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absauganlagen filteranlagen

TBH Imagebroschüre

In den letzten 25 Jahren haben wir nicht nur die Unternehmensgröße, sondern auch unsere Kompetenz in der Filter- und Absaugtechnik ausgebaut. Wir entwickeln und bauen alle unsere Anlagen in Deutschland und versenden sie in über 80 Länder weltweit. Wir sind einer der führenden Experten für Filter- und Absauganlagen. Inzwischen haben wir mehrere Partner außerhalb Deutschlands, sowie eine Tochtergesellschaft in Nordamerika. Diese unterstützen uns dabei, Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch den modularen Aufbau passen wir unsere Anlagen perfekt an Ihre Anwendungen an. Bei Änderungen an Ihrem Prozess können wir flexibel und schnell reagieren, damit Ihre Anlage wieder optimal darauf abgestimmt ist.
ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
INHALT
Vom Schwarzwald in die ganze Welt 4
Qualität als Maßstab 6
TBH Ser viceleistungen 7
Einsatzbereiche 8
Applikationen 9
Flexibilität durch Modularität 10
TBH Reinraum-Technologie 16
Leistungsfähige Elektronik 18
Wissenswertes 22
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
VORWORT
Sehr geehrter Interessent und TBH-Kunde,
mit der vorliegenden neuen TBH-Firmen -
präsentation möchten wir Ihnen nicht nur die
TBH GmbH und ihr Leistungsspektrum vorstel-
len, sondern Ihnen mit der Rubrik „WISSENS-
WERTES” auch die Absaug- und Filtertechnik
etwas näher bringen.
Wir hoffen, Ihnen hiermit ein kleines Nachschla-
gewerk zu übergeben, das Ihnen bei der Ge-
staltung von schadstoffarmen Arbeitsplätzen
hilfreich zur Seite stehen wird.
Das TBH-TEAM und unsere jeweiligen Partner
in den einzelnen Ländern beraten Sie gerne –
zum 3FACH SCHUTZ für MENSCH, UMWELT
und MASCHINE.
Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen.
Ihre TBH GmbH
Udo Hartmann Solvejg Hartmann
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
ÜBER UNS LEISTUNGSFÄHIGKEIT TBH PRINZIPSERVICEQUALITÄT WISSENSWERTES/ / ///
Vom Schwarzwald in die ganze Welt
Die TBH GmbH ist ein unabhängiges, inhabergeführtes Unternehmen mit Sitz in Straubenhardt/
Baden-Württemberg. Durch die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte zählen wir heute zu
den führenden Anbietern der Absaug- und Filtertechnik für industrielle und medizinische Anwen-
dungen. In über 80 Ländern der Erde finden Sie heute TBH-Produkte, die unserer Philosophie ent-
sprechend den internationalen und lokalen Qualitätsstandards gerecht werden.
Der Kunde steht bei uns im Mittelpunkt unseres Handelns. Weltoffen, ehrgeizig und zuverlässig
möchten wir Sie als TBH-TEAM in der Schaffung von schadstofffreien Arbeitsplätzen unterstützen.
ÜBER UNS
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
Das TBH-TEAM und unsere jeweiligen
Partner in den einzelnen Ländern freuen
sich auf Ihre Herausforderungen.
Firmengebäude der TBH GmbH
in Straubenhardt
Unsere kompetenten Mitarbeiter,
die leistungsfähigen TBH-Serien-
systeme und das Fachwissen aus
einer Vielzahl von kundenspezifischen
Lösungen stehen Ihnen für Ihren An-
wendungsfall zur Verfügung.
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
ÜBER UNS LEISTUNGSFÄHIGKEIT TBH PRINZIPSERVICEQUALITÄT WISSENSWERTES/ / ///
Qualität als Maßstab
TBH Absaug- und Filteranlagen erfüllen selbst-
verständlich alle entsprechenden EG-Richt-
linien und Normen. Darüber hinaus orientieren
wir uns als international agierendes Unterneh-
men sehr stark an der Zertifizierung unserer Pro-
dukte auch nach weltweit gültigen Vorschriften
und Standards. Bestätigt wird dies durch eine
Reihe von unabhängigen Prüfinstituten.
. Geprüfte medizintechnische Geräte der
Klasse IIa
. Anlagen mit ETL (UL/CSA) Zulassung
. CR-Serie - geprüft und klassifiziert nach den
entsprechenden ISO Reinraumklassen
Technologische und gesellschaftliche Entwick-
lungen sowie anspruchsvolle Kundenanforde-
rungen stellen immer neue Herausforderungen,
deren Bewältigung die TBH GmbH ihr stetiges
Wachstum verdankt. Durch zertifizierte interne
Prozesse finden wir für Ihre Anforderung schnell
und effizient die optimale Lösung.
Geprüftes Qualitätsmanagementsystem nach
ISO 9001:2015
QUALITÄT
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
TBH Serviceleistungen
Das TBH-Servicekonzept umfasst ein breites
Spektrum an Leistungen, das Ihnen auch unse-
re Vertriebspartner in Europa, USA und Asien
vor Ort zur Verfügung stellen.
Vor dem Kauf einer TBH Absaug- und Filteran-
lage können Sie folgende Serviceleistungen in
Anspruch nehmen:
. Erfassung Ihrer Prozess- und Anwendungs-
bedingungen
. Konfiguration der entsprechenden Absaug-
und Filtergeräte
. Erstellung von Anlageprojekten und
Systemlösungen - Ermittlung der
Schadstoffbedingungen und Entwicklung
von Sonderkonzepten
. Umfassende Beratung und Schulung des
Personals vor Ort
. Bereitstellung von Test- oder Erprobungs-
anlagen
Auch nach dem Kauf sind wir gerne für Sie da.
Der TBH-Kundenservice umfasst folgende
Bereiche:
. Kurzfristige Lieferung von Ersatzfiltern ab
Lager, garantiert über die Einsatzdauer
Ihrer Anlagen
. Garantielaufzeit 24 Monate oder maximale
Betriebsstundenzahl
. Regelmäßige Informationen über neue
Entwicklungen und Filtertechnologien
. Einladungen zu Messen und Technologie-
tagen
Auf Wunsch bieten wir Ihnen:
. Aufstellung, Anschluss, Inbetriebnahme
Ihres Absauggerätes einschließlich der
Unterweisung des Personals
. Spezielle Inbetriebnahme von Absauganla-
gen in Pharma/Reinraum Applikationen inkl.
IQ (Installationsqualifizierung), OQ (Funkti-
onsqualifizierung) und Filterdichtsitzprüfung
. Wartungsverträge für Ihre Anlagen
. 24-Stunden-Reparaturservice
. Ersatzgerät für die Zeit der Instandsetzung
. Reparatur- und Ersatzteilservice, auch
vor Ort
. Anpassung Ihrer Geräte an wechselnde Ein-
satzfälle durch Austausch von Ansaug- und
Filtermodulen
SERVICE
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
ÜBER UNS LEISTUNGSFÄHIGKEIT TBH PRINZIPSERVICEQUALITÄT WISSENSWERTES/ / ///
Einsatzbereiche
TBH stellt energie- und wartungseffiziente Ge-
samtkonzepte für jeden Anwendungsfall zur Ver-
fügung, vom kostengünstigen Kleingerät bis hin
zu leistungsstarken zentralen Absauglösungen.
