Blog-Artikel letzte Änderung: 14.10.2020 Autor : danina-heider

ME Mobil Elektronik in Corona Zeiten

Innovative Projekte vorantreiben

ME Mobil Elektronik in Corona Zeiten

Auch der weltweit etablierte Hersteller Steer-by-Wire Lenksystemen, Mobil Elektronik GmbH ist von den Auswirkungen des Lockdowns und der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht verschont geblieben. Der Umsatz wie auch Auftragseingang liegen etwa 25 % unter dem Vorjahresniveau, was der stark angeschlagenen Automobilindustrie und der Flughafenbranche – in beiden Industrien ist Mobil Elektronik sehr aktiv – geschuldet ist.

Allerdings ist das Unternehmen bisher von positiven Covid-19 Fällen verschont geblieben. Es wurde auch keinen einzigen Tag komplett geschlossen, was auf Kundenseite von Mobil Elektronik sehr positiv aufgenommen wird, denn bei anderen Zulieferern, insbesondere Zulieferer aus Italien, beklagte man sich auf Kundenseite über erhebliche Lieferengpässe.

 

 „Dass wir überhaupt weiter arbeiten konnten, haben wir unseren Mitarbeitern zu verdanken, die sich sehr flexibel auf die neue Situation eingestellt und sich vorbildlich im Umgang mit der Covid-19 Gefahr verhalten haben, auch außerhalb der Firma“, so Klaus Klugesherz, geschäftsführender Gesellschafter von Mobil Elektronik.

 

Dank seit schon früher geschaffener EDV-Infrastruktur konnten zu Beginn der Covid-19 Welle sehr kurzfristig und effizient unternehmensweit Büroarbeitsplätze ins Homeoffice verlagert werden. Im Unternehmen wurden zahlreiche Hygiene-Maßnahmen umgesetzt, wie z. B. mehr Abstand in den Büros und Sozialräumen, Desinfektion, intensive Lüftung und Trennung einzelner Abteilungen, sodass inzwischen alle Mitarbeiter aus dem Homeoffice zurückkehren konnten.

 

Aufgrund des rückläufigen Auftragseingangs musste in der Produktion leider Kurzarbeit eingeführt werden. Im Gegensatz dazu ist die Entwicklungs- und Applikationsabteilung voll ausgelastet. Das liegt an etlichen aktuellen, neuen Kundenprojekten, die das Unternehmen trotz Corona gewinnen konnte und zeitnah umgesetzt werden sollen.

 

„Unser wichtigstes Klientel sind kleinere und mittelständische Fahrzeughersteller, welche nicht so stark von Dieselgate, Lockdown und der weltweiten Rezession getroffen sind, wie die großen PKW- und LKW-Hersteller. Es besteht weiterhin hoher Bedarf an Sonder- und Spezialfahrzeugen, wo unseren Lösungen zum Einsatz kommen“, so Klugesherz.

 

Ein anderer Grund für die hohe Auslastung der Entwicklungsabteilungen sind neue Produkte und Innovationen zur Absicherung der Unternehmenszukunft, die Mobil Elektronik noch im Herbst am Markt platzieren möchte und an denen mit Hochdruck gearbeitet wird.

 

So wird in Kooperation mit dem österreichischen Unternehmen Scharmüller augenblicklich an einer neuen Verbindung zwischen Traktor und Anhänger mit integriertem Sensor gearbeitet.

 

Für ein Lenksystem ist die genaue Erfassung des Winkels zwischen Zugfahrzeug und Hänger erforderlich. Die bisherige Lösung ist ein sehr robuster Sensor aus Edelstahl, bei dem das An- und Abkuppeln jedoch recht umständlich ist, was einige Kunden bemängelt haben.

 

Diesen Kundenwunsch hat ME Mobil Elektronik umgehend aufgegriffen und die Entwicklung gestartet, stets in enger Abstimmung mit der Firma Scharmüller und den ersten Kunden für diese Lösung. 

 

„Wir nutzen unsere Entwicklungs-Kapazitäten und das Know How dieser jungen Leute in der aktuellen Situation gezielt, um Neues voranzutreiben“, so Klugesherz. So geht Mobil Elektronik zwar mit weniger Umsatz, aber mit hohem Tatendrang und neuen Innovationen durch die Corona Krise.

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