OCTUM GmbH
Dies ist das offizielle Unternehmensprofil der Firma OCTUM GmbH auf der B2B-Plattform induux.
Adresse
OCTUM GmbH
Renntalstraße 16
74360
Ilsfeld
Germany
Tel.: +49 7062 91494-0
Produktportfolio OCTUM GmbH
Die OCTUM GmbH ist ein international tätiger Systemintegrator für industrielle Bildverarbeitung, Machine Vision und automatische optische Inspektion (AOI). Seit der Gründung im Jahr 1996 entwickelt und integriert das Unternehmen kundenspezifische Inspektionssysteme für die automatisierte Qualitätskontrolle in industriellen Produktionsprozessen. Der Hauptsitz befindet sich in Ilsfeld bei Heilbronn. Weitere Standorte bestehen in Rodenbach bei Kaiserslautern sowie in Charlotte, North Carolina, USA. Mit rund 50 Mitarbeitenden und mehr als 6.000 weltweit installierten Systemen verfügt OCTUM über umfassende Erfahrung in produktionskritischen Anwendungen. Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.
OCTUM entstand 1996 mit acht Mitarbeitenden aus einer Gruppe des Steinbeis-Transferzentrums für Bildverarbeitung in Heilbronn. Seitdem hat sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt. Zu den technologischen Meilensteinen gehören eigene Softwarelösungen, die Realisierung erster 3D-Inspektionssysteme und der Ausbau der Kompetenzen für regulierte Produktionsumgebungen. Heute verbindet OCTUM mehr als 30 Jahre Erfahrung in der industriellen Bildverarbeitung mit fundiertem Branchenwissen, eigener Softwarekompetenz und langfristiger Projektverantwortung. Die Systeme sind weltweit in Maschinen, Anlagen und Produktionslinien im Einsatz. Weitere Informationen zur Unternehmensgeschichte
OCTUM als Systemintegrator
Als Systemintegrator betrachtet OCTUM die industrielle Bildverarbeitung nicht als isolierte Kameralösung, sondern als Bestandteil eines stabilen und wirtschaftlichen Produktionsprozesses. Eine zuverlässige Prüfung entsteht erst durch das abgestimmte Zusammenspiel von Kameras, Optiken, Beleuchtung, Software, Produktführung, Maschinensteuerung, Schnittstellen und Datenverarbeitung. Deshalb berücksichtigt OCTUM neben der eigentlichen Bildaufnahme auch Faktoren wie Bauraum, Taktzeit, Umgebungsbedingungen, Variantenvielfalt, Bedienbarkeit, Ausschleusung fehlerhafter Produkte, Dokumentation und langfristige Wartbarkeit.
Das Leistungsspektrum beginnt bei der Analyse der jeweiligen Prüfaufgabe. Anhand von Produktmustern, typischen Fehlerbildern, Qualitätsanforderungen und realen Prozessbedingungen bewertet OCTUM, welche Prüfmethoden und Technologien für die Anwendung geeignet sind. Bei anspruchsvollen Aufgaben können Machbarkeitsstudien und Proof-of-Concept-Untersuchungen durchgeführt werden. Dabei werden unter anderem Beleuchtung, Kameraanordnung, Optik, Bildauflösung, Auswertelogik, Prüfgeschwindigkeit und die sichere Unterscheidung zwischen Gut- und Schlechtteilen untersucht. So entsteht bereits vor der Investitionsentscheidung eine belastbare technische Grundlage.
Auf dieser Basis entwickelt OCTUM ein kundenspezifisches Systemkonzept. Das Unternehmen wählt geeignete Hardwarekomponenten aus, erstellt die Prüfapplikation und Software, definiert Bedien- und Berechtigungskonzepte und übernimmt die Einbindung in Maschinensteuerung und Produktionsumgebung. Dazu gehören beispielsweise SPS-Anbindungen, Trigger- und Signalkonzepte, die Kommunikation mit MES- oder übergeordneten IT-Systemen, Rezept- und Formatverwaltung, Datenexporte sowie Rückmeldungen an die Produktionslinie.
Die Inspektionslösungen können bereits in der Planungsphase einer neuen Maschine berücksichtigt oder in bestehende Anlagen nachgerüstet werden. OCTUM arbeitet dabei eng mit Maschinenbauern, Anlagenbauern und produzierenden Unternehmen zusammen. Ziel ist es, die optische Prüfung an der Stelle im Prozess zu integrieren, an der sie den größten Nutzen erzielt – etwa direkt nach einem Montagevorgang, vor dem Verpacken, nach dem Etikettieren oder am Ende einer Produktionslinie. Fehler werden dadurch frühzeitig erkannt, fehlerhafte Produkte gezielt ausgeschleust und unnötiger Ausschuss sowie Folgekosten reduziert.
