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Axialventilatoren Hersteller

Axialventilatoren sind Strömungsmaschinen, die Luft oder Gase parallel zur Rotationsachse fördern. Sie liefern hohe Volumenströme bei geringem bis mittlerem Druck und bestehen aus Laufrad, Gehäuse, optionalem Nachleitwerk und einem Direkt- oder Riemenantrieb. Einsatzfelder sind Zu- und Abluft, Kühlung und Wärmetausch in Gebäuden, Anlagen und Prozessen sowie die Lüftung von Tunneln und Parkgaragen. Leistung und Prüfung orientieren sich an DIN EN ISO 5801 und VDI 2044.

Weitere Hersteller Axialventilatoren

Mehr über Axialventilatoren

Axialventilatoren fördern Luft oder andere Gase parallel zur Achse des Laufrads und sind in der technischen Lüftung etabliert. Sie liefern große Volumenströme bei geringem Systemwiderstand und eignen sich durch ihre Vielseitigkeit für die Belüftung von Anlagen, Gebäudezonen und Prozessen. Je nach Ventilatortyp reicht das Spektrum von der Normalausführung bis zur kundenspezifischen Sonderkonstruktion.

Grundlagen und Funktionsweise von Axialventilatoren

Aerodynamisches Prinzip und Aufbau

Das Laufrad erzeugt durch profilierte Schaufeln einen axialen Strahl, dessen Drehzahl, Schaufelsteigung und der Einlaufzustand den Volumenstrom bestimmen. Ein strömungsgünstiges Nachleitwerk reduziert Drallverluste, steigert den Wirkungsgrad und stabilisiert die Kennlinie, die bei ungünstiger Kanalnetzabstimmung einen Sattel ausbilden kann. Gehäuse aus Stahlblech oder als Edelstahlventilator mit definierter Wandstärke kanalisieren den Strom. Ein Schutzgitter erhöht die Betriebssicherheit.

Die Antriebseinheit reicht von Direktantrieb bis Riemenantrieb, wobei die Antriebstechnik die erreichbare Geschwindigkeit, die Wärmeabfuhr und die Wartungsintervalle beeinflusst. Materialien wie Sonderaluminium oder Sondermaterial für hohe Temperaturen in Grad Celsius erweitern die Einsatzgrenzen. Für enge Einbauräume stehen Kurzbauformen bereit. Robuste Ausführungen tragen Zulassungen für staubhaltige oder feuchte Medien.

Typische Bauformen und Einsatzbereiche

Rohr-, Wand- und Dachventilatoren decken Belüftungsaufgaben in Gewerbehallen, Bürogebäuden und Industrieanlagen ab. Anwendungen reichen von Frischluftzufuhr und Absaugung über Lüftung und Klimatechnik bis Kältetechnik, Wärmetausch, Kälteaustausch, Trocknungsanlagen und Lebensmittelkühlung. Impulsventilator und Strahlgebläse bedienen Parkgaragen und die Tunnelbelüftung mit erhöhten Anforderungen an Dauerfestigkeit und Steuerung.

Technische Spezifikationen und Leistungsmerkmale von Ventilatoren

Schlüsselkennzahlen und Normenbezug

Die aerodynamische Prüfung erfolgt nach DIN EN ISO 5801, Auslegungsregeln finden sich in VDI 2044 (Verein Deutscher Ingenieure). Typisch ist ein geringes bis mittleres Druckverhältnis bis etwa 1,5, womit der Bereich Mitteldruck abgedeckt wird. Herstellerberichte gemäß VDMA 24177 (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) dokumentieren Wirkungsgrade bis über 85 % am Betriebspunkt. Die Wuchtgüte nach ISO 1940 sichert Laufrad-Toleranzen für ruhigen Lauf und geringe Strukturbeanspruchung.

Einflussfaktoren auf Effizienz und Performance

Wirkungsgrad, Druckreserve und Laufruhe hängen von Drehmoment, Schaufelprofil, Spaltmaßen, dem erwähnten Leitapparat und dem Kanalnetz ab. Temperatur in Grad Celsius, Luftdruck und Mediumsdichte verschieben die Kennlinie. Die Regeltechnik mittels Frequenzumrichter passt die Drehzahl bedarfsgerecht an, erhöht die Energieeinsparung und reduziert Vibrationen. Werkstoffe und Wandstärke des Gehäuses beeinflussen die Nutzungsdauer bei abrasiven Medien.

Auswahlkriterien für den optimalen Einsatz

Dimensionierung und Umgebungsbedingungen

Die Auslegung folgt dem geforderten Volumenstrom und dem zu überwindenden Widerstand des Netzes, inklusive Druckverlusten durch Filter und Schalldämpfer. Baugröße, Einbauort und Einbausituation bestimmen den Bauraum, die elektrische Sonderspannung erschließt internationale Netze. Materialien, Dichtkonzepte und die geforderte Zulassung richten sich nach Medium, Temperaturbereich in Grad Celsius und möglichen Luftdruckschwankungen.

  • Frischluft: Zuluftsysteme in Hallen und Büros benötigen eine stabile Kennlinie und geringe Geräuschabstrahlung.
  • Absaugung: Prozessabluft erfordert Reserven gegen Verschmutzung und exakt abgestimmte Regelung.
  • Regelgerät: Intelligente Controller mit Kommunikationsschnittstellen erlauben Trendanalysen und Alarmierung.
  • Produktrichtlinie: Die Einhaltung relevanter Richtlinien und Normen sichert Sicherheit, akustische Grenzwerte und Brandschutz.

Regelung, Lärmemission und spezielle Anforderungen

Zur Reduktion der Schallpegel kommen größere Laufräder mit niedriger Drehzahl, akustische Verkleidungen und glattflächige Gehäuse zum Einsatz. Das Ergebnis ist eine geräuscharme Auslegung. Die Regeltechnik begrenzt Anlaufzeit und Stromstoß. Für kritische Medien kommen Sonderausführung, Sonderventilator als Einzelstück oder modulare Sonderlösung zum Einsatz. Optional sind Riemenantrieb, Explosionsschutz oder erhöhte Schutzart möglich.

Vielfältige Anwendungen und Sonderlösungen

Einsatz in Industrie und Gebäudetechnik

In Produktionsbereichen stabilisieren Axialgeräte Temperaturprofile, führen Emissionen ab und unterstützen den Wärmetausch an Wärmetauschern. In der Gebäudetechnik sichern sie die Frischluftzufuhr in RLT-Zentralen, während in der Prozesskälte Verdampfer mit axialen Antrieben arbeiten. Für Reinräume und die Einhaltung von Arbeitsschutzwerten werden abgestimmte Filterstufen kombiniert. Das Kanalnetz verhindert Rückströmung.

Spezialisierte Axialventilatoren für Nischenbereiche

Für korrosive Medien liefern Hersteller Gehäuse und Laufräder aus Sondermaterial bis hin zum Edelstahlventilator. In hygienesensiblen Zonen der Lebensmittelkühlung zählen reinigungsfreundliche Konturen; in Heißgasfeldern sichern hitzefeste Isolationen die Nutzungsdauer. Die Sonderkonstruktion adressiert Sonderwunsch, etwa spezielle Kommunikation zur Gebäudeleittechnik oder eine definierte Normalausführung für Serienanlagen.

Wirtschaftlichkeit, Wartung und führende Hersteller

Lebenszykluskosten und Instandhaltung

Die Gesamtkosten werden von elektrischer Aufnahmeleistung, Wartung und Ausfallrisiken geprägt. Geplante Inspektionen vermeiden Stillstand und senken Betriebskosten. Typische Lebensdauern erreichen 10–20 Jahