×

Hersteller und Anbieter finden


Adc Module Hersteller

Adc-Module sind Baugruppen zur Analog‑Digital‑Wandlung. Sie erfassen analoge Signale als Abtastwerte und stellen digitale Messdaten für Mikrocontroller- und Steuersysteme bereit. Häufig integriert sind Vorverstärker, Anti‑Alias‑Filter und wählbare Eingangsbereiche. Übliche Schnittstellen umfassen SPI, I2C, UART, USB und Ethernet. Zentrale Kenngrößen sind Auflösung, ENOB, INL/DNL, Abtastrate und Rauschdichte. Einsatzfelder reichen von Mess- und Prüftechnik über Industrie- und Energieüberwachung bis zur HF‑Erfassung.

Liste Hersteller Adc Module

Friedrich-Bergius-Ring 15, 97076 Würzburg
Germany

Veröffentlichungen der Hersteller zu Adc Module

Messtechnik dort, wo sie gebraucht wird – direkt im System

Labortechnik Tasler GmbH: Klassische Messgeräte stoßen an ihre Grenzen, wenn Signale hochdynamisch, hochspannend oder echtzeitkritisch sind. Genau hier setzt der ADCstamp an.

Mehr über Adc Module

Adc-Module wandeln kontinuierliche analoge Signale in digitale Werte um und verbinden Sensorik mit der digitalen Elektronik eines übergeordneten Mikrocontroller- oder Controller-Systems. Sie erfassen physikalische Größen wie Temperatur, Druck, Strom oder Spannung und übergeben sie zur weiteren Datenerfassung an das Elektroniksystem. In der Praxis binden Entwickler die Module in Prüfgeräte, Steuerungen und Messketten ein, ohne den diskreten Wandler neu zu entwickeln.

Funktionsprinzip der Analog-Digital-Wandlung

Der Arbeitsablauf umfasst Abtastung, Quantisierung und Codierung. Beim Sampling wird das Eingangssignal periodisch erfasst. Die Abtastrate wird in Samples per Second (SPS) oder bei schnellen Geräten in Giga-Samples per Second (GSPS) angegeben. Die Quantisierung ordnet jedem Sample einen diskreten Wert zu, bevor die Codierung das Ergebnis in ein Binärwort überführt, das der digitale Rechner verarbeiten kann.

Signalpfad und modulare Bauformen

Wandlermodule integrieren oft analoge Vorstufen wie Verstärker, Anti-Alias-Filter und wählbare Eingangsbereiche (z. B. 0–5 V oder ±10 V). Für Brückensensorik stehen Brückenverstärker und ein spezifischer Wägezelleneingang zur Verfügung, teils mit „Bridge“-Klemmung. Adapter, Zusatzmodul oder selektiver „Blocker”-Filter erweitern das Messspektrum. Solche Bauformen beschleunigen die Prototypenentwicklung und reduzieren das Softwaredesign auf die geräteseitige Initialisierung und Datenübernahme.

Leistungsparameter und Auswahlkriterien

Die Auflösung beschreibt die Bitbreite des Digitalworts. Präzise Wandler erreichen 24 Bit. Die Genauigkeit wird über Integrale Nichtlinearität (INL) und Differentielle Nichtlinearität (DNL) spezifiziert, während die Effektive Anzahl von Bits (ENOB) das Rauschniveau kennzeichnet. Die Abtastrate, inklusive geläufiger Schreibvariante Abtastrate, legt die zeitliche Auflösung fest. Die höchste nutzbare Frequenz orientiert sich am Nyquist-Kriterium. Wichtige Spezifikationen sind darüber hinaus Rauschdichte, Referenzstabilität, Anzahl der Kanäle und Eingangsspannungsbereich.

  • Eingangsart: Spannungsmessung, Strommessung und differentieller Bridge-Zugang bestimmen den geeigneten Signalpfad.
  • Timing: Abgleich von Abtastrate, Latenz und gewünschtem Übertragungsintervall für das Zielprotokoll.
  • Trigger: Impulszählung bei Drehgebern zur Umdrehungserfassung und ereignisbasierte Erfassung.
  • Ausgänge: Rückführung für Ausgangssteuerung oder geschlossene Regelschleifen.
  • Umgebung: Temperaturdrift, Vibration sowie Schirmung gegen Feuchte und elektromagnetische Störer.
  • Skalierung: Anzahl der Kanäle, Synchronisationsbedarf und spätere Erweiterbarkeit durch Zusatzmodule.

