Abfallzerkleinerung und Ersatzbrennstoff Produktion für Waste-to-Energy
Letzte Änderung: , Autor: WEIMA Maschinenbau GmbH, Fachartikel
Abfall ist Wertstoff. Ob Gewerbemüll, Sperr- oder Hausmüll, Produktionsausschuss, Spuckstoffe und Papier, Siedlungsabfall, Holzreste und Teppichmaterialien: WEIMA sorgt für eine durchsatzstarke Abfall-Zerkleinerung und ein optimales Ergebnis bei der Gewinnung wertvoller Sekundärbrennstoffe (SBS).
Robust designte Vor- und Nachzerkleinerer werden weltweit als Stand-Alone-Lösung oder als Teil einer mehrstufigen Abfallaufbereitungsanlage eingesetzt. Das Outputmaterial aus verschiedenen Stofffraktionen eignet sich ideal zur Herstellung von hochkalorischen Ersatzbrennstoffen (EBS) bzw. Kalzinatorbrennstoffen. Diese sind insbesondere bei der Energiegewinnung für die Zementindustrie brennend gefragt.
Erfahren Sie mehr über Abfallaufbereitung und Herstellung von Ersatzbrennstoff (EBS) und Sekundärbrennstoff (SBS)
Shredder für die Vorzerkleinerung und Nachzerkleinerung von Müll
"40 Tonnen! So viel Durchsatz schafft ein WEIMA Abfallshredder bei der Produktion von hochwertigem Ersatzbrennstoff pro Stunde."
Erik Hagen
Business Development | Waste bei WEIMA
Feuer und Flamme für Ersatzbrennstoff
Die Zerkleinerung von Materialströmen bildet den Grundstein eines jeden Recyclingprozesses. Hier kommen industrielle Shredder zum Einsatz. Mit den PowerLine, PreCut und FineCut Shreddern zeigt WEIMA die Potenziale der ein- und mehrstufigen Aufbereitung von Abfällen auf.
Stand-Alone-Betrieb oder Integration in eine Produktionslinie – Erschließen Sie das Waste-to-Energy Potenzial
Je nach Anforderung liefern wir Ihnen den passenden Shredder für Ihre Recyclingaufgabe. Bei Bedarf bietet WEIMA auch eine mehrstufige Systemlösung in Form einer Anlage an. Dabei hilft uns ein umfangreiches Lieferanten- und Servicenetzwerk, das wir über die letzten Jahrzehnte aufgebaut haben. Dazu gehören unter anderem Spezialisten aus den Bereichen Fördertechnik, Sortierung, Separation, Siebtechnik, Waschtechnik, Metalldetektion, Extrusion, Heizungsbau und Granulierung. Als gemeinsames Projektteam meisterten wir so schon hunderte größere Aufgabenstellungen auf der ganzen Welt.
Industrieabfälle shreddern
Einsatz alternativer Brennstoffe in der Zementherstellung
Die Zementindustrie hat einen sehr hohen Bedarf an Energie. Dieser kann zunehmend mit Ersatzbrennstoffen gedeckt werden. Im Zentrum steht die Verbrennung von Ersatzbrennstoffen in Kalizinatoren, Vorbrennern und Öfen. Um Energiekosten zu senken, setzen Zementhersteller bei der Energieerzeugung immer häufiger auf die Erhöhung des Anteils alternativer Brennstoffe. Dessen thermische Verwertung hat im Vergleich zu klassischen Stoffen bessere physikalische Brenneigenschaften sowie einen besseren Ausbrand im Ofen. Generell gilt: Je besser der eingesetzte Sekundärbrennstoff, desto effizienter die Herstellung hochwertigen Klinkers.
Siedlungsabfälle shreddern
Abfallzerkleinerer für Co-Processing
Für die Herstellung von Zement bedarf es einer enormen Energiemenge. Um diese nachhaltig zu decken, ist der Einsatz von Sekundärbrennstoffen maßgeblich. Doch Co-Processing ist mehr als nur eine einfache Verbrennung von Abfall, um Energie zu generieren.
Definition: Was ist Co-Processing?
Der Begriff Co-Processing beschreibt eine weltweit anerkannte Technologie, die in energieintensiven Industrien (EII) wie der Zementherstellung eingesetzt wird, um Abfälle und industrielle Nebenprodukte energetisch und stofflich zu verwerten. Die mineralischen Stoffe im Abfall ersetzen primäre Rohstoffe (z.B. Kalkstein) im Zementbrennofen, während die brennbaren Materialien die nötige Energie für die Produktion von Klinker liefern. Dabei fallen keine Rückstände an und auch hochgiftige Abfälle werden zerstört. Co-Processing ermöglicht so das Vermeiden von Deponierung und Müllverbrennung von Abfällen wie beispielsweise Klärschlamm, Lösungsmitteln, Kunststoffe aus der Industrie oder mineralischen Abfällen.
Vorteile von Co-Processing
Co-Processing im Rahmen der Zementherstellung hat viele Vorteile: Die hohen Temperaturen und die lange Verweilzeit im Brennofen zerstören auch toxische Rückstände vollständig. Es fallen keine Reststoffe an, die verwertet oder gar deponiert werden müssen. Das Einsetzen der Co-Processing Technologie meidet außerdem die Nutzung von fossilen Brennstoffen und reduziert folglich die Treibhausgasemissionen. Darüber hinaus können Zementhersteller ihre Energiekosten dank Sekundärbrennstoffen aus Abfall massiv senken.
Pre-Processing mit WEIMA Shreddern
In der Regel sind Abfälle nicht direkt zur Verwertung in Zementöfen einsetzbar, sondern müssen zuvor aufbereitet werden. Der Aufbereitungsprozess, auch Pre-Processing genannt, umfasst das Zerkleinern, Mischen und Trocknen von Abfällen. Der Einsatz von WEIMA Zerkleinerern im Pre-Processing ermöglicht durchgängig homogene Korngrößen des anspruchsvollsten Materials. So kann ein stabiler Brennstoff, der den technischen Anforderungen der Zementherstellung entspricht, garantiert werden.
Sie interessieren sich brennend für Abfall?
Hier erfahren Sie mehr über die wichtigsten Grundbegriffe:
Ersatzbrennstoff (EBS)
WEIMA Abfallzerkleinerer eignen sich ideal für die Herstellung von mittel- und hochkalorischem Ersatzbrennstoff (engl. RDF – refuse derived fuel) oder Kalzinatorbrennstoff. Dabei handelt es sich um Brennstoffe, die aus Haushalts-, Industrie- und Siedlungsabfällen gewonnen werden. Die unterschiedlichen Qualitätsanforderungen sind vom thermischen Verfahren abhängig. Zu den typischen Aufbereitungsschritten der hochkalorischen Fraktion gehören Vorsortierung, Vorzerkleinerung, Windsichtung und Metallabscheidung. Möglich ist außerdem die sensorische Sortierung sowie Trocknung. Meist wird Ersatzbrennstoff zusammen mit konventionellen Brennstoffen, z.B. in Zement-, Kalk-, und Kohle-, sowie Industriekraftwerken, eingesetzt.
Mechanisch-biologische Abfallaufbereitung (MBA)
Hierbei dreht es sich generell um Hausmüll, MSW oder hausmüllähnliche Gewerbeabfälle. Dieser wird zunächst von Entsorgungsunternehmen gesammelt und an einen zentralen Ort zur Abfallbehandlung, -beseitigung oder -verwertung transportiert. Typischerweise enthält Hausmüll einen hohen Anteil an organischen Stoffen. Nach einer groben Vorsichtung wird dieser zerkleinert und danach durch Siebung in verschiedene Fraktionen geteilt. Die Grobfraktion (Folien, Papier, Hartkunststoffe, Holz, etc.) wird wegen ihres hohen kalorischen Wertes meist als Brennstoff in EBS-Kraftwerken genutzt. Die Feinfraktion (organische Substanzen) hingegen wird meist weiter biologisch behandelt. Damit produzierte Gase sind energetisch nutzbar.
Municipal Solid Waste (MSW)
Haus- oder Siedlungsmüll wird in der Regel als MSW bezeichnet, in Säcken oder Mülltonnen gesammelt und von kommunalen oder privaten Abfalldienstleistern abgeholt. Dieser beinhaltet keine gewerblichen oder industriellen Abfälle. Während die organischen Bestandteile kompostiert oder anderweitig biologisch nutzbar gemacht werden können, dient der Großteil des städtischen Hausmülls verschiedenen energieintensiven Industrien als alternativer Brennstoff.
Solid Recovered Fuel (SRF)
Für die Herstellung von SRF sind in der Regel zusätzliche Prozessschritte von Nöten, da höhere Qualitätsanforderungen für dessen Produktion auf europäischer Ebene definiert worden sind. Zu den wesentlichen Eigenschaften einer Klassifizierung gehören der Heizwert sowie der Chlor- und Quecksilbergehalt. Daraus resultieren fünf Güteklassen, um verarbeiteten Abfall als Solid Recovered Fuel bezeichnen zu dürfen.
Überzeugen Sie sich selbst
Das WEIMA Technikum ist mit Zerkleinerungs- und Brikettiermaschinen aller Größen und Technologien ausgestattet. Hierdurch können wir Ihren Anwendungsfall so realitätsnah wie möglich simulieren. Sie haben die Möglichkeit, uns Ihr Material zu schicken oder uns direkt in Ilsfeld zu besuchen. Von unserer Empore aus haben Sie den besten Blick direkt in den Schneidraum. So können Sie den Zerkleinerungsprozess live beobachten.
Weitere Informationen
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