem idealen Abstand an jede Plattendi-
cke angepasst. Die Sandwichbauweise mit dämmen-
dem Material reduziert den Lärm um 2 bis 3 dB.
Die neue geräuschdämmende Doppel-Zerspanerhaube
lässt sich in bestehenden Maschinenstraßen nachrüsten.
Seite 15
DURCHLAUF FÜGE-FRÄSER
LEUCO bietet einen synchron verstellbaren Füge-Frä-
ser für die Formatbearbeitung an. Im Vergleich zu kon-
ventionellen Fräsern verlängern sich die Standwege bei
ersten Testeinsätzen um den Faktor 3 und mehr.
Der Fräser lohnt sich vor allem für Industriebetriebe, die Se-
rien mit gleichen und ähnlichen Plattenhöhen produzieren.
Hier treffen abrasive Deckschichten immer an der gleichen
Stelle auf bestimmte Schneidenbereiche. So müssen Be-
triebe ihre Fräswerkzeuge nachschärfen lassen, obwohl die
meisten Schneiden weiter nutzbar sind.
Als Lösung bietet LEUCO nun den synchron verstellbaren
Füge-Fräser an. Dessen Grundkörper besteht aus zwei Hälf-
ten, auf denen die diamantbestückten Schneiden aufgelötet
sind. Mit einem Verstellmechanismus lassen sich diese Hälf-
ten aufeinander zubewegen. Dadurch werden immer wieder
unbenutzte Schneiden in den Einsatz gebracht.
LEUCO hat während der Entwicklung erste Testeinsätze
durchgeführt. Diese zeigen: Durch die Verstellung erhöht
sich der Standweg im Vergleich zu herkömmlichen Fräsern
mindestens um den Faktor 3. Die Mehrkosten für die An-
schaffung des Füge-Fräsers amortisieren sich schnell. Bei
den Testeinsätzen rechnet er sich bei Platten mit stark abra-
siver Deckschicht, im speziellen Frontenmaterial, bereits ab
HÖHERE STANDWEGE DURCH GLEICH
MÄSSIGEN SCHNEIDENVERSCHLEISS
Synchronverstellbarer Füge-Fräser von LEUCO
Der synchron verstellbare Füge-Fräser von LEUCO lohnt sich
vor allem für Industriebetriebe, die Serien mit ähnlichen Plat-
tenhöhen produzieren. Im Bild zu sehen eine Ausführung als
DIAREX airFace
Die Mehrkosten bei der Anschaffung des syn-
chron verstellbaren Füge-Fräsers von LEU-
CO amortisieren sich schnell. Bei Testein-
sätzen rechnet er sich bei stark abrasiver
Deckschicht bereits ab 40.000 Laufmeter.
Laufmeter [in m]
Synchronverstellbarer Füge-Fräser
Kosten [in €]
circa 40.000 Laufmeter. Rund
6.000 Euro beträgt die Ersparnis
an Werkzeug- und Schärfkosten
bereits bei 200.000 Laufmeter.
Zusätzlich lassen sich auch die
Rüstzeiten reduzieren. Denn für die
Verstellung des Füge-Fräsers muss
die Produktion im Vergleich zu einem
kompletten Werkzeugwechsel nur kurz
unterbrochen werden. Der synchron
verstellbare Füge-Fräser ist lieferbar für
Hydromotoren mit Welle 30 und Welle
40. Die innovative Verstell-Technik kann
auf unterschiedlichste Füge-Fräser Typen
angewendet werden.
LEUCO Magentify Wood Processing
Seite 16
Wie sah die Welt vor 10 Jahren aus? Holzbearbeitungswerkzeuge hatten überwiegend kleine
Achswinkel und bei 30° Achswinkel sprach man schon von einem „ziehenden Schnitt“. Bis
LEUCO mit seinem p-System Werkzeug auf den Markt kam und eine wahre Revolution in der
Holzbearbeitung auslöste, indem plötzlich Werkzeuge mit 70° Achswinkel angeboten wurden.
Vor genau 10 Jahren wurde von LEUCO das p-System Patent eingereicht. Alle Achswinkel von Dia-
mantwerkzeugen von 55° bis 90° sind von LEUCO seither geschützt. Die Welt der Holzbearbeitung
wurde auf den Kopf gestellt. Bis heute haben alle Werkzeughersteller, die dies können, Werkzeuge
entwickelt, die bis an die Grenze des LEUCO-Patents heranreichen. Wenn die gesamte Branche ver-
sucht, eine Entwicklung zu imitieren, soweit dies erlaubt ist, kann man nichts falsch gemacht haben.
Aber das Original gibt es eben nur von LEUCO und die wesentlichen Effekte des p-Systems ergeben
sich erst vollständig innerhalb des patentierten Winkelbereichs. Der Patentbereich für p-System Werk-
zeuge umfasst den Bereich von 55° bis 90°. Die am Markt eingesetzten LEUCO p-System Werkzeuge
verfügen über 70° Achswinkel und sind in ihrer Leistungsfähigkeit den patentgrenznahen 54,9° Wett-
bewerbswerkzeugen überlegen.
EINE
IN MAGENTA
LEUCO p-System – Eine Erfolgsgeschichte potenziert sich
Alle LEUCO p-System-Lagerwerkzeuge
haben einen Achswinkel von 70°.
Das Patent von LEUCO umfasst Achswin-
kel von ≥ 55° bis 90°.
FÜGEN
• FASEN
• FÄLZEN
• NUTEN
Unerreichte Schnittqualitäten in Massivholz
und in Holzwerkstoffen. Es gibt keine bessere
Schnittqualität in der Holzbearbeitung. Oft spart
dies übliche Nacharbeiten einfach ein.
Sehr breit einsetzbares Werkzeugspektrum als System-Werkzeug. Da sind die p-System Nutfräser zu nennen, die ab 0,5 mm Schnitttiefe immer
scharfkantige Nuten herstellen. Es gibt p-System Schwalbenschwanzfräser, mit denen Verzinkungen viel einfacher auf einer 5-Achs-Maschine her-
gestellt werden können. …
p-SYSTEM
LEUCO PATENT
Seite 17
LEUCO p-System – Eine Erfolgsgeschichte potenziert sich
Überragende Standzeiten. Obwohl das Werkzeug durch die vie-
len Diamantschneiden sehr teuer ist, zahlt es sich doch mit der
noch viel längeren Standzeit für den Kunden aus. Wann gab es
schon einmal ein Werkzeug, das bei besserer Schnittqualität
pro Laufmeter günstiger ist als das ursprünglich verwendete
Werkzeug?
Keine Ausrisse am Plattenende, egal ob im Massivholz im Hirnschnitt oder
bei Platten mit aufgeleimten Kantenbändern. Dies spart oft ein zweites
Werkzeug oder eine zweite Bearbeitung.