Deshalb kommen TBH Absaug- und Filtersys-
teme in den unterschiedlichsten Bereichen der
Industrie zum Einsatz.
. Laserbearbeitung
. Elektronik
. Kunststoffbearbeitung
. Metallbearbeitung
. Präzisionsmechanik
. Druck- und Papierindustrie
. Verpackungsindustrie
. Restauration
. Dentale Anwendungen
. Medizin
. Pharmazie
. Laborbereiche
. Reinraumbereiche
Für besondere Anforderungen entwerfen und
realisieren wir kundenspezifische Lösungen für
eine optimale Eingliederung des Filtersystems
in bestehende Produktionsabläufe oder bei
der Planung und Einrichtung neuer Fertigungs-
anlagen.
Regelmäßige Weiterentwicklungen, der Einsatz
moderner Technologien und Anpassung an neu-
este Richtlinien und Anforderungen sorgen für
zuverlässige Qualität der TBH Produkte.
LEISTUNGSFÄHIGKEIT
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
Applikationen
Die breite TBH-Produktpalette hält Lösungen für
die unterschiedlichsten Anwendungen bereit.
Durch die modulare Bauweise mit mehreren,
nacheinander geschalteten Filterstufen, sowie
Funktionsmodulen sind TBH Absaug- und Filter-
systeme optimal geeignet zur Erfassung von:
. Staub und Feinstaub
. Staub und Feinstaub in Reinräumen
. Laserstaub, Laserrauch, Laserschweißen
. Ölnebel und Ölemulsionsnebel
. Erodierdämpfe
. Lösemitteldämpfe
. Klebedämpfe
. Lötrauch
. Abbrandprodukte aus den Bereichen
Medizin und Ästhetik
Referenzen
Zahlreiche Partner aus der Industrie verwenden
unsere Produkte:
. EADS (Airbus)
. Lufthansa Technik AG
. BOSCH
. Forschungszentrum Karlsruhe
. Fraunhofer Institut
. Karlsruher Institut für Technologie
. SIEMENS
. Henkel
. GETRAG
. Daimler AG
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
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Flexibilität durch Modularität
Das flexible und anpassungsfähige TBH-Gerä-
tekonzept umfasst einerseits leistungsstarke,
energieeffiziente Ventilatoren oder Turbinen so-
wie andererseits unterschiedlich ausgestattete
Filterstufen. Durch die modulare Bauweise las-
sen sich nachträgliche Optimierungen und An-
passungen an geänderte Einsatzbedingungen
einfach und schnell realisieren.
Ihre Vorteile:
. Einfacher und schneller Filterwechsel
. Kostengünstige und schnelle Aufrüstung
und Anpassung
. Individuelle Optimierungsmöglichkeiten
für den jeweiligen Anwendungsfall
. Unkomplizierter Austausch des Motor-
moduls im Servicefall
. Verschiedene Anschlussmöglichkeiten
für Erfassungselemente
TBH PRINZIP
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
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3
LN- / GL-Serie
Sättigungsfiltersysteme
1) TBH Multi-Cover
2) Z-LinepanelPlus Filter
3) Partikelfilter
4) Aktivkohle/BAC Filter
5) Motormodul
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
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TFS-Serie
Sättigungsfiltersysteme
1) SafeLine Filter
2) Partikelfilter
3) Aktivkohle/BAC Filter
4) Motormodul
LN 600-Serie
Sättigungsfiltersysteme
1) Taschenfilter
2) Partikelfilter
3) Aktivkohle/BAC Filter
4) Motormodul
3
3
2
2
4
4
1
1
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
GL DESK-Serie
Sättigungsfiltersysteme
1) Z-LinepanelPlus Filter
2) Partikelfilter
3) Aktivkohle/BAC Filter
4) Motormodul
DT-150
Sättigungsfiltersysteme
1) verstellbare Schutzscheibe
2) Vorfiltermatte
3) Partikelfilter
4) Aktivkohle/BAC Filter
5) Motormodul
3
3
2
2
5
4
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
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FP 150-Serie
automatische Filterabreinigung
1) Lufteinlass
2) Filtergehäuse
3) Staubbehälter
4) autom. Abreinigung
5) Motormodul
FP 150-Serie
automatische Filterabreinigung
1) antistatische Filterpatrone
2) Partikelfilter
3) Aktivkohle/BAC Filter
4
2 1
2
1
3
3
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
FP 200-Serie
automatische Filterabreinigung
1) Staubbehälter
2) Partikelfilter
3) Aktivkohle/BAC Filter
4) Motormodul
FPV 202
automatische Filterabreinigung
1) Staubsammelbehälter
2) antistatische Filterpatrone
3) Lufteinlass
4) INSPIRE Steuerelektronik
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2
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1
1
3
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
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TBH Reinraum-Technologie
Die TBH CR-Serie wurde speziell für die beson-
deren Anforderungen in Reinräumen und Rein-
raumbereichen entwickelt. Durch unterschiedli-
che Filterkonfigurationen in den verschiedenen
Luftleistungsklassen sind CR-Geräte je nach
Typ und Ausbaustufe für den Einsatz in Reinräu-
men der ISO-Klassen 3, 5, 7 oder 9 zertifiziert.
Ihre Vorteile:
. Reinraumgerechte Gestaltung der Anlage je
nach ISO-Klasse
. Leichter, kontaminationsfreier Filterwechsel
durch patentierte Technologie
. Möglichkeiten der Prozessqualifizierung der
gesamten Anlage nach dem Filterwechsel
. Geprüft nach DIN ISO 14644-1 / EG GMP
Leitfaden
1) Filtermodul mit Saugrohr und
Schutzschlauch
2) Der abnehmbare Deckel
erleichtert die Filterentnahme
3) Motormodul
4) Polizeifilter
5) Filterdichtsitzprüfung durch
Überdruckmessung (siehe Seite 17)
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3
4
1
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
Kontaminationsfreier Abkopplungsvorgang
5
Filtermodul mit Saugrohr und
Schutzschlauch
Abkopplung des Saugrohres,
Schutzschlauch dehnt sich
kontaminationsfreier Filterwechsel
durch Abbinden oder Verschweißen
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
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Leistungsfähige Elektronik
Die in 2016 eingeführte Steuerelektronik der INSPIRE Generation ist eine TBH eigene Entwicklung
in die unser gesamtes Knowhow eingeflossen ist um unsere Anlagen noch leistungsfähiger und
benutzerfreundlicher zu machen.
Dank der Anzeige aller wichtigen Funktionen der Absaug- und Filteranlage über das neue ergono-
mische Farbdisplay, bleibt die Bedienung unserer Anlagen gewohnt unkompliziert und intuitiv und
verzichtet bewusst auf eine komplizierte Menüführung.
