Artikel Apoli Ärztevermittlung GmbH

Ist es Zeit für eine berufliche Neuorientierung, liebe Ärzte?

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Es ist eine besondere Zeit des Jahres, die vielen Ärzten in Deutschland gut bekannt ist. Die Kündigungsfrist nähert sich für viele zum Jahresende, und genau jetzt ist der perfekte Moment, um innezuhalten und das Jahr Revue passieren zu lassen. Fragen Sie sich selbst: Wie zufrieden bin ich in meinem aktuellen Arbeitsumfeld? Fühle ich mich wertgeschätzt? Wie steht es um die Arbeitsbelastung und das Verhältnis zu Kollegen? Bin ich zufrieden mit meiner Arbeitssituation? Ist die Arbeitsatmosphäre so, wie ich sie mir wünsche?

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Es ist eine besondere Zeit des Jahres, die vielen Ärzten in Deutschland gut bekannt ist. Die Kündigungsfrist nähert sich für viele zum Jahresende, und genau jetzt ist der perfekte Moment, um innezuhalten und das Jahr Revue passieren zu lassen.


Fragen Sie sich selbst: Wie zufrieden bin ich in meinem aktuellen Arbeitsumfeld? Fühle ich mich wertgeschätzt? Wie steht es um die Arbeitsbelastung und das Verhältnis zu Kollegen? Bin ich zufrieden mit meiner Arbeitssituation? Ist die Arbeitsatmosphäre so, wie ich sie mir wünsche?


Wenn bei diesen Fragen Zweifel aufkommen oder Sie merken, dass Sie nicht mehr mit der gleichen Leidenschaft bei der Sache sind, dann könnten dies erste Anzeichen dafür sein, dass es an der Zeit ist, über eine berufliche Veränderung nachzudenken.


Ich verstehe, dass solche Entscheidungen nicht leicht fallen. Aber als Karriereentwickler möchte ich Sie ermutigen: Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen. Es ist meine Aufgabe (die ich mit Leidenschaft erfülle), mit Ihnen über Ihre aktuelle Situation, Ihre Wünsche und Bedenken zu sprechen und Sie dabei zu unterstützen, den besten Weg für Ihre berufliche Zukunft zu finden.


Ob Sie eine neue Herausforderung suchen, sich beruflich weiterentwickeln wollen oder einfach nur das Gefühl haben, dass etwas in der Arbeit nicht stimmt – lassen Sie uns ins Gespräch kommen. Gemeinsam können wir die besten Marktmöglichkeiten für Sie ausloten und Ihnen eine solide Grundlage bieten, um eine informierte, gut überlegte Entscheidung zu treffen.


Die Zeit läuft, und der Jahreswechsel rückt näher. Nutzen Sie die Gelegenheit und machen Sie den ersten Schritt in Richtung einer erfüllenden beruflichen Zukunft. Denn Ihre Lebenszeit ist das höchste Gut und das wollen wir nicht verschwenden!


Die veränderte Position von Fachärzten in deutschen Krankenhäusern

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Der Trend in deutschen Krankenhäusern ist gefährlich, junge Ärzte schnell zu Oberärzten zu befördern, wobei finanzielle Anreize eine Rolle spielen. Diese Praxis führt zu Bedenken hinsichtlich der Versorgungsqualität und der beruflichen Weiterentwicklung der Ärzte.

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In der heutigen Krankenhauswelt Deutschlands ist eine deutliche Veränderung zu beobachten: Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Facharztausbildung werden Assistenzärzte oft direkt zu Oberärzten befördert, ohne zuvor in der Rolle eines Facharztes gearbeitet zu haben. Ein zentraler Grund für diese Entwicklung sind die finanziellen Vorteile, die sich daraus für die Ärzte ergeben.


Finanzielle Vorteile als Motor für schnelle Aufstiege

Das Angebot höherer Gehälter für Ärzte in Oberarztstellungen ist ein Schlüsselelement dieses Trends. Krankenhäuser setzen dies gezielt ein, um talentierte Mediziner an sich zu binden und einem Wechsel zu anderen Einrichtungen vorzubeugen oder um neue Fachkräfte zu gewinnen. Jedoch bergen diese finanziellen Anreize auch Risiken, besonders im Hinblick auf die Qualität der medizinischen Betreuung und die berufliche Entwicklung der Mediziner.


Qualitätsbedenken in der Patientenversorgung

Die unmittelbare Ernennung zu Oberärzten, ohne dass die betroffenen Ärzte umfassende praktische Erfahrung sammeln konnten, birgt das Risiko einer verschlechterten Versorgungsqualität. Es wird von Oberärzten erwartet, dass sie nicht nur über vertieftes theoretisches Wissen verfügen, sondern auch über die praktische Erfahrung, um komplexe medizinische Fälle zu handhaben und jüngere Kollegen anzuleiten.


