Learning by doing

Blog-Artikel
letzte Änderung: 14.04.2020 Autor: KRONES AG

Erinnert ihr euch noch an Britta und Christina? Ja richtig, die hatten uns vor zwei Wochen etwas über ihre Karriere als Frauen in technischen Berufen erzählt. Ihr wollt wissen, mit wem wir uns noch darüber unterhalten haben? Dann schaut mal rein!

Auseinanderbauen, umbauen, zusammenbauen und „learning by doing“ – das war schon Melanies Ding, als sie noch klein war: „Etwas mit meinen Händen entstehen zu lassen, hat mich dabei schon immer fasziniert.“ Gebracht hat sie diese Leidenschaft bis zu ihrer Stelle als Teamleiterin bei Syskron. Und auch Sarah war einfach schon immer gut in Physik und Mathe. Heute arbeitet sie in unserer Simulationsabteilung in Rosenheim und ist froh, dass sie den „Weg in die Technik“ gegangen ist: „Die Begeisterung kommt vor allem dann, wenn man sich damit beschäftigt. Man muss Sachen oder Themen erst kennenlernen und dann kann man sich dafür begeistern. Und mein Interesse wächst von Jahr zu Jahr!” Die beiden reihen sich neben Britta und Christina in unsere Riege professioneller Krones Tüftlerinnen ein und haben mir über ihren Arbeitsalltag als technisch begabte Frauen erzählt.

Melanie hat damals ihre Ausbildung in unserem Profil 21 absolviert und hier genau die Fähigkeiten an die Hand bekommen, die ihr neben der Schrauberbegeisterung noch gefehlt haben: „Durch meine Ausbildung zur Mechatronikerin hatte ich die Chance zu lernen, was das richtige Vorgehen und welches das richtige Werkzeug zu dem jeweiligen Problem ist. Außerdem kam dann noch die IT- und Elektronikkomponente dazu. Das war das perfekte Paket für mich!“ Schon während der Lehre war sie im weltweiten Außendienst für Krones im Einsatz und viel im Ausland tätig: „Kein Tag war wie der andere. Von China, über die Mongolei bis nach Amerika – wir sind überall hingereist. Immer wieder mit neuen Kollegen und neuen Herausforderungen namens Variopac, Robobox und Co. Langweilig war es auf jeden Fall nie.“ Ihre Aufgabe bei Syskron ist inzwischen, an der cloudbasierten Plattform Share2Act mitzuarbeiten. Und durch ihre vorherige Stelle als Krones Servicetechnikerin ist sie perfekt vorbereitet: „Ich bin dafür zuständig, mein Maschinen- und Prozesswissen, welches ich über Jahre vor Ort beim Kunden sammeln konnte, in unsere Produkte einfließen zu lassen. Ich bin zwar immer noch nah an meinen geliebten Maschinen dran, aber mein Arbeitsalltag sieht mittlerweile ganz anders aus als früher bei Krones: Es wird nicht mehr an einzelnen Maschinen an den Kundenstandorten programmiert, sondern hier arbeiten wir in einem Release Prozess, bei dem am Ende bei Syskron in Regensburg auf den Deploy-Button gedrückt wird. Und zack: Alle Kunden weltweit haben den neuen Softwarestand mit den modernsten Funktionen. Die Technik bleibt nicht stehen!“ Was ihr besonders an ihrem Beruf gefällt? Auf jeden Fall das Gefühl, bei Projekten von Anfang an mit dabei zu sein, Teil des Teams zu sein und nie stehen zu bleiben. Und auch als Frau in der Technik fühlt sie sich in der Konzernfamilie sehr wohl: „Meine Erfahrung zeigt mir, dass innerhalb der Krones Familie, dazu zähle ich die Kollegen, die Führungskräfte aber auch die Kunden, kein Unterschied zwischen Frau und Mann gemacht wird. Sicherlich wird einem nichts geschenkt als Frau, aber so soll es ja auch nicht sein. Eine faire Chance, sich beweisen zu können, mehr braucht es im ersten Schritt nicht. Ich habe immer und egal wo auf der Welt tolle Erfahrungen gesammelt. Wenn es um das Fachliche geht, zählt nur eins: Leidenschaft und Biss.“

Und Sarah?  Die hat dual bei Krones in Neutraubling Mechatronik studiert. Der Vorteil dabei? Man lernt beide Seiten gut kennen – die Theorie, aber auch die Praxis: „Im ersten Jahr haben wir in der Ausbildungswerkstatt Dinge gelernt wie Verdrahten, Metallbearbeitung (also Feilen, Fräsen, Drehen, Bohren), Pneumatik, technisches Zeichnen und so weiter. In den Semesterferien wurden wir dann gleich in der Firma verteilt und durften Maschinen mit aufbauen. Dabei konnte ich mir den Schaltschrankbau, die Füll- und die Etikettiertechnik genauer anschauen. Im Studium wurde es dann theoretischer. Mechatronik ist eine Mischung aus Maschinenbau und Elektrotechnik, die Fächer waren bei uns sehr vielseitige technische Themen mit Lerninhalten wie 3D-Zeichnungen am Computer Erstellen, Programmieren, Robotik oder auch Mathe und Physik.“ Und ihr Studium bei Krones hatte noch einen weiteren Vorteil: Auslandsaufenthalte! Ihr Praktikum konnte Sarah in einer Niederlassung in Dänemark absolvieren und ihr Auslandssemester hat sie an der Victoria University in Melbourne verbracht. Mittlerweile arbeitet sie seit August 2019 in Rosenheim in unserer Simulationsabteilung: „Das Spannende an meiner Stelle ist, dass viele Komponenten bei uns zusammenlaufen. Wir haben einen praktischen Teil, einen CAD-Teil, einen Softwareteil und müssen außerdem auch immer mit vielen Kollegen aus verschiedenen anderen Abteilungen zusammenarbeiten – also quasi ein bisschen von allem.“ Und auch ihre vermeintlich komplizierte Rolle als „Frau in der Technik“ stört Sarah nicht: „Wenn du gute Leistung bringst, wird das auch anerkannt. Meine Kollegen hinterfragen meine Berufswahl nicht, da sind es eher meine Freundinnen, die Respekt vor dem Berufsfeld haben. An den „Männerhumor“ gewöhnt man sich außerdem auch und manchmal kann er ja sogar ganz witzig sein.“

Immer noch Angst, dass ihr als Frau einen technischen Beruf einfach nicht auf die Reihe kriegt? Melanie sieht das anders: „Traut euch! Ich bin ganz ehrlich, ich hatte selbst auch Bedenken: Schaffe ich das? Kann ich das? Aber heute, über zwölf Jahre später, könnte meine Leidenschaft nicht größer sein. Ich freue mich jeden Morgen auf den Tag und die Herausforderungen.“ Was sollte man hier noch ergänzen?

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