A) Wechsel zwischen Run/Standby
B) Manuelle Drehzahlregelung
C) Manueller Start Filterpatronen-Abreinigung
1) Filtersättigungsanzeige
2) Anzeige Anlagenstatus
3) Anzeige Leistungseinstellung/
Betriebsstundenzähler
4) Anzeige Temperatur- und Turbinenfehler
5) Anzeige Abreinigungsvorgang läuft
6) Anzeige Filterstatus
INSPIRE Steuerelektronik für LN, GL, TFS & BF Anlagen INSPIRE Steuerelektronik für FPV Anlagen
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3
1
4
2
INSPIRE Steuerelektronik für FP Anlagen
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
Funktionen INSPIRE Elektronik
Die INSPIRE Steuerelektronik bietet eine Vielzahl von Funktionen die dem Anwender die Bedienung
der Anlage erleichtern.
Funktionen der INSPIRE Steuerelektronik nach Anlagentypen
FUNKTION
BF-Serie
LN 200-Serie
GL-Serie
GL Desk-Serie
OEN 150-Serie
TFS-Serie
LN 600-Serie
OEN 700-Serie
FP 150-Serie
FP 200-Serie
FPV 200-Serie
Filterreinigung individuell einstellbar
Parametrierung von Sonderfunktionen
Fehlerspeicher verbessert die Abstimmung zwischen Kunde und dem TBH Service
Einzelfilterüberwachung von Vorfilter und Hauptfilter mit Statusanzeige
Gemeinsame Filterüberwachung aller eingebauten Filter
Filterüberwachung von zusätzlichem (optionalen) Partikelfilter möglich
Ergonomische Farbdisplay
Schnittstellenfunktionen der INSPIRE Steuerelektronik nach Anlagentypen
FUNKTION
BF-Serie
LN 200-Serie
GL-Serie
GL Desk-Serie
OEN 150-Serie
TFS-Serie
LN 600-Serie
OEN 700-Serie
FP 150-Serie
FP 200-Serie
FPV 200-Serie
Filtervoll
Run/Standby
Externe Drehzahlregelung
Drehzahlmeldung
Temperaturmeldung
Sammelfehler
Steuerung Filterreinigung
Parametrierzugang
Meldungsspeicher
Datenlogger
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
ÜBER UNS LEISTUNGSFÄHIGKEIT TBH PRINZIPSERVICEQUALITÄT WISSENSWERTES/ / ///
Upgrades und Zubehör
Unsere breite Zubehörpalette unterstützt Sie
bei der optimalen Schadstofferfassung mit
einer Vielzahl an unterschiedlichen Lösun-
gen für Ihre individuellen Anforderungen.
Sprechen Sie uns an!
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
ÜBER UNS LEISTUNGSFÄHIGKEIT TBH PRINZIPSERVICEQUALITÄT WISSENSWERTES/ / ///
Schadstoffe
Schadstoffunterteilung und Begriffe der Absaug- und Filtertechnik
Durch unterschiedliche Prozesse werden am Arbeitsplatz viele verschiedene Schadstoffe frei. Eine
übersichtliche Einteilung in Schadstoffklassen zeigt die Abbildung:
SCHADSTOFFE
Staub Rauch Aerosol Dämpfe / Nebel
Mischung aus Gas und Feststoff Mischung aus Gas und Flüssigkeit
feste Schadstoffe flüssige Schadstoffegasförmige Schadstoffe
Durch Mischung mit Gasen können auch Flüssigkeiten und Feststoffe in Form von Aerosolen als
luftgetragene Schwebeteilchen auftreten. Umgangssprachlich werden sie als Dampf, Nebel oder
Rauch bezeichnet. Aber auch Staubpartikel sind Schwebstoffe, die als Feinstaub oft Absetzzeiten
von mehreren Stunden aufweisen.
Da Schadstoffe, die sich lange in der Luft befinden, insbesondere auch schädliche Gase, nicht oder
kaum durch Absetzen abgeschieden werden, sind sie besonders gefährlich für Mensch, Umwelt
und Maschine. Sie können sich weit verteilen und auch in großer Entfernung vom Produktionsort ihre
schädlichen Wirkungen entfalten.
Bei vielen Arbeitsprozessen werden Staub, Rauch, Nebel oder Gase und Dämpfe freigesetzt, die
nachweislich Arbeitsleistung und Gesundheit beeinträchtigen.
WISSENSWERTES
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
Alveolen 1µm
Nasenschleimhäute
und Rachen > 10µm
Kehlkopf 4,7 - 5,8µm
Luftröhre und Haupt-
bronchien 3,3 - 4,7µm
Sekundäre und Tertiäre
Bronchien 1,1 - 3,3µm
Lunge hochgradig belastet (ohne Absaug- und Filteranlage)
gesunde Lunge
Gesundheitsfolgen
Negative Auswirkungen auf den Körper sind
zum Beispiel:
. Entzündungen und Gewebeveränderun-
gen in den Atemorganen
. Asthma, Allergien, Lungenfunktionsstö-
rungen
. Zerstörung der Selbstreinigungsfähigkeit
der Lunge, Lungenkrebs
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
ÜBER UNS LEISTUNGSFÄHIGKEIT TBH PRINZIPSERVICEQUALITÄT WISSENSWERTES/ / ///
Partikel
Beispiele für Partikelgrößen
Sandstrand
E10-U17
M5-F9
Aktivkohle G3-G4
Schwerer Industriestaub
Nebel
Haare
Pollen
Zementstaub
Bakterien
Tabakrauch/Asbest
Ölnebel
Viren
Metallurgischer Staub
Absinkende StäubePestizide
KohlenstaubGasmoleküle
Nanostäube
mit bloßem
Auge sichtbar
Optisches
Mikroskop
Raster
Elektronen Mikroskop
Raster-Tunnel
Elektronen Mikroskop
in µm 0,0001 0,001 0,01 0,1 1 10 100 1000
Absinkende Partikel
Grobe Partikel zwischen 1mm und 0,1mm
(=100µm) Größe sind noch mit bloßem Auge er-
kennbar. Hierzu zählen beispielsweise schwerer
Industriestaub, Sand, Nebel und Haare. Kleinere
Partikel unter 100µm sind bereits nur noch mit ei-
nem optischen Mikroskop erkennbar, wie Pollen,
Zementstaub, Kohlestaub, grober metallurgi-
scher Staub oder allgemein absinkende Stäube
mit einer Größe von über 1µm.
Diese Partikelgrößen entsprechen den Filter-
klassen G3-G4, werden aber auch von deutlich
feineren Filterklassen M5 - F9 und E10 - U17 ab-
gefangen.
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
Schwebstoffe
Partikel, die nicht mehr absinken, sondern dau-
ernd in der Luft schweben, haben eine Größe
von weniger als 1µm. Manche Bakterien sind
kleiner als 1µm, die wichtigsten Vertreter dieser
Kategorie sind jedoch metallurgischer Staub
und Ölnebel. Partikel mit einer Größe von mehr
als 0,1µm und unter 1µm werden von Filtern der
Filterklassen M5-F9 abgedeckt, aber auch die
Klassen E10-U17 fangen diese Partikel auf.
Feinstpartikel
Unter 0,1µm sind Partikel nur noch mit einem
Raster-Elektroden-Mikroskop erkennbar. Feine
Ölnebelpartikel sind zwischen 0,01µm und
0,1µm groß, Tabakrauch und Asbest sind teilwei-
se sogar kleiner als 0,01µm. Zwischen 0,001µm
und 0,1µm sind die meisten Viren angesiedelt
sowie sehr feiner Nanostaub. Um diese Partikel
zu filtern, kommen nur noch EPA, HEPA- und
ULPA-Filter der Klassen E10-U17 in Frage. Un-
ter 0,01µm werden Partikel teilweise bereits von
Aktivkohle gefiltert.