Gefahren für die berufliche Entwicklung der Ärzte

Ein schneller Aufstieg zum Oberarzt kann auch den Anreiz für weitere Fortbildungen und Spezialisierungen verringern. Dies könnte zu einem Stillstand in der fachlichen Weiterentwicklung der Ärzte führen.


Blick in die Zukunft und mögliche Lösungsansätze

Um diese Problematik auszubalancieren, ist ein Gleichgewicht zwischen finanziellen Anreizen und der Sicherstellung einer exzellenten Patientenversorgung notwendig. Ein flexibles Beförderungssystem, das sowohl die Qualifikationen als auch die Erfahrungen der Ärzte berücksichtigt, ist dabei von großer Wichtigkeit. Deutlich definierte Karrierepfade und Anreize zur Weiterbildung und Spezialisierung sind ebenso essenziell.


Ausgewogene Betrachtung erforderlich

Die sich wandelnde Rolle des Facharztes im Krankenhausbetrieb und die dazugehörigen finanziellen Anreize sind von großer Bedeutung in der medizinischen Welt. Eine umsichtige Bewertung der Vor- und Nachteile dieser Entwicklung ist entscheidend, um eine erstklassige Patientenversorgung zu garantieren und gleichzeitig die Entwicklung junger Mediziner zu fördern.


Apoli Ärztevermittlung


Bedürfnisse unserer Ärztinnen

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Die Bedürfnisse unserer Ärztinnen müssen im Gesundheitssystem ernst genommen werden. Mit einem Blick auf die Zahlen und persönlichen Geschichten wird deutlich, dass strukturelle Veränderungen notwendig sind. Flexiblere Arbeitszeiten, Teilzeitangebote, Job-Sharing und verbesserte Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind einige der Maßnahmen, die nicht nur die Arbeitsbedingungen für Ärztinnen verbessern, sondern auch eine stärkere Bindung und Zufriedenheit im Gesundheitswesen fördern können. Die Zeit für eine respektvolle und unterstützende Arbeitskultur ist gekommen.

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Die Zahlen lügen nicht: 70% der Medizinabsolventen in Deutschland sind seit Jahren Frauen und sie stellen berechtigterweise besondere Anforderungen an ihren Arbeitsplatz. Diese Entwicklung muss nicht nur erkannt, sondern als essenziell für die zukünftige Ausrichtung von Kliniken und Praxen betrachtet werden. Ich verstehe es nicht, warum beim weitem nicht überall und nur sehr langsam gehandelt wird, obwohl das Thema allgegenwärtig bekannt ist. 


Aus dem Gespräch mit einem ärztlichen Direktor: "Naumann, ich habe selbst 3 Töchter. Alle drei sind Ärztinnen. Keine von ihnen geht arbeiten, weil ihre Kinder zu klein sind bzw. sie keine passende Möglichkeit finden. Eine von ihnen hat so dermaßen die Nase voll, dass sie ernsthaft darüber nachdenkt, gar nicht mehr als Ärztin zu arbeiten." Das ist ein Versagen unseres Systems, angefangen bei Numerus clausus an den Hochschulen bis hin zu den Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern. 


Ärztinnen von heute suchen nach attraktiven Arbeitgebern, die ihre Bedürfnisse verstehen und gute Arbeitsbedingungen schaffen. Sie wünschen sich eine Kultur, in der die Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf nicht nur ein leeres Versprechen im Vorstellungsgespräch ist, sondern gelebte Realität.


Dies bedeutet, dass unsere Arbeitskultur sich ändern muss. Die Zeiten, in denen der Arzt stets zu Verfügung stehen und jederzeit bereit sein musste, sind längst vorbei. Das soll endlich verstanden und respektiert werden.


Um diese Veränderungen herbeizuführen, sind strukturelle Anpassungen erforderlich. Hier sind einige konkrete Maßnahmen, die umgesetzt werden könnten:


1. Erhöhung des Angebots an Teilzeitstellen: Eine größere Auswahl an Teilzeitarbeitsplätzen kann Ärztinnen mehr Flexibilität bieten und ihnen helfen, ihre beruflichen und persönlichen Ziele besser zu vereinbaren.


2. Job-Sharing in Führungspositionen: Anstatt eine Leitende Oberärztin in Vollzeit zu beschäftigen, könnten zwei Ärztinnen die Aufgaben teilen. Dieses Modell bietet mehr Flexibilität und kann die Arbeitsbelastung reduzieren.


3. Kinderbetreuung vor Ort: Durch die Einrichtung von Betreuungseinrichtungen direkt im Krankenhaus wird das Leben für berufstätige Eltern erheblich erleichtert. Und ja, das kann auch selbsttragend sein, weil viele Ärzte bereit wären, sich an Kosten zu beteiligen. Es muss nur organisiert werden. 


4. Selbstmanagement und flexible Arbeitszeitmodelle: Indem wir unseren Ärztinnen bzw. dem Team die Kontrolle über ihre Arbeitszeit überlassen und flexible Arbeitszeitmodelle fördern, können wir eine Kultur schaffen, die ihre Bedürfnisse respektiert und unterstützt.