Gleiche Schnittqualität im Gleich-
und Gegenlauf. Wenn Sie über
diese Tatsache nachdenken, wer-
den ihnen viele Dinge einfallen,
die sie bislang deutlich aufwändi-
ger produzieren müssen.
Große Bandbreite an bearbeitbaren Materialien. Neben Holz und Holzwerk-
stoffen sind hier noch Kohlefaser, Glasfaser, Aramid mit hohen Standzeiten
für diese Materialien und auch vieles Kurioses, wie Marmor oder Perlmutt,
aber auch Stoffbeschichtungen zu nennen, die mit p-System Werkzeugen
überhaupt erst bearbeitbar wurde.
p wie profitieren Sie von den Vorteilen
In den vergangenen zehn Jahren wurde aus einem einzel-
nen Werkzeug das p-System zu einem sehr breit einsetzbaren
Werkzeugsystem entwickelt, das beinahe alle Bearbeitungen
in der Holzbearbeitung abdecken kann.
Die Liste der besonderen Vorteile kann auf wenigen Seiten
nie vollständig vorgestellt werden. Wenden Sie sich an unse-
ren Vertrieb mit Ihren Anforderungen. Viele Kunden nutzen
heute schon die Vorteile der p-System Werkzeuge, wie an den
100.000 verbauten p-System-Schneiden klar zu sehen ist.
Welche Bearbeitungsprobleme dürfen wir für Sie lösen? Spre-
chen sie uns an.
…Es kann einfach ohne Ausrisse am Austritt durchgefräst
werden. Mit p-System Fügefräsern, können auch mal 30 mm
Material abgetragen werden und anschließend muss kein
Schlichtschnitt gemacht werden, weil das p-System trotzdem
Fertigschnittqualität liefert.
p-SYSTEM LEUCO. Magentify Wood Processing.
Seite 18
VIELFÄLTIGE FRÄSER FÜR ÖSTERREICHISCHE
TOPMÖBEL
Mit einer neuen Fertigungsanlage verarbeitet der Mö-
belhersteller Voglauer ein breites Spektrum an Mate-
rialien: vom Tischlerplatten bis hin zu furnierten- und
Dekorspanlatten. Bei der Anlage verlässt sich Voglauer
auf LEUCO p-System Fräser.
Seit 2018 betreibt Voglauer eine neue Fertigungsanlage.
Der Grund für diese Investition liegt in geänderten Anforde-
rungen nach mehr Individualität. Besonders im Hotelinnen-
ausbau ist der Individualanspruch enorm.
Eine wesentliche Rolle in diesem Konzept spielen vielseitige
Werkzeuge von LEUCO. Voglauer setzt zusätzlich zu diversen
von LEUCO individuell ausgelegten diamantbestückten Zer-
spanern anschließend zum Fügen das patentierte p-System
von LEUCO ein.
Das p-System für alle Materialien bei Voglauer
Denn mit diesem diamantbestückten Werkzeugsystem ha-
ben die Österreicher sehr gute Erfahrungen gemacht. „Wir
setzen das p-System auch schon bei anderen Maschinen ein“,
erzählt Martin Schrittwieser, Fertigungsleiter bei Voglauer in
Abtenau im Salzburger Land. „Mit dem großen Achswinkel
von 70 Grad bearbeiten wir sämtliche Materialien, die wir ver-
wenden in hoher Qualität. Und wir haben auch noch einen
Zusatzvorteil: Wir brauchen weniger Werkzeugplätze.“
Auch das Bearbeiten von furnierten Platten in der Längs-
und Querbearbeitung wird in einem Durchlauf mit gleicher
Qualität durch das p-System ermöglicht. Kein leichtes Unter-
fangen bei den unterschiedlichen Faserstrukturen. Doch mit
dem p-System gelingt es.
Die p-System Werkzeuge fräsen messerscharfe Kanten
mit äußerst geringem Schnittdruck. In der Durchlaufanlage
von Voglauer erzielen die Fräser überdurchschnittlich lange
Standwege, was wiederum Rüstzeit für Werkzeugwechsel
einspart.
LEUCO p-System-Fräser
In der Produktion bei Voglauer
sind auch kleine Losgrößen an
der Tagesordnung mit den unter-
schiedlichsten Werkstoffen und
Materialstärken. Mit dem LEUCO
p-System werden im Durchlauf
und an Stationärmaschinen u.a.
furnierte Teile mit Furnierüber-
stand gefügt und gefräst.
Martin Schrittwieser (Ferti-
gungsleiter bei Voglauer, rechts)
setzt das LEUCO p-System ein,
da er viele Materialien in hoher
Qualität und entsprechenden
Standwegen bearbeiten kann
und deshalb Werkzeugplätze
spart. Roman Edelhofer (LEUCO)
im Gespräch, wie man vielfäl-
tigste Anforderungen mit flexib-
len Werkzeugen auf einen mini-
malen Aufwand reduziert.
Auf CNC Maschinen setzt Voglauer seit vielen Jahren LEUCO p-System Frä-
ser wirtschaftlich ein.
Nun war es logische Konsequenz, bei der neuen Anlage LEUCO
p-System Werkzeuge mit 70 Grad Achswinkel zu integrieren.
ANWENDUNGSBERICHT p-SYSTEM
Seite 19
LEUCO präsentiert zwei neue Kombinations-Schaftfräser mit Rechts-/
Links-Lauf zum Formatieren und Fügen von Plattenwerkstoffen auf CNC
Maschinen mit Konsolentischen.
Die Schaftfräser verfügen sowohl über einen linksdrehenden als auch
über einen rechtsdrehenden Schneidenteil, der jeweils durch das Verfah-
ren in der Z-Achse und Ändern der Drehrichtung in Einsatz gebracht wird.
Insbesondere bei der Bearbeitung von Arbeitsplatten-Eckverbindungen
gewährleistet dies ein ausrissfreies Fräsen der Sichtkante durch beidseiti-
ges Einfräsen im Gegenlauf mit nur einem Fräser.
Schrupp-Schlicht Schaftfräser kombinieren
den Vorteil des hohen Zeitspanvolumens eines
Schruppwerkzeuges mit der hohen Schnittgüte
des Schlichtfräsens. Gegenüber der zweistufigen
Bearbeitung durch Schruppen und Schlichten
sind dadurch Zeit- und Kosteneinsparungen zu
erzielen.
Sie ermöglichen eine Bearbeitung von Mas-
sivhölzern, verleimten Hölzern, Sperrholz, be-
schichteten Holzwerkstoffen und Sandwich-
Holzwerkstoffen, die nah an die Schlicht-Qualität
heranreicht.
Insbesondere bei der Bearbeitung von Mul-
tiplex in den verschiedensten Varianten sowie
ohne oder mit Beschichtungen kommen gängi-
ge VHW Werkzeuge standzeitmäßig schnell an
ihre Grenzen. LEUCO hat als einziger Hersteller
hierfür einen diamantbestückten (DP) Schrupp-
Schlichtfräser Ø16 x SL 32mm Z=4+4 als hoch
wirtschaftliche Lösung im Lieferprogramm.
