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Atex Gehäuse Hersteller – Vergleich

Explosionsschutzgehäuse wie Atex-Gehäuse umschließen Ausrüstung für explosionsfähige Atmosphären und sichern den Betrieb durch Zündschutzarten Ex d und Ex e gemäß EN 60079 sowie kontrollierte Oberflächentemperaturen. In Pipeline-Stationen und Raffinerien schützen sie Mess-, Steuer- und Energieverteilung gegen zündfähige Gemische und raue Umgebungen bei schwankenden Außentemperaturen. Für die Beschaffung zählt messbar die Übereinstimmung von Schutzart nach EN 60529 und Temperaturklasse T1–T6 mit Medium, Zündgefahrenniveau und zulässiger Umgebungstemperatur am Montageort.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte Atex Gehäuse Hersteller

Hofwisenstrasse 6, 8260 Stein am Rhein
Schweiz

Über Atex Gehäuse

Atex-Gehäuse kapseln elektrische und nicht-elektrische Betriebsmittel in explosionsgefährdeten Bereichen ein. Die Einordnung folgt der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU und trennt Gerätegruppen I (Bergbau) und II (Industrie). Das Gehäuse muss zur Zone passen: Gas-Zonen 0, 1, 2 oder Staub-Zonen 20, 21, 22 definieren das Risiko. Eine Gerätezertifizierung dokumentiert die Konformität.

Technische Klassifizierung für die Produktauswahl

Bei der Spezifikation wirken drei Parameter zusammen: Schutz gegen Eindringen, thermische Begrenzung und Atmosphäre. Die Schutzart nach EN 60529 legt fest, wie dicht das Gehäuse gegen Staub und Wasser abdichtet. IP66 ist bei Außenaufstellungen häufig. Wo zündfähige Gase auftreten, bestimmt die Explosionsgruppe (IIA bis IIC) den konstruktiven Rahmen, für Stäube gelten IIIA bis IIIC. Zusätzlich begrenzt die Temperaturklasse T1 bis T6 die Oberflächentemperatur.

Auswahlparameter für Atex-Gehäusesysteme (Normbezug)
KriteriumStandardBeispielwert
IP-Schutz gegen Staub/WasserEN 60529IP66
TemperaturklasseEN 60079-0T6 = 85 °C Oberfläche
Kategorie nach ATEX2014/34/EUKategorie 1–3
Zündschutzkonzept (Auszug)EN 60079 ff.Ex d / Ex e

Konstruktionsmerkmale und Werkstoffe im Detail

Nicht jedes Gehäusematerial verträgt jede Atmosphäre. Edelstahl widersteht Chloriden besser als Aluminium, glasfaserverstärktes Polyester reduziert das Gewicht und unterliegt keiner metallischen Korrosion. Metall erhöht oft die mechanische Robustheit, gleichzeitig verlangen leitfähige Oberflächen ein sauberes Erdungskonzept in der Planung. Ein modulares Gehäusesystem nimmt innen eine Montageplatte oder ein Chassis auf. Beide tragen Klemmenleisten und Energieverteilung ohne Verzug.

An Befestigungspunkten liefern integrierte Befestigungsdome definierte Wandabstände und reduzieren Spannungen im Dichtbereich. Die Beschriftung gehört zur Sicherheitstechnik: ATEX-Kennzeichnung sowie Ex-Markierung müssen dauerhaft lesbar bleiben und zur Gerätekategorie passen. Beispiel: Bei Kategorie-2-Aufbauten mit Ex e verlangt die Ausführung meist getrennte Klemmenräume und klar markierte Anschlussdaten am Typenschild.

Einsatzfelder und anwendungsspezifische Konfiguration

In Pipeline-Strängen treten Gasfreisetzungen punktuell auf, in Raffinerien dominieren wechselnde Medien und hohe Außentemperaturen an Rohrbrücken. Solche Umgebungen definieren Korrosionsprofil und Temperaturfenster für die Elektronik im Innenraum sowie jedes Einbauteil am Durchbruch. Atex-Gehäuse gelten im Anlagenbau als vielseitig, nicht wegen „Universalität“, sondern weil modulare Innenausbauten viele Schaltbilder aufnehmen. Entscheidend ist der verfügbare Bauraum.

Bei der Bestückung steuert das Lochbild die Position von Kabelverschraubungen und Verschlüssen. Jeder Durchbruch muss zur IP-Schutzart passen und darf keine Zündquelle begünstigen. Erstens trennt ein sauberer Kabelabgang Steuerleitungen von Leistungsadern über definierte Abstände auf dem Chassis. Zweitens begrenzen zugelassene Dichtungen Leckagepfade bei Staubatmosphären der Gruppe IIIC. Drittens verhindert eine klare Leitungszuordnung Fehler beim Austausch von Modulen. Ersatzteile wie Dichtungen oder Verschlussschrauben müssen baugleich bleiben.

Kriterienkatalog für belastbare Entscheidungen

Neben Normdaten zählt die Passung zum realen Einbauort und zwar messbar. Bei Umgebungstemperaturen von −20 °C bis +60 °C fordert das Material konstante Dichtpressung ohne Kriechverhalten. Zugleich müssen Kabel- und Leitungsdurchführungen Ex-zugelassen sein und das Anziehdrehmoment vertragen. Entscheidend sind belastbare Datenblätter zu Dichtungssystemen und Gewindenormen der Verschraubungen.

