Geprüfte Industrietrennwände Hersteller
Bastelweg 3, 88453 Erolzheim
Deutschland
Über Industrietrennwände
Industrietrennwände trennen Arbeitsbereiche in Produktionshallen, Werkstätten und Lagerflächen. Ihre Konstruktion basiert auf modularen Systemwänden mit montierbaren Pfosten und austauschbaren Paneelen. So strukturieren sie Flächen und schaffen definierte Produktionszonen. Die räumliche Trennung reduziert Maschinenlärm und schützt sensible Prozesse vor Staub und Funkenflug. In großen Industriehallen ist die Anpassungsfähigkeit an bauliche Gegebenheiten entscheidend.
Funktionale Trennung in industriellen Gebäuden
Bei der Strukturierung einer Produktionshalle übernehmen Industrietrennwände spezifische Funktionen: Sie grenzen Fertigungsinseln ab und bilden abgeschlossene Bereiche für Meisterbüros oder Messstationen. Wo Lärm entsteht, ermöglichen schalldämmende Wandfüllungen nach EN ISO 10140‑2 Werte bis zu 45 dB Rw. Zugleich verringert die modulare Ausführung Wärmeverluste zwischen klimatisch unterschiedlichen Hallenteilen. In einem Reinraum sichern doppelt verglaste Elemente mit Sicherheitsglas eine stabile Temperaturregulierung.
Konstruktive Merkmale und Bauphysik
Rahmenprofile aus Stahl S235JR tragen die mechanischen Lasten der Trennwandlösung. Ausschlaggebend sind Wandstärke und Materialwahl, sie bestimmen Schallschutz und Brandschutz. Die Kombination aus Steinwollefüllung und beschichteten Oberflächen reduziert Resonanzeffekte im Raum deutlich. Neben Wandaufbau und Türblattgröße beeinflussen Deckenanbindung und Aussteifung die Wandlast bei raumhohen Installationen. Bei höheren Systemen stabilisiert ein Hutprofil die Verbindung zur Hallendecke.
| Merkmal | Standardausführung | Spezialausführung |
|---|---|---|
| Brandschutz | A1 nicht brennbar | EI 30–90 gemäß DIN 4102‑2 / EN 13501‑2 |
| Schalldämmung | ≈30 dB Rw | >45 dB Rw |
| Wandstärke | 80–100 mm | bis 160 mm |
| Pfostenmaterial | Aluminiumprofil EN AW‑6060 | Stahlrohr S235JR |
| Oberfläche | Pulverbeschichtet RAL 9010 | Spezialbeschichtung (Hygiene) |
Anwendungsbeispiele innerhalb der Halle
Viele Trennsysteme dienen dem Sichtschutz, ihr Nutzen reicht jedoch weiter: Einhausungen schützen empfindliche Maschinen vor Staubpartikeln, Plattenfüllungen aus Steinwolle mindern den Geräuschpegel an Prüfständen, Verglasungen mit Doppelverglasung schaffen helle Arbeitsräume. In Werkshallen lassen sich Türen als Flügeltüren mit Drückergarnituren oder als Rolltor integrieren, abhängig von Laufwegen und erforderlicher Durchgangsbreite. Raumabschlüsse über Sonderraster lassen sich durch passgenaue Anschlussprofile herstellen.
Anpassbarkeit und Wiederverwendbarkeit der Systeme
Nicht jede Industriehalle bleibt statisch organisiert. Bei Umstrukturierungen behalten modulare Trennwandsysteme ihren Wert durch demontierbare Anschlussstellen wie Hakenverbindungen oder Schraubkanäle. Einzelteile lassen sich ohne Betriebsunterbrechung entnehmen oder neu kombinieren, was Stillstandszeiten senkt. Steck- und Passelemente vermeiden Passungsverluste bei wiederholtem Aufbau. Wo Standortwechsel vorgesehen sind, erleichtert die Vorfertigung aller Module den Neuaufbau an anderer Hallenfläche.
Zertifizierung und Auswahlkriterien nach Normvorgaben
Bauprodukte dieser Kategorie unterliegen der EU‑Bauproduktenverordnung (305/2011) sowie einschlägigen Prüfnormen zu Feuer- und Schalldämmung. Prüfprotokolle dokumentieren Kenndaten wie Schwerentflammbarkeit oder Luftschalldämmmaß präzise; eine Leistungsdeklaration ergänzt sie um Angaben zur Produktqualität. Für Käufer entscheidend sind zusätzlich flexible Integrationsmodule für Elektrik oder Datenleitung sowie Anschlüsse für Belüftungssysteme. Eine praxisgerechte Raumgestaltung entsteht erst durch diese technische Vorbereitung auf zukünftige Anpassungen.