Dadurch, dass wir diese Maßnahmen umsetzen, können wir nicht nur attraktivere Arbeitsbedingungen für Ärztinnen schaffen, sondern auch zu einer stärkeren Bindung und Zufriedenheit unter den Mitarbeitern beitragen. Denn letztlich ist es ein wichtiges Ziel, die besten Bedingungen für all jene zu schaffen, die das Rückgrat unseres Gesundheitssystems bilden. Und in der heutigen Zeit sind das zunehmend die Ärztinnen.


Apoli Ärztevermittlung - qualifizierter Recruiter für Ärzte


Praxisärzte im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit, eigenem Interesse und Patientenwohl

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In den letzten Tagen hat die Protestwelle von Arztpraxen in Deutschland für erhebliches Aufsehen gesorgt. Es entfachte eine Debatte um die angemessene Vergütung und die Arbeitsbelastung von Praxisärzten. Der Kernpunkt: Ist der Vorwurf, Ärzte verdienten mehr als genug bzw. zu viel, gerechtfertigt? Oder gibt es berechtigte Gründe für die Unzufriedenheit?

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In den letzten Tagen hat die Protestwelle von Arztpraxen in Deutschland für erhebliches Aufsehen gesorgt. Es entfachte eine Debatte um die angemessene Vergütung und die Arbeitsbelastung von Praxisärzten. Der Kernpunkt: Ist der Vorwurf, Ärzte verdienten mehr als genug bzw. zu viel, gerechtfertigt? Oder gibt es berechtigte Gründe für die Unzufriedenheit?


Zwei Aussagen zum Thema Einkommen von Praxisärzten

Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verdienen Praxisärzte nach Abzug aller Kosten durchschnittlich um die 230.000 Euro pro Jahr. Der Virchowbund, ein Verband der Praxisärzte, hingegen gibt einen Praxisüberschuss von 172.903 Euro und ein effektives Nettoeinkommen von ca. 85.555 Euro an. 


Moralische Implikationen

Es ist nicht zu leugnen, dass Ärzte eine essenzielle Rolle in der Gesellschaft spielen und eine lange, intensive Ausbildung durchlaufen. In einem Land, in dem viele strukturwichtige Gruppen wie Lehrer, Polizisten, Erzieher oder Pflegekräfte deutlich weniger verdienen und dabei auch mit Herausforderungen und Überstunden konfrontiert sind, wirft die Forderung der Ärzte nach noch mehr Geld Fragen auf: haben sie aufgrund ihrer Position das moralische Recht, nach noch höherem Einkommen zu verlangen, während andere systemrelevante Berufe mit weit geringerem Einkommen auskommen müssen? 


Das zusätzliche Dilemma mit Investoren

In den letzten Jahren erleben wir in Deutschland einen beunruhigenden Trend: natioanle sowie internationale Finanzinvestoren kaufen Arztpraxen auf, mit dem primären Ziel der Gewinnmaximierung. In einem solchen System kann das Patientenwohl leicht in den Hintergrund treten. Vor allem ältere Patienten oder solche mit multiplen Erkrankungen geraten in diesem gewinnorientierten Ansatz ins Abseits. Es stellt sich aber vor allem die Frage, warum deutsche Politik das erlaubt? Damit werden eigene Praxisärzte praktisch gefördert, das zu tun, was sie momentan tun. 


Gebühren und Budgets – eine immerwährende Herausforderung

Fairerweise sollen wir auch andere Aspekte in dem Zusammenhang betrachten. Ein weit verbreitetes Missverständnis besteht darin, dass Ärzte ihre Preise selbst bestimmen können. Sowohl im gesetzlichen als auch im privaten Sektor sind die Preise für ärztliche Leistungen seit Jahrzehnten kaum gestiegen. In anderen Berufsfeldern sind Preiserhöhungen zum Ausgleich von Inflation oder gestiegenen Kosten eine Selbstverständlichkeit.


Für gesetzlich Versicherte gibt es jährliche Budgetverhandlungen, die einen gedeckelten Topf für alle Patienten darstellen. Ein Dilemma: Wenn mehr Patienten kommen, steigt die Vergütung nicht entsprechend. Selbst dann werden im Durchschnitt nur 80 % der erbrachten Leistungen vergütet.


Auch die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) blieb über 30 Jahre unverändert, obwohl eine Reform dringend geboten scheint. Die starre Haltung gegenüber dieser Thematik belastet das Verhältnis zwischen Politik und Ärzteschaft zusätzlich erheblich.


Fazit

Die Diskussion um die angemessene Vergütung von Ärzten ist komplex. Eines ist jedoch sicher: Es geht nicht nur um Geld. Es geht um Wertschätzung, Anerkennung und die Fähigkeit, in einem System zu arbeiten, das das Wohl des Patienten in den Mittelpunkt stellt. Es ist an der Zeit, die berechtigten Anliegen der Ärzteschaft ernst zu nehmen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die allen gerecht werden.


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