Geprüfte Raumsysteme Hersteller
Bastelweg 3, 88453 Erolzheim
Deutschland
Weitere Raumsysteme Hersteller
Über Raumsysteme
Raumsysteme sind modulare oder stationäre Gebäudestrukturen zur präzisen Gliederung industrieller und gewerblicher Arbeitsumgebungen. Innerhalb bestehender Hallen entstehen eigenständige Funktionszonen. Der Aufbau folgt dem Systembauprinzip: Tragelemente, Verkleidung und technische Ausstattung greifen ineinander. Dadurch entsteht ein funktionaler Raum mit klar kalkulierbarer Bauzeit.
Konstruktive Eigenschaften von Raumsystemen
Ein Standardraumsystem nutzt eine Stützkonstruktion aus Aluminiumprofilen oder Edelstahlträgern. Diese tragen hohe Deckenlasten und widerstehen dauerhaften Schwingungen im Betrieb. Wo erhöhter Brandschutz gefordert ist, kommen Wandpaneele mit Klassifizierungen von F30 bis F90 nach DIN 4102‑2 zum Einsatz. Die Wandelemente bilden das sichtbare Trennwandsystem und bestimmen den Schallschutzwert in Dezibel. Kurze Montagewege verkürzen die Baustellenzeit deutlich.
Aluminium bietet durch Korrosionsbeständigkeit und Recyclingfähigkeit Vorteile in Produktionsbereichen mit hoher Luftfeuchte. Edelstahl wird bevorzugt eingesetzt, wenn Hygiene Vorrang hat, etwa in Prüf- oder Laborräumen. Bei Raumlösungen mit Doppelboden dienen Podestkonstruktionen der Integration von Leitungen oder Datenkanälen. Nicht modular aufgebaute Systeme erreichen zwar höhere statische Steifigkeit, jedoch eine geringere Erweiterbarkeit.
- Wandelemente: Varianten mit Sichtfenstern oder Türen regulieren Lichtanteil und Zugänglichkeit.
- Dach- und Bodenelemente: Sie nehmen Beleuchtungen oder technische Versorgungssysteme auf.
- Stützkonstruktion: Profile aus Metalllegierungen definieren Rastermaß und Tragverhalten.
- Materialwahl: Stahlverbund- oder Aluminiumplatten steuern Gewicht sowie akustische Eigenschaften.
Anwendungsbereiche und funktionale Anpassung
In industriellen Gebäuden schaffen Raumsysteme präzise abgegrenzte Funktionsflächen für Meisterbüros, Leitstände oder Sozialraum-Zonen. Sie schirmen Lärmquellen ab und strukturieren Wegebeziehungen zwischen Maschinenarbeitsplätzen. Das System fügt sich optisch in die bestehende Architektur ein.
Neben Werkstätten nutzen auch Bildungseinrichtungen und Fortbildungsveranstaltungen temporäre Modulräume als geprüfte Flächen nach DIN EN 1991‑1‑1. Durch Frischluftsysteme lässt sich eine kontrollierte Luftqualität herstellen; Außenfenster fördern Tageslichtnutzung bei gleichbleibendem Wärmeschutz.
Anwendungsfall: In einer Produktionshalle werden zwei Prüflabore aufgebaut. Jedes Modul besteht aus Sandwichpaneelen mit einer Wandstärke von 100 mm gemäß DIN EN 14509 und erreicht einen Rw‑Wert von 50 dB – ausreichend für parallele Materialprüfungen ohne akustische Beeinflussung.
Auswahlkriterien und normgerechte Ausführung
Spezifische Kriterien steuern die Entscheidung für ein Raumsystem: Die Statik der Stützkonstruktion muss Tragwerte bis mindestens 150 kg/m² erreichen (nach DIN EN 1991‑1‑1). Der geforderte Schallschutz beeinflusst direkt die Materialdicke der Paneele. Wo brennbare Stoffe verarbeitet werden, legen baurechtliche Vorgaben den Brandschutzbereich fest – häufig in F60‑Ausführung.
Neben Normanforderungen ist das Planungsprogramm zentraler Bestandteil jeder Konfiguration. Es berechnet Sondermaße millimetergenau und legt Dekoroptionen fest. Diese Parameter erhöhen die Präzision im Innenausbau technischer Gebäudeabschnitte.
| Eigenschaft | Modulraum | Systembau-Raumeinheit |
|---|---|---|
| Schallschutz (Rw) | bis 45 dB nach DIN EN ISO 10140 | bis 52 dB nach DIN EN ISO 10140 |
| Dach- bzw. Deckenlast | 50–100 kg/m² gemessen nach DIN EN 1991‑1‑1 | 100–250 kg/m² gemessen nach DIN EN 1991‑1‑1 |
| Brennverhalten (Brandschutz) | Klassifizierung F30–F90 gemäß DIN 4102‑2 | Klassifizierung F30–F90 gemäß DIN 4102‑2 |
| Bauzeit relativ | Kurz durch modulare Vormontage | Mittel aufgrund anpassbarer Bauweise |
| Anwendungsspektrum | Kleinflächen wie Prüflabor oder Kabine | Dauerinstallationen wie Leitstand oder Werkstattmodul |
Einsatzbezogene Bewertungskriterien im Detail
Drei Aspekte dominieren jede Bewertung: Erstens die Einhaltung lokaler Bauordnungen einschließlich Fluchtwegekonzept. Zweitens die Einbindung spezifischer Technikkomponenten wie Lüftungsgeräte. Drittens die Revisionsfähigkeit bei späterer Umstrukturierung des Grundrisses. Diese Punkte entscheiden über die Wirtschaftlichkeit des Aufbaus.