Auch nach der Inbetriebnahme begleitet OCTUM seine Kunden über den gesamten Lebenszyklus des Prüfsystems. Zum Angebot gehören Schulungen, Remote Support, Vor-Ort-Service, Wartung, Optimierung bestehender Prüfprozesse sowie Anpassungen an neue Produkte, Formate und Qualitätskriterien. Bestehende Anlagen können durch zusätzliche Kameras, neue Prüffunktionen oder modernisierte Software erweitert werden. Dieser ganzheitliche Ansatz sorgt dafür, dass die Systeme langfristig produktionssicher, flexibel und wirtschaftlich nutzbar bleiben. Mehr zur Systemintegration bei OCTUM
Technologien und Prüfaufgaben
OCTUM setzt auf eine technologieoffene Systemauslegung. Abhängig von Produkt, Fehlerbild und Prozess kommen klassische regelbasierte Bildverarbeitung, 2D- und 3D-Verfahren sowie KI- und Deep-Learning-basierte Auswertemethoden zum Einsatz. Eigene Softwarelösungen ermöglichen skalierbare Prüfkonzepte – von kompakten Einzelkamerasystemen bis zu komplexen Mehrkameralösungen mit umfangreicher Datenanbindung.
Typische Prüfaufgaben sind Anwesenheits- und Vollständigkeitskontrollen, Montage- und Positionsprüfungen, Oberflächeninspektionen, Kontaminationsprüfungen, optische Vermessungen sowie die Kontrolle von Konturen, Abständen und Durchmessern. Hinzu kommen OCR- und OCV-Anwendungen für Klarschrift, Chargeninformationen, Seriennummern oder Mindesthaltbarkeitsdaten. Auch 1D- und 2D-Codes, Data-Matrix-Codes, Etiketten, Druckbilder und variable Kennzeichnungen können gelesen, verifiziert und dokumentiert werden.
Märkte und Branchen
Ein wichtiger Schwerpunkt liegt in der Pharmaindustrie. Hier entwickelt OCTUM Inspektionssysteme für Vials, Ampullen, Karpulen, vorgefüllte Spritzen und weitere pharmazeutische Produkte und Verpackungen. Die Systeme übernehmen beispielsweise Kontur-, Verschluss-, Stopfen-, Bördelkappen-, Etiketten-, Code- und Druckbildprüfungen. Für regulierte Produktionsumgebungen können Anforderungen an Benutzerverwaltung, Audit Trail, Rezeptverwaltung, Datenintegrität, Rückverfolgbarkeit und dokumentierte Prüfergebnisse berücksichtigt werden.
In der Medizintechnik und Diagnostik realisiert OCTUM Lösungen für Spritzen, Pipettenspitzen, Wells, Mikrotiterplatten, Trays, Pflaster, Wundmaterial, Blutröhrchen und weitere Healthcare-Produkte. Geprüft werden unter anderem Maßhaltigkeit, Geometrie, Montagezustand, Oberflächenqualität, Vollständigkeit, Kontaminationen und korrekte Kennzeichnungen. Abhängig von der Anwendung können dabei Anforderungen aus GAMP 5, EU-GMP Annex 11 und 21 CFR Part 11 in das Systemkonzept einfließen.
Für die Verpackungstechnik entwickelt OCTUM Systeme zur Inspektion von Tuben, Etiketten, Kartons, Faltschachteln, Verschlüssen, Codes, Druckbildern und variablen Daten. Die Bildverarbeitung kontrolliert, ob Produkt und Verpackung korrekt zugeordnet sind, ob Etiketten richtig positioniert wurden und ob Chargen-, Datums- oder Serialisierungsinformationen vollständig und lesbar sind.
In der Automobil- und Zulieferindustrie übernimmt industrielle Bildverarbeitung unter anderem Montage- und Vollständigkeitsprüfungen, Lagekontrollen, Oberflächeninspektionen, Codeprüfungen und präzise optische Vermessungen technischer Bauteile. Auch für die Metall- und Kunststoffverarbeitung, Kosmetikindustrie, Elektronik sowie Nahrungs- und Genussmittelindustrie realisiert OCTUM individuelle Inspektionssysteme. Damit verbindet das Unternehmen eine ausgeprägte Spezialisierung auf regulierte Märkte mit einer breiten industriellen Anwendungserfahrung. Übersicht der OCTUM-Branchenlösungen
OCTUM steht damit für industrielle Bildverarbeitung, die nicht nur unter Laborbedingungen gute Ergebnisse erzielt, sondern zuverlässig im realen Produktionsalltag funktioniert. Der Anspruch lautet, Qualität direkt im Prozess sichtbar, messbar, reproduzierbar und nachvollziehbar zu machen – von der ersten Machbarkeitsuntersuchung über die vollständige Systemintegration bis zum langfristigen Betrieb der Inspektionslösung.
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