Liste Hersteller Raumluftreiniger
Neue Weilheimer Str. 30, 73230 Kirchheim unter Teck
Deutschland
Veröffentlichungen der Hersteller zu Raumluftreiniger
Weitere Hersteller Raumluftreiniger
Mehr über Raumluftreiniger
Raumluftreiniger verbessern die Atemluft in Innenräumen, indem sie Partikel, Gase und Gerüche aus der Umgebungsluft entfernen. Ihre Funktionsbeschreibung umfasst das Ansaugen, die Reinigung und die kontrollierte Ausgabe der Luft. In Wohn- und Arbeitsbereichen mindern sie Feinstaubbelastung, Aerosolkonzentration und Emissionen, ohne den Sauerstoff zu erhöhen. Für eine sachgerechte Einordnung zählt neben messbaren Leistungswerten auch der geplante Einsatzort mit seinen Anforderungen.
Grundlagen und Aufbau
Im Kern steht ein Ventilator, der eine definierte Luftmenge durch ein mehrstufiges Filtersystem fördert. Ein Vorfilter hält grobe Partikel zurück, Tiefenfilter binden Feinstaub bis in den Mikrometer-Bereich, optionale Adsorber nehmen Gase auf. Professionelle Gerätetypen können nach EN 60335-2-69 einer Staubklasse zugeordnet werden, und im Normbetrieb ist eine klare Luftführung entscheidend, um Ablagerungen in Gehäuse und Filterträger zu begrenzen.
- Vorfilter: fängt Haare, Hausstaub und Fasern zur Entlastung nachgelagerter Stufen.
- HEPA: Hält sehr kleine Partikel. Klassen wie H13 werden nach EN 1822 geprüft.
- Aktivkohle: adsorbiert Gase und Gerüche, etwa Aktivkohle gegen Formaldehyd und andere Wohngifte.
- UV‑C/Ionisation: optional zur Inaktivierung oder Agglomeration. Einsatz nach Hygiene- und Sicherheitskonzept.
Leistungsdaten und Kennzahlen
Die Wirksamkeit wird durch CADR (Clean Air Delivery Rate) ausgedrückt. Sie beschreibt die gereinigte Luftmenge pro Stunde. Für Planungen werden Luftwechselraten (ACH) verwendet, und die Gerätelautstärke prägt das Komfortniveau im Raum. Im leisen Betrieb sinkt die Drehzahl, was die Luftmenge reduziert. Eine gezielte Raumluftspülung erreicht man durch passende Aufstellung, freie Ansaugwege und die Vermeidung von Kurzschlüssen im Luftstrom.
| Größe | Erklärung | Typischer Bereich |
|---|---|---|
| CADR | Stundenvolumen gereinigter Luft | 200–400 m³/h in Wohnräumen |
| ACH | Luftwechselrate pro Stunde | 3–5 in sensiblen Bereichen |
| Gerätelautstärke | Schalldruckpegel am Aufstellort | 20–55 dB(A) |
| Energieaufnahme | elektrische Leistung des Lüfters | 10–70 W |
| Filterwechsel | empfohlene Intervalle | 6–24 Monate |
| Staubklasse | Zuordnung nach EN 60335-2-69 | je nach Zweck |
Auswahl und Dimensionierung
Die erforderliche Reinigungsleistung ergibt sich aus Raumvolumen und gewünschtem Luftwechsel. Beispiel: 30 m² bei 2,5 m Höhe entsprechen 75 m³. Bei 5 ACH werden 375 m³/h benötigt. Der Filterzweck steuert die Konfiguration: Partikelminderung, Gasadsorption oder eine Kombination. Erwartungen und Beschwerden der Nutzer sollten dokumentiert werden, um Maßnahmen zielgerichtet abzuleiten.
- Gerätetyp: kompakt für Einzelräume, mobil für wechselnde Orte, stationär für Dauerbetrieb.
- Aufstellung: freie Ansaugseite, ausreichender Wandabstand, klare Raumtrennung.
- Strömung: Ausblasrichtung für gleichmäßige Verteilung und Raumluftspülung ausrichten.
- Schall: passende Stufe für Sitzplätze, Telefonzonen und Pausenzeiten auswählen.