Gasförmige Schadstoffe
Gasmoleküle und Pestizide sind nur in seltenen Fällen größer als 0,001µm. Das einzige Filtermedium
für Partikel von so geringer Größe ist Aktivkohle. Sie sind luftgetragen und können beim Einatmen
bis in die Lungenbläschen vordringen. Um den richtigen Filter für den jeweiligen Anwendungsfall
auszuwählen, reicht die Filterspezifikation allein nicht aus. Je nach anfallender Schadstoffmenge,
Größenverteilung der Partikel und Einsatzbedingungen können sich andere Grundvoraussetzungen
ergeben, wodurch sich die optimale Auswahl des einzusetzenden Filters ändert. Eine professionelle
Beratung und gegebenenfalls eine Begutachtung vor Ort sind daher unerlässlich, um von der Erfah-
rung eines weltweit agierenden Unternehmens wie der TBH GmbH profitieren zu können.
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
ÜBER UNS LEISTUNGSFÄHIGKEIT TBH PRINZIPSERVICEQUALITÄT WISSENSWERTES/ / ///
Absetzzeiten
Für die Absetzzeit von Partikeln sind ihre Größe
und ihr Gewicht von besonderer Bedeutung. Je
kleiner und leichter die Partikel sind, desto höher
ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie von Luftwir-
beln in der Luft gehalten werden. Nachfolgende
Abbildung zeigt, wie lange Partikel in der Luft
schweben, bevor sie sich absetzen. Die Absetz-
zeiten gelten für einen Raum von 1m Höhe.
Schwebstoffe sind ein Gesundheitsrisiko
Je feiner die eingeatmeten Partikel sind, desto
größer ist das Gesundheitsrisiko, welches sie
darstellen. Besonders wichtig ist die Feststel-
lung, dass die chemische Zusammensetzung
des Feinstaubes allein für die Beurteilung der
Gesundheitsbelastung nicht ausschlaggebend
ist, da auch chemisch ungiftige Partikel tief in
den Atemtrakt, teilweise sogar bis in die Lun-
genbläschen, eindringen können.
Feinstaub steht im Verdacht, auch ohne direkte
Giftwirkung krebserregend zu wirken. Bronchi-
albereich und Lunge werden stark belastet, da
die Atemwege oder die Lungenbläschen von
Feinstäuben verstopft werden. Je nach Anwen-
dungsfall können Feinstpartikel nicht nur die Ge-
sundheit der Mitarbeiter, sondern auch die Pro-
duktqualität beeinträchtigen.
100µ
1 min
50µ
1 min
30µ
1 min
15µ
3 min
10µ
3 min
3 min
8 min
Raum mit 1,0 m Höhe
Dauernd schwebend
4-5 Std.
<1µ
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
Schädliche Feinstpartikel verbleiben
besonders lang in der Atemluft
Partikel mit 15µm Größe setzen sich bereits in-
nerhalb einer Minute ab, sofern sie nicht durch
Luftbewegung wieder aufgewirbelt werden. In
höheren Räumen kann das Absetzen entspre-
chend länger dauern. Bei einem Durchmesser
von 10µm beträgt die Absetzzeit von Partikeln
schon 3 Minuten, bei 5µm 8 Minuten. Da die
Absetzzeit nicht linear steigt, brauchen Partikel
von 1µm Durchmesser bereits 4 bis 5 Stunden,
um sich abzusetzen. Noch kleinere Partikel sind
dauernd schwebend und setzen sich nicht mehr
ab. Somit bleiben die besonders gesundheits-
schädlichen Feinstpartikel am längsten in der
Luft, wo sie eingeatmet werden können.
Grober Schmutz schadet Mensch
und Maschine
Während feine Partikel sich besonders lange in
der Luft aufhalten und auf diese Weise eine Ge-
fahr darstellen, werden grobe Partikel sich rasch
absetzen und Oberflächen, Maschinenteile und,
je nach Zugänglichkeit, Maschineninnenräume
verschmutzen. Bei Luftbewegungen können
sie sich weit verteilen und ebenfalls eingeatmet
werden, was zu einer weiteren Belastung des
Atemtraktes führt.
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MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
ÜBER UNS LEISTUNGSFÄHIGKEIT TBH PRINZIPSERVICEQUALITÄT WISSENSWERTES/ / ///
Filterarten und Filterklassen
In der Praxis werden für Filterarten eine Vielzahl von unterschiedlichen Begriffen verwendet. Die
Tabelle gibt eine Übersicht über die Hauptgruppen, Filterbezeichnungen und Filterklassen.
Vorlter
Grobstaubfilter Feinstaubfilter
Filterklasse
G1-G4
Filterklasse
M5-F9
Sättigungslter
Partikellter
(Schwebstofffilter)
Filterklasse
E10-E11
(EPA)
Filterklasse
H13-H14
(HEPA)
Filterklasse
U15-U17
(ULPA)
Abreinigungslter Sättigungslter
Molekularlter
Physikalische
Adsorptions-
filter
(Aktivkohle)
Chemische
Adsorptions-
filter
Sättigungslter
Sättigungslter oder Speicherlter
Die Speicherkapazität regulärer Filtermedien
sich aus der Menge an Partikeln (oder im Falle
von Molekularfiltern, Gasen), die sie aufnehmen
können. Sobald alle Freiräume des Filters mit
Fremdstoffen aufgefüllt sind, wird die Weiterver-
wendung (Ausnahme: Molekularfilter) zu einem
Druckanstieg führen. Dieser Druckanstieg führt
zur Verringerung des Luftvolumenstromes und
ein Filterwechsel wird notwendig.
Abreinigungslter
Bestimmte Filterbauformen und Filtermedien
erlauben eine Abreinigung des Filtermediums,
durch die es in einen funktionsfähigen Zustand
zurück versetzt werden kann. Die Abreinigung
geschieht mittels Druckluft oder über mechani-
sche Verfahren (Vibration, Rütteln, Abstreifen).
Die bekanntesten Arten sind Schlauchfilter, Fil-
terpatronen oder Sinterlamellenfilter, die in der
Mehrheit nur für trockene Stäube im Einsatz sind.