Zwar bestimmen technische Normen den Rahmen der Konstruktion,
doch Feinheiten wie Oberflächenveredelungen beeinflussen Reinigungsergebnisse messbar – insbesondere dort, wo hohe Sauberkeitsgrade gefordert sind und Anhaftungen von Schmutz minimiert werden sollen.
Sonderformen entstehen häufig durch Dekorkombinationen in Aluminiumverbundplatten oder Edelstahloberflächen unterschiedlicher Körnung.
Wo eine Akustikprüfung die Ergebnisse bestätigt hat,
verlängert eine exakt konfektionierte Dichtungsschicht die Standzeit des Systems.
Dadurch bleibt das Raumklima stabil, ohne Änderungen an der Grundstruktur vorzunehmen.
Auf diese Weise verbinden Raumsysteme, normgerecht ausgeführt,
funktionale Dauerlösungen mit hoher Anpassungsfähigkeit in jedem industriellen Kontext.
Hersteller sind GEMAtech GmbH & Co. KG, Becker Raumsysteme GmbH
FAQ zu Raumsysteme
Wie wirken sich modulare Raumsysteme auf Betriebskosten und Energieeffizienz in Industriebauten aus
Modulare Raumsysteme senken die Betriebskosten durch höhere Energieeffizienz. Verbesserte Isolierung sowie energieoptimierte Lüftungs- und Beleuchtungssysteme reduzieren den Energieverbrauch gegenüber offenen Hallen um bis zu 20 Prozent. Eine Energiebilanz nach DIN EN ISO 50001 ermöglicht die Prognose des Return on Investment.
Welche Schritte sichern die erfolgreiche Integration eines Raumsystems in eine bestehende Halle?
Erforderlich sind eine Standortanalyse und die Prüfung der Hallenstatik. Die Bodenplatte muss mindestens 250 kg/m² tragen, insbesondere bei schweren oder mehrgeschossigen Systemen. Medienanschlüsse für Strom, Daten sowie Zu- und Abluft sollten frühzeitig nach einem detaillierten Installationsplan vorgesehen werden.
Erfordern Raumsysteme im Industriebereich besondere Genehmigungen oder baurechtliche Freigaben?
Die Genehmigungspflicht richtet sich nach Größe, Nutzungsdauer und den jeweiligen Landesbauordnungen. Temporäre Raumsysteme unterhalb bestimmter Flächen gelten oft als verfahrensfrei, während dauerhafte Installationen in der Regel eine baurechtliche Prüfung benötigen. Vor der Aufstellung sollte die zuständige Baubehörde konsultiert und die Einhaltung der Brandschutzanforderungen gemäß DIN 4102-1 sowie der Fluchtwegplanung sichergestellt werden.
Wie lässt sich die Erweiterbarkeit eines Raumsystems langfristig sicherstellen?
Die Auswahl sollte auf modulare Bausysteme mit standardisierten Rastermaßen und flexiblen Verbindungselementen fallen. Systeme, die Erweiterungen mit identischen oder kompatiblen Komponenten zulassen, minimieren spätere Umbaukosten. Bereits in der Planungsphase sind Lastreserven für mögliche Dachaufbauten oder technische Installationen einzuplanen.
Welche Wartungsmaßnahmen erhöhen die Lebensdauer industrieller Raumsysteme?
Regelmäßige Kontrollen von Dichtungen und Fugen sichern Schall- und Wärmeschutz. Oberflächen sollten materialgerecht gereinigt werden; für Edelstahl empfiehlt sich die Nutzung von Reinigern nach DIN EN 12891. Türen, Fenster und Lüftungssysteme sind mindestens einmal jährlich auf ihre Funktion zu prüfen.
Welche Bedeutung haben mobile Raumsysteme für zeitlich befristete Projekte und saisonale Bedarfsspitzen?
Mobile Raumsysteme ermöglichen flexible Lösungen für temporäre Einsätze wie Baustellenbüros oder Schulungsräume. Durch schnelle Montage und Demontage reduzieren sie die Bauzeit um bis zu 40 Prozent gegenüber festen Gebäuden. Systeme mit integrierten Transportlösungen und wiederverwendbaren Komponenten senken zudem die Total Cost of Ownership.
Wie kann der Schallschutz bei bestehenden Raumsystemen wirksam nachgerüstet werden?
Der Schallschutz lässt sich durch zusätzliche Akustikpaneele oder Schalldämmmatten an Wänden und Decken verbessern. Besonders effektiv sind entkoppelte Vorsatzschalen, die den bewerteten Schalldämm-Maß Rw um 5 bis 10 dB erhöhen können. Empfehlenswert sind Materialien mit Schallabsorptionsklasse A nach DIN EN ISO 11654.
Hintergrund: Raumsysteme
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Modulbau Wikipedia
Raumsysteme in Raumzellenbauweise entstehen als werkseitig vorgefertigte 3D-Module mit kompletter Ausstattung (Wände, Decken, Böden, Fenster, Türen, Installationen) und werden vor Ort endmontiert—hoher Vorfertigungsgrad minimiert Restleistungen und verkürzt die Bauzeit deutlich.
Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: August 2026, ID: 40513