Programmerweiterung
Auf Maschinen mit Kon-
solentischen können nun
mit Ø16 x SL36 mm sowie
Ø18 x SL45 mm auch noch
höhere Plattenstärken bear-
beitet werden.
Abgerundet wird die lager-
haltige DP Schrupp-Schlicht-
fräser-Palette mit einem Frä-
ser Ø12 x SL26 mm Z=2+2
der auch für den Einsatz auf
Nestingtischen geeignet ist.
Die DP-bestückten Schrupp-Schlichtfräser sind bestens bewährt insbesondere bei Multiplex.
Für noch mehr Einsatzmöglichkeiten wurde das Programm um zwei Abmessungen ergänzt.
Der Kunde benötigt somit keine zwei separaten Werkzeu-
ge, spart sich die Zeit eines vollen Werkzeugwechsels und
gewinnt praktischer Weise auch noch einen freien Platz auf
dem Werkzeugwechsler.
Die bewährte DIAREX Schneidegeometrie mit großen ge-
genläufigen Achswinkeln sorgt für hervorragende Kantensau-
berkeit auch in diffizilen Beschichtungen. Durch die kompak-
te Bauweise des Grundkörpers verfügt der Fräser über hohe
Stabilität und überzeugt daher mit hoher Laufruhe.
Die neue Fräsergeneration ist in zwei Abmes-
sungen ab Lager erhältlich. Eine Ausführung für
die Bearbeitung von Plattenstärken bis 19 mm,
eine weitere deckt höhere Plattendicken bis zu
32 mm ab.
Erweiterung DIAMAX
Schaftfräser-Programm:
Auf vielfachen Kundenwunsch sind ab
sofort zwei zusätzliche Abmessungen
Ø8 x SL 22 sowie Ø10 x SL 32 ab
Lager verfügbar.
Ein klassischer Einsatz für den neuen Rechts-/Linkslauffräser ist eine Einsatzfräsung: Einfräsen mit
dem oberen rechtsdrehenden Schneidenteil im Gegenlauf. Danach Anheben der Spindel in Z-Richtung,
Umkehr der Drehrichtung in Linkslauf. Einfräsen im Gegenlauf von der rechten Seite mit dem unteren
linksdrehenden Schneidenteil.
RECHTS UND LINKSLAUF
MIT EINEM FRÄSER Z=2+2
DP DIAREX Kombinations-Schaftfräser
CNC
DP Schrupp-Schlicht Schaftfräser-Familie wächst
MEHR ABMESSUNGEN FÜR MEHR
MÖGLICHKEITEN
LEUCO. Magentify Wood Processing.
Seite 20
KURZE ZINKEN MIT 6/7MM
UND 4/4,5 MM
Die ideale Materialausbeute ist bei der Möbel-
und Fensterkantelherstellung immer wieder Ba-
sis für Innovationen. Dies gilt insbesondere für
Längs- und Querverbindungen in kurzen Hölzern.
Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Produktivität der
Maschine. Diese steigert man über höhere Takt-
zahlen, Vorschubgeschwindigkeiten und Dreh-
zahlen.
Der Minizinkenfräser von LEUCO mit der kur-
zen Zinkenlänge von 4/4,5 mm bzw. 6/7 mm
mit höherer Schneidenanzahl erfüllt beide Anfor-
derungen. Durch den geringen Schnittdruck fräst
er Breitenverbindungen maschinenabhängig in
kurzen Kanteln ab ca. 250 mm ohne die Gefahr
einer Hebelwirkung und das bei Vorschubge-
schwindigkeiten bis 52 m/min. Drehzahl und
Zinkenqualität bleiben gleich wie bei Fräsern mit
weniger Schneiden.
Hochleistungs-Minizinkenfräser
Messerkopf mit bombierter Dreieck-Wendeplatte
Daten auf einen Blick
ISchneidstoff: Hochlegierter Werk-
zeugstahl [HS Solid 24]
IPlanlaufgenauigkeit von 5μm durch
hochpräzise Fertigung des Grundkör-
pers
Vorteile
IDoppelter Vorschub möglich bei gleicher
Drehzahl und Zinkenfräsqualität
IGefahr durch das Einziehen von kurzen Hölzern
wird minimiert
IGeringe Ausrisse beim Holzaustritt, selbst wenn sich
der Standweg des Fräsers zu Ende neigt
Der LEUCO Hochleistungs-Minizinkenfräser:
Kurze Zinkenlänge und hohe Vorschubge-
schwindigkeiten
LEICHTER SÄGEN IN JEDE
RICHTUNG
LEUCO t3SYSTEM, DER RICHTIGE ZUG BRINGT HOHE QUALITÄT
Mit dem G5-Sägeblatt von LEUCO brauchen
Abbundzentren für die Bearbeitung von Bal-
ken nur noch ein Werkzeug. Grund dafür ist
eine innovative Zahngeometrie.
Dank LEUCO können Abbundzentren Still-
standszeiten ihrer Bearbeitungszentren einspa-
ren. Denn durch die G5-Zahngeometrie genügt
ein Sägeblatt für Längs- und Querschnitte. Das
gleiche Sägeaggregat kann also nach kurzem
Richtungswechsel die Arbeit fortsetzen.
Durch die G5-Geometrie hat das Säge-
blatt einen äußerst geringen Schnittdruck.
Das hat einige positive Auswirkungen.
So ist die Qualität in beiden Schnit-
trichtungen sehr gut, außerdem sind
schnelle Vorschübe auch mit wenig
Krafteinsatz möglich. Zusätzlich
bietet das Sägeblatt bis zu 30 Pro-
zent längere Standzeiten.
Mit dem neuen t3-System ergänzt LEUCO sein Messer-
kopf-Programm zum absatz- und ausrissfreien Fügen, Fälzen
und Formatieren von Massivhölzern und Holzwerkstoffen.
Das erste Mitglied dieser Familie, der t3-System Schaftfrä-
ser, eignet sich für den Einsatz auf CNC-Maschinen zur Mas-
sivholzbearbeitung und auf Abbundanlagen im Holzbau.
Die bombierte Dreieck-Wendeplatte erlaubt es, die Achswin-
kel für den ziehenden Schnitt perfekt zu setzen und verhindert
dadurch eine Absatzbildung bei den Überschnitten. Zusätzlich
können durch die Dreieck-Form die Achswinkel so gelegt werden,
dass beim Fügen- und Fälzen eine ausgezeichnete Oberflächen-
und Kantenbearbeitung erreicht wird, die Rückseite des Messers
steht dabei nicht vor. Genau die unterscheidet das t3-System von
anderen Spiralmesserköpfen. Bei viereckigen Wendeplatten zieht
die äußerste Schneide immer in Richtung Kante. Diese Schnit-
trichtung führt zu unsauberen Kanten. Das t3-System kennt die-
ses Problem nicht. Die Dreieck-Wendeplatten sind so positioniert,
dass der Achswinkel immer in die richtige Richtung zieht.
