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LWL-Kabel Hersteller – Vergleich

Als Glasfaserkabel auf Basis der Totalreflexion erschließt ein Lwl-Kabel die hoch skalierbare Datenübertragung, indem es Information als Lichtsignal in standardisierten Ein- oder Mehrmoden-Fasern führt. Im Rechenzentrum verbindet die optische Verkabelung Spine-Leaf-Topologien für Server-Access, Storage-Fabrics und Interconnects. Für Einkäufer entscheiden Faserklasse (OS2/OM3/OM4), zulässige Dämpfung in dB/km, Steckgesicht (LC/SC), Biegeradius und Brandverhalten nach CPR/EN 50575 oder IEC 60332 je nach Gebäudezone.
Lieferanten und Händler:

Über LWL-Kabel

Lichtwellenleiter-Technologien bilden das Rückgrat moderner Infrastruktur für die digitale Kommunikation. Ein Lwl-Kabel überträgt Datenströme durch modulierte Lichtimpulse in Glasfasern mit nahezu verlustfreier Signalführung. Der lichtleitende Kern wird von hochreinem Mantelglas umschlossen, das Streulichtreflexionen verhindert. Dadurch entstehen Übertragungswege mit hoher Geschwindigkeit und hoher Datendichte. Entscheidend ist der sogenannte Lichtmode, denn er bestimmt die Art der Ausbreitung des Signals im Leiter.

Grundtypen von Lichtwellenleitern

Zwei Haupttypen dominieren die technische Umsetzung optischer Verkabelungen. Multimode-Fasern führen mehrere Lichtmoden gleichzeitig und eignen sich für kurze Distanzen bis etwa 550 m bei 10 Gbit/s (OM4). Die größeren Kerndurchmesser erleichtern Spleißverbindungen und Steckverbindungen und vereinfachen Messungen mit einem Mikroskop oder präzisem Messgerät. Im Gegensatz dazu transportieren Monomode-Fasern nur einen einzigen Mode. Sie erreichen Reichweiten jenseits 100 km bei sehr niedriger Signaldämpfung.

Vergleich der Lwl-Kabeltypen
EigenschaftMultimode (MM)Monomode (SM)
Kerndurchmesser50 µm / 62 µm9 µm
Manteldurchmesser125 µm125 µm
Reichweite bei 10 Gbit/sbis ca. 550 m (OM4)>100 km mit Verstärker
Dämpfungseigenschaftendoppelt so hoch durch Modendispersiongering dank Einzelmodeführung
AnwendungsfallGebäude- und Intranetsysteme (LAN)Telekommunikation und Rechenzentren (WAN)

Wo hohe Bandbreite nötig ist, bilden Monomode-Verbindungen das Rückgrat großer Netzwerkinfrastrukturen. Multimode bleibt der Standard für interne Gebäudeverkabelung.

Konstruktion und Umgebungsbeständigkeit

Die Aufbauweise eines Lwl-Kabels entscheidet über seine mechanische Stabilität und seine Eignung zur Verlegung. Zugentlastungselemente nehmen Kräfte auf und verhindern Haarrisse im Glasfaserbündel. Wo Vibrationsbelastungen auftreten – beispielsweise in industriellen Anlagen – verwenden Konstrukteure verstärkte Mantelschichten und textile Armierungen gegen Abrieb oder Nagetierschäden. Auch flammwidrige Materialien tragen zur Sicherheit in Gebäuden bei.

Nicht jede Faser eignet sich für jede Umgebungstemperatur. Installationskabel müssen bei −20 °C ebenso stabil bleiben wie bei +70 °C in Technikräumen mit hoher Gerätekonzentration. Flexible Mobilkabel tolerieren häufige Biegungen ohne Funktionsverlust, und Outdoor-Leitungen widerstehen UV-Strahlung und Feuchtigkeit gleichermaßen.

Datenübertragung und Leistungsindikatoren

Drei physikalische Größen beschreiben die Leistungsfähigkeit optischer Systeme: die Signaldämpfung in dB/km als Maß für Verluste auf der Strecke, der Laufzeitunterschied zwischen einzelnen Moden und die maximale Übertragungsgeschwindigkeit pro Kanal. Eine geringe Dämpfung erhöht Reichweite und Kapazität zugleich. Das ist entscheidend für Echtzeit-Anwendungen wie Backbone-Verbindungen oder industrielle Steuerungen.

Nicht jede Verbindungsmethode erzielt identische Resultate: Bei Stecksystemen steigt die Reflexion am Übergangspunkt stärker als beim thermischen Spleißen unter Laborbedingungen von etwa 1/100° Faserausrichtungstoleranz. Das Ausrichten der Faserkanten erfolgt meist unter dem Mikroskop mit Spezialwerkzeug wie Faserhaltern oder einem Reinigungsstift für Endflächen.

Normen und Richtlinien

Klassifizierungen nach internationalen Normen geben Einkäufern Orientierung hinsichtlich Qualität und Kompatibilität optischer Komponenten. Die IEC 60794 definiert Mindestwerte zu Manteldurchmesser-Toleranzen und Zugfestigkeit. Die TIA/EIA‑568‑C strukturiert Verkabelungsrichtlinien innerhalb von Bürogebäuden einschließlich Farbcode zur Aderidentifikation in Mehrfaserbündeln (Bündelader). Montagesätze enthalten dafür meist Basisausstattung an Werkzeugen für Kupplungsvorgänge.

  • Anwendungsart: Gebäudeverkabelung nutzt flexible Leitungen mit engem Biegeradius, und Rangierkabel besitzen begrenzte Länge für Patchpanels.
  • Kupfervergleich: Kupferverkabelung zeigt höhere Dämpfungsverluste pro Meter durch elektrische Absorption.
  • Lieferform: Meterware-Rollen erleichtern individuelle Konfiguration bei technischen Distributoren.
  • Spezialanfertigung: Für hybride Systeme kann eine definierte Standardlänge bestellt werden, angepasst an Aderleitungskonfigurationen oder bestehende Infrastruktursegmente.

Anwendungsfall: In einem Rechenzentrum ersetzt ein Monomode-Strang über 80 km herkömmliche Kupferleitungen vollständig und kompensiert Signalverluste durch integrierte Verstärkerstationen nach Zwischenabschnitten von jeweils 25 km Distanz.

Hersteller sind Kabeltechnik Mathuse GmbH, Hunstock Kabel, eku Kabel & Systeme GmbH & Co. KG, U.I. Lapp GmbH

FAQ zu LWL-Kabel

Welche Faktoren bestimmen die Total Cost of Ownership (TCO) bei der Implementierung von LWL-Kabeln?

Die TCO von LWL-Kabeln setzen sich aus Anschaffungs-, Installations- und Betriebskosten zusammen. Der Einsatz spezialisierter Spleißgeräte und qualifizierten Personals erhöht die Anfangsinvestition, senkt jedoch langfristig die laufenden Kosten. Im Betrieb bieten Glasfasersysteme durch geringen Energiebedarf und minimalen Wartungsaufwand deutliche Einsparungen. Auf Strecken über 100 Meter kann der Energieverbrauch im Vergleich zu Kupferleitungen um bis zu 50 Prozent niedriger liegen. Eine Gesamtbewertung sollte daher die langfristige Effizienz einbeziehen.

Wie wählt man den geeigneten LWL-Steckertyp für eine Anwendung aus?

Die Wahl des LWL-Steckertyps richtet sich nach Dämpfungsanforderung, Packungsdichte und Einsatzbereich. LC-Stecker bieten hohe Packungsdichte und geringe Dämpfung und eignen sich für Rechenzentren. SC-Stecker sind robust und leicht zu handhaben. MPO/MTP-Stecker ermöglichen Mehrfaserübertragungen in hochdichten Paralleloptik-Umgebungen. LC-Stecker erreichen typischerweise eine Dämpfung unter 0,1 dB bei präzisen Spleißverbindungen. Der Steckertyp sollte auf Basis der geforderten Dämpfungswerte gemäß IEC 61753-1 und des verfügbaren Platzes gewählt werden.

Welche Sicherheitsvorkehrungen sind bei der Verlegung von Glasfaserkabeln erforderlich?

Bei der Verlegung von Glasfaserkabeln sind der Schutz vor Laserstrahlung und die sichere Handhabung von Glasfasern entscheidend. Unsichtbare Laserstrahlung kann bei geöffneten Fasern Augenschäden verursachen, weshalb die Laserschutzklasse nach EN 60825-1 einzuhalten ist. Glaspartikel und Faserreste können Hautreizungen hervorrufen und müssen in speziellen Behältern entsorgt werden. Zusätzlich sind ESD-Schutzmaßnahmen für empfindliche Bauteile sowie eine gute Belüftung des Arbeitsbereichs erforderlich. Beim Umgang mit offenen Fasern sind Schutzbrille und Handschuhe obligatorisch.

Wie lässt sich eine Glasfaserinfrastruktur langfristig zukunftssicher auslegen?

Eine zukunftssichere Glasfaserinfrastruktur erfordert vorausschauende Planung mit Blick auf Kapazität und Erweiterbarkeit. Dazu gehört eine überdimensionierte Faseranzahl, um steigende Bandbreitenanforderungen ohne Neukabelung abzudecken. Leerrohrsysteme ermöglichen spätere Nachrüstungen oder Erweiterungen mit minimalem Aufwand. Für Multimode-Anwendungen empfiehlt sich der Einsatz von OM5-Fasern, die bis zu vier Wellenlängen parallel über kurze Distanzen übertragen. Eine Reservekapazität von mindestens 20 Prozent bei Fasern und Leerrohren sollte eingeplant werden.

Wie lassen sich Fehler in LWL-Verkabelungen zuverlässig identifizieren?

Fehler in LWL-Verkabelungen werden mit optischen Messgeräten ermittelt. Ein Optical Time Domain Reflectometer (OTDR) detektiert Bruchstellen, übermäßige Dämpfungen und fehlerhafte Spleiße entlang der Faser. Leistungsmesser und Lichtquellen prüfen die Gesamtdämpfung und Signalintegrität. Video-Mikroskope bewerten die Qualität der Steckerendflächen. Eine Dämpfungsmessung gemäß IEC 61280-4-2 dient als Vergleich zur Referenz. Regelmäßige Endoskopieprüfungen der Stecker verhindern signalmindernde Verschmutzungen.

Warum ist der Umstieg von Kupfer- auf Glasfaserinfrastruktur wirtschaftlich vorteilhaft?

Glasfaser bietet aufgrund geringerer Dämpfungsverluste und höherer Bandbreiten langfristige Kostenvorteile gegenüber Kupfer. Sie erfordert weniger Signalverstärker, reduziert den Energieverbrauch und ist unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen, wodurch Abschirmungen entfallen können. Die höhere Leistungsfähigkeit ermöglicht eine Konsolidierung der Netzstruktur und senkt den Wartungsaufwand. Diese Effizienzgewinne führen in der Regel innerhalb weniger Jahre zur Amortisation der Investitionskosten.

Welche Umweltbedingungen sind bei der Planung optischer Installationen besonders zu berücksichtigen

Bei der Planung optischer Installationen sind Temperatur, UV-Strahlung, chemische Einflüsse, mechanische Belastungen und Feuchtigkeit entscheidend. Chemikalienexposition in industriellen Umgebungen erfordert Kabelmäntel aus korrosionsbeständigen Materialien. Vibrationen und Zugkräfte machen verstärkte Zugentlastungen oder Armierungen notwendig. Eindringendes Wasser, etwa bei Erdverlegung, muss durch wasserdichte Kabellösungen verhindert werden. Für industrielle Anwendungen sind Kabel nach EN 50173-3 zu empfehlen, da sie erhöhte Anforderungen an Robustheit und Beständigkeit erfüllen.

Hintergrund: LWL-Kabel

  • Lichtwellenleiter Wikipedia

    Lichtwellenleiter (LWL) sind Kabel mit Glas- oder Kunststofffasern zur optischen Übertragung. Als Glasfaserkabel bündeln sie mehrere Fasern, oft mit Steckverbindern und mechanischer Verstärkung zum Schutz und für Stabilität.

Diese Anbieterliste LWL-Kabel umfasst auch: Hybridkabel LWL, LWL Leitungen, Lichtwellenleitungen, LWL, Lichtwellenleiter

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026, ID: 45871