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Lagerschutz Hersteller

Lagerschutz bezeichnet in der Intralogistik abgestimmte technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz von Personen, Anlagen, Regalsystemen und Lagergut vor Beschädigungen, Ausfällen und Verschleiß. Grundlage sind Gefährdungsbeurteilungen sowie Vorgaben aus BetrSichV, TRBS, DIN EN 15635, FEM 10.2.02 und ASR A1.3. Zu den Bausteinen zählen Rammschutz, Anfahrschutz, Durchschubsicherungen, Fangnetze, Geländer, Markierungen, Zonierung und dokumentierte Prüf- und Wartungsprozesse.

Liste Hersteller Lagerschutz

Tränkestraße 11, 70597 Stuttgart
Deutschland

Veröffentlichungen der Hersteller zu Lagerschutz

X-Store 2.0 wird noch flexibler

Axelent: Ist auch Ihre Firma zu schnell gewachsen, so dass die Nutzfläche knapp wird? Heute geht es überall darum Produktion und Lager soweit wie irgend möglich zu rationalisieren, so dass der Platzbedarf möglichst gering ausfällt. Viele Firmen leiden heute an Platznot und müssen doch ihre Lagerflächen vergrößern. Oft führt das dazu, dass sie in ein Zwischengeschoss investieren - durchaus eine effiziente und ökonomische Lösung. Ein Zwischengeschoss erweitert die Lager-, Büro- oder Produktionsfläche auf effiziente und ökonomische Weise. Ein Zwischengeschoss verschafft Ihnen flexibel nutzbaren zusätzlichen Raum.

Mehr über Lagerschutz

In der modernen Intralogistik beschreibt Lagerschutz ein abgestimmtes Set aus technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen, das Personal, Anlagen, Regalsysteme und Lagergut vor Beschädigung, Ausfällen und unnötigem Verschleiß bewahrt. Gültige Verordnungslagen wie die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) setzen den Rahmen für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. Sie verlangen eine Gefährdungsbeurteilung der Lagerumgebung und klar dokumentierte Schutzkonzepte, damit Mensch, Regalsystem und Verkehrsflächen im Alltag verlässlich funktionieren.

Grundlagen und Sicherheitsrahmen

Schutzeinrichtungen minimieren Kollisionen zwischen Flurförderzeugen, Roboter und Regalstruktur, senken die Gefahr von Verletzung und sichern den Betriebsablauf. Eine wirksame Kontrolle des Verkehrsflusses über Barrieren, Markierungen und Sichtlinien reduziert die Gefährdung an Gangkreuzungen. Normative Bezugswerke sind DIN EN 15635 für Lagereinrichtungen, FEM (Fédération Européenne de la Manutention) 10.2.02 sowie ASR A1.3 (Technische Regeln für Arbeitsstätten – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung).

Ökonomisch wirken Schutzsysteme indirekt auf OEE (Overall Equipment Effectiveness), indem sie Ausfallzeiten und Reparaturketten vermeiden. Ein Beispiel: Ein Distributionszentrum senkte Schäden am Palettenregal um 62 Prozent, nachdem Kreuzungsbereiche mit flexiblen Barrieren und Verkehrsspiegeln neu zoniert wurden. Die Zahl der ungeplanten Stopps pro Schicht halbierte sich, was die geplante Kontrolle des Warenflusses stabilisierte.

Schutzsysteme nach Einsatzbereich

Rammschutz und Anfahrkomponenten

Rammschutzbügel und Anfahrschutzpfosten schützen Regalpfosten, Maschinen, Pfeiler und Wandbereiche vor der Energie von Industriefahrzeugen. Hersteller geben für Stahlkonstruktionen gemäß FEM 10.2.02 typische Energieaufnahmen zwischen 400 und 2500 Joule an. Schwere Varianten sollen Aufprallkräfte bis 400 kN abfangen. S235JR-Stahl mit 3 bis 6 mm Wandstärke, massive Befestigungswinkel und eine normgerechte Verschraubung auf dem Lagerboden bilden die Basis. Achten Sie auf dokumentierte Anzugsdrehmomente in der Montageanleitung. Eine fehlerhafte Verschraubung schwächt jede Vorrichtung.

