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Deckenluftreiniger Hersteller

Deckenluftreiniger sind deckenintegrierte Luftreinigungsanlagen zur Verbesserung der Raumluftqualität in Arbeits-, Wohn- und öffentlichen Bereichen. Sie saugen belastete Luft an und reinigen sie mehrstufig über Grob- und Feinfilter bis zu HEPA H13/H14. Aktivkohle bindet Gerüche. Optional inaktiviert UV‑C Erreger auf dem Filter. Die Zuluft kann als Quell- oder Mischlüftung zurückgeführt werden. Die Deckenmontage nutzt Konvektion, verteilt Luft gleichmäßig und spart Stellfläche. Auslegung erfolgt nach Volumenstrom und Luftwechsel. Regelmäßiger Filterwechsel ist erforderlich.

Weitere Hersteller Deckenluftreiniger

Mehr über Deckenluftreiniger

Deckenluftreiniger sind deckenintegrierte Luftreinigungsanlagen, die die Raumluftqualität in Arbeitsräumen, Wohnhäusern und öffentlichen Einrichtungen verbessern. Sie entfernen Feinstaub, Pollen, Schwebstoffe, Aerosole, Rauchgas, Tabakqualm und Mikroorganismen, ohne Stellfläche zu beanspruchen. Durch die Position an der Hallendecke nutzen sie Konvektion und die oberen Luftschichten. Das ermöglicht eine gleichmäßige Luftverteilung und stabilisiert das Raumklima.

Definition und Funktionsprinzip

Das Gerät zieht verunreinigte Luft ein, reinigt sie in einem mehrstufigen Filtersystem und führt die gereinigte Luft wieder dem Raum zu. Je nach Deckendesign erfolgt die Ausblasführung als Quellluft oder Mischlüftung, wodurch unkontrollierte Strömungen minimiert werden. Die Montage spart Bodenfläche, passt sich an das Platzangebot an und unterstützt eine leitlinienkonforme Planung nach Standards der Raumlufttechnik.

Filterstufen und Abscheideleistung

Ein Grobfilter hält Staub und Fasern zurück, ein Feinfilter reduziert kleinere Partikel, und ein HEPA-Schwebstofffilter nach EN 1822 (H13/H14) scheidet Partikel bis 0,3 Mikrometer ab. Aktivkohle, teils als Carbonfilter umgesetzt, adsorbiert Gerüche und Lösungsmittel. Vorabscheider verlängern die Standzeit. Das Gehäuse aus Metall oder Kunststoff ist strömungstechnisch beruhigt. Das dämpft Strömungsgeräusche und unterstützt die Rauschunterdrückung. Freigesetzte Reinigungsionen ergänzen die Geruchsbindung.

Inaktivierung von Erregern

Optionale UV-C-Lichtquellen (UV-C) schädigen DNA und RNA der gebundenen Partikel, wodurch Viren und Bakterien auf Filtermedien inaktiviert werden. In Studien und der VDI 6022 sind Hygieneanforderungen beschrieben, die insbesondere im Gesundheitswesen relevant sind. Die Zusatztechnologien zielen auf eine verringerte Virusübertragung und senken die Last luftgetragener Krankheitserreger in sensiblen Bereichen.

Luftführung und Integration in die Decke

Die Einbindung in das Deckendesign vermeidet störende Gerätekanten im Wegbereich, verbessert die Luftzirkulation entlang der Decke und verhindert Rückverschmutzungen. Durch definierte Ein- und Auslässe wird Sekundärverschmutzung vermieden. Bauarten für abgehängte Decken, Sichtmontage oder Kassetten harmonieren mit unterschiedlichen Raumgeometrien und unterstützen ein konsistentes Deckendesign.

Anwendungsfelder und Rahmenbedingungen

Gewerbliche und industrielle Umgebungen

In Produktionshallen, Produktionsräumen und bei Produktionsverfahren mit Farbnebel, Rauchgas, Lösungsmitteln und Schwebstoffen (zum Beispiel Lackierarbeit, Schweißarbeit, Drehmaschine in der Metallverarbeitung oder Lackierbetrieb) senkt die Anlage die Exposition und stabilisiert die Lufthygiene. Logistik, Spedition und das Hauptgebäude von Werken profitieren vom saubereren Raumklima, ohne den Temperaturanstieg durch Prozesswärme zu verstärken.

Praxisbeispiele reichen vom Ökopark über einen Bauernhof bis zu Werkstätten am Festland. Lokale Regelungen im Bezirk prägen den Anwendungszweck und die zulässigen Emissionswerte. In diesen Projekten gilt saubere Luft als Eckpfeiler einer präventiven Strategie gegen Gesundheitsrisiken und als sichtbare Initiative für Arbeitsschutz und Sauberkeit.