Schnittstellen und Softwareeinbindung

Die Schnittstelle zu Host-Systemen erfolgt über SPI (Serial Peripheral Interface), I2C (Inter-Integrated Circuit), UART (Universal Asynchronous Receiver-Transmitter), USB (Universal Serial Bus) oder Ethernet. In Netzumgebungen hängen Durchsatz und Latenz von der Topologie und vom eingesetzten Switch ab. Die Konfiguration umfasst Taktung, Referenzquellen und Kanalzuordnung, häufig per Registerzugriff oder gerätespezifischer API.

Für Anwendungsentwickler zählen gerätespezifischer Support, Referenzcode, Entwicklerboard und gegebenenfalls Entwicklungsdienstleistung. Rückmeldungen vom Modul, etwa Status-Flags oder Feedback aus Selbsttests, sichern die Verlässlichkeit der Messkette. Solche Bausteine lassen sich in eine verteilte Netzwerklösung mit zentralem Controller und Mikrocontroller-Knoten integrieren.

  • SPI/I2C: deterministisches Timing bei kurzer Leitungslänge.
  • UART: einfache Punkt-zu-Punkt-Verbindung für moderate Datenraten.
  • USB: Hot-Plug und Treibermodelle für PC-basierte Messtechnik.
  • Ethernet: verteilte Erfassung mit Zeitstempeln und PoE-Option.

Anwendungsfelder

In der Industrie erfassen Module Signale in Prüfgeräten, Maschinen oder Feldboxen: Distanzsensor, Beschleunigungsmesser, Luftdrucksensor/Barometer und Feuchtigkeitssensor liefern Messwerte zu Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Weg und Umdrehung. Ausgewertete Daten unterstützen die Ausgangssteuerung in geschlossenen Regelkreisen, planbare Übertragung ermöglicht ein definiertes Übertragungsintervall.

Im Energiesektor überwacht die Elektronik Ströme und Spannungen an Solarmodulen, Batteriespeichern und Systemen mit Lithiumbatterie. Gebäudeüberwachung bindet Sensorik zur Früherkennung eines Wasserlecks ein. In der Hochfrequenzmesstechnik unterstützen schnelle Wandler die Analyse von Signalgenerator- und Signalgeber-Signalen, bei denen die spektrale Frequenzcharakterisierung im Fokus steht.

Für robuste Einsätze in Raumfahrt, Luftfahrt und Verteidigung sind Varianten mit Strahlungsfestigkeit verfügbar, die spezielle Vorschriften erfüllen. Mechanische Stabilität, Temperaturbereich und zertifizierte Bauteilfreigaben adressieren Vibration und Lastwechsel. Ergänzende Blocker-Filter und HF-gerechte Adapter verbessern die Selektivität bei starken Störern.

Architekturen im Überblick

Verschiedene Wandlerarchitekturen adressieren unterschiedliche Anforderungen an Geschwindigkeit und Auflösung. Die folgende Tabelle ordnet typische Stärken komprimiert ein.

Kennlinien gängiger ADC-Architekturen
ArchitekturStärkenTypische Einsatzgebiete
SAR-ADCGeringe Latenz, gute Auflösung bis 16 BitAllgemeine Messaufgaben, schnelle Regelkreise
Sigma-Delta-ADCSehr hohe Auflösung bis 24–32 BitPräzisionswaagen, Audio, niederfrequente Metrologie
Pipelined-ADCSehr hohe DatenratenHF-Erfassung, Radar, digitale Oszilloskopie

Beschaffung, Normen und Logistik

Bei der Bestellung zählen korrekte Warennummer und deklarierte Herkunft für die Zollabwicklung zwischen Mitgliedstaaten und Dritt­ländern. RoHS- und REACH-Konformität schließen problematische Stoffe wie Cadmium aus. Anbieter nennen Optionen zur Zahlungsart, Lieferbedingungen und Versandspektrum. Öffentliche Beschaffer, etwa eine Universität, dokumentieren die Beteiligung von Partnern. Für Ethernet-basierte Messracks mit ringförmiger Feldbus-Topologie („Elektronikring”) sind passende Adapter und die Integration in bestehende Netzwerklösung zu berücksichtigen. In Spezifikationen sollten zudem Schnittstelle, Leistungsaufnahme, Temperaturbereich, Kalibrierkonzept und Servicefristen eindeutig festgehalten sein.

