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Über AIR-Domes
Aufblasbare Air-Domes sind temporäre oder semi-permanente Raumstrukturen, die allein durch Überdruck stabilisiert werden. Der geringe Druckunterschied zur Umgebung spannt die Membranhülle und macht sie tragfähig. Dadurch entsteht ein freier Innenraum ohne Stützen, der große Spannweiten bei geringem Materialeinsatz ermöglicht.
Struktur und Funktionsweise
Bei Betriebsdrücken zwischen 150 und 300 Pa hält die innenliegende Luftpumpe den Überdruck konstant. Sensoren überwachen den Sollwert und steuern bei Abweichungen den Nachlauf. Ein integriertes Steuergerät misst Temperatur und Sauerstoffgehalt und regelt die Sauerstoffversorgung im Inneren. Bei Druckverlust schalten Notaggregate automatisch Zusatzgebläse zu und kompensieren Undichtigkeiten.
Schleusenräume mindern beim Betreten den Luftaustausch. Sicherheitsventile entlasten bei Überschreitung des berechneten Maximaldrucks kontrolliert. Ein Hauptschalter trennt das Gebläsesystem schnell vom Netz; er ist Bestandteil jeder bauaufsichtlich zugelassenen Anlage gemäß *DIN EN 13782* für fliegende Bauten.
Materialien und Bauformen
Die Hülle eines Air-Domes besteht häufig aus PVC-beschichtetem Polyestergewebe mit mehrlagiger Struktur. Das Textil bietet hohe Reißfestigkeit bei geringem Versandgewicht. Beschichtungen machen die Oberfläche schwer entflammbar und UV-beständig. Aluminiumrahmen verstärken Tür- oder Fensterzargen; punktuelle Formteile verkürzen die Montage und erhöhen lokal die Steifigkeit.
Bauformen reichen von einfachen Kuppeln bis zu langgestreckten Sporthallen oder Messezelten unterschiedlicher Spannweite. Beispielwerte zur Verdichterleistung siehe Tabelle.
Technische Komponenten
- Luftpumpen: erzeugen und halten den Innendruck.
- Druckregelung: passt das Luftvolumen dynamisch an Windlasten an.
- Sicherheitsventile: öffnen bei Überdruck kontrolliert zur Entlastung.
- Anschlagpunkte: binden den Dome über Erdanker kraftschlüssig an den Untergrund.
- Membran: bildet Tragwerk und Wärmeisolator in einer Schicht.
Neben den genannten Funktionsteilen zirkulieren Leitungen durch getrennte Kanäle an der Basiszone; dort verteilt sich Frischluft gleichmäßig über perforierte Rinnenprofile. Bei Systemen mit zusätzlichem Wassertank kann temperiertes Wasser als Wärmepuffer dienen, eine indirekte Regelung ähnlich einem geschlossenen Behälterkreislauf.
Klimatische Steuerung und Produktsicherheit
Anhand interner Sensorik reagiert die Steuerung dynamisch auf Windgeschwindigkeit und Schneelast. Bei erhöhter Belastung steuert der Verdichterbetrieb nach hinterlegten Schwellenwerten. Die kontinuierliche Kontrolle stabilisiert den Betrieb und verlängert die Lebensdauer der Membranlagen.
Nicht jedes Modell verwendet redundante Gebläsepaare. In windstarken Regionen erhöhen Doppelanlagen die Betriebssicherheit. Unter reduzierter Ventilationsrate steigt der CO₂-Anteil messbar an; daher ist meist ein Mindest-Luftwechsel vorgegeben, um Personen oder Pflanzen zuverlässig zu versorgen. Bei Anlagen mit Vegetationszonen fördert kontrollierte Belüftung das Wurzelwachstum, während Kondensation in der Wurzelregion sinkt.
Kaufrelevante Kriterien
Air-Domes ähneln sich äußerlich, technische Parameter bestimmen jedoch die Eignung. Erstens beeinflusst das Verhältnis von Grundfläche zu Höhe das Druckniveau und die Verankerung. Größere Kuppeln erfordern höhere Auszugskräfte an den Anschlagpunkten (≥10 kN). Zweitens prägt das lokale Klima die zulässige Einsatztemperatur; drittens ist das Brandverhalten ein zentrales Auswahlkriterium.
| Merkmal | Betragsbereich | Norm / Grundlage |
|---|---|---|
| Betriebsüberdruck | 150–300 Pa | *Ingenieurtechnische Berechnung* |
| Windlastwiderstand | bis 120 km/h Böengeschwindigkeit | *DIN EN 1991‑1‑4* |
| Schneelastkapazität | 0,25–1,0 kN/m² Dachlastaufnahme | *DIN EN 1991‑1‑3* |
| Einsatztemperaturbereich | -30 °C bis +70 °C Umgebungstemperatur | *Herstellerangabe* |
| Brandklasse Membran | B1 – schwer entflammbar | *DIN 4102-B1* |
| Membrandicke | 1–2 mm | *Herstellerangabe* |
| Verdichterleistung (Beispiel 40 m Ø, −10 °C) | ca. 25 kW | *Beispielwert* |
| Auszugskraft Verankerung (Anschlagpunkte) | ≥ 10 kN | *Herstellerangabe* |
Anwendungsfelder und Wirkung im Raumkonzept
Messebauunternehmen setzen Air-Domes als temporäre Hallen ein; ebenso nutzt der Sportsektor sie für wetterunabhängige Trainingsflächen oder Poolüberdachungen.
Bei modularer Ausstattung lassen sich Beleuchtungssysteme oder Büromöbel frei positionieren, da keine Stütze Sichtachsen oder Wegeführung beeinträchtigt.
