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Sicherungsscheiben Hersteller – Vergleich

Maschinenelemente der Schraubensicherung, Sicherungsscheiben nutzen je nach Bauart Feder-, Zahn- oder Keilprinzipien, reichen von Federscheiben über Zahnscheiben bis zu Keilsicherungspaaren und Sicherungsblech-Varianten, und Normen wie DIN 6797/6798 sowie DIN 25201 definieren ihre Ausführungen. In der Antriebstechnik und im Fahrzeugbau fixieren sie Schraubverbindungen an Getriebegehäusen und Halterungen unter wechselnder Drehmomentbelastung, auch bei wiederholter Demontage. Für den Einkauf zählen Werkstoff und Normprüfung: Federstahl nach EN 10132-4 oder Edelstahl für Korrosionsbeständigkeit, validierte Keilsicherung nach DIN 25201 und der passende Durchmesser zur Schraube.
Lieferanten und Händler:

Weitere Sicherungsscheiben Hersteller

Über Sicherungsscheiben

Sicherungsscheiben stabilisieren die Vorspannkraft einer Verschraubung bei Vibrationen oder Setzerscheinungen. Sie wirken gegen das Losdrehen am Schraubenkopf und gegen mikroskopische Relativbewegungen der Fügeteile. Wo Bewegung auftritt, bestimmt das jeweilige Wirkprinzip die verbleibende Klemmkraft. In Zeichnungen erscheinen daneben Unterlegscheiben ohne Sicherungsfunktion, die nur Kräfte verteilen.

Typen und Funktionsprinzipien

Bei dynamischer Beanspruchung wirken unterschiedliche Mechanismen, nicht nur Reibschluss. Federscheiben nutzen Federweg und kompensieren Setzverluste durch elastisches Nachspannen. Zahnscheiben und Fächerscheiben prägen Einkerbungen in Kopfauflage und Bauteiloberfläche ein, was den Losdrehradius bremst. Keilsicherungsscheiben setzen zwei gegeneinander wirkende Keilflächen ein. Nach DIN 25201 steigt bei Losdrehversuchen die Klemmkraft über den Keilwinkel an. Sicherungsbleche blockieren dagegen rein formschlüssig: Laschen legen sich um Mutter oder Schraubenkopf.

Übersicht gängiger Scheibenelemente
TypPrinzipNorm/Eigenschaft
FederscheibeElastischer FederwegKompensation von Setzverlusten
ZahnscheibeVerzahnung über ZähneDIN 6797 / DIN 6798
KeilsicherungsscheibeKeilflächenpaar, Zähne außenPrüfung nach DIN 25201
SicherungsblechLaschen als DrehblockadeDIN 432 / DIN 463
Unterlegscheibe (glatt)Kraftverteilungkeine aktive Sicherung

Materialien und Oberflächenschutz im Vergleich

Zwar dominiert Stahl, aber die Werkstoffwahl trennt funktionsfähige von ausfallgefährdeten Ausführungen. Federstahl nach EN 10132-4 liefert hohe Elastizität für Federscheiben und begrenzt bleibende Setzung. Edelstahl A2 oder A4 steigert die Korrosionsbeständigkeit. In chloridhaltigen Medien fällt A4 meist robuster aus als A2. Vergütungsstahl trägt hohe Flächenpressungen unter Zahnscheiben ab und toleriert harte Kantenlasten am Außendurchmesser.

An der Oberfläche entscheidet die Beschichtung über Montageverhalten und Langzeitrostschutz. Galvanische Verzinkung nach DIN EN ISO 4042 schützt als Opferanode, und Reibwerte am Gewinde sowie unter dem Kopfauflagerand ändern sich messbar. Zinklamellenbeschichtungen verringern bei hochfesten Schraubenklassen das Risiko von Wasserstoffversprödung. Phosphatierungen erzeugen haftfähige Schichten für Ölfilme, wodurch sich der Reibwert bei wiederholtem Anziehen stabiler verhält als bei blankem Stahl.

Normen und Richtlinien

  • EN 10132-4
  • VDI 2230
  • DIN 25201
  • DIN EN ISO 4042
  • DIN EN ISO 10683
  • DIN EN ISO 9717

Auswahlkriterien für Konstruktion und Einkaufsvorgaben

Für die Dimensionierung zählen erstens Durchmesser und Bohrung: Der Innendurchmesser muss zum Gewindedurchmesser passen, der Außendurchmesser den Kopf vollständig unterlegen. Zweitens beeinflusst die Bauteiloberfläche das Verzahnen. Eine lackierte Stahlplatte verlangt häufig eine glatte Unterlage statt aggressiver Zähne. Drittens verändert Schmiermittel den Reibschluss. VDI 2230 behandelt diesen Einfluss auf Vorspannkraftverluste explizit. Entscheidend ist nicht der Demontagekomfort, sondern die Wiederverwendbarkeit unter definierter Montagekraft.

  • Zertifizierung: ISO 9001 dokumentiert Prozessstabilität bei Serienlosen und senkt Streuungen in Härte und Geometrie.
  • Sicherungsscheiben: Schreibvariante taucht in Stammdaten gelegentlich auf und sollte bereinigt werden.