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ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
AKTUELLE NORMEN VERWANDTE ODER ANDERE
NORMEN
ISO 29463-1 EN 1822 DIN EN 779 ISO 16890 US MIL-STD DIN EN 60335
EPA, HEPA, ULPA
(ersetzt DIN EN 1822)
EPA, HEPA,
ULPA
Anfangsabscheidegrad
A
DEHS, MPPS
ca 0,1-0,3 µm
Feinstaubfilter
mit Fraktionsabscheider
A
0,4 µm
Enddruckdifferenz
450 Pa
Feinstaubfilter
mit Fraktionsabscheider
(ersetzt DIN EN 779)
0,3-10 µm
Schwebstofffilter
Anfangsabscheidegrad
A
DOP 0,3 µm
Schwebstofffilter
Durchlassgrad
D
Paraffinöl
61% < 1 µm
A (integral)> 85 %
E10
E>40% M5 ISO ePM10 > 50% 95% D < 1%
L
A (integral) ≥ 95%
ISO 15 E
A (integral)> 95 %
E11
E>60% M6 ISO ePM2,5 50-65%
ISO ePM10 > 60%
99,97% D < 0,1%
M
A (integral) ≥ 99%
ISO 20 E
A (integral) ≥ 99,5%
ISO 25 E
A (integral)> 99,5 %
E12
E>80% F7 ISO ePM1 50-65%
ISO ePM2,5 65-80%
ISO ePM10 > 85%
99,99% D < 0,005%
H
A (integral) ≥ 99,9%
ISO 30 E
A (integral) ≥ 99,95%
ISO 35 H
A (integral)> 99,95 %
H13
A (lokal)> 99,75 %
E>90% F8 ISO ePM1 65-80%
ISO ePM2,5 > 80%
ISO ePM10 > 90%
99,999%
A (integral) ≥ 99,99%
ISO 40 H
A (integral) ≥ 99,995%
ISO 45 H
A (integral)> 99,995 %
H14
A (lokal)> 99,975 %
E>95% F9 ISO ePM1 > 80%
ISO ePM2,5 > 95%
ISO ePM10 > 95%
A (integral) ≥ 99,999%
ISO 50 U
A (integral) ≥ 99,9995%
ISO 55 U
A (integral)> 99,9995 %
U15
A (lokal)> 99,9975 %
A (integral) ≥ 99,9999%
ISO 60 U
A (integral) ≥ 99,99995%
ISO 65 U
A (integral)> 99,99995 %
U16
A (lokal)> 99,99975 %
A (integral) ≥ 99,99999%
ISO 70 U
A (integral) ≥ 99,999995%
ISO 75 U
A (integral)> 99,999995%
U17
A (lokal)> 99,9999%
Vorfilter und Partikelfilter
Zur Klassifizierung von Grob- und Feinstaubfiltern (=Schwebstofffilter) wird im europäischen Raum
fast ausschließlich die Norm EN 779 verwendet. EPA, HEPA- und ULPA-Filter, besonders feinporige
Schwebstofffilter, werden nach der Norm EN 1822 beurteilt. Je nach Norm wird entweder der An-
fangsabscheidegrad oder der Fraktionsabscheidegrad als Leistungskriterium bei Normbelastung
herangezogen. Zur Zeit ist zudem die ISO 16890 in Planung, die in 2018 voraussichtlich die EN779
ablösen wird.
Der Anfangsabscheidegrad ist der Abscheidegrad des neuen Filters, d.h. das Verhältnis zwi-
schen aufgefangenem und zugeführtem Material. Der Fraktionsabscheidegrad bezeichnet den Ab-
scheidegrad eines Filters in Bezug auf eine sogenannte Fraktion, also Partikel einer bestimmten
Größenklasse. Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen die aktuellen Normen sowie die entsprechen-
den Klassifizierungen.
30
MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
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Adsorptionsfilter
Physikalische Adsorption
Im allgemeinen Sinn ist Adsorption ein physika-
lischer Prozess, bei dem Stoffe auf der Ober-
fläche eines anderen Stoffes haften und sich
dort anreichern. Aktivkohle ist ein gängiges Fil-
termedium, das in seiner schwammartigen Mi-
krostruktur größere Gasmoleküle adsorpieren
und speichern kann. Daher wird Aktivkohle oft
eingesetzt, um unangenehme Gerüche oder
gesundheitsschädliche Gase aufzufangen. Ak-
tivkohle wird aus organischen Stoffen (z.B. Koh-
le oder Torf) hergestellt. Durch Bildung feinster
Poren und Kapillarsysteme beträgt die adsorp-
tionsfähige Oberfläche bis zu 1700m² je Gramm
Aktivkohle. Daraus ergibt sich ein sehr guter
Abscheidegrad und eine große Speicherfähig-
keit, die zu langen Standzeiten führt.
Chemische Adsorption
Im Gegensatz zur physikalischen Adsorption
werden Gasmoleküle im Falle von chemischer
Adsorption nicht aufgefangen, sondern durch
eine chemische Reaktion aufgespalten und
neutralisiert. Die Neutralisierung erfolgt durch
die chemische Bindung mit dem auf dem Trä-
germaterial aufgebrachten Reaktionsstoff. Die
durch diesen Prozess aufgespaltenen Moleküle
können dann durch physikalische Adsorptions-
filter, wie Aktivkohle, aufgefangen werden. Da
sich physikalische und chemische Adsorption
gegenseitig ergänzen, lässt sich durch Kombi-
nation beider Arten ein sehr breites Spektrum
an gasförmigen Stoffen und Gerüchen filtern.
Deshalb setzt auch die TBH GmbH beide Mate-
rialien in Form von Aktivkohle und BAC-Granulat
in ihren Aktivkohle/BAC-Filterkassetten ein.
a) Adsorbens, b) Adsorbat an der Grenzfläche, c) Gasphase bzw.
Lösung mit Adsorptiv
a) Adsorbens, b) Adsorbat, c) Gasphase mit Adsorptiv, 1) Physisorp-
tion, 2) dissoziative Chemisorption, 3) gerichtete Chemisorption
31
ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
REINRAUM
KLASSE
DIN EN ISO 14644-1 EG-GMP REVIDIERTE NORM
Cn = maximale Anzahl Partikel pro m³ und Partikel-Durchmesser
Raumklas-
sizierung
Kolonie-
bildende
Einheiten
KBE/m²
US FEDERAL STANDARD 209E
0,1
µm/m³
0,2
µm/m³
0,3
µm/m³
0,5
µm/m³
1,0
µm/m³
5,0
µm/m³
Englische
Einheit ft³
Metrische
SI-Einheit tm³
ISO 1 10 2
ISO 2 100 24 10 4
ISO 3 1000 237 102 35 8 1 M 1,5
ISO 4 10000 2370 1020 352 83 10 M 2,5
ISO 5 100000 23700 10200 3520 832 29 A / B < 1 100 M 3,5
ISO 6 1000000 237000 102000 35200 8320 293 (B) 10 1000 M 4,5
ISO 7 352000 83200 2930 C 100 10000 M 5,5
ISO 8 3520000 832000 29300 (C) / D / E / F 200 100000 M 6,5
ISO 9 35200000 8320000 293000 mit
Mitarbeitern
Reinraumklassen und Standards
Beurteilung der Luftqualität durch internationale Standards
Reinräume werden durch ISO-Reinraumklassen definiert. In der ISO 14644-1 ist festgelegt, wie
viele Partikel welcher Größe in 1m³ Luft vorhanden sein dürfen. Diese maximal zulässigen Konzent-
rationen dürfen für die jeweilige Klasse nicht überschritten werden. Die ISO-Klasse mit den höchs-
ten Anforderungen an Luftreinheit ist Klasse 1, die mit den geringsten Anforderungen Klasse 9. In
manchen Fällen, vor allem im Bereich von Lebensmitteltechnik und Pharmazie, wird die Luftreinheit
hingegen über die Anzahl Mikroorganismen oder Keimen (Koloniebildende Einheiten) beurteilt. In
der Pharmazie wird hierzu die EG-GMP Annex 1 herangezogen.