Praktisches G5-Sägeblatt für Abbundzentren
Die Vorteile
Der t3-System Schaftfräser bietet damit eine Vielzahl an Einsatzmög-
lichkeiten. Mit seiner besonderen Schneidenanordnung können absolut
ausrissfreie Füge- und Falzflächen erzeugt werden. Dieser Vorteil kommt
beispielsweise bei der Fertigung von Türfälzen zum Tragen. Durch spiral-
förmiges Eintauchen können auch kleine Ausschnitte verwirklicht werden.
Hierdurch können z.B. Zapfen- und Spezialverbindungen im Holzbau entste-
hen. Das Werkzeug eignet sich bestens für das Fräsen von Freiformen wie
Rundbögen oder Krümmlinge im Treppenbau.
Vergleicht man die Qualität der t3-Fräsung mit gängigen Spiralmesserköp-
fen hebt sich diese besonders in der ausgezeichneten Kanten- und Oberflä-
chenqualität ab. Für den Einsatz z.B. im Türen- und Möbelbau bedeutet dies
weniger Nacharbeit.
Bei den Langzeitversuchen hat das „t3-System“ unsere Qualitätserwartun-
gen nicht nur bestätigt, sondern gleich übertroffen. Vom anspruchsvollen
Handwerk bis zur industriellen Anwendung mit hohen Leistungsanforderun-
gen, findet das t3-System sein Einsatzgebiet.
ABBUND MASSIVHOLZ
Seite 21
LEUCO t3SYSTEM, DER RICHTIGE ZUG BRINGT HOHE QUALITÄT
Der geringe Schnittdruck entsteht durch die spezielle Geo-
metrie des Sägeblatts– einer Kombination aus einem Füh-
rungszahn und vier Folgezähnen für die Feinbearbeitung.
Das G5-Sägeblatt ist also eine sehr gute Alternative zur kon-
ventionellen Bearbeitung mit zwei verschiedenen Sägeblät-
tern. Diese erforderten beim Wechsel einen Werkzeugtausch.
So musste der Anwender bisher für das Einschwenken eines
anderen Aggregats oder den Wechsel des Sägeblatts bis zu
15 Minuten Stillstandszeit einberechnen.
Die sauberen Schnitte müssen nicht nachbearbeitet werden und eignen sich für Sicht-
kanten. Kunden führen mit dem Sägeblatt auch Vorgänge aus, die sie bislang mit einem
Fräser gemacht haben. So sparten sie Bearbeitungszeit auf dem Abbundzentrum.
Die bombierten Dreiecks-Wendeplatten sind
das entscheidende Merkmal für die hohe
Bearbeitungsqualität des t3-System Schaft-
fräsers.
Anwendungsbeispiele: ausrissfreies
spiralförmiges Eintauchen, Fälzen
und Fasen
Der neue t3-System Schaftfräser kommt auf CNC-Maschinen
und Abbundanlagen zum Einsatz.
Das LEUCO g5-System Kappsägeblatt kann auf
Abbundzentren aller bekannten Hersteller ein-
gesetzt werden. Im Bild: Durchmesser 550 für
Weinmann-Anlagen.
Das Sägeblatt begeistert durch
seinen geringen Geräuschpegel
und gewährt bis zu 30 % längere
Standzeiten.
»Dank LEUCO können Abbundzen-
tren Stillstandszeiten ihrer Bear-
beitungszentren einsparen. Denn
durch die G5-Zahngeometrie ge-
nügt ein Sägeblatt für Längs- und
Querschnitte.
MASSIVHOLZ ABBUND LEUCO. Magentify Wood Processing.
Seite 22
Nah am Kunden zu sein – das ist für LEUCO kein
leeres Versprechen, sondern vor allem ein wichtiger
Baustein, um Innovationen mit echtem Mehrwert an-
bieten zu können. Die „möbelfertigung“ traf sich mit
Frank Diez, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung
und seinem Vorstandskollegen Daniel Schrenk, um über
Themen wie die allgemeine Marktsituation, Digitalisierung
im Werkzeugbereich und eben auch Produktneuheiten zu
sprechen.
//möbelfertigung: Herr Diez, Herr Schrenk, wie stellt sich das
Geschäftsjahr 2019 für LEUCO dar?
FRANK DIEZ: Wir sind in einem deutlich schwierigeren wirtschaft-
lichen Umfeld als in den Vorjahren erneut gewachsen. Dieses Wachs-
tum ist dementsprechend weniger stark als in den Vorjahren – die
Nachfrage hat sich insbesondere im zweiten Halbjahr merklich verrin-
gert. Was vor allem damit zusammenhängt, dass seitens der Maschinen-
lieferanten weniger Großprojekte umgesetzt wurden. Es ist definitiv eine
Veränderung des Marktes spürbar.
//möbelfertigung: Ist das gebremste Wachstum genereller Natur oder
in speziellen Bereichen besonders ausgeprägt?
DANIEL SCHRENK: Aus unserer Sicht läuft das Geschäft mit der Küchenin-
dustrie nach wie vor sehr gut. Das Gleiche gilt für das Thema Büromöbel und
den Baubereich.
Demgegenüber steht zum Beispiel der Fußbodenbereich, bei dem ein klarer
Verdrängungswettbewerb besteht.
Insgesamt spielen neue Materialien wie LVT, SPC und WPC eine große Rolle, sie erfor-
dern neue Werkzeuge. Das wir unser Bearbeitungs-Know-how immer wieder neu einset-
zen können, ist für uns ein willkommenes Differenzierungsmerkmal. Wir haben branchen-
übergreifend ein Wachstum durch neue Materialien, beispielsweise auch GFK und CFK.
Regional betrachtet, läuft es in Deutschland nach wie vor gut.
Der Markt wächst, wenn auch etwas weniger dynamisch als
zuvor. Auch China weist für LEUCO ein gutes Wachstum aus,
was uns umso mehr freut, wenn man bedenkt, dass die chine-
sische konjunkturelle Lage deutliche Dellen hat. Ebenso positiv
sehen wir Osteuropa. Schwächer ist es in Südeuropa. Italien
fällt hier durch das Ende der Subventionspolitik besonders auf.
Bei Osteuropa, ganz speziell in Russland, ist die Primärindus-
trie, also Sägewerke, für uns sehr wichtig und stark.
Der Brexit zeigt natürlich auch bei uns Wirkung. Vor allem,
weil Kunden zunehmend verunsichert sind.
//möbelfertigung: Sie sprechen die neue Materialvielfalt
an: Wie gut ist es Ihnen gelungen, sich darauf einzustellen?
DANIEL SCHRENK: Es ist immer wieder eine Herausforde-
rung. Sowohl im Vertrieb, als auch in der Anwendungstechnik.