Anwendungsfall: Bei einem Zahnradgehäuse mit stoßender Last kann eine Keilsicherungsscheibe nach DIN 25201 den Losdrehsicherheitsabstand erhöhen, obwohl Schmiermittel an der Trennfuge vorliegt, wobei der Formschluss über Keilflächen den Halteeffekt stützt. In Elektronik und Elektrik verhindern kleine Zahnscheiben das Mitdrehen von Massepunkten auf beschichteten Blechen. Im Fahrzeug begrenzen Federscheiben Setzerscheinungen an Haltern, während Sicherungsblech-Laschen eine definierte Drehblockade liefern.

TF*IDF-Keywords einmalig integriert ohne zusätzliche Markierung Sicherungsring Zusatzrabatt Fenstermontag Handwerkerbedarf Elektronik Elektrik Fahrzeug Zahnrad Oberflächenbeschichtung Oberflächenschutz Stückpreis Eigenelsitung Postfach Kunststoffring Kunststoff Innenseite Verschraubung Schraubenkopf Zahnscheibe Federscheibe Keilsicherungsscheiben Sicherungsblech Demontage Durchmesser Schmiermittel Werksoberfläche Stahlplatte Bohrung Scheibenelement Schraubenschlüssel Unterlegscheiben Sicherheitssystem

Hersteller sind Bossard Gruppe, Lesjöfors Stock Spring Europe B.V.

FAQ zu Sicherungsscheiben

Welche Faktoren bestimmen die Lebenszykluskosten von Sicherungsscheiben

Der Anschaffungspreis ist nur ein Teil der Kosten. Maßgeblich sind Montagezeit, Wartungsaufwand und potenzielle Produktionsausfälle durch Selbstlockerung. Die Wiederverwendbarkeit nach DIN 25201 Teil 4 beeinflusst die langfristige Wirtschaftlichkeit deutlich. Eine TCO-Analyse umfasst Anschaffung, Montage, Wartung und Entsorgung; die Montage kann bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten ausmachen.

Welche Montagefehler treten bei Sicherungsscheiben am häufigsten auf

Typisch sind Anzugsmomente außerhalb der Herstellervorgaben, fehlerhafte Ausrichtung und die Wiederverwendung beschädigter Teile. Abweichungen beim Drehmoment beeinträchtigen die Funktion; vor der Montage sind die Kontaktflächen zu reinigen, um die Sicherungswirkung sicherzustellen.

Worin unterscheiden sich Sicherungsscheiben von chemischen Schraubensicherungen

Sicherungsscheiben sichern die Vorspannkraft mechanisch durch Klemm- oder Formschluss und sind meist leichter zu demontieren; sie sind zudem temperaturbeständiger, teils bis 500 °C. Chemische Schraubensicherungen wirken adhäsiv und sind bei kleinen Schrauben sowie starker Vibration im Vorteil. Die Auswahl richtet sich vor allem nach Demontagehäufigkeit und Umgebungsbedingungen.

Wann müssen Federscheiben und Keilsicherungselemente ersetzt werden?

Bei Materialermüdung oder erkennbaren Schäden. Keilsicherungsscheiben nach DIN 25201 Teil 4 in sicherheitskritischen Anwendungen nicht wiederverwenden, um die volle Sicherungswirkung sicherzustellen. Federscheiben verlieren nach wiederholter Kompression Federkraft; bei Verformung oder Rissen ersetzen, regelmäßige Sichtprüfung empfohlen.

Gelten besondere Entsorgungsvorschriften für Metall-Schraubsicherungen

Schraubsicherungen bestehen überwiegend aus Stahl und sind als Metallschrott recyclingfähig. Übliche Beschichtungen wie Zinklamelle oder Phosphatierung erfordern bei Kleinmengen keine getrennte Erfassung. Bei größeren Mengen gelten die lokalen Abfallvorschriften; entsorgen Sie als Stahlschrott über zugelassene Schrotthändler zur effizienten Rohstoffrückgewinnung. Eine spezifische EN-Norm für die Entsorgung ist nicht einschlägig; EN 10002-1 regelt Zugprüfungen und ist hierfür nicht relevant.

Welche Sicherungselemente sind für extreme Temperaturen oder stark korrosive Umgebungen geeignet

Für hohe Temperaturen eignen sich Edelstähle wie A4 316 oder hitzebeständige Legierungen bis 1000°C; Federstahl verliert dort seine Eigenschaften. In korrosiven Umgebungen bieten A4-Edelstahl oder spezialbeschichtete Varianten nach DIN EN ISO 10683 besseren Schutz als Standardstahl. Die Materialauswahl muss an das konkrete Umgebungsmedium und den Temperaturbereich angepasst werden.

Wie wählt man einen geeigneten Lieferanten für hochpräzise Verbindungssicherungen

Bevorzugen Sie Anbieter mit ISO 9001 sowie IATF 16949 für Automotive oder AS/EN 9100 für Luft- und Raumfahrt. Fordern Sie vollständige Prüfberichte, lückenlose Materialrückverfolgbarkeit und technischen Applikationssupport. Bewerten Sie die Zuverlässigkeit der letzten 12 Monate anhand von Liefertreue und Fehlerrate.

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026, ID: 7185