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E-Rechnung bezeichnet eine elektronische Rechnung mit strukturiertem Datensatz, die ohne Bildanteile erstellt und maschinell in Buchhaltungssystemen verarbeitet wird. Anders als ein reines PDF sind Datenfelder eindeutig ausgezeichnet. Rechtlich der Papierrechnung gleichgestellt, sofern Echtheit und Unversehrtheit nach § 14 UStG und GoBD gewährleistet sind. Gängige Formate sind XRechnung für B2G in Deutschland, ZUGFeRD und EDI. Die Übertragung erfolgt typischerweise verschlüsselt, etwa über Peppol. Aufbewahrungspflicht: zehn Jahre.

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Mehr über E Rechnung

Eine E-Rechnung ist ein elektronisches Dokument mit strukturiertem Datensatz, das ohne Bildanteil erstellt und so übertragen wird, dass die maschinelle Weiterverarbeitung in den Buchhaltungsprozess und den Rechnungsausgangsprozess direkt möglich ist. Anders als eine reine PDF-Datei werden Datenfelder eindeutig ausgezeichnet, was die Zuordnung von Positionen, Steuern und Beträgen für die Rechnungsverarbeitung erleichtert und den Zeitaufwand sowie die Fehleranfälligkeit senkt.

Grundlagen und Abgrenzung zur Papierrechnung

Die elektronische Abbildung ersetzt Papierbeleg, Briefpapier und Postweg: Rechnungsversand und Empfang erfolgen digital zwischen Empfänger und Aussteller über definierte Datenströme. Rechtlich ist die digitale Rechnung der Papierrechnung gleichgestellt, sofern Echtheit und Unversehrtheit gesichert sind. Maßgeblich sind das Umsatzsteuergesetz (§ 14 UStG) und einschlägige Vorschriften zur ordnungsgemäßen Buchführung.

Gängige Rechnungsformate und deren Eigenschaften

Im Rechnungsaustausch haben sich standardisierte Rechnungsformate etabliert. Sie unterscheiden sich in Lesbarkeit, Trägermedium und Integrationsgrad.

Zentrale Formate für elektronische Rechnungen
FormatMerkmaleAnwendungsbereich
XRechnungReines XML, vollständig maschinell lesbarVerpflichtend für B2G in Deutschland und prüffähig für öffentliche Auftraggeber
ZUGFeRDHybrid aus PDF/A-3 mit eingebetteter XML-DateiB2B/B2C mit Sichtbezug und automatischer Datenentnahme
EDI (z. B. EDIFACT)Hochstrukturierter Standard für TransaktionenBranchen mit großem Volumen und stabilen Partnerschaften

Technologische Anforderungen und Datensicherheit

Ein durchgängiger Prozess erfordert die Datensicherheit entlang der gesamten Kette: vom Erstellen bis zur Archivierung. Entscheidend sind die Anbindung an Unternehmenssoftware, konsistente Identifikatoren für Belege und ein nachprüfbarer Pfad für Kontrolle und Protokollierung.

Sichere Datenübertragung und Schnittstellen

Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt, etwa via HTTPS oder über das Netzwerk Peppol, das Sicherheitsstandards und Adressierung bündelt. Moderne Gateways bieten APIs für Echtzeit-Posting, SFTP-Abholung eingehender Belege, Ereignisse zum Statuswechsel und Workflows im Benutzerkonto. Für Altprozesse erlauben Konverter die Stapelverarbeitung über die Kommandozeile. Einheitliche Metadaten unterstützen Datenextraktion, lückenlose Übertragung und die nahtlose Anbindung an Finanzbuchhaltung und Outputmanagement.

Revisionssicherheit und Archivierung

Die GoBD fordern Revisionssicherheit, unveränderliche Speicherung und Auswertbarkeit. Die Aufbewahrungsfrist für Rechnungen beträgt in Deutschland zehn Jahre. Die Aufbewahrung kann in zertifizierten Archiven oder, mit Nachweis der Unveränderlichkeit, auf einer gesicherten Festplatte erfolgen. Protokolle für Zugriffe, Verantwortung und Prüfer-Export erleichtern Auskünfte an das Finanzamt und die spätere Nachvollziehbarkeit bei einer Ausnahmeprüfung.

Vorteile und Herausforderungen der Prozessumstellung

Studien zeigen konkrete Kennzahlen: Pro Papierrechnung entstehen 9–11 Euro, die digitale Variante liegt bei 1–3 Euro. Die Fehlerquote sinkt von 2–5% auf unter 0,5%, und die Durchlaufzeit reduziert sich von 10–15 Tagen auf 1–3 Tage. Das entlastet Kasse und Mahnwesen, verringert Zahlungserinnerungen und unterstützt einen papierarmen Betrieb mit weniger Verwaltungsaufwand und größerem Einsparpotenzial.