Wir agieren dafür mit vielen kleinen Spezialisten-Teams, die
sehr fokussiert Know-how aufbauen.
//möbelfertigung: Es wirkt so, als wenn sich alle auf eine
Rezession einstellen. Wie sehen Sie die aktuelle Situation?
FRANK DIEZ: Indikatoren gibt es seit Jahren zuhauf und im
Laufe der Zeit haben sich nur wenige Probleme gelöst. Dafür sind
viele neue dazugekommen. Trotzdem zeigte sich die Wirtschaft
lange Zeit bemerkenswert stabil. Jetzt kommen wir langsam an
den Punkt, an dem sich die Fahrt doch merklich abbremst.
Ein Beispiel für ein langjähriges Problem ist zum Beispiel die
ganze Thematik der Zollkonflikte. Da sind wir gefühlt keinen
Schritt weiter, als zu Beginn der Debatte.
Wir stellen allgemein eine geringere Investitionstätigkeit in
neue Anlagen fest, was vom VDMA bestätigt wird. Das berück-
Die beiden LEUCO-Geschäftsführer Frank Diez und Daniel Schrenk im Interview
UNSERE LÖSUNGEN SOLLEN QUALITATIV
NOCH BESSER WERDEN
UNTERNEHMEN
Seite 23
sichtigen wir in unseren strategischen Planungen. Trotzdem ist
es unser Anspruch, weiter zu wachsen – nur eben modera-
ter. Das ist in dieser Situation ein ambitioniertes Ziel. Aber wir
sehen auch noch Märkte und Regionen, in denen wir 2020
wachsen können.
//möbelfertigung: Welche sind das?
DANIEL SCHRENK: Rein rechnerisch planen wir Wachs-
tum in all unseren wesentlichen Zielmärkten. Besonders gute
Chancen sehen wir in China und zentralasiatischen Ländern.
Vietnam ist für uns auch ein Markt mit viel Potenzial.
//möbelfertigung: Wo sehen Sie besondere Chancen und
auch Herausforderungen?
DANIEL SCHRENK: Das erste, was bei stagnierenden oder
nachlassenden Märkten unter die Räder kommt, sind leider die
Preise. Das wird die zentrale Herausforderung sein, sich hier
dem Trend zu entziehen und das Wachstum profitabel zu ge-
stalten. Hier hat unsere Branche als Gesamtes noch Nachhol-
bedarf im Vergleich mit anderen Branchen. Die positive Diffe-
renzierung am Markt bei gleichzeitigem verantwortungsvollem
Umgang mit Ressourcen und Kosten wird der Schlüssel zum
Erfolg sein.
//möbelfertigung: Auch in Ihrem Geschäft findet Ver-
drängung statt. Was sind Ihre Argumente, warum ein Kunde
mit LEUCO arbeiten sollte?
DANIEL SCHRENK: Eine Stärke ist der direkte Vertrieb mit en-
gem Austausch mit den Kunden. Das ist strukturell eine echte Auf-
gabe, hat aber den Vorteil, dass wir früh mit im Boot sind, wenn
Kunden neue Produkte auflegen oder Investitionen tätigen.
Allem voran sind technische Innovationen die Vorausset-
zung, um erfolgreich zu sein.
//möbelfertigung: Innovation ist kein Zufall. Was tun Sie,
um innovativ zu sein?
DANIEL SCHRENK: Zu einem großen Teil entsteht Innova-
tion bei uns aus eben genau dieser gründlichen Marktbetrach-
tung. Wir haben aber auch eine eigene Grundlagenforschung
und damit den Anspruch, selbst Impulse in den Markt hinein-
geben zu können.
Dann gibt es natürlich auch Anforderungen, die zum Beispiel
von großen Küchen- oder Holzwerkstoffherstellern an uns her-
angetragen werden. Dabei geht es meistens um Verbesserun-
gen in Sachen Leistung, Schnittqualität und Standzeit.
Der dritte Bereich ist die Fertigungstechnologie, über die wir
intensiv nachdenken – auch, um uns selbst zu verbessern. So
ist zum Beispiel das „p-System“ entstanden.
//möbelfertigung: Wie viel Innovationspotenzial gibt es in
der Bearbeitung von Holzwerkstoffen noch?
FRANK DIEZ: Es sind definitiv noch nicht alle Probleme
gelöst. Diese Behauptung wäre mindestens verwegen. Ver-
mutlich gibt es für die meisten Aufgabenstellungen in der Zer-
spanung von Holz, Holzwerkstoffen und neu hinzukommenden
Materialien Lösungen, mit denen man gut arbeiten kann.
Unser Anspruch ist es allerdings, jede Anwendung und Lö-
sung effizienter und wirtschaftlicher, eben noch besser, zu
gestalten. Oder das Arbeitsumfeld zu verbessern, Staub und
Lärm kann beispielsweise sicher weiter reduziert werden.
Auch das Thema Multifunktionalität beschert uns immer wie-
der schöne und spannende Aufgaben. Hier sind wir gefordert
und haben auch keine Sorgen, dass uns die Aufgaben irgend-
wann ausgehen könnten.
//möbelfertigung: Ist Holz für Sie überhaupt noch der
wichtigste Werkstoff?
FRANK DIEZ: Mengenmäßig schon. Aber Kunststoff in vie-
len Variationen und neue Materialien gewinnen stetig dazu.
Frank Diez, Vorstands- und Geschäftsführungsvor-
sitzender von LEUCO, mf-Redakteurin Doris Bauer
und LEUCO-Geschäftsführer Daniel Schrenk.
Fortsetzung siehe nächste Seite
Wir rechnen im Bereich der deutschen
Möbelindustrie mit einer weiteren Kon-
zentration und Konsolidierung.
DANIEL SCHRENK
UNTERNEHMEN LEUCO. Magentify Wood Processing.
Seite 24
DANIEL SCHRENK: Und es ist auch gar nicht so einfach zu
beantworten, denn im Grunde werden die meisten Werkstoffe
auf den gleichen Maschinen bearbeitet. Die Nicht-Holz-Werk-
stoffe gewinnen auf jeden Fall Anteile.
//möbelfertigung: Sie sagten bereits, dass Küchen-
und Büromöbelindustrie sehr gut dastehen. Momentan
wird dort viel Kapazität aufgebaut. Wie schätzen Sie die
Lage ein?
DANIEL SCHRENK: Wir gehen davon aus, dass die Konzen-
tration und Konsolidierung weitergeht. Die Großen investieren
in der Tat sehr viel, während die kleineren Unternehmen sich
zunehmend schwerer tun werden, technologisch mitzuhalten.
//möbelfertigung: Und wie sieht es im Handwerk aus?
DANIEL SCHRENK: Zumindest im baunahen Handwerk
sind die Auftragsbücher nach wie vor voll und für die nähere
Zukunft sieht es auch nicht so aus, als würde sich das ändern.
Wenn allerdings der Konsum nachlässt – und davon gehen wir
mittelfristig aus – wird sich auch die Tätigkeit im Handwerk
beruhigen.