Öffentliche und sensible Bereiche

Krankenhaus, Arztpraxis, Schulen, Universitäten, Konferenzraum und Gemeinschaftsflächen mindern die Last an Allergenen und Keimen. In Raucherraum oder Raucherkabine werden Tabakqualm und Geruchsstoffe erfasst, was Nichtraucher schützt. In Wohnzimmern und im Wohnhaus dienen Geräte als Ergänzung zur Klimaanlage, wenn eine zusätzliche Filterung benötigt wird oder die zentrale Anlage keine Feinfiltration bietet.

Auswahlkriterien und Leistungsdaten

Volumenstrom, Luftwechsel und Widerstände

Die Auslegung folgt Volumenstrom und Raumgröße. In gewerblichen Anwendungen sind 3 bis 8 Luftwechsel pro Stunde üblich, wie in ASHRAE 62.1 und der VDI 6022 beschrieben. Ein wichtiger Kennwert ist der Druckwiderstand der Filterstufen, da er den Ventilatorbedarf bestimmt und Wechselintervalle beeinflusst. Eine sorgfältige Abstimmung mit der Klimatechnik verhindert akustische und strömungstechnische Konflikte.

Akustik und Strombedarf

Für Büros, Konferenzräume oder Behandlungszimmer wird ein niedriger Geräuschpegel angestrebt, häufig unter 45 dB(A) im Dauerbetrieb. Die Leistungsaufnahme bewegt sich typischerweise zwischen 50 W und 300 W. Sparsame Ventilatoren, strömungsgünstige Kanäle und passende Filterklassen senken den Strombedarf. Eine gute Kapselung des Luftpfades reduziert Körperschall und stützt die Rauschunterdrückung.

Wartung, Filterwechsel und Dokumentation

Filterpaket und Filterelement sollten leicht zugänglich sein. Wechselintervalle liegen je nach Belastung zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Ersatzteil-Verfügbarkeit, Modellnummer und Herkunft finden sich im Datenblatt, oft ergänzt um Gehäuse-Material, Nettogewicht und Hinweise zur Konfektionierung der Medien. Regelmäßige Services und fachgerechte Reparatur stabilisieren OEE (Overall Equipment Effectiveness) und TCO (Total Cost of Ownership).

  • Wartungsplan: Intervalle für Sichtprüfung, Differenzdruck und Filterwechsel festlegen.
  • Hygiene: UV-C-Module, Dichtungen und Innenflächen reinigen, Sauberkeit dokumentieren.
  • Betrieb: Ventilatorlager und Regelung prüfen, Deckenmontage terminieren, Inbetriebnahme protokollieren.
  • Nachrüstung: Aktivkohle- oder Vorabscheider-Module je nach Lastprofil ergänzen.

Einordnung und Hersteller

Vergleich zu mobilen Geräten

Feste Deckengeräte verbessern die Luftführung im Raum und halten Wege frei. Mobile Luftreiniger bieten Flexibilität, erfordern jedoch Stellfläche und können Zugerscheinungen erzeugen. Als Ergänzung zur Gebäudetechnik vermeiden fest installierte Systeme die Belastungen, die bei schlecht gewarteten Anlagen auftreten, und bleiben kompatibel mit bestehender Luftfiltertechnik.

Einordnung von Bauarten
MerkmalDeckenluftreinigerMobile Luftreiniger
IntegrationDeckenbündig oder hängend, keine StellflächeFlexibel platzierbar, benötigt Bodenfläche
LuftführungRaumweit aus der Decke, gute AnbindungLokal, abhängig vom Aufstellort
AkustikGekapselte Strömung, ruhiger BetriebVariabel, teils höherer Schalldruck
WartungGeplante Filterwechsel, modulare BaugruppenSchneller Zugriff, häufigere Standortwechsel
HygieneDefinierte Zuluft, reduzierte UmlagerungHöhere Gefahr lokaler Ablagerungen

Bekannte Anbieter und Geräteklassen

Hersteller sind unter anderem Daikin, Camfil, Zehnder, Biral, TROX, Scheuch, ULT, Tecalemit, KEMPER, Nederman, Trion, Air-Clean und DBL. Lieferprogramme umfassen kompakte Kassetten, modulare Abscheider-Baugruppen und Systeme mit Aktivkohle. Typische Datenblätter nennen Volumenstrom, Filterklassen, Geräuschangaben, Modellnummer, Nettogewicht und Hinweise zur Integration in die Klimatechnik.

Planungshinweise ohne Überschneidungen

Eine saubere Auslegung startet bei Lastprofil und Anwendungszweck, führt über Strömungsberechnung bis zur Auswahl der Medien und endet bei klaren Nachweisdaten. Für Neubau oder Sanierung empfiehlt sich die Koordination mit Tragwerk und Elektro, um das Deckendesign nicht zu beeinträchtigen und die Luftzirkulation gezielt zu lenken.