Für Polymerlösungen sprechen Rückstellfähigkeit und geringe Folgeschäden: Polyethylen- oder Polypropylen-Barrieren verformen sich elastisch und reduzieren Folgereparaturen an Regalstruktur oder Bodenankern. Bei der Endmontage sind klare Prüfprotokolle hilfreich, damit Lagervorrichtung und Schutzmaßnahme die geforderte Schutzdauer erreichen.

Fallschutz und Absturzsicherung

Rückwände, Durchschubsicherungen, Fangnetze und Geländer bilden ein integriertes Fallschutzsystem im Regalsystem, das das Herausfallen von Paletten oder Kartons verhindert. Verzinkte Gittersysteme erhöhen die Sichtbarkeit der Ladeeinheiten und reduzieren Durchbiegung bei Stoßlasten. Auf Bühnen und Laderampen schützt die Absturzsicherung das Sicherheitspersonal. Normgerechte Öffnungen für Übergabestellen vermeiden Bedienfehler beim Palettenwechsel.

Optische und organisatorische Maßnahmen

Warnprofil und Schutzprofil kennzeichnen Gefahrenstellen und sorgen für schnelle Orientierung. ASR A1.3 verlangt definierte Kontraste und Flächen. Verkehrsspiegel entschärfen unübersichtliche Kreuzungen, während abgeschlossene Gitterabteile Diebstahl in der Zwischenlagerung und im Versand eindämmen. Lichtundurchlässigkeit in Kombination mit reißfesten Hüllen schützt sensible Güter vor neugierigen Blicken und UV-Einfluss. Das gilt auch bei Transporteinheiten mit Reißverschluss.

Schutzlösungen und typische Werkstoffe in der Lagerumgebung
Typ Hauptfunktion Typische Materialien
Anfahrschutzpfosten Pfosten- und Ecken-Sicherung am Palettenregal Stahl S235JR, Polymer
Rammschutzbügel Aufprallenergie aufnehmen Stahl, PE-HD
Gittersysteme Durchschub- und Fallschutz Verzinkter Stahl
Warn- und Schutzprofile Optische Kennzeichnung Gummi, Schaumstoff, Kunststoff
Eckschutzprofile Kantenschutz an Gebäudeteilen Stahl, Kunststoff

Auswahlkriterien, Normen und Dokumentation

Kennzahlen und rechtlicher Rahmen

Relevante Normen sind DIN EN 15635 für die sichere Nutzung von Lagereinrichtungen, FEM 10.2.02 für Regale und ASR A1.3 für Kennzeichnung. Prüfen Sie den Produkttyp, die angegebenen Aufprallenergien, zulässige Kräfte und die Befestigungsdetails. Eine vollständige Montageanleitung mit Anzugsdrehmomenten, zugelassenen Befestigungswinkel-Kombinationen und Prüfintervallen dient der Sicherung des bestimmungsgemäßen Betriebs. In Audits entstehen Einwände häufig aufgrund unklarer Dokumentation.

Die Einbindung des Sicherheitsdienstes unterstützt die Kontrolle von Verkehrswegen, während Schulungen für Fahrer und Bediener von Maschinen das Risiko der Verletzung senken. Für Bereiche mit autonom fahrenden Einheiten empfiehlt sich eine Zonierung, die Barriere und optische Leitlinien kombiniert, damit Schutzsystem und Steuerungstechnik kohärent wirken.

Werkstoffe, Korrosion und Schutzdauer

Stahl überzeugt bei Stoßlasten, Polymere bieten Rückfederung und reduzieren Folgeschäden an Palettenregal und Boden. Für Außenzonen und Kühlhäuser gilt: Feuerverzinkung, hochwertige Beschichtungen und sorgfältiger Korrosionsschutz sichern die Langlebigkeit gegen Streusalz, Kondensat und Weißkorrosion. Ergänzend helfen Rostschutz, Schutzfilm, Nachkonservierung und Kettenwachs, insbesondere an Kanten und Hohlraumzonen exponierter Barrieren.

Praxisnahe Vergleiche mit dem Fahrzeugbau zeigen die Besonderheit solcher Maßnahmen: An Achsträgern, Bremsleitungen, Karosserie und Chromteilen schützen Winterschutzbeschichtungen Winterfahrzeug-Komponenten vor Chloriden. Ähnliche Prinzipien gelten für Lagerbarrieren auf der Parkfläche. Bei Überseetransporten verlängern Trocknung (hier oft als 'Trochnung' dokumentiert), geeignete Verpackungssysteme und Reinigungsintervalle die Schutzdauer. Baustoff-nahe Anwendungen profitieren von grifffest beschichteten Handläufen.