Transluzente Oberflächen erzeugen ein weiches Tageslicht mit homogener Raumwirkung. In architektonischen Kontexten steht diese Leichtigkeit für eine zurückhaltende Formensprache leichter Strukturen.
Anbieter sind Swiss Display GmbH
FAQ zu AIR-Domes
Welche Hauptfaktoren bestimmen die Total Cost of Ownership (TCO) eines Air-Domes?
Die TCO eines Air-Domes umfassen neben Anschaffungs- und Installationskosten vor allem Energie- und Wartungsaufwand. Der Energiebedarf für Gebläse und Klimatisierung kann abhängig von Membrandämmung und Klimazone 30 bis 50 Prozent der jährlichen Betriebskosten ausmachen. Entscheidend sind die Effizienz der Gebläse, etwa mit IE3-Motoren, und die thermische Leistung der Hülle. Eine mehrlagige Membran mit U-Werten von 0,8 bis 1,5 W/(m²K) senkt langfristig den Energieverbrauch und damit die Gesamtkosten.
Welche behördlichen Genehmigungen erfordert der Bau eines Air-Domes?
Für die Errichtung eines Air-Domes ist in der Regel eine Baugenehmigung erforderlich, da das Bauwerk meist als fliegender oder temporärer Bau gilt. Maßgeblich sind die jeweiligen Landesbauordnungen und kommunalen Satzungen. Abhängig von der Nutzung können zusätzliche Genehmigungen, etwa von Umwelt- oder Brandschutzbehörden, notwendig sein. Grundlage bildet die DIN EN 13782 für temporäre Bauten. Eine frühzeitige Bauvoranfrage bei der zuständigen Behörde hilft, konkrete Anforderungen zu klären.
Welche Anforderungen muss der Untergrund für die Installation einer Traglufthalle erfüllen?
Der Untergrund einer Traglufthalle muss eben, tragfähig und verdichtet sein, um Verankerung und Abdichtung sicherzustellen. Punktlasten durch Anker erfordern Fundamente, die Auszugskräfte von 10 bis 20 kN pro Ankerpunkt aufnehmen. Bei weichen Böden sind Lastverteilungsplatten oder umlaufende Fundamentbänder erforderlich. Die geotechnischen Anforderungen regelt DIN 1054. Eine Baugrunduntersuchung ist für die dauerhafte Standsicherheit unerlässlich.
Wie lässt sich die Klimatisierung von Traglufthallen energieeffizient gestalten?
Die energieeffiziente Klimatisierung von Membranhallen basiert auf einer gut gedämmten Hülle und einer bedarfsgerechten Steuerung von Lüftung, Heizung und Kühlung. Wärmepumpen oder Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung senken den Energiebedarf deutlich. Ein Gebäudeleitsystem, das Wetterdaten und interne Sensoren nutzt, optimiert den Betrieb und kann den Verbrauch um bis zu 25 Prozent reduzieren. Für die Wirtschaftlichkeit sind Wärmepumpen mit einem COP-Wert über 3,5 empfehlenswert.
Wie lange ist die Lebensdauer einer temporären Traglufthalle und welche Wartung ist erforderlich
Eine hochwertige Membranhülle für Traglufthallen hält im Durchschnitt 15 bis 25 Jahre, abhängig von Materialqualität, UV-Belastung und Wartungsaufwand. Empfohlen sind jährliche Inspektionen der Membran auf Schäden, der Gebläsesysteme auf Funktion sowie der Verankerungspunkte auf festen Sitz. Kleinere Risse oder Abnutzungen sollten umgehend nach Herstellervorgaben, häufig gemäß DIN EN 13782, repariert werden, um die strukturelle Integrität und Lebensdauer zu sichern.
Wie mobil und lagerfähig ist ein Air-Dome bei Standortwechseln?
Air-Domes lassen sich innerhalb weniger Tage bis Wochen auf- und abbauen. Die Membranhülle und demontierbare Komponenten sind platzsparend lagerbar; ein 2.000 m² Dome benötigt nur etwa 20 bis 30 m² Lagerfläche. Damit eignen sich Air-Domes besonders für saisonale Einsätze oder wechselnde Standorte und bieten Kostenvorteile gegenüber permanenten Bauten. Transportkosten und Lagerbedingungen sind entscheidende Faktoren für die Gesamtwirtschaftlichkeit.
Wie hoch ist die typische Lärmentwicklung der Gebläse eines Air-Domes?
Die Geräuschentwicklung von Gebläsen in Air-Domes hängt von der Leistungsaufnahme und der Gehäusedämmung ab und liegt meist zwischen 65 und 85 dB(A) in unmittelbarer Nähe. Moderne Systeme verfügen über schallgedämmte Gehäuse oder externe Schalldämpfer zur Reduktion der Emissionen. In Wohngebieten oder lärmsensiblen Bereichen sollte gemäß TA Lärm ein Pegel von 45 bis 55 dB(A) an der Grundstücksgrenze nicht überschritten werden, was durch gezielte Platzierung der Gebläse und geeignete Schallschutzmaßnahmen erreicht werden kann.
Hintergrund: AIR-Domes
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Traglufthalle Wikipedia
Eine Traglufthalle (Air-Dome) ist eine luftdichte Membranhülle über einer Bodenplatte, die durch leichten Überdruck stabilisiert wird. Zutritt erfolgt über Druckschleusen; kontinuierlich laufende Gebläse halten den Innendruck konstant.
Diese Anbieterliste AIR-Domes umfasst auch: 3D Konfigurator AIR Domes
Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026