Potenzielle Nachteile und Lösungsansätze

Ein Nachteil kann anfangs in Projektkosten, Beschaffung neuer Tools und dem Aufwand, Mitarbeitende zu schulen, liegen. Praktische Abhilfe schaffen eine Abrechnungssoftware mit Rechnungsmaske, Generator für strukturierte Daten, Rechnungsvorlagen mit geprüftem Steuersatz sowie klare Regeln für Rechnungskorrekturen. Ein kurzer Testlauf mit wenigen Partnern deckt Prozesslücken auf; Hilfswerkzeuge für die Kommandozeile erleichtern Migrationen.

Auswahlkriterien für passende Lösungen

Relevante Funktionen umfassen Belegerkennung, eine integrierte Buchhaltungsfunktion und regelbasierte Automatisierungsfunktion. Wichtig sind Schnittstellen zu Auftragswesen, Auftragsbestätigung und Lagerbestandsführung, damit Bestellungen, Wareneingänge und Transaktionen sauber abgeglichen werden. Systeme mit eingebauter Intelligenz prüfen Konformität zu Steuerrecht, Steuerpflicht und Jahresabschluss, unterstützen Verlustrechnung und behandeln Währung sowie Fremdwährung konsistent in der Finanzbuchhaltung.

Anpassbarkeit bei unterschiedlichem Rechnungsvolumen

Freischaltbare Module erlauben die Skalierung von Freiberuflern bis Konzern: Handwerker starten oft mit kleiner Finanzlösung und wachsen mit steigendem Rechnungsvolumen. Rollen für Kundinnen und interne Freigaben steuern die Rechnungsverwaltung, Versionierung und Kontrolle dokumentieren jede Änderung. Anpassbares Outputmanagement deckt Sprache, Währung und Layout ab, ohne den strukturierten Kern zu verändern.

Rechtliche Rahmenbedingungen und Compliance

Elektronische Rechnungen müssen die Vorgaben des Umsatzsteuergesetzes und der GoBD erfüllen: Nachweis von Herkunft, Integrität und Lesbarkeit, korrekter Steuersatz und vollständige Angaben für den Jahresabschluss. Für den öffentlichen Bereich ist XRechnung vorgeschrieben. Unternehmen sichern Konformität durch konsistente Prozesse, dokumentierte Verantwortung und nachvollziehbare Freigabeketten, um Haftung zu vermeiden.

Internationale Standards und Netzwerke

Grenzüberschreitender Rechnungsaustausch gelingt über Peppol mit adressierbaren Teilnehmern, validierbaren Schemen und Transportquittungen. Wechselkurslogik für Fremdwährung sowie Lokalisierungen nach Landesrecht erleichtern internationale Geschäfte. Ergänzende Module, etwa für Lohnabrechnung, lassen sich oft über dieselben Plattformen orchestrieren, ohne die Kernprozesse der Rechnungsverarbeitung zu beeinflussen.

Führende Anbieter und Umsetzung in der Praxis

Etablierte Softwarehersteller wie DATEV, SAP, Lexware, Candis, Circula, FastBill, GetMyInvoices, Papierkram, sevDesk, Sage, Scopevisio, vlexx, Billomat, Zoho Books und easybill bedienen unterschiedliche Branchen und Integrationsszenarien. Auswahlkriterien sind die Anbindung an bestehende Systeme, die Abdeckung von Beschaffung bis Zahlung und die Fähigkeit, Ausnahmefälle regelbasiert zu behandeln.

Empfehlungen zur Einführung

  • Prozessaufnahme: Ist-Zustand von Belegerzeugung, Freigabe, Digitalisierung und Archiv klären.
  • Pilotierung: Testlauf mit wenigen Partnern, um Schnittstellen, Datenübertragung und Validierung zu prüfen.
  • Rollen & Rechte: Zuständigkeiten, Freigaben und Kontrolle festlegen, klare Wege für Abholung und Zustellung.
  • Schulung: Teams zielgerichtet schulen, inklusive Rechnungsverwaltung und Anbindung an Drittsysteme.
  • Archiv & Audit: GoBD-konformes Archiv, Prüfprotokolle und Nachweise zur Aufbewahrung aufsetzen.

FAQ zu E Rechnung

Wie können kleine Unternehmen E-Rechnungen mit minimalem Investitionsaufwand einführen?

Kleine Unternehmen können auf kostengünstige, cloudbasierte E-Invoicing-Lösungen mit Basisfunktionen zurückgreifen. Viele Anbieter bieten einfache Generatoren zur Erstellung strukturierter elektronischer Rechnungen, die manuell befüllt werden. Eine Pilotphase mit wenigen Geschäftspartnern ermöglicht, den Prozess schrittweise zu optimieren, Liquidität zu schonen und die Lösung flexibel an betriebliche Anforderungen anzupassen.

Welche Vorteile bietet Peppol beim internationalen Austausch elektronischer Rechnungen?

Peppol standardisiert sowohl Datenformate als auch Übertragungswege für elektronische Rechnungen und ermöglicht damit eine hohe Interoperabilität über Ländergrenzen hinweg. Die eindeutige Adressierung über Peppol-IDs reduziert Fehlzustellungen und erhöht die Zustellquote. End-to-End-Verschlüsselung und Authentifizierung sichern die Datenübertragung und schützen grenzüberschreitende Transaktionen zuverlässig.

Welche zentralen Herausforderungen entstehen bei der Integration elektronischer Rechnungen in bestehende IT-Systeme

Die Anbindung an heterogene Altsysteme ohne standardisierte Schnittstellen ist häufig die größte Hürde. Komplex sind zudem die Migration historischer Daten und die Sicherstellung einheitlicher Datenkonsistenz über verschiedene Plattformen. Die Anpassung etablierter Geschäftsprozesse kann auf Widerstand stoßen, weshalb eine fundierte Analyse der IT-Architektur und eine schrittweise Einführung mit gezielter Schulung der Mitarbeitenden entscheidend sind.

Wie verändert Künstliche Intelligenz die automatisierte Rechnungsverarbeitung und welche Entwicklungen sind absehbar

Künstliche Intelligenz transformiert die Erfassung, Validierung und Kontierung von Rechnungsdaten grundlegend. Sie erkennt Muster, identifiziert Abweichungen und deckt potenziellen Betrug automatisch auf. Zukünftige Entwicklungen zielen auf Hyperautomatisierung, bei der KI-gesteuerte Systeme komplexe Freigabeprozesse eigenständig ausführen. Das Ergebnis ist eine schnellere, präzisere Verarbeitung mit minimalem personellen Aufwand.

Welche Maßnahmen sichern die GoBD-Konformität digitaler Rechnungen?

Unternehmen müssen die Unveränderbarkeit und Nachvollziehbarkeit jeder digitalen Rechnung gewährleisten. Dazu gehört eine vollständige Verfahrensdokumentation, die alle Prozessschritte von der Erstellung bis zur Archivierung beschreibt. Die Aufbewahrung hat in einem revisionssicheren System zu erfolgen, das Manipulationen verhindert und Zugriffe protokolliert. Regelmäßige Datensicherungen und Integritätsprüfungen sind ebenfalls erforderlich, um die GoBD-Vorgaben einzuhalten.

Ab wann gilt die Pflicht zur Nutzung der E-Rechnung für Unternehmen in Deutschland?

Ab dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen im B2B-Bereich elektronische Rechnungen empfangen können, sofern der Rechnungssteller diese als E-Rechnung ausstellt. Für die Ausstellung gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2026 beziehungsweise Ende 2027. Danach wird die E-Rechnung für alle B2B-Transaktionen verbindlich. Grundlage ist das Wachstumschancengesetz.

Wie beeinflusst die Einführung der elektronischen Rechnung die Nachhaltigkeit in Unternehmen?

Die elektronische Rechnung senkt den Papierverbrauch, schont Wälder und reduziert Abfall. Wegfallende Posttransporte verringern CO2-Emissionen und Logistikkosten. Trotz des Energiebedarfs der IT-Systeme ist die ökologische Gesamtbilanz positiv, da der Ressourcenaufwand für Druck und Versand deutlich höher ist. Unternehmen stärken damit eine nachhaltigere Geschäftsführung.

Hintergrund: E Rechnung

  • E-rechnung Wikipedia

    Die Wikipedia-Seite erklärt E‑Rechnungen als strukturierte, maschinenverarbeitbare Rechnungen, rechtlich durch EU‑Richtlinien/§14 UStG geregelt; in Deutschland B2G Pflicht und seit 2025 strukturierte Formate (EN 16931) wie XRechnung/ZUGFeRD, Übertragung via PEPPOL, Nachweis von Authentizität/Integrität.