//möbelfertigung: Wie steht es um Ihre eigenen Investiti-
onen? Gibt es momentan größere Projekte?
FRANK DIEZ: Es gibt immer Investitionen, aber wir verraten
ungern im Vorfeld, was wir vorhaben. Zuletzt haben wir uns
sowohl in der Produktion, als auch in unseren Prozessen stark
verbessert und diesen Weg werden wir auch weiter beschrei-
ten. Ähnlich wie in der Möbelindustrie ist auch für uns ein ho-
her Automatisierungsgrad erstrebenswert.
Darum haben wir an unserem Produktions-
standort in den USA einiges verändert. Als nächs-
tes steht der Ausbau der Produktion in Frankreich
an. Wir werden sowohl räumlich, als auch im Be-
reich Maschinen aufstocken.
Unsere Investitionsquote ist generell in den
letzten Jahren immer sehr hoch gewesen. Dabei
wägen wir aber immer sehr genau ab, was uns
und unseren Kunden wirklichen Mehrwert bringt.
//möbelfertigung: Wie beurteilen Sie die
„Ligna“ 2019 in der Retroperspektive?
DANIEL SCHRENK: Das neue Konzept, das
2019 das zweite Mal umgesetzt wurde, ist jetzt
bei Ausstellern und Besuchern angekommen. Ob-
wohl die Messe laut den offiziellen Zahlen bei den Besuchern
stagniert, haben wir eindeutig mehr Kunden auf unserem
Stand gehabt. Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit unserem
Auftritt.
FRANK DIEZ: Die Vermarktung der Messe unter Vokabeln
wie Vernetzung und Digitalisierung wirkt allerdings von Mal zu
Mal inhaltsleerer. Am Ende geht es um Automatisierung. Dar-
um ging es schon immer in der Industrie, in den letzten Jahren
hatte man den Eindruck, das wäre eine ganz neue Idee.
//möbelfertigung: Ist eines Ihrer Highlights besonders
gut angekommen?
FRANK DIEZ: Ich würde hier keine der Innovationen her-
ausgreifen wollen. Letztlich präsentieren wir uns auf Messen
generell als kompetenter Partner, der Vieles möglich machen
kann. Darum hatten wir auch Robotik bei uns auf dem Stand:
Um zu demonstrieren, dass wir uns ebenfalls mit solchen The-
men auseinandersetzen und auskennen.
//möbelfertigung: Sie haben die Farbe Magenta sehr
in den Vordergrund gestellt. Warum und wie waren die
Reaktionen?
DANIEL SCHRENK: Ja, wir hatten den Messe-Slogan
„Magentify Wood Processing“. Das bedeutet einfach, dass wir
gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen suchen, wie effizi-
enter produziert werden kann. Die Besucher haben es schon
wahrgenommen. Wichtig ist jetzt natürlich, diesen Slogan
auch mit Leben zu füllen und nicht als hohle Phrase im Raum
stehen zu haben.
UNTERNEHMEN
Frank Diez ist seit dem ersten Juli 2012 Vor-
standsvorsitzender der LEUCO AG. In der Ge-
schäftsführung steht ihm seit dem ersten Januar
2014 Daniel Schrenk (Bild oben rechts) zur Seite.
Wir streben auch in einem schwieriger
werdenden Marktumfeld ein moderates
Umsatzwachstum an.
FRANK DIEZ
Seite 25
UNTERNEHMEN
FRANK DIEZ: Angesprochen werden wir selbstverständlich
gerne auf das Magenta von der Telekom. Aber LEUCO hatte
die Farbe schon viel früher, in den frühen siebziger Jahren, was
damals extrem mutig war und konsequent durchgezogen wur-
de. Die Farbe steht für LEUCO auch für diesen Mut, den wir
immer haben wollen.
//möbelfertigung: Bei Digitalisierung wird viel über neue
Geschäftsmodelle gesprochen. Sehen Sie in Ihrem Bereich
konkrete Beispiele?
FRANK DIEZ: Vorstellbar ist vieles, konkret ist eigentlich
noch nichts. Ich denke, man muss generell darauf vorbereitet
sein, sich in viele Richtungen entwickeln zu können.
//möbelfertigung: Was bedeutet Digitalisierung für Sie?
DANIEL SCHRENK: Digitalisierung ist mittlerweile ein
reichlich verbranntes Schlagwort. Und jeder versteht, zumin-
dest in Nuancen, etwas anderes darunter. Wir konzentrieren
uns aktuell auf das Thema Serialisierung und digitaler Zwilling
über den gesamten Produktlebenszyklus von der Entstehung
in der Konstruktion, über die Produktion bis zum Einsatz bei
unseren Kunden, einschließlich aller Servicezyklen. Darin se-
hen wir die Basis für weitergehende Verbesserungen, Dienst-
leistungen und letztlich auch neue Geschäftsmodelle.
//möbelfertigung: Es gibt mittlerweile viele IIoT-Platt-
formen für die Holzverarbeitende Industrie. Sie selbst sind
Partner von Tapio. Wie gehen Sie damit um?
DANIEL SCHRENK: Wir kommunizieren klar, dass wir Part-
ner von Tapio sind. Trotzdem sind wir offen für alle anderen
Lösungen und arbeiten daran, dort in diese Systeme korrekt
eingebunden zu sein. Das müssen wir sein, um unsere Kunden
optimal bedienen zu können.
//möbelfertigung: Sie haben erwähnt, dass Sie bei Pro-
jekten mit ihren Kunden gerne frühzeitig mit im Boot sind,
wenn diese über Investitionen nachdenken. Warum?
DANIEL SCHRENK: Wenn wir zu einem sehr frühen Zeit-
punkt bei Planungen miteinbezogen werden, bringt das vor
allem dem Kunden einen großen Benefit, weil wirklich alle
Details bedacht werden können. Allgemein findet vor einer
großen Anlagen-Investition ein beeindruckender Informations-
fluss statt, in den idealerweise zusätzlich noch der Werkstoff-
Lieferant eingebunden ist.
FRANK DIEZ: Dieses Vorgehen ist für LEUCO schon lange
ganz typisch und sicher auch einer der Gründe für den Erfolg.
Nach einer großen Investition möchte der Kunde, dass die An-
lage läuft und nicht feststellen, was alles nicht funktioniert. Da-
für sollte alles so gut wie möglich vorbereitet sein und deshalb
sollten alle Beteiligten an der Planung mitwirken.
//möbelfertigung: LEUCO konnte bereits einige renom-
mierte Awards gewinnen. Wie wichtig sind solche Preise
für Sie?
FRANK DIEZ: Sie sind eine schöne Bestätigung dafür, dass
man gute Arbeit leistet. Natürlich ist es nicht unser höchstes
Interesse, Awards zu gewinnen, sondern Mehrwert für unsere
Kunden zu generieren. Trotzdem freuen wir uns sehr darüber.