Praxisfelder und Objekte

  • Material- und Gerätefluss: Tischwagen, Container und Wäschecontainer bewegen sich oft nah an Gefahrenstellen und benötigen klare Wege, rutschfeste Lagerflächen und gut sichtbare Korridore zur Sicherung des Betriebsablaufs.
  • Verpackung und Versand: Reißfest ausgelegte Hüllen, Lichtundurchlässigkeit für sensible Güter, Reißverschluss-Systeme für schnelle Zugriffe und robuste Verpackungssysteme unterstützen Zwischenlagerung und Versand ohne Diebstahlrisiko.
  • Sensibles Umfeld: Krankenhaus-Logistik verlangt präzise Schutzmaßnahme an Türen und Liften. Druckanlage-Bereiche benötigen zusätzliche Barriere-Konzepte, damit keine Vorrichtung unkontrolliert beschädigt wird.
  • Montage und Prüfung: Befestigungswinkel, definierte und dokumentierte Verschraubung, klare Prüfzyklen und ein sauberer Abschluss bei der Endmontage sorgen für belastbare Ergebnisse.

Einfluss auf Betrieb und Kostenstruktur

Investitionen in Schutztechnik reduzieren Reparaturketten, gewährleisten planbare Wartungsfenster und stabilisieren Kennzahlen. In einem Brownfield-Projekt senkte die Nachrüstung polymerer Barrieren die Schäden an einem Palettenkanal um 47 Prozent. OEE-Verluste durch Umlagerungen fielen deutlich. Gleichzeitig verbesserte die Zonierung die Sichtbarkeit an Knotenpunkten, wodurch Sicherheitspersonal weniger Eingriffe vornehmen musste und der Warenstrom ohne zusätzliche Unterbrechungen lief.

Anbieterlandschaft und Produktauswahl

Der Markt umfasst A-Safe, McCue, DENIOS, KRM, Jungheinrich, SSI Schäfer, BITO Lagertechnik, Linde Material Handling, Still, Ramudden, Boplan, Dancop und FAS (Fabrik- und Arbeitsschutz). Das Spektrum reicht von modularen Polymer-Barrieren über Stahl-Rammschutz bis zu Gitterlösungen für sensible Bereiche. Bei der Auswahl zählen geprüfte Kennwerte, normierte Nachweise und eine nachvollziehbare Montageanleitung mehr als Marketingaussagen. Sie definieren, welche Schutzeinrichtung zur jeweiligen Lagerumgebung passt.

Bezug zu Regelwerk, Audit und Technikdetails

Sorgfältig dokumentierte Schutzmaßnahmen, wirksame Kontrolle und regelmäßige Prüfungen belegen die Einhaltung jeder Vorschrift. Für den Auditalltag gilt: Klare Fotos der Befestigung, Prüfprotokolle der Verschraubung, Wartungsberichte und Rückverfolgbarkeit der Teilenummern vermeiden Diskussionen. Ein strukturierter Prozess macht aus dem Lager eine resilient ausgelegte Arbeitsstätte, die Risiken adressiert, ohne Abläufe zu verlangsamen.

Abschließend verbindet moderner Lagerschutz Sichtbarkeit, Barriere-Technik und Regelkonformität zu einem belastbaren Konzept: Lagergut, Personen und Anlagen bleiben geschützt, Normen bleiben erfüllt, und die Langlebigkeit der Infrastruktur steigt – unabhängig davon, ob es um Fertigbad-Transporte, Übersee-Verkehre oder den Betrieb eines kompakten Lagers mit Produkttyp-Mix geht.

FAQ zu Lagerschutz

Wie entwickelt man ein Lagerschutzkonzept für ein bestehendes Lager?

Erstellen Sie zunächst eine umfassende Gefährdungsbeurteilung, um alle Risikobereiche zu identifizieren. Priorisieren Sie die Gefahren nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial. Wählen Sie darauf basierend geeignete technische und organisatorische Schutzmaßnahmen, etwa Rammschutzbügel für Regalpfosten. Dokumentieren Sie Maßnahmen und Verantwortlichkeiten klar, um eine wirksame Umsetzung sicherzustellen.

