Weitere Inkrementalgeber Hersteller
Über Inkrementalgeber
Der Inkrementalgeber wandelt eine Drehbewegung oder Linearbewegung in Impulse um. Das Ausgangssignal ist eine digital getaktete Impulsfolge. Bei jeder Bewegungseinheit entstehen Zählimpulse als Binärziffern, die die Steuerung für Positionsmessung und Geschwindigkeitserfassung auswertet. Für einen absoluten Positionswert ist nach dem Einschalten ein Referenzpunkt erforderlich. Ohne diesen Bezug liefert der Inkrementalgeber nur relative Positionen.
Bei der Quadraturauswertung liefern die Kanäle A und B über ihre Phasenlage die Richtungsinformation. Ein dritter Kanal Z setzt pro Umdrehung einen Indeximpuls. Aus der Zählung ergeben sich Drehwinkel und Drehzahl, etwa für synchronisierte Achsen in Verpackungsmaschinen. Beispiel: Bei 2.500 Impulsen pro Umdrehung lassen sich kurze Beschleunigungsrampen der Antriebstechnik in Echtzeit erkennen.
Bauformen und Einbauraum in der Antriebstechnik
Mechanische Bauform und Durchmesser bestimmen den Einbauraum an Motorwelle und Getriebe. Vollwelle, Hohlwelle und Sacklochwelle decken unterschiedliche Montagemöglichkeiten ab. Eine Halterung oder ein Adapter kompensiert kleine Fluchtungsfehler, bevor Wellenauslenkungen Messfehler verursachen. Beim Hohlwellendurchmesser ist eine enge Passung erforderlich, sonst rutschen spielfreie Klemmungen.
In rauer Betriebsumgebung schützt eine geeignete Schutzart das Bauelement gegen Feuchtigkeit und Verunreinigung. IP-Codes klassifizieren die Schutzwirkung. Das Gehäuse schützt Leiterplatte und Halbleiter vor Kondensat und Abriebpartikeln und begrenzt Kontaktkorrosion an Steckverbindern der Impulsleitung. Entscheidend ist die Dichtung, nicht die Optik.
| Parameter | Beschreibung | Standard (Beispiel) |
|---|---|---|
| Schutzart | Widerstandsfähigkeit gegen Staub und Wasser | DIN EN 60529 (IP-Codes) |
| Impulse pro Umdrehung | Auflösung des Gebers für Genauigkeitsanforderung | 100 bis 10.000 (typisch) |
| Wellendurchmesser | Passung zur mechanischen Anbindung | 6 mm bis 15 mm (typisch) |
| Versorgungsspannung | Elektrische Betriebsspannung des Gebers | 5 V, 10-30 V DC (typisch) |
| Ausgangssignal | Art der Signaldarstellung | TTL, HTL, Sinus/Cosinus |
Elektrische Kommunikation und Signalauswertung
An der Schnittstelle bestimmt das Ausgangssignal Pegelreserven und Störabstand in langen Leitungen. TTL arbeitet mit niedrigeren Pegeln, während HTL durch höhere Pegel größere Leitungslängen toleriert. Sinus/Cosinus ermöglicht hochauflösende Interpolation im Regelkreis. Im Verbund mit Endschalter oder Profilsensor trennt die Steuerung die Bewegungsfreigabe von der Wegmessung.
Schnelle Kommunikation beschleunigt die Synchronbewegung mehrerer Achsen, wirksame Schirmkonzepte halten EMV-Einflüsse klein. Hybridkabel führen Energieversorgung und Daten gemeinsam. Batterielose Varianten arbeiten ohne Pufferzelle, sofern die Versorgung stabil bleibt. Bei langen Strecken zum Schaltschrank reduziert korrekte Terminierung Reflexionen in differenziellen Leitungen.
Auswahlkriterien für anspruchsvolle Branchenprofile
Drei Kriterien steuern die Auswahl: erstens die Genauigkeitsanforderung über die Impulsdichte, zweitens die Vibrationsfestigkeit über Lager- und Gehäusekonzept, drittens das Temperaturfenster über geeignete Materialpaarungen. Hochleistungsumgebungen wie Motorsport erfordern hohe G‑Werte, Agrartechnik verlangt robuste Abdichtungen gegen Erdstaub und Spritzwasser.
Nicht jede Branche priorisiert gleich. Lebensmitteltechnik verlangt glatte Oberflächen und hohe Schutzarten gegen Reinigungsmedien. Textilindustrie reagiert empfindlich auf Faserflug im Lagerbereich. Papierfabriken kombinieren Feuchtigkeit mit Papierstaub als abrasiver Last. Beispiel: Für Geländefahrzeug-Antriebe mit starken Stößen bietet ein Geber mit metallischem Gehäuse höhere Reserven als eine filigrane Ausführung.
Kostenrahmen, Qualitätsmerkmale und Portfolioeinbindung
Kosten steigen mit Auflösung, Dichtkonzept und Zusatzfunktionen wie Betriebszustandsanzeige oder Diagnoseleitung. Spezielle Anforderungen aus Raumfahrt, Verteidigung oder Rüstung erhöhen den Aufwand durch erweiterte Prüflose im Fertigungsverbund des Herstellers. Ein Abgleich mit dem Antriebsportfolio reduziert Schnittstellenrisiken bei Nachrüstungen an bestehenden Getrieben.
