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Über Laserscanner
Laserscanner bestimmen räumliche Geometrien berührungslos und liefern verdichtete Messwerte für Vermessung und Steuerungsaufgaben. Das Scannersystem sendet einen Laserimpuls als Lichtpunkt aus. Auf der Oberfläche entsteht eine Reflexion. Ein Empfänger erfasst das Rücksignal über einen Laserdetektor. Daraus ergibt sich die Entfernung zur Referenzfläche oder zu einem Reflektor.
Messprinzipien und optische Ablenkung
Bei der Phasenverschiebungsmethode vergleicht die Sensorik die Phasenlage des ausgesendeten Signals mit dem rückkehrenden Lichtreflex. Der Phasenvergleich trennt Millimeterunterschiede auf kurzen bis mittleren Distanzen. Bei großen Sichtweiten arbeitet das Time-of-Flight (TOF)-Prinzip: Der Zeitstempel des Laserimpulses definiert den Weg hin und zurück. Ein Spiegelscanner übernimmt die Ablenkung und fährt die Scanbewegung über den Ablenkungswinkel. So entsteht pro Momentaufnahme ein Scannerdatensatz mit definierter Vermessungszeit.
| Messprinzip | Typische Anwendung | Qualitative Eigenschaft |
|---|---|---|
| Time-of-Flight (TOF) | Topografieaufnahme, Volumenstromerfassung, Wassertiefenmessung | Große Reichweite bei stabilen Messwerten |
| Phasenvergleich | Detailvermessung von Bauwerken | Hohe Präzision auf kurzen Distanzen |
| Triangulation (Linienlaser) | Profilmessung am Transportband | Sehr feine Detaillierung bei geringer Reichweite |
Bauformen, Umgebungsbedingungen und Sicherheitsniveau
Am Installationsort entscheidet die Bauform zusammen mit Hardware und Konfiguration über belastbare Messergebnisse für die jeweilige Aufgabenstellung. Nach DIN EN 60529 klassifiziert die Schutzart das Gehäuse gegen Staub und Feuchte. Nicht die Lichtverhältnisse begrenzen den Messweg, sondern Streulicht und die Beeinflussung durch spiegelnde Oberflächen. Temperaturkompensation stabilisiert den Messwert zwischen etwa −10 °C und +50 °C, während Schneefilter bei Flockenflug Artefakte reduzieren.
- Sensorklasse: Einstufungen für Objektschutz und Gebäudesicherheit definieren zulässige Sicherheitsfunktionen.
- Sicherheitsportfolio: Nach DIN EN ISO 13849 belegt der Nachweis das Verhalten in Gefahrensituationen wie beim Rückwärtsfahren.
- Sichtfeld: Große Winkel ermöglichen die Rundumabsicherung, wenn das System die Warnfeldgeometrien präzise nachführt.
Anwendungsintegration in Industrie und Verkehrswesen
In der Ingenieurvermessung unterstützt ein Scanner die Bestandsaufnahme an Staudammkörpern sowie an komplexen Anlagen. In der Archäologie quantifiziert derselbe Ansatz Geländeprofile berührungslos. In der Fertigung tastet ein Linienlaser Objektform und Höhenunterschiede entlang einer Leitspur ab. Bei Bandgeschwindigkeit von 2 m/s bleibt nur wenig Reaktionszeit für die Steuerung. Im Verkehrswesen liefert derselbe Sensortyp Daten an den Fahrzeugrechner eines Fahrerlosen Transportsystems (FTS). Verdrahtung und Parametrierung koppeln Routenzug oder Gabelstapler als Transportfahrzeug an die Transportsystemlogik.
- Datenpfad: Eine Datenspeicherungseinheit schreibt Rohdaten zur späteren Überprüfung von Abweichungen.
Qualitätssicherung, Softwarepaket und Support im Betriebskonzept
Ein Mengenangebot beschreibt häufig das Preis-Leistungs-Verhältnis pro Stückzahl, während die technische Qualitätssicherung belastbare Dokumente zur Produktfamilie verlangt. Ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001 fordert nachvollziehbare Prüfprotokolle für Reichweite, Geschwindigkeit und Energieverbrauch. Diagnosefunktionen grenzen Störungen am Empfänger oder an der Optik ein. Dadurch sinkt die Stillstandszeit messbar. Ein Softwarepaket als Hauptbestandteil bündelt Scannersoftware für Ausrichtung, Parameterpflege und Schnittstellen zum Anwendungslaptop. Begleitender Support verkürzt die Inbetriebnahme durch reproduzierbare Prüfsequenzen.
Normen und Richtlinien
| Kategorie | Referenz/Wert | Kontext |
|---|---|---|
| Schutzarten | DIN EN 60529 (IP67, IP54) | Gehäuseschutz gegen Staub und Feuchte |
| Sicherheitsfunktionen | DIN EN ISO 13849 | Nachweis des Verhaltens in Gefahrensituationen |
| Qualitätsmanagement | ISO 9001 | Prüfprotokolle für Reichweite, Geschwindigkeit und Energieverbrauch |
| Betriebstemperatur | −10 °C bis +50 °C | Stabilisierung durch Temperaturkompensation |