  • Aufnahmebedingungen: Raumgeometrie, Platzverhältnis an der Hallendecke, bauliche Einbindung in das Hauptgebäude erfassen.
  • Regulatorik: Anforderungen aus Bezirk und Branche berücksichtigen und Nachweise für Gesundheitswesen dokumentieren.
  • Betriebsführung: Schulungen, Ersatzteil-Logistik, einfache Bedienung im Alltag.

Wo Klimaanlage und Lüftungsanlage keine ausreichende Filtration bieten, schließen Deckenluftreiniger die Lücke – von Werkshalle bis Konferenzraum. Die Kombination aus definierter Luftführung, abgestimmten Medien und disziplinierter Wartung bildet den tragenden Rahmen für dauerhaft gute Luftzirkulation und kontrollierte Belastungen.

FAQ zu Deckenluftreiniger

Wie wirken sich Deckenluftreiniger auf Betriebskosten und Mitarbeiterproduktivität aus

Deckenluftreiniger senken Betriebskosten, da sie den Bedarf an Außenluft verringern und dadurch Heiz- und Kühlenergie sparen. Eine bessere Luftqualität reduziert Krankheitsausfälle und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Studien zeigen Produktivitätssteigerungen von bis zu 10 Prozent in gut belüfteten Arbeitsumgebungen. Die Investition amortisiert sich meist durch geringere Gesundheitskosten und effizientere Arbeitsprozesse.

Welche baulichen Anforderungen sind bei der Deckeninstallation von Luftreinigern zu beachten

Wesentlich sind die Tragfähigkeit der Deckenkonstruktion und ausreichend Platz im Deckenhohlraum. Erforderlich sind zudem eine stabile Stromversorgung, die Integration in bestehende Lüftungssysteme sowie die Einhaltung von Brandschutzvorschriften. Wartungszugang und die Abstimmung mit Gewerken wie Beleuchtung oder Sprinkleranlagen müssen in der Planung berücksichtigt werden.

Welche Technologien bestimmen künftig die Entwicklung von Raumluftreinigern?

Künftige Raumluftreiniger nutzen verstärkt künstliche Intelligenz und IoT-Sensorik für prädiktive Wartung und Echtzeitsteuerung der Luftqualität. In Entwicklung sind Filtermedien mit nanoskaligen Strukturen und selbstreinigenden Oberflächen. Zudem rücken energieeffiziente und vernetzte Systeme für Smart-Building-Konzepte in den Fokus.

Wie lässt sich die Leistung von Deckenluftreinigern in großen Industriehallen maximieren?

Eine gleichmäßige Luftverteilung erfordert die strategische Platzierung mehrerer Deckenluftreiniger. Effektiv ist eine Zonenreinigung, bei der stärker belastete Bereiche intensiver behandelt werden. In Industriehallen sind Luftwechselraten von 6 bis 10 pro Stunde üblich. Zusätzliche Absaugsysteme an Emissionsquellen erhöhen die Gesamteffizienz.

Lassen sich fest installierte Luftreinigungssysteme in Smart-Building-Technologien integrieren?

Ja, über standardisierte Schnittstellen wie BACnet oder Modbus können fest installierte Luftreinigungssysteme in Smart-Building-Systeme eingebunden werden. Dadurch sind zentrale Überwachung und Steuerung der Luftqualität möglich. Sensordaten zu Partikeln, CO2 und Luftfeuchtigkeit dienen zur automatischen Anpassung der Reinigungsleistung. Die Integration unterstützt effizienten Betrieb und präzise Dokumentation der Raumluftqualität.

Welche Förderprogramme oder steuerlichen Anreize bestehen für die Anschaffung von Luftreinigungsanlagen?

Viele Länder und Regionen fördern Investitionen in Energieeffizienz und Raumluftqualität. Dazu zählen Zuschüsse für moderne Lüftungs- und Filtersysteme, steuerliche Abschreibungen und zinsgünstige Darlehen. Unternehmen sollten nationale und regionale Förderrichtlinien vor Investitionsentscheidungen prüfen.

Wie kann der Energieverbrauch von Deckenluftreinigern effizient reduziert werden?

Eine effiziente Reduktion des Energieverbrauchs gelingt durch hocheffiziente EC-Ventilatoren und strömungsoptimierte Gehäuse. Sensorbasierte Steuerungen verhindern unnötigen Dauerbetrieb. Regelmäßige Wartung und rechtzeitiger Filterwechsel senken den Druckverlust und damit den Strombedarf. Eine bedarfsgerechte Dimensionierung vermeidet Überlastung und Energieverschwendung.

Hintergrund: Deckenluftreiniger

  • Luftreiniger Wikipedia

    Allgemeine Luftreiniger reduzieren Schadstoffe, Gerüche und Aerosole (inkl. SARS‑CoV‑2) in Innenräumen. Wirksam sind mehrstufige HEPA H13/H14- und Aktivkohlefilter; optional UV‑C. Ergänzen Lüften, geeignet für Schulen/Büros; korrekte Aufstellung und Wartung nötig.