Welchen ROI erzielen Unternehmen durch Lagerschutzmaßnahmen

Der ROI von Lagerschutzmaßnahmen entsteht vor allem durch vermiedene Kosten für Reparaturen, Stillstände und Personalausfälle. Studien belegen, dass präventive Investitionen Schäden um 30 bis 60 Prozent senken können. Dadurch amortisieren sich die Maßnahmen häufig innerhalb von weniger als zwei Jahren, insbesondere bei Anlagen mit hohen Ersatz- oder Reparaturkosten. Eine gesteigerte Overall Equipment Effectiveness (OEE) dient dabei als zentraler Indikator für den wirtschaftlichen Nutzen.

Wie häufig müssen Lagerschutzsysteme geprüft und gewartet werden

Nach DIN EN 15635 ist mindestens einmal jährlich eine Prüfung durch eine qualifizierte Fachkraft erforderlich. Zusätzlich sollten wöchentliche Sichtkontrollen durch das Betriebspersonal erfolgen, um sichtbare Schäden frühzeitig zu erkennen. Defekte Komponenten sind unverzüglich zu melden und zu reparieren oder zu ersetzen, um die Funktionalität und Sicherheit der Anlage zu gewährleisten.

Wie beeinflussen KI und IoT die zukünftige Sicherheit in Lagerhallen?

KI und IoT verbessern die Lagersicherheit durch vorausschauende Wartung und intelligente Kollisionsvermeidung. Sensoren erfassen frühzeitig Materialermüdung oder Verformungen und melden Wartungsbedarf. KI-Systeme analysieren Verkehrsflüsse in Echtzeit und steuern autonome Fahrzeuge oder Warnsysteme situativ. Dadurch sinkt das Risiko menschlicher Fehler und die Gesamtsicherheit steigt deutlich.

Welche Herausforderungen treten beim Nachrüsten von Lagerschutz in Altbauten auf

Beim Nachrüsten von Lagerschutz in Altbauten erschweren unebene Böden, unterschiedliche Materialien und bestehende Anlagen häufig die Umsetzung. Eine präzise Vermessung und Analyse der Bausubstanz ist erforderlich, um geeignete Befestigungslösungen zu entwickeln. Oft sind individuelle Anpassungen oder flexible Polymerschutzsysteme notwendig, da sie Unebenheiten besser ausgleichen als starre Stahlkonstruktionen. Eine sorgfältige Planung hilft, zusätzliche Komplexität und Kosten zu vermeiden.

Wie können Mitarbeiter zur Verbesserung der Lagersicherheit beitragen?

Mitarbeiter leisten einen zentralen Beitrag zur Lagersicherheit durch regelmäßige Schulungen, ein Meldesystem für Sicherheitsmängel und ein Vorschlagswesen, das praxisnahe Ideen honoriert. Sicherheitsbeauftragte aus dem operativen Bereich fördern Bewusstsein und Akzeptanz für Schutzmaßnahmen. Entscheidend ist eine transparente Kommunikation entlang aller Ebenen.

Welche Hauptursachen führen zu Schäden an Regalsystemen und wie lassen sie sich vermeiden

Schäden an Regalsystemen entstehen vor allem durch Kollisionen mit Flurförderzeugen, Überlastung und fehlerhaftes Einlagern von Paletten. Vorbeugen lässt sich durch Rammschutz an Pfosten und Eckbereichen, regelmäßige Fahrerschulungen zur Unfallvermeidung sowie die konsequente Einhaltung von Beladungsvorschriften. Eine gleichmäßige Lastverteilung und klare Markierungen unterstützen den Schutz vor Überladung.

Hintergrund: Lagerschutz

  • Lagertechnik Wikipedia

    Lagertechnik umfasst Lagerung und innerbetrieblichen Transport, inklusive Regalsystemen (z. B. Paletten-, Durchlauf-, Hochregale), Fördermitteln und Umwelt-Lagertechnik. Sie verbindet Logistikbereiche und berücksichtigt Arbeitsschutz, Gefahrstofflagerung und Identifikationssysteme für sichere, effiziente Intralogistik.