Mithilfe standardisierter Messverfahren werden die Partikel- oder Keimkonzentrationen kontrolliert
und so die Reinraumklassen festgestellt. Auf diese Weise kann Luftqualität klassifiziert werden und
wird so zu einer genormten Größe.
In der Tabelle sind die ISO-Reinraumklassen, die Anforderungen der EG-GMP bezüglich der
Keimanzahl sowie der früher verwendete US Federal Standard 209E dargestellt. Letzterer ist seit
2001 nicht mehr gültig.
32
MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
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ATEX - EX-Schutz Normen
ATEX ist ein weit verbreitetes Synonym für die ATEX-Leitlinien der Europäischen Union. Die Bezeich-
nung ATEX leitet sich aus der französischen Abkürzung für ATmosphère EXplosible ab. Die Direktive
umfasst aktuell zwei Richtlinien auf dem Gebiet des Explosionsschutzes, die ATEX-Produktrichtlinie
2014/34/EU und die ATEX-Betriebsrichtlinie 1999/92/EG.
Diese Richtlinien regeln den Schutz vor Gefahren, die durch das Vorhandensein einer explosions-
fähigen Atmosphäre verursacht werden. Eine explosionsfähige Atmosphäre ist hierbei definiert als
Gemisch aus Luft und brennbaren Stoffen in Form von Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben unter
atmosphärischen Bedingungen, in dem sich der Verbrennungsvorgang nach erfolgter Entzündung
auf das gesamte unverbrannte Gemisch überträgt.
ATEX Produktrichtlinie 2014/34/EU
Die Tabelle zeigt die Einteilung der Produkte gemäß ATEX Produktrichtlinie 2014/34/EU:
GERÄTEGRUPPE II
GERÄTE ZUR VERWENDUNG IN DEN ÜBRIGEN EXPLOSIONSGEFÄHRDETEN BEREICHEN
Kategorie 1 Kategorie 2 Kategorie 3
ständig, häufig oder über längere Zeit gelegentlich selten und kurzfristig
sehr hohe Sicherheit hohe Sicherheit normale Sicherheit
Zone 0 Zone 20 Zone 1 Zone 21 Zone 2 Zone 22
GDGDGD
G = Gas, D = Staub
ATEX Betriebsrichtlinie 1999/92/EG
Die ATEX-Betriebsrichtlinie teilt die explosionsgefährdeten Bereiche in sogenannte Zonen ein. Jeder
Arbeitgeber hat im Rahmen seiner Gefährdungsbeurteilung für die entsprechenden Arbeitsplätze
ein Explosionsschutzdokument zu erstellen und die entsprechenden Zonen dementsprechend zu
definieren.
Um unseren Kunden auch in kritischen Einsatzfällen stets die richtige Absaug- und Filteranlage
anbieten zu können, bieten wir auch Anlagen zum Absaugen aus explosionsgeschützten Bereichen
(nicht im Bergbau) an. Die Geräte entsprechen der geltenden ATEX-Produktrichtlinie 2014/34/EU
und der Norm DIN EN 1127-1:2007. Geräte einer bestimmten Kategorie dürfen nur für bestimm-
te Zonen eingesetzt werden. So sind Geräte der Kategorie 2 nur für die Zone 1 (bei Gasen oder
Dämpfen) bzw. für Zone 21 (für Stäube) zulässig. Anlagen der FP Serie tragen die Bezeichnung EX
II 2/- Dc IIIC T100°C (Zone 21), Anlagen der DT Serie tragen die Bezeichnung EX II 3GD (Gc/Dc) EX
IIA T4 / IIIB T120°C (Zone 2/22).
EX II 2/- Dc IIIC T100°C
EX II 3GD (Gc/Dc) EX IIA T4 / IIIB T120°C
ATEX-Richtlinie 2014/34/EU
33
ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
EINTEILUNG DER EXPLOSIONSGEFÄHRDETEN ZONEN
Gase
Zone 0 ist ein Bereich, in dem eine
gefährliche explosionsfähige Atmo-
sphäre als Gemisch aus Luft und
brennbaren Gasen, Dämpfen oder
Nebeln sndig, über lange Zeiträume
oder häufig vorhanden ist
Zone 1 ist ein Bereich, in dem sich
bei Normalbetrieb gelegentlich eine
gefährliche explosionsfähige Atmo-
sphäre als Gemisch aus Luft und
brennbaren Gasen, Dämpfen oder
Nebeln bilden kann
Zone 2 ist ein Bereich, in dem bei
Normalbetrieb eine gefährliche explo-
sionsfähige Atmosphäre als Gemisch
aus Luft und brennbaren Gasen,
Dämpfen oder Nebeln normalerweise
nicht oder aber nur kurzzeitig auftritt
Stäube
Zone 20 ist ein Bereich, in dem eine
gefährliche explosionsfähige Atmo-
sphäre in Form einer Wolke aus in der
Luft enthaltenem brennbaren Staub
ständig,über lange Zeit oder häufig
vorhanden ist
Zone 21 ist ein Bereich, in dem sich
bei Normalbetrieb gelegentlich eine
gefährliche explosionsfähige Atmo-
sphäre in Form einer Wolke aus in der
Luft enthaltenem brennbaren Staub
bilden kann
Zone 22 ist ein Bereich, in dem bei
Normalbetrieb eine gefährliche explo-
sionsfähige Atmosphäre in Form einer
Wolke aus in der Luft enthaltenem
Staub normalerweise nicht oder aber
nur kurzzeitig auftritt
Zur Anlagenplanung
Grundlagen zur Auslegung und Gestaltung
einer Absaug- und Filteranlage
Die richtige Gestaltung der Schadstofferfassung
ist einer der entscheidendsten Faktoren für eine
kosteneffektive und anforderungsgerechte Di-
mensionierung des gesamten Absaug- und Fil-
tersystems. Aufgabe der Erfassungseinrichtung
ist es, feste und gasförmige Schadstoffe mit dem erzeugten Luftstrom der Anlage zu erfassen.
Die hierzu notwendige Luftgeschwindigkeit hängt einerseits von Partikelgröße und -gewicht ab,
andererseits sind auch der Abstand vom Entstehungs- bzw. Austrittsort und die Gestaltung des
Absaugraumes von besonderer Bedeutung.
Mit zunehmenden Abstand der Erfassungseinrichtung von der Schadstoffquelle nimmt die Luftge-
schwindigkeit und damit die Effektivität der Erfassung deutlich ab. Bereits in einem Abstand eines
Rohrdurchmessers von der Schadstoffquelle beträgt die Luftgeschwindigkeit nur noch 7,5% der
Luftgeschwindigkeit im Absaugrohr.
Somit ist die korrekte Positionierung des Erfassungselementes entscheidend. Aus der Praxis ergibt
sich, dass gängige Aufbauten, beispielsweise die Anbringung eines Absaugrohres oberhalb des
Arbeitsplatzes, nicht ausreichend sind. Laminare Strömungen sind allgemein verlustärmer, da rück-
wärts gerichtete Strömungen und Querströmungen den Wirkungsgrad der Absaugung deutlich he-
runtersetzen. Daher wird eine Verbesserung der Erfassungstiefe beispielsweise durch den Einsatz
eines Flachschirms am Absaugrohr oder Absaugschlauch erreicht (siehe Bild oben). Eine weitere
Maßnahme ist die Abschirmung der Absaugstelle gegenüber äußeren Störströmungen.