FAQ zu Adc Module

Wie wird ein geeignetes ADC-Modul für industrielle Anwendungen ausgewählt

Die Auswahl eines ADC-Moduls richtet sich nach Auflösung, Abtastrate, Kanalanzahl und Messgenauigkeit. In industriellen Umgebungen sind ein weiter Temperaturbereich, hohe EMV-Festigkeit und robuste Bauweise entscheidend. Kommunikationsprotokolle wie EtherCAT oder Profinet erleichtern die Integration in bestehende Steuerungssysteme. Eine Abstimmung auf Sensorik und Systemarchitektur reduziert Messfehler und Ausfallzeiten.

Welche Faktoren beeinflussen die Langzeitstabilität von Analog-Digital-Wandlern?

Temperaturdrift und Bauteilalterung können die Genauigkeit von Analog-Digital-Wandlern über die Zeit verringern und Offset-Fehler verursachen. Regelmäßige Rekalibrierung oder der Einsatz selbstkalibrierender Wandler erhöhen die Stabilität. Hersteller spezifizieren häufig Driftparameter über die Lebensdauer.

Wie beeinflusst die Referenzspannung die Messgenauigkeit eines ADC-Moduls?

Die Referenzspannung bestimmt den maximalen Eingangsbereich und damit die Genauigkeit des ADC. Schwankungen oder Rauschen in der Referenz führen zu fehlerhaften Quantisierungsstufen. Für präzise Messungen ist eine stabile, rauscharme Referenzquelle erforderlich. Externe Referenzbausteine bieten häufig eine höhere Stabilität als interne Quellen.

Welche Bedeutung haben KI und maschinelles Lernen für die künftige Auswertung von Sensordaten durch Wandler?

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen ermöglichen eine tiefere Analyse der von Analog-Digital-Wandlern erfassten Rohdaten. Sie erkennen Muster, identifizieren Anomalien und erstellen Vorhersagen, die herkömmliche Schwellenwertverfahren übertreffen. Dies unterstützt die vorausschauende Wartung und die Optimierung komplexer Prozesse. Edge-AI-Technologien verarbeiten Daten bereits am Wandler, um Latenzzeiten zu minimieren.

Welche Anforderungen gelten für Wandlermodule in extrem rauen Umgebungen?

In Anwendungen wie Raumfahrt oder Unterwassertechnik müssen Wandlermodule hohen Belastungen durch Vibrationen, extreme Temperaturen, Strahlung und Korrosion standhalten. Zum Einsatz kommen häufig hermetisch dichte Gehäuse, strahlungsgehärtete Komponenten und spezielle Beschichtungen. Eine Zertifizierung nach Militär- oder Weltraumstandards ist dabei üblich.

Wie kann die Energieeffizienz von Analog-Digital-Wandlern in IoT-Geräten verbessert werden?

Die Energieeffizienz von Analog-Digital-Wandlern in IoT-Geräten lässt sich durch Low-Power-Designs, adaptive Abtastraten und Schlafmodi steigern. Zusätzliche Einsparungen entstehen durch reduzierte Versorgungsspannungen und effiziente Datenübertragungsprotokolle. Ultra-Low-Power-ADCs ermöglichen Messungen mit Mikroampere-Stromverbrauch.

Welche Hauptfaktoren beeinflussen die Kosten bei der Implementierung von Analog-Digital-Wandlern?

Zu den zentralen Kostentreibern zählen neben dem Anschaffungspreis des Wandlers auch die Ausgaben für Peripheriekomponenten wie Referenzspannungsquellen, rauscharme Verstärker und Filter. Hinzu kommen Entwicklungsaufwand für Software und Kalibrierung. Bei großen Stückzahlen wirken sich zudem Lizenzgebühren für spezielle Treiber oder APIs aus. Langfristig erhöhen Wartung und Rekalibrierung die Gesamtkosten.

Hintergrund: Adc Module

  • Analog-digital-umsetzer Wikipedia

    Analog‑Digital‑Umsetzer wandeln kontinuierliche Signale in digitale Werte über Abtastung und Quantisierung. Kennzahlen: Auflösung/Bittiefe, Abtastrate, ENOB. Architekturen: SAR, Delta‑Sigma, Pipeline/Flash. Typische Schnittstellen: parallel, SPI, I²C, I²S.