Bedienkomfort und Zusatzfunktionen
Geräte mit Touchdisplay und Sprachsteuerung erleichtern die Bedienung. Timer für Arbeitsbeginn, Pausenfunktion und automatische Modi steuern die Leistung nach Sensorwerten. Hybrid-Lösungen mit Luftbefeuchtung arbeiten bevorzugt mit geeigneter Wasserart, etwa entmineralisiert, um Ablagerungen zu vermeiden. Kaltverdunstung mindert Erwärmungseffekte, die durch Heizung oder Klimaanlage auftreten können, und hilft gegen Reizungen der Atemwege.
Für wechselnde Szenarien ermöglichen Modularität, Aufsatzmodul und Höhenmodul eine nachrüstbare Leistungserhöhung. Strömungsvisualisierung unterstützt die Inbetriebnahme in größeren Räumen. In speziellen Zonen kann eine Luftmengenreduzierung die Gerätelautstärke senken, ohne den hygienischen Mindeststandard zu unterschreiten. Reparaturfreundliche Gehäuse und gut erreichbare Filterklappen verkürzen Stillstandszeiten.
Wartung, Betrieb und Kosten
Der Wartungsaufwand umfasst Sichtprüfung, Filterwechsel nach Betriebsstunden und die Reinigung der Vorstufe. Eine sorgfältige Inbetriebnahme verhindert frühe Ablagerungen und verlängert Standzeiten. Die TCO setzt sich aus Anschaffung, Energie und Ersatzteilen zusammen. Für gewerbliche Nutzer bieten Leasing, Mietkauf oder Ratenzahlung Liquiditätssicherung und Planungssicherheit, und viele Anbieter verlangen eine Antragsfrist vor Lieferung.
Im Rahmen der Anschaffung sollte die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Servicefenstern und die Option zur Reparatur bewertet werden. Dokumentierte Staub- und Gaslasten erleichtern die Auswahl des passenden Adsorbers. Geräte reduzieren Ansteckung nicht isoliert, sondern im Verbund mit Lüften, Raumtrennung, Hygiene- und Reinigungsplänen.
Anwendungsfelder und gesundheitliche Aspekte
In Grundschule und Universität senken geeignete Systeme das Infektionsrisiko, indem sie die Aerosolkonzentration und Feinstaubbelastung verringern. Für Schüler sind ruhige Stufen wichtig. In Tagespflege und Praxen profitieren Patienten von geringerer Belastung durch Wohngifte und Gerüche. In Gastronomie, Sporthalle oder Behörde zählt verlässlicher Betrieb während Spitzenzeiten mit klaren Vorgaben für den Normbetrieb.
Im Sportverein schützt saubere Atemluft empfindliche Personen. Mitglieder mit Asthma berichten häufiger über Linderung typischer Symptome wie Reizung oder Halsschmerz. In Büros bleibt die Raumluftqualität stabil, wenn sensible Zonen an die Nutzung angepasst werden. Bei Gaslast, zum Beispiel Formaldehyd aus Baustoffen, spielt Adsorption eine Rolle, während der Luftreiniger keine zusätzliche Erwärmung erzeugen sollte.
Praxisdetails und Grenzen
Eine korrekte Funktionsbeschreibung umfasst auch die Grenzen: Geräte filtern, erhöhen jedoch nicht den Sauerstoffgehalt. Bei hoher Luftbelastung ist die Kombination aus Lüften und geregelter Luftführung zielführend. Strömungsbarrieren durch Möbel vermindern die Wirkung. Bei Umbauten helfen Aufsatzmodul und Höhenmodul, die Ausblaslinie anzupassen, ohne das Gehäuse zu tauschen.
Planer sollten die Luftmenge auf Nutzungsspitzen auslegen und die Gerätelautstärke für Besprechungszonen validieren. Für Mehrzweckräume sichern Timer und Pausenfunktion den Betrieb außerhalb der Pausenzeiten. In sicherheitskritischen Anwendungen unterstützen Messprotokolle, etwa vor Arbeitsbeginn, die Nachvollziehbarkeit. Bei Gasadsorption ist ein Wechselindikator für Aktivkohle hilfreich, um den Filterzweck zuverlässig einzuhalten.
Begriffe im Kontext
Raumluftqualität beschreibt den Zustand der Innenluft. ACH definiert die Wechselrate. CADR die gereinigte Menge. Reinigungsleistung verbindet beide mit dem Gerätekonzept. Die Auswahl sollte das Infektionsrisiko, die erwartete Linderung und die akustische Toleranz berücksichtigen. Damit bleibt der Luftreiniger eine technische Schutzmaßnahme mit klarer, überprüfbarer Wirkung.
Diese Anbieterliste Raumluftreiniger umfasst auch: Raumluftreinigung, Innenraumluftreiniger