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Drahtgitter Hersteller

Drahtgitter sind flächige Maschenprodukte aus Metall, bei denen kreuzende Drähte in definierten Abständen ein Geflecht bilden. Maschenweite, Drahtdurchmesser und die Art der Verbindung der Kreuzungspunkte bestimmen Durchlässigkeit und Tragverhalten. Unterschieden werden gewebte Drahtgewebe und punktverschweißte Schweißgitter. Verwendete Werkstoffe sind Stahl, Edelstahl, Buntmetalle und kunststoffummantelte Drähte. Einsatzbereiche sind Filtration, Schutz, Zaun- und Fassadenfelder. Relevante Normen sind ISO 9044 und DIN ISO 4783.

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Mehr über Drahtgitter

Drahtgitter sind flächige Maschenprodukte aus Metall. Ihre Drähte kreuzen in definierten Abständen und bilden ein Drahtgeflecht. Maschenweite, Drahtdurchmesser und die Verbindung an den Kreuzungspunkten bestimmen Durchlässigkeit und Tragverhalten. Je nach Einsatz im Bauwesen, in der Architektur oder in industriellen Filtrations- und Schutzaufgaben variieren Maschung, Werkstoff und Oberfläche. Rahmenkonstruktionen nutzen häufig Flacheisen, während Streckmetall ein verwandtes, nicht verschweißtes Bauelement ist.

Formprinzipien und Bauformen

Gewebte Ausführungen, zusammengefasst als Drahtgewebe, entstehen auf der Webmaschine aus Kett- und Schussdrähten. Die Fadenlage fixiert die Maschung mechanisch ohne starre Verschweißung an den Kreuzpunkten. Die regelmäßige Öffnungsgeometrie ermöglicht definierte Filterraten und eine genaue Steuerung des Durchflusses. Verschiedene Bindungen decken das Spektrum von groben Sieben bis zu sehr feinem Gewebe ab.

Schweißtechnisch hergestellte Schweißgitter sind an jedem Kreuzungspunkt elektrisch punktverschweißt und bleiben unverschiebbar. Diese starre Geometrie eignet sich für Rahmengitter, Fassadenfelder oder Schutzgitter, die über Verbundlösungen mit Flacheisen befestigt werden. Für ähnliche Aufgaben gibt es Streckmetall als aufgeschnittenes und gestrecktes Panel ohne Drahtstöße, das jedoch andere Lastpfade und Kantenverhältnisse aufweist.

Werkstoffe und Fertigungstechnik

Die Materialwahl reicht von Stahldraht und Edelstahlgitter bis zu Buntmetallen wie Kupfer und Messing sowie Kunststoffummantelungen aus PVC. Edelstahlgewebe sind für korrosiv belastete Umgebungen ausgelegt, während verzinkter Stahldraht für robuste Zäune und Rahmen steht. Für geringes Gewicht und chemische Beständigkeit kommt Kunststoff in Betracht. Festigkeit und zulässiger Drahtdurchmesser ergeben sich aus Werkstoffnormen und Zielanwendung.

Gewebe entstehen aus Längs- und Querdrähten als klassisches Ergebnis der Drahtweberei, während Schweißgitter durch Widerstandspunktschweißen gefertigt werden. Hersteller bündeln diese Drahtprodukte in ein Fertigungsspektrum mit klarer Produktlinie und abgestimmtem Herstellungsprogramm. Häufig umfasst das Portfolio auch Heftdraht. Traditionsbetriebe mit Webmaschine und Schweißlinie stehen für hohe Maßhaltigkeit. Das ermöglicht Planern die definierte Auswahl für Filtermedium, Schutzgitter oder architektonische Felder.

Oberflächen und Korrosionsschutz

Gegen Korrosion wirken galvanische Verzinkung und Feuerverzinkung durch eine schützende Zinkauflage. Zusätzliche Beschichtungen per Pulverlack oder Kunststoffummantelung verbessern Optik und Beständigkeit. Diese Oberflächenveredelung schützt die Integrität über den gesamten Lebenszyklus. In Medien mit Chloriden oder Säuren setzt man auf die inhärente Korrosionsbeständigkeit geeigneter Edelstähle. Die Wahl orientiert sich an Medium, Temperatur und Wartungsplan.

Werkstoffvergleich für Drahtgitter
MaterialTypische Zugfestigkeit (N/mm²)Korrosionsbeständigkeit
Unlegierter Stahldraht, verzinkt300–900Mittel durch Zinkauflage
Edelstahl (AISI 304)500–700Hoch
Messing300–450Mittel
Kupfer200–300Mittel, abhängig vom Medium
PVC-ummantelt auf Stahlkernabhängig vom KernSehr hoch an der Oberfläche

Technische Spezifikationen und Normen

Als Schlüsseldimension gelten Drahtdurchmesser und Maschenweite, abgeleitet aus ISO 9044 und DIN ISO 4783. Toleranzen für Durchmesser und Öffnungen legen die Trennschärfe fest, einen Indikator für konstante Filterleistung. Die Einhaltung dokumentierter Grenzwerte wird über Prüfpläne, Rückverfolgbarkeit und ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 verankert. Drahtkennwerte folgen DIN EN 10218-2 und Herstellerangaben.

Die Zugfestigkeit variiert von etwa 300 bis 1500 N/mm² bei Stahldraht und liegt bei typischen Edelstählen im mittleren Bereich. Für Bauprodukt, Filteraufgabe oder Schutzfeld leiten Planer daraus den zulässigen Lastfall ab. Qualitätsware mit dokumentierter Maßhaltigkeit und klaren Prüfzeugnissen reduziert Nacharbeit, erleichtert die Einhaltung von Freigaben und stützt die Bemessung im Bestand.

Anwendungen und Auswahl

Im Bauwesen dienen Gitter als Bauelement für Metallzaun und Zaunsystem, als Rahmengitter in Lüftungsöffnungen und Fenstern sowie als Fassadenfeld in der Architektur. Sichtflächen nutzen Architekturgewebe, oft kombiniert mit Rahmenteilen aus Flacheisen. Architekten und Planer berücksichtigen Tragverhalten, Blendfreiheit und Reinigbarkeit sowie die Anschlussdetails an angrenzende Verbundkonstruktionen.

In der Automobilindustrie erscheinen Gitter als Filtermedium, Schutz- und Siebelement, als Verbindungselement in Gehäusen und in Airbag-Komponenten für definierte Strömung. Prozessketten nutzen sie für Filteraufgabe, Kuchenfiltration und Entgasung. In der Gasexploration und im Kraftwerk dienen sie als robuste Trenn- und Schutzlagen. Für aggressive Medien kommen Edelstahlgitter oder beschichtete Systeme mit abgestimmter Chemikalienbeständigkeit zum Einsatz.

Auswahlkriterien

  • Material: Edelstahl, verzinkter Stahldraht, Messing, Kupfer oder PVC-Ummantelung je nach Medium, Temperatur und Korrosion.
  • Maschenweite und Drahtdurchmesser: Öffnungsmaß, Drahtsteifigkeit und Maschung bestimmen Durchfluss, Trennschärfe und Belastbarkeit.
  • Oberfläche: Feuerverzinkung, Pulverlack oder Kunststoff-Beschichtung passend zum Wartungs- und Reinigungsregime.
  • Mechanische Lasten: Zug, Schlag, Klemmpunkte und die Verankerung im Rahmen, beispielsweise mit Flacheisen.
  • Dokumentation: Normbezüge, Prüfzeugnisse und Auftragsbestätigung für Maß, Material und Toleranz.

Qualität, Logistik und Markt

Führende Anbieter koppeln spezialisierte Produktionsanlage und präzise Prüfmittel zu einem kohärenten Fertigungsspektrum. Die Auftragsbestätigung fixiert Maß, Oberfläche und Stückzahl, während Logistikprozesse Verpackung, Anbruch von Rollenware und gegebenenfalls Luftfracht abdecken. Hersteller pflegen Produktlinie und Herstellungsprogramm für unterschiedliche Belastungsfälle. Die Marktpraxis favorisiert eine klare Beschilderung von Masche, Durchmesser und Oberfläche als belastbare Kennwerte.

Für die Auslegung zählen Qualitätsstandard und dokumentierte Integrität der Kreuzpunkte, unabhängig davon, ob gewebt oder geschweißt. Korrosion, Beschichtung und Verbundanschlüsse beeinflussen Wartungsintervalle ebenso wie die Wahl zwischen Edelstahl, verzinktem Stahl oder Messing. Aus Materialwahl, Maßhaltung und Oberfläche entsteht ein tragfähiges Drahtgeflecht, das die geforderten Funktionen im jeweiligen Lebenszyklus zuverlässig erfüllt.

FAQ zu Drahtgitter

Wie beeinflusst die Materialwahl die Nachhaltigkeit von Gittergewebe?

Die Materialwahl bestimmt maßgeblich die ökologische Bilanz. Recycelter Stahldraht senkt den Primärenergiebedarf deutlich gegenüber Neumaterial. Beschichtungen wie PVC erhöhen die Lebensdauer, erschweren jedoch das Recycling. Eine längere Nutzungsdauer reduziert den Bedarf an Neuproduktion und damit den ökologischen Fußabdruck.

Welche technischen und logistischen Anforderungen stellt die Montage großflächiger Metallgitter?

Die Montage großflächiger Metallgitter erfordert präzise Planung und Logistik. Zentrale Herausforderungen sind der Transport sperriger Bauteile, die genaue Ausrichtung über große Distanzen und die Berücksichtigung thermischer Ausdehnung. Zur Gewährleistung von Stabilität und Sicherheit sind spezielle Hebe- und Verankerungssysteme notwendig. Eine detaillierte Montageanleitung ist für die fehlerfreie Umsetzung unerlässlich.

Welche Bedeutung haben Drahtgitter für neue Technologien und künftige Anwendungen

Drahtgitter werden zunehmend in Sensor- und Medizintechnik eingesetzt. In intelligenten Strukturen integrierte Sensoren erfassen Umwelt- oder Materialdaten. Aufgrund ihres geringen Gewichts und ihrer hohen Festigkeit dienen sie zudem als Trägermaterial in regenerativen Energietechnologien sowie in der Luft- und Raumfahrt. Additive Fertigungsverfahren ermöglichen die Herstellung komplexer, optimierter Gittergeometrien.

Wie verlängert vorausschauende Wartung die Lebensdauer von Gitterstrukturen?

Durch regelmäßige Inspektionen auf Schäden, Korrosion und Verschmutzungen sowie fachgerechte Reinigung lässt sich die Lebensdauer von Gitterstrukturen signifikant erhöhen. Ablagerungen werden entfernt, um die Materialintegrität zu erhalten. Bei Bedarf sollten beschädigte Beschichtungen erneuert werden, um den Korrosionsschutz sicherzustellen.

Welche Kriterien sind bei Drahtgittern für Hochtemperaturumgebungen entscheidend?

In Hochtemperaturbereichen sind Materialbeständigkeit und Schweißnahtqualität zentrale Anforderungen an Drahtgitter. Das Metall muss Temperaturwechsel ohne bleibende Verformung aushalten und eine hohe Oxidationsbeständigkeit aufweisen, um Materialabbau und Festigkeitsverluste zu vermeiden. Hochlegierte Edelstähle und Nickelbasislegierungen bieten hierfür die erforderliche Hitzebeständigkeit.

Welche Faktoren beeinflussen die Wirtschaftlichkeit eines Drahtgitters über seinen Lebenszyklus?

Die Gesamtkosten eines Drahtgitters ergeben sich aus Anschaffung, Installation, Wartung und Entsorgung. Höhere Anfangsinvestitionen in korrosionsbeständige Materialien oder Oberflächenveredelungen können durch geringere Wartungskosten ausgeglichen werden. Effiziente Filtergitter reduzieren Betriebskosten durch niedrigeren Energieverbrauch. Die Materialwahl beeinflusst zudem Entsorgungskosten und mögliche Erlöse durch Recycling.

Wie werden Drahtgitter präzise zugeschnitten und individuell gefertigt?

Drahtgitter werden mit Verfahren wie Laser-, Wasserstrahl- oder Stanzschnitt präzise bearbeitet. Diese Methoden ermöglichen komplexe Konturen sowie Biegungen und Abkantungen zur Integration in Baugruppen oder für dreidimensionale Maschenstrukturen. Je nach Material und Einsatzbereich liegen die Fertigungstoleranzen zwischen ±0,1 mm und ±1 mm.

Hintergrund: Drahtgitter

  • Drahtgitter Wikipedia

    Gitter sind gitterförmige Anordnungen länglicher Teile, meist aus Metall, zur Absperrung, Sicherheit und Gestaltung. Historisch geschmiedet oder gegossen; Anwendungen als Fenster-, Tor-, Grab- und Gartengitter sowie als Gitterrost oder Rechen.

Diese Anbieterliste Drahtgitter umfasst auch: Punktgeschweißte Drahtgitter, Drahtgittermatten