Normen und Richtlinien
| Norm/Richtlinie | Kontext im Artikel |
|---|---|
| DIN EN 60529 | IP-Codes |
| DIN EN 60068 | hohe G-Werte |
| ISO 9001 | erweiterte Prüflose im Fertigungsverbund |
Neben Technikparametern tauchen auch Nebenaspekte auf: Die Umsatzsteuer beeinflusst zwar Rechnungen, verändert aber keine Spezifikation des Positionssensor-Signals im Engineering-Datenblatt von Eurosensor-Linien oder vergleichbaren Seriennamen ohne Herstellerbindung. Ein Inkrementalgeber ist vor allem ein Messglied mit klaren Kennwerten: Impulse, Pegel und Mechanik entscheiden.
Hersteller sind DEUTA-WERKE GmbH, FAGOR AUTOMATION GmbH, GESgroup W+S Messsysteme GmbH, Lika Electronic Srl, MICRONOR AG, MEGATRON Elektronik GmbH & Co. KG, Lenord, Bauer & Co. GmbH
FAQ zu Inkrementalgeber
Worin unterscheiden sich Inkrementalgeber und Absolutwertgeber
Inkrementalgeber erfassen nur relative Positionsänderungen und benötigen nach dem Einschalten eine Referenzfahrt, um die absolute Position zu bestimmen. Absolutwertgeber liefern die exakte Position sofort nach dem Start, ohne Referenzfahrt. Bei häufigen Stromausfällen oder wenn eine Referenzfahrt nicht möglich ist, erhöhen Absolutwertgeber die Prozesssicherheit und sind vorzuziehen, wenn die Startposition unmittelbar verfügbar sein muss.
Wie beeinflusst die Total Cost of Ownership TCO die Auswahl von Drehgebern
TCO umfasst Anschaffungs-, Installations-, Wartungs- und Ausfallkosten über die gesamte Lebensdauer. Ein höherer Erstpreis für robuste Modelle mit hoher Schutzart wie IP67 senkt in der Regel Wartungsaufwand und Stillstandszeiten. Investitionen in Qualität und einfache Austauschbarkeit stabilisieren den Betrieb und vermeiden ungeplante Folgekosten.
Welche Schnittstellen sind für die Anbindung von Positionsgebern an Steuerungen relevant?
Neben physikalischen Ausgangssignalen wie TTL und HTL sind für moderne Steuerungen Feldbus-Schnittstellen wie PROFINET, EtherCAT und IO-Link zentral. Bei der Integration ist die Kompatibilität des Gebers mit dem eingesetzten Steuerungssystem sicherzustellen, um Datenverluste und Latenzen zu vermeiden. Standardisierte Schnittstellen beschleunigen die Inbetriebnahme und erleichtern den Datenaustausch.
Welche Funktion haben Inkrementalgeber in der funktionalen Sicherheit
Inkrementalgeber sind in sicherheitsrelevanten Anwendungen einsetzbar, wenn sie in eine zertifizierte Sicherheitskette eingebunden sind und redundante Messungen ermöglichen. Voraussetzung ist die Normkonformität nach EN ISO 13849 für den geforderten Performance Level PL bzw. nach IEC 61508 oder IEC 62061 für den Safety Integrity Level SIL. Empfohlen werden Geber mit passenden Sicherheitszertifikaten, die gemäß den Herstellervorgaben integriert werden.
Wie legt man die optimale Impulsdichte eines Positionsgebers fest?
Die Impulsdichte richtet sich nach geforderter Messgenauigkeit und maximal zulässiger Systemfrequenz. Höhere Impulsdichte verbessert die Winkelauflösung, erhöht aber die Anforderungen an die Signalverarbeitung. Als Richtwert gilt eine Impulsdichte, die eine Winkeländerung von 0,01° bis 0,1° pro Impuls ermöglicht, je nach Anwendung. Prüfen Sie stets die maximale Eingangsfrequenz der angeschlossenen Steuerung, um Überlastungen zu vermeiden.
Welche Umwelteinflüsse sind neben der IP-Schutzart bei der Auswahl von Drehgebern zu berücksichtigen
Relevante Faktoren sind Schock- und Vibrationsfestigkeit nach DIN EN 60068-2-27 und -6, Temperaturwechselbeständigkeit inklusive spezifizierter Temperaturgradienten sowie chemische Beständigkeit. In korrosiven Umgebungen sind Edelstahlgehäuse oder korrosionsfeste Beschichtungen erforderlich, die über die IP-Klassifizierung hinausgehen. Prüfen Sie die Beständigkeit gegenüber Reinigungsmitteln und aggressiven Medien.
Wie lassen sich Fluchtungsfehler bei der Montage von Inkrementalgebern kompensieren
Über Wellenkupplungen, Adapter oder spezielle Lagerungen, was die Lebensdauer des Inkrementalgebers erhöht. Entscheidend ist eine flexible Kupplung, die axiale, radiale und winklige Abweichungen bis zu einem definierten Maß ausgleicht. Die Fluchtungsabweichung sollte unter 0,1 mm radial und 0,2 mm axial liegen, um Lagerschäden und Messfehler zu vermeiden.
Hintergrund: Inkrementalgeber
-
Inkrementalgeber Wikipedia
Ein Inkrementalgeber erfasst lineare oder rotatorische Lageänderungen und deren Richtung über Zählimpulse. Er nutzt periodische Teilstriche statt kontinuierlicher Messung; meist als rotierender, optischer Geber (auch Inkrementaldrehgeber/Impulsdrehgeber) realisiert.
Diese Anbieterliste Inkrementalgeber umfasst auch: Encoder Incremental
Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026, ID: 6933