  • Zündschutzart: Ex d kapselt druckfest ab, Ex e erhöht die Sicherheit durch konstruktive Reserven.
  • Kategorie und Gruppe: ATEX-Kategorie 1–3 koppelt an Zonenlogik für Gas (0–2) oder Staub (20–22).
  • Baugröße: Montageplatte-Abmessungen bestimmen Klemmenzahl und Wärmeabfuhr im Innenraum.

Für komplexe Schnittstellen liefert eine Onlinebesprechung schnelle Klärung zu Lochbildvarianten und zur Position von Einbauteilen an Türen oder Flanschen. Entscheidend sind die Gewindetypen der Durchführungen und die zulässige Oberflächentemperatur aus der Temperaturklasse.

Hersteller sind Phoenix Mecano Solutions AG

FAQ zu Atex Gehäuse

Wie senkt man die Total Cost of Ownership von ATEX-Gehäusen?

Die TCO von ATEX-Gehäusen wird durch Anschaffung, Installation, Wartung und Energieeffizienz bestimmt. Sie sinkt durch vorausschauende Planung mit materialbeständigen Ausführungen und guter Servicezugänglichkeit; ein korrosionsbeständiges Gehäuse nach ISO 12944 reduziert beispielsweise Instandhaltungskosten. Für wirtschaftliche Entscheidungen stets die Lebenszykluskosten statt nur den Kaufpreis bewerten.

Welche Installationsanforderungen gelten für explosionsgeschützte Gehäuse?

Installation, Montage und Inbetriebnahme dürfen ausschließlich von zertifiziertem Fachpersonal gemäß EN 60079-14 ausgeführt werden. Kabel- und Leitungsdurchführungen sind normgerecht zu realisieren; die Erdung muss fehlerfrei umgesetzt sein. Jede Abweichung vom freigegebenen Entwurf kann die Explosionsschutzfunktion beeinträchtigen.

Welche Rolle spielt das Explosionsschutzdokument nach 1999/92/EG bei der Auswahl von ATEX-Gehäusen?

Das Explosionsschutzdokument nach Richtlinie 1999/92/EG ist die verbindliche Grundlage für die Auswahl von ATEX-Gehäusen. Es legt die Explosionszonen und die dort auftretenden brennbaren Stoffe fest und gibt vor, welche Gerätekategorie und welche Zündschutzart die Betriebsmittel erfüllen müssen. Wählen Sie Gehäuse ausschließlich gemäß diesen Vorgaben.

Wie häufig sind ATEX-Gehäuse zu prüfen und zu warten?

Prüf- und Wartungsintervalle für ATEX-Gehäuse regelt EN 60079-17. Vorgeschrieben sind eine Erstprüfung vor Inbetriebnahme, wiederkehrende Sichtprüfungen z. B. jährlich und eingehende Prüfungen z. B. alle drei Jahre. Austauschintervalle von Dichtungen hängen von Umgebungsbedingungen und Material ab. Legen Sie feste Prüfintervalle fest und dokumentieren Sie alle Wartungsarbeiten vollständig.

Wann ist GFK gegenüber Metall die bessere Wahl für ATEX-Gehäuse

GFK glasfaserverstärkter Polyester ist vorzuziehen, wenn hohe chemische Beständigkeit gegen Säuren bzw. Laugen, geringes Gewicht und elektrische Isolation gefordert sind. Nachteile sind die geringere mechanische Festigkeit gegenüber Edelstahl sowie erhöhte Alterungsneigung bei starker UV-Einstrahlung. Die Materialwahl sollte sich am Korrosionsprofil, der mechanischen Beanspruchung und der UV-Exposition des Einsatzorts orientieren.

Was bedeutet eine Baumusterprüfbescheinigung für ATEX-Komponenten?

Eine Baumusterprüfbescheinigung ist ein von einer Benannten Stelle ausgestelltes Zertifikat, das die Konformität einer explosionsgeschützten Komponente mit der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU bestätigt. Sie dokumentiert Konstruktion, Schutzmerkmale und bestimmungsgemäße Verwendung des Produkts. Ohne gültige Bescheinigung dürfen solche Komponenten weder in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt noch in den Verkehr gebracht werden. Stellen Sie sicher, dass jede ATEX-Komponente eine gültige Baumusterprüfbescheinigung besitzt.

Welche Risiken entstehen durch unsachgemäßen Einsatz von Schutzgehäusen in Ex-Zonen

Unsachgemäßer Einsatz kann den Explosionsschutz aufheben. Dadurch entstehen Zündquellen mit Risiko schwerer Explosionen und Personenschäden. Typische Fehler: falsche oder nicht Ex-zertifizierte Kabelverschraubungen, fehlender Erdungs- bzw. Potentialausgleich, nicht zugelassene Modifikationen. Maßnahmen: Personal regelmäßig schulen, Herstellerangaben und Zulassungen strikt befolgen, einschlägige Vorschriften einhalten (ATEX 2014/34/EU und 1999/92/EG, EN IEC 60079-14 Auswahl und Installation, EN IEC 60079-17 Inspektion und Instandhaltung)

Hintergrund: Atex Gehäuse

  • Explosionsschutz Wikipedia

    Explosionsschutz verhindert Entstehung und Auswirkungen von Explosionen durch integrierte Sicherheitskonzepte: primär Bildung explosionsfähiger Gemische vermeiden, sekundär Zündquellen ausschließen, tertiär Auswirkungen begrenzen. Grundlage für ATEX-Gehäuseauswahl, Zonen- und Maßnahmenplanung.

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026, ID: 50676