//möbelfertigung: Für LEUCO
war 2019 ein Jubiläumsjahr, es
gibt seit 50 Jahren die Niederlas-
sung in der Schweiz. Wie haben
Sie es gefeiert?
FRANK DIEZ: Ausgiebig und
mit viel Freude. Wir haben den
Anlass mit unserer Belegschaft mit
verschiedenen Veranstaltungen ge-
bührend gewürdigt. Es waren sogar
mehrere Jubiläen: 50 Jahre in der Schweiz, 40 Jahre in den
USA und 10 in Weißrussland. Das ist auch Sinnbild für die
internationale Ausrichtung des Unternehmens.
//möbelfertigung: Was hat LEUCO für das Jahr 2020 vor?
DANIEL SCHRENK: Eins der Highlights ist sicher die „Holz-
Handwerk“. Die „Xylexpo“ betrachten wir mit eingeschränkten
Erwartungen.
Ein weiterer Höhepunkt in 2020 dürfte auch die Neugrün-
dung einer Gesellschaft in Vietnam werden.
Das Interview führte Doris Bauer
Erschienen in der „möbelfertigung“ Ausgabe 01/2020
aus dem F. Holzmann Verlag im Vincentz Network.
Alle sprechen über neue
Geschäftsmodelle. Wirklich viel
Konkretes gibt es hier aber noch
nicht.
DANIEL SCHRENK
„50 Jahre Schweiz, 40 Jahre
USA, 10 Jahre Weißrussland
– diese Jubiläen stehen für
den internationalen Erfolg von
LEUCO.“
FRANK DIEZ
Seite 26
INVESTITIONEN IN DIE ZUKUNFT
25 JAHRE LEUCO JAPAN
LEUCO baut in Beinheim (Frankreich) seine Produktionshalle
und in Horb (Deutschland) sein ServiceCenter aus. Mit dem
im Februar zeitgleich begonnenen Baubeginn verbindet Vor-
standvorsitzender Frank Diez ein klares Bekenntnis zu beiden
Fertigungsstandorten. „Es sei sehr
erfreulich, an beiden Standorten die
Möglichkeit zu besitzen flächenmä-
ßig noch zu wachsen.“ Eine Aus-
dehnung ist aus Platzgründen zwin-
gend nötig. Die Geschäftsführung
entschied sich für die Erweiterungs-
bauten an beiden Standorten. Die
Hallen werden zusammen 3.600
Quadratmeter neue Produktion bzw.
Servicefläche bieten.
Gleichzeitig wird man bei den neu-
en Gebäuden neben Funktionalität
großes Augenmerk auf einen schonenden Umgang mit Res-
sourcen und Energie legen.
Mit der Fertigstellung wird LEUCO an beiden Standorten
moderne und leistungsstarke Fertigungs- bzw. Servicestätten
erhalten, die mit der direkten Anbindung an die bestehenden
Infrastrukturen Synergien generiert, die letztendlich eine noch
bessere Effizienz und Kundenbetreuung ermöglichen.
Zwei Standorte, ein Ziel
UNTERNEHMEN
Pascal Wendel (Leiter Industrial Engineering), Frank Diez (Vorstandsvorsit-
zender), Mark Meyer (Produktionsleiter), und Luc Schildknecht (Produktions-
leiter), von links, haben mit dem symbolischen Spatenstich die Arbeiten für
den Erweiterungsbau in Beinheim/Frankreich begonnen.
LEUCO ist im elsässischen Beinheim auf die Entwicklung und Produktion von
Sägen, Zinkenfräser sowie festbestückten Hartmetallfräser spezialisiert. Hier
werden jährlich mehr als 1 Million Sägeblätter in höchster Qualität gefertigt.“
Roland Günther (Leiter Produktion),
Frank Diez (Vorstandsvorsitzen-
der), Daniel Schrenk (Geschäfts-
führer Vertrieb und Marketing) und
Dirk Hoffmann (Leiter Material-
wirtschaft), von links, läuteten den
Neubau des ServiceCenters ein. Der
Schärfservice und die Neuwerk-
zeugproduktion werden künftig am
Stammwerk in Horb räumlich direkt
aneinander gegliedert sein.
LEUCO Japan wird 2020 sein 25-jähriges Bestehen feiern.
Von Anfang an haben wir unsere Geschäfte vorangetrieben,
indem wir neue Werkzeuge und Dienstleistungen direkt an
unsere Kunden verkauft haben, was in der japanischen Unter-
nehmensumgebung einzigartig war.
Wir haben viele neue Kunden besucht und neue Verkaufsge-
biete erschlossen. Wir haben auch unsere Kunden gebeten, nur
bar zu bezahlen, was zur damaligen Zeit in Japan sehr selten
war. Es ist eine nostalgische Erinnerung und gleichzeitig sind
wir so froh, dass wir mit vielen dieser Kunden seit 25 Jahren
eine ausgezeichnete Geschäftsverbindung haben.
2020 wird es bedeutende Änderungen bei LEUCO Japan
geben:
Wir werden alte Maschinen ersetzen und Maschinen mit
der modernsten Technologie installieren, um die höchste Nach-
schärfqualität und eine ausgezeichnete Präzision zu garantieren.
Wir werden unser Team durch weitere Schulungen für neue
Geschäftsfelder stark machen, z. B. in der Nicht-Holzindustrie.
In der ersten Zeit war die Marktumgebung von LEUCO Ja-
pan mit einem BIP-Wachstum von 2-3% sehr positiv und wir
hatten viele Geschäftschancen.
Die Marktumgebung in der Holzbearbeitung in Japan fordert
uns mehr heraus als in den Anfangsjahren von LEUCO Japan.
Dennoch sind wir sehr positiv und konzentrieren uns ohne Furcht
vor den Veränderungen auf unsere Geschäfte und unterstützen
die Produktionsindustrie in Japan mit ganzer Kraft. LEUCO Ja-
pan befindet sich im ständigen Wandel. Was sich aber nicht
verändert hat, ist unsere Mission, der japanischen Holzbearbei-
tungsindustrie innovative Werkzeuglösungen anzubieten.
Zu guter Letzt möchte ich im Namen von LEUCO Japan
meine Dankbarkeit an alle aussprechen, die uns unterstützt
haben. Vielen Dank.
Yasumi Arigaya, Geschäftsführer LEUCO Japan
Seite 27
LEUCO SCHÄRFSERVICE IN HERSTELLER
QUALITÄT IN VIETNAM
NEUER GESCHÄFTSFÜH
RER BEI LEUCO UKRAINE
Neue Niederlassung: LEUCO Vietnam Co, Ltd
Im Dezember 2019 gründete
LEUCO seine 21. und neueste Nie-
derlassung: LEUCO Vietnam Co, Ltd.
LEUCO bietet seinen Schärfser-
vice in Herstellerqualität für die vi-
etnamesische Möbelindustrie am
neuen Standort südwestlich von Ho-
Chi-Minh-Stadt an.
Der Aufwärtstrend in Vietnam ist
deutlich erkennbar und die wirt-
schaftliche Entwicklung über die
letzten zehn Jahre ist mit einem
durchschnittlichen, jährlichen Wirt-
schaftswachstum von rund 6% be-
merkenswert. Die Aufbruchsstim-
mung ist deutlich spürbar. Es wird
viel neu gebaut und renoviert und
die Hochhäuser sprießen aus dem
Boden. Die vietnamesische Möbel-
industrie zeichnet sich durch seine
starke Exportorientierung und die
Verwendung von Holzbearbeitungs-
maschinen aus Deutschland und Ita-
lien aus. Diese Merkmale sind deut-
liche Indikatoren für den Einsatz von
Präzisionswerkzeugen. Neue Werk-
zeuge von LEUCO wurden über viele
Jahre zuverlässig vom autorisierten
LEUCO-Repräsentanten URI Trading
vertrieben. Der Schärfservice wurde
von der LEUCO-Niederlassung im
benachbarten Malaysia durchge-
führt. Durch das zunehmende Ge-
schäftsvolumen und der geforderten
Mit Wirkung zum
1. Februar 2020 ist
Viktor Dziubenko
neuer Geschäfts-
führer von LEUCO
Ukraine.
Viktor Dziuben-
ko ist 36 Jahre alt
und war zuletzt
im Management
einer großen ukra-
inischen Holding
zuständig für Vertrieb und Logistik. Davor verant-
wortete Viktor Dziubenko viele Jahre Projekte in
der Möbelindustrie.
„Mit LEUCO Ukraine habe ich in der Vergangen-
heit sehr gut zusammen gearbeitet und schätze
seitdem die hervorragenden Beziehungen. LEU-
CO hat in der Ukraine und weltweit einen guten
Ruf. In der Ukraine haben wir sicher die besten
Fachleute für Holzbearbeitungswerkzeuge in un-
serem Team. So ist es mein Ziel, diese Position
zu stärken und die Unternehmensleistung auf das
höchstmögliche Niveau zu bringen,“ so Viktor Dzi-
ubenko.
LEUCO Ukraine wurde 2007 gegründet und
agiert heute mit 25 Mitarbeitern von Kiew aus
mit dem Verkauf von Neuwerkzeugen und dem
Schärfservice. Engagierte Berater sind mit fun-
diertem Werkzeug-Know-how täglich bei Kun-
den, um Produktionsanlagen zu optimieren. Da-
rüber hinaus werden im bestens ausgestatteten
ServiceCenter auch komplexe Anforderungen in
kürzester Zeit abgewickelt.
Bündelten ihre Stärken und gründeten die neue
Niederlassung, v.l.n.r: Kunde, Daniel Schrenk
(LEUCO Geschäftsführer Vertrieb & Marketing),
Quoc Hung Tran (Inhaber von URI Trading), Udo Lei-
ber (LEUCO Asia, Geschäftsführer Asien), Mark Lim
(zukünftiger Geschäftsführer von LEUCO Vietnam).
Das neue Gebäude von LEUCO Vietnam in Ho-Chi-
Minh-Stadt
Team der Hauptniederlassung in Tochigi:
V.l.n.r: Hr. Okuda (Anwendungsleiter / Verkaufs-
unterstützung), Fr. Kameyama (Leiterin der Buch-
haltung), Hr. Ushio (Verkauf), Hr. Uetake (Ver-
kaufsleiter), Hr. Handa (Verkaufsleiter)
Team im Servicebereich in Tochigi:
V.l.n.r: Hr. Yamada (Produktionsleiter Service in
Tochigi), Hr. Chonan (Servicechef DP), Hr. Nonaka
(DP Serviceleiter), Hr. Amagai (Serviceleiter HW),
Fr. Suzuki (Mitarbeiterin HW Service)
Team in der Niederlassung Kansai:
Vorne v.l.n.r.: Hr. Takagi (Leiter Baumaterial), Hr.
Arisaka (Verkaufsleiter), Hr. Tabata (Verkauf).
Hinten v.l.n.r.: Hr. Fukuchi (HW Service), Hr. Tachi-
bana (Leiter HW Service), Hr. Takano (Verkauf), Hr.
Arigaya (Geschäftsführer), Hr. Ishimaru (Verkauf)
schnelleren Reaktionszeit beim Nachschärfser-
vice stieß dieser Prozess an seine Grenzen.
Der Geschäftsführer Mark Lim ist nun erfreut: "Mit
unserer eigenen Firma für das Nachschärfen sind
wir gut ausgerüstet und können unseren Kunden
in Vietnam künftig die höchsten Qualitätsstandards
und einen exzellenten Service bieten".
UNTERNEHMEN LEUCO. Magentify Wood Processing.
www.leuco.com
Editorial:
Ledermann GmbH & Co. KG
Willi-Ledermann-Straße 1
D-72160 Horb am Neckar
T +49 (0) 7451 / 93 0
info@leuco.com
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839450 03/20
ONLINEKATALOG 24/7
WWW.LEUCO.COM/PRODUKTE
Unser Anspruch ist es, durch wegweisende
Innovationen die Möglichkeiten unserer Kunden
und Partner zu erweitern und die Potenziale des
nachwachsenden Rohstoffs Holz und verwand-
ter Materialien zum Nutzen der Menschen zu
erschließen.
Im engen Dialog mit unserer Branche entwi-
ckeln wir dafür hartmetall- und diamantbestück-
te Kreissägeblätter, Zerspaner, Bohrungs- und
Schaftwerkzeuge, Bohrer, Wendeplatten sowie
Spannmittel. Das Ziel: Die Prozesse unserer Kun-
den in der Bau-, Möbel- und Plattenindustrie, in
Sägewerken und Innenausbaubetrieben zu opti-
mieren sowie neue Chancen im Umgang mit der
stets wachsenden Werkstoffvielfalt zu eröffnen.
Ein umfassendes Beratungsangebot, unser Schärf-
service in Herstellerqualität und zukunftsfähige
LEUCO  DAS GANZE IM BLICK
LEUCO gehört zu den international führenden Anbietern ganzheitlicher
Werkzeuglösungen und intelligenter Services für die holzverarbeitende Industrie.
Toolmanagementlösungen machen LEUCO
zum ganzheitlichen Partner unserer Kunden für
Werkzeuge.
International arbeiten heute rund 1.200 Mit-
arbeiter für LEUCO. Mit Vertriebsgesellschaften
in Australien, Belgien, England, Japan, Polen,
Singapur, Thailand, Ukraine und Weißrussland,
sowie Vertriebs- und Produktionsgesellschaften
in China, Frankreich, Malaysia, Russland, der
Schweiz, Südafrika, USA und Vietnam ist unser
Unternehmen auf allen fünf Kontinenten welt-
weit vertreten.
LEUCO
Magentify Wood Processing