34
MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
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Weitere Gestaltungsüberlegungen betreffen die
Eingliederung des Gesamtsystems an den Ar-
beitsplatz. Ein besonders wichtiges Kriterium ist
die Bewegungsfreiheit der Mitarbeiter, die nicht
störend eingeschränkt werden darf.
Aus der Kombination der durch die Strömungs-
lehre und durch praktische Bedingungen ge-
gebenen Voraussetzungen ergeben sich einige
Standard-Lösungskonzepte, die als Vorbild für
eine effektive und anforderungsgerechte Staub-
erfassung herangezogen werden können.
Offene Konzepte (a) sind sehr empfindlich ge-
gen Störströmungen. Bei ruhiger Umgebungs-
luft wird durch seitliches Zuströmen frischer Luft
teilweise verhindert, dass die schadstoffhaltige
Luft nach außen ausweichen kann. In vielen
Fällen ist dieses Konzept ausreichend, jedoch,
muss sehr darauf geachtet werden, dass an
der Schadstoffquelle die erforderlichen Luftge-
schwindigkeiten eingehalten werden.
Durch Installation der Erfassungseinrichtung auf
derselben Oberfläche ((b) z.B. Tisch) wie der
Arbeitsstelle kann zusätzlich der Coandă-Effekt
genutzt werden. Der Coandă-Effekt bewirkt,
dass der erzeugte Luftstrom der Absauganlage
auf der Oberfläche haftet. Dadurch entstehen
weniger Verwirbelungen und Querströmungen,
was die Effizienz der Absaugung steigert. Wenn,
im Gegensatz dazu, die Absaugung oberhalb
der Arbeitsstelle platziert wird, ist der Luftstrom
ungeleitet und daher verwirbelter, was die Effizi-
enz der Absaugung verringert.
a
b
35
ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
Bei rotierenden Werkzeugen kann zusätzlich der
Austragungsimpuls mitgenutzt werden.
Seitliche Abschirmungen (c) verhindern, dass
die schadstoffhaltige Luft nach außen entwei-
chen kann. Ein allseitig geschlossenes System
(d) ist von außen nicht mehr zugänglich, ge-
währleistet aber eine vollständige Erfassung der
Schadstoffe. Die Anwendbarkeit hängt stark von
den Anwendungsbedingungen ab.
Luftgeschwindigkeiten im Erfassungselement
Damit feste und gasförmige Schadstoffe vom
Luftstrom erfasst werden können, sind bestimmte
Luftgeschwindigkeiten notwendig, die entschei-
dend von Partikelgröße und -gewicht abhängen.
V: Effektiver Luftvolumenstrom V [m³/h]; A: Fläche des Absaug-
rohres A [m²]; c: Luftgeschwindigkeit [m/s]
NOTWENDIGE LUFTGESCHWINDIGKEIT
am Eintritt des Absaugrohres
/ -schlauches für
im Entstehungsbereich bei
bestimmten Prozessen
Industriestaub ≥ 20 m/s Dämpfe 0,1 – 0,2 m/s
Feinstaub / Rauch 14-18 m/s Lötrauch 0,2 – 0,3 m/s
Gasmoleküle ≥ 10 m/s Laserrauch 0,2 – 0,4 m/s
Schweißrauch 0,3 – 0,5 m/s
Schleifen 0,3 – 1,0 m/s
c
d
V = A · c
Je nach Größe der Erfassungseinrichtung (Ab-
saugrohr) lässt sich nun der notwendige, effek-
tive Luftvolumenstrom der Anlage mit folgender
vereinfachter Formel überschlägig berechnen:
Aus der gegebenen Grundformel lässt sich ab-
lesen, dass der effektive Luftvolumenstrom der
Anlage um so größer sein muss, je größer der
Durchmesser des Absaugschlauches ist.
36
MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
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Absaug- /
Rohrdurchmesser (mm)
Industriestaub
> 20 m/s
Feinstaub /
Rauch 16 m/s
Gasmoleküle
>10 m/s
50 140 m³/h 115 m³/h 70 m³/h
63 225 m³/h 180 m³/h 110 m³/h
80 360 m³/h 290 m³/h 180 m³/h
100 565 m³/h 450 m³/h 280 m³/h
125 880 m³/h 710 m³/h 440 m³/h
160 1450 m³/h 1160 m³/h 720 m³/h
200 2260 m³/h 1810 m³/h 1130 m³/h
250 3530 m³/h 2830 m³/h 1770 m³/h
Für die nebenstehenden Rohrleitungsdurchmesser sollen die
empfohlenen Luftmengen nicht unterschritten werden.
csoll= 15 m/s
A = ––––– = (0,08m)² · 3,14 / 4 = 0,005m²
d² · π
4
V = A · c = 0,005 m² · 15 m/s = 0,075 m³/s
V = A · c = 0,075 m³/s · 3600 s/h = 271 m³/h
Der erforderliche effektive Luftvolumenstrom
wiederum hat Auswirkung auf die notwendige
Filterfläche und damit auch auf die Größe der
Anlage und nicht zuletzt auf ihren Preis. Des-
halb sollte bei der Auswahl und Gestaltung der
Erfassungseinrichtung ein möglichst kleiner
Durchmesser gewählt werden, der sich aus der
erforderlichen Luftgeschwindigkeit ergibt.
Nachfolgende Tabelle zeigt die Abhängigkeiten
von Absaugschlauch- / Rohrdurchmesser und
dem notwendigen, effektiven Luftvolumenstrom
um die unterschiedlichen geforderten Luftge-
schwindigkeiten für eine gute Partikelerfassung
zu erreichen.
Beispielrechnung: Bei einem vorgegebenen
Rohrdurchmesser von 80mm soll Feinstaub ab-
gesaugt werden. Daraus ergibt sich ein Zielwert
für die Luftgeschwindigkeit von
Die Querschnittsfläche des Absaugrohres er-
gibt sich geometrisch aus
Um diesen Wert auf die gängige Einheit m³/h zu
bringen, muss mit 3600 s/h multipliziert werden:
Ergebnis: Die Absauganlage muss einen effek-
tiven Luftvolumenstrom von mindestens 270m³/h
zur Verfügung stellen, um die erforderlichen
15m/s zu erreichen.
Zusammenfassend sollten hinsichtlich der Staub-
erfassung folgende Punkte berücksichtigt werden:
. Absaugung möglichst direkt an der Ent-
stehungsstelle, da die Luftgschwindigkeit
schon in geringem Abstand von der Erfas-
sungsstelle stark abfällt
. Querströmungen der Luft vermindern
. Absaugöffnung möglichst in Richtung des
Späne-/ Staubfluges anordnen
. Erfassungselemente möglichst dicht an das
Werkzeug anschließen und dieses soweit
wie möglich umschließen
. Zirkulationsströmung um rotierende Werk-
zeuge durch Luftleitbleche in die Absaug-
richtung umleiten
. Kleinstmöglicher Absaugdurchmesser, um
die erforderliche Leistung der Anlage mög-
lichst gering zu halten
37
ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
Arbeitspunkt und effektive Luftleistung der gesamten Absaug- und Filteranlage
Unterschiede Turbine / Radialgebläse / Ventilatoren
Die Leistungsfähigkeit einer Absaug- und Filteranlage wird im Wesentlichen vom Motor bestimmt.
Hierzu stehen unterschiedliche Techniken mit unterschiedlichen Leistungsfaktoren zur Auswahl. Tur-
binen und verschiedene Bauformen von Radialgebläsen können vergleichbare Luftvolumenströme
erreichen, unterscheiden sich jedoch in anderen wichtigen Eigenschaften. Nachfolgende Tabelle
zeigt die Unterschiede und den Einsatzbereich. Alle angegebenen Werte sind Durchschnittswerte,
um die wesentlichen technischen Merkmale aufzuzeigen.
TECHNISCHE DATEN TURBINE GEBLÄSE GEREGELTER
VENTILATOR
UNGEREGELTER
VENTILATOR
Maximale Drehzahl 25 000 8 000 8 000 2 800
Maximaler statischer Druck 15 000 - 20 000 Pa 6 000 Pa 5 500 Pa 1 500 - 2 000 Pa
Garantierte Laufzeit Kohleläufer 600h
Dauerläufer 5 000h Dauerläufer 10 000h Dauerläufer 10 000h Dauerläufer 10 000h
Erwartete Laufzeit 20 000h 40 000h 20 000h 15 000h
Geräuschpegel < 60 dB (A) < 53 dB (A) < 63 dB (A) < 74 dB (A)
Motorleistung 1-2 kW 0,2-0,7 kW 2,0-2,9 kW 0,3-7,0 kW
Mindest-Rohrdurchmesser 32 mm 80 mm 160 mm 160 mm
TBH - Geräteserie
LN 230-265, 615;
FP 150, 213;
OEN 150, 155;
BF 9, 100/200, 1000/1200
GL DESK 20-30;
GL 230-265;
BF 5, 10
LN 610;
OEN 710;
FP 211 Sonderlösungen
Eine wichtige Motorkenngröße ist der statische Druck. Statischer Druck bezeichnet die Kraft, Luft-
widerstände zu überwinden. Die zu verwendenden Rohr-/Schlauchdurchmesser werden durch die
Art der Erfassungseinrichtung und die notwendigen Luftgeschwindigkeiten für die Partikelerfassung
bestimmt. Luftvolumenstrom und Druckverluste innerhalb der Anlage hängen voneinander ab, wie
im nächsten Kapitel beschrieben wird.
Ventilatorkennlinie und Arbeitspunkt
Wird ein Ventilator frei aufgestellt und betrieben, so fördert er einen großen Luftvolumenstrom (frei-
blasend). Wird der Ventilator jedoch an einer Anlage oder in einem Gerät angeschlossen, so sind
auch die zusätzlich auftretenden Strömungswiderstände (Filter, Luftumlenkungen) zu überwinden.
Dazu muss der Ventilator einen gewissen Überdruck aufbringen, den man als Druckerhöhung be-
zeichnet, wodurch der Luftvolumenstrom abnimmt. Die Ventilatorkennlinie (Skizze A S.38) stellt die
Abhängigkeit zwischen Volumenstrom und Druckerhöhung dar. Der Schnittpunkt der Lüfterkennlinie
und der Gerätekennlinie (interne Strömungswiderstände in der Absauganlage) ergibt den effektiven
Luftvolumenstrom der Absaug- und Filteranlage. Viele Hersteller geben in ihren technischen Unter-
lagen nur den Wert des frei aufgestellten Ventilators an, der natürlich wesentlich höher liegt als der
effektive Volumenstrom einer Filteranlage.
38
MENSCH / UMWELT / MASCHINE // 3FACH SCHUTZ
ÜBER UNS LEISTUNGSFÄHIGKEIT TBH PRINZIPSERVICEQUALITÄT WISSENSWERTES/ / ///
A
B
C
Die Abbildung (B) stellt die unterschiedlichen
Motorbauarten bei gleichem freiblasendem
Luftvolumenstrom gegenüber. Hier wird deut-
lich welche Unterschiede, je nach Bauart der
verwendeten Motoren, bei dem effektiven Luft-
volumenstrom einer Absaug- und Filteranlage
auftreten können. Um Planungsfehler zu vermei-
den ist deshalb immer nach dem effektiven Luft-
volumenstrom einer Absaug- und Filteranlage
zu fragen.
Erfolgt dies nicht, lässt sich das Preis-/Leis-
tungsverhältnis unterschiedlicher Hersteller
nicht richtig darstellen und es ergeben sich die
erwähnten Planungsfehler.
Bei einer kompletten Absaug- und Filteranlage
sind auch die Druckverluste der Ansaugleitung
zu berücksichtigen, die wesentlich durch Länge
und Durchmesser des Absaugrohres und die
Erfassungseinrichtung entstehen.
Durch Kombination aller auftretenden Druck-
erhöhungen bzw. Druckverluste kann jetzt der
eigentliche Arbeitspunkt der Anlage bestimmt
werden (Abb. C). Hieraus ergibt sich letztend-
lich die Luftgeschwindigkeit zur Erfassung der
festen und gasförmigen Schadstoffe.
39
ABSAUG / FILTER / UMWELTSCHUTZ // TECHNOLOGIE
Haben Sie noch weitere Fragen? Sprechen Sie uns an! Wir freuen uns darauf, Ihnen mit unserer Produkt-
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Technik:
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Klimatechnik
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Betriebssicherheitsverordnung.
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. Generelle Informationen der Fa. Lindab über die Auslegung von
Lüftungsanlagen (Angaben aus dem Katalog).
. P. Heyder, D. Lenzkes, S. Rudnik - Elektrische Ausrüstung von
Maschinen und maschinellen Anlagen
Filtertechnik:
. Lothar Gail, Hans-Peter Hortig - Reinraumtechnik
. Luftfilterbau und Vertriebs GmbH - Grundlagen der Filtertechnik
Normen:
DIN EN 779: Partikel-Luftfilter für die allgemeine Raumlufttechnik –
Bestimmung der Filterleistung.
DIN EN 1822: Schwebstoffilter (HEPA und ULPA).
DIN EN 60601-1: Medizinisch elektrische Geräte.
DIN EN 61241-0: Elektrische Betriebsmittel zur Verwendung in Bereichen
mit brennbarem Staub.
VDI 2083: Reinraumtechnik.
DIN EN ISO 14971: Anwendung des Risikomanagements auf Medizin-pro-
dukte.
DIN EN 60204: Elektrische Ausrüstung von Maschinen.
DIN EN 61000: Elektromagnetische Verträglichkeit.
DIN EN ISO 14121-1: Sicherheit von Maschinen- Riskobeurteilung.
DIN EN 1127-1: Explosionsfähige Atmosphäre, Grundlagen Methodik.
Bildrechte:
Die Bildrechte liegen bei TBH GmbH, sowie ihren Partnern und Fotolia (Bild-
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