Normen und Richtlinien
- EN ISO 10140‑2
- ISO 14644
- DIN 4102‑2 / EN 13501‑2 (EI 30–90)
- EU‑Bauproduktenverordnung 305/2011
- S235JR, EN AW‑6060
- RAL 9010
- Modularität: Demontierbare Segmente unterstützen spätere Umgestaltung ohne Eingriff in tragende Strukturen.
- Sicherheitsniveau: Brandschutzklassen EI 30–EI 90 erhöhen Arbeitssicherheit in Fertigungsinseln.
- Dämmtechnik: Schalldämmwerte über 40 dB reduzieren Maschinenlärm in Meisterbüros.
- Praxistauglichkeit: Oberflächenfarben nach Farbkarte harmonisieren mit bestehenden Designlinien des Gebäudes.
- Zertifizierung: Dokumentierte Konformität liefert Entscheidungsgrundlagen für Gebäudezertifizierungen nach ISO‑Systematik.
Letztlich verbindet jedes moderne System die Anforderungen von Schallschutz und Brandschutz, strukturelle Robustheit sowie eine klare Linienführung zu einem funktionalen Gesamtkonzept industrieller Raumaufteilung, abgestimmt auf die Produktionsabläufe.
Hersteller sind GEMAtech GmbH & Co. KG
FAQ zu Industrietrennwände
Wie wirken sich Industrietrennwände auf Betriebskosten und Ausfallzeiten aus?
Modulare Industrietrennwände verkürzen Installationszeiten und verringern damit Ausfallzeiten. Vorgefertigte Module ermöglichen einen schnellen Aufbau, etwa 50 Linearmeter in ein bis zwei Tagen. Das senkt Montagekosten und erlaubt eine rasche Wiederaufnahme der Produktion.
Welche Anforderungen gelten für Raumtrennsysteme in Reinräumen?
Raumtrennsysteme in Reinräumen müssen aus partikelfreien, fugenlosen Materialien bestehen, um Kontaminationen zu verhindern. Sie erfordern eine hohe Druckstabilität und die Integration geeigneter Schleusensysteme zur Sicherung des Prozessumfelds. Maßgeblich ist die Einhaltung der ISO 14644-1, insbesondere ab Reinraumklasse 7.
Wie tragen Hallenabtrennungen zur langfristigen Optimierung der Total Cost of Ownership bei?
Hallenabtrennungen senken die Total Cost of Ownership durch modulare Bauweise und Wiederverwendbarkeit, wodurch Umbauten oder Standortwechsel deutlich günstiger sind als bei Massivbauten. Die schnelle Anpassbarkeit minimiert Produktionsausfälle, während eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren und niedrige Wartungskosten die Wirtschaftlichkeit langfristig sichern.
Welche Brandschutzklassen gelten für Industrietrennwände in sicherheitskritischen Bereichen?
In sicherheitskritischen Industriezonen sind meist Brandschutzklassen EI 60 oder EI 90 nach EN 13501-2 vorgeschrieben, um Fluchtwege und schützenswerte Anlagen abzusichern. Die Einstufung richtet sich nach Brandlast und betrieblichem Sicherheitskonzept. Eine Risikobewertung gemäß DGUV Regel 100-001 unterstützt die zutreffende Klassifizierung.
Wie lassen sich Strom- und Datenleitungen effizient in Trennwandsysteme integrieren?
Trennwandsysteme verfügen häufig über Hohlräume oder integrierte Kabelkanäle in Stützen und Paneelen, die eine verdeckte Verlegung von Strom- und Datenleitungen ermöglichen. Eine frühzeitige Planung der Leitungsführung verhindert kostenintensive Nachrüstungen. Entscheidend ist die Kompatibilität der Kanäle mit Standard-Installationsdosen und Modulen, um Flexibilität und Zukunftssicherheit zu gewährleisten.
Welche Umweltaspekte sind bei der Beschaffung von Industrietrennwänden entscheidend?
Relevante ökologische Kriterien sind recycelbare Materialien wie Stahl oder Aluminium, emissionsarme Beschichtungen sowie eine modulare Bauweise mit wiederverwendbaren Komponenten zur Reduktion von Abfall und Ressourcenverbrauch. Umweltproduktdeklarationen (EPDs) nach ISO 14025 ermöglichen eine objektive Bewertung der Nachhaltigkeit.
Hintergrund: Industrietrennwände
-
Schallschutz Wikipedia
Schallschutz mindert die Schallübertragung zwischen Quelle und Empfänger. In Produktionshallen erreichen modulare Industrietrennwände dies durch schalldämmende Aufbauten, sodass messbarer Schall reduziert und als Lärm empfundene Störungen in Arbeitsbereichen verringert werden.
Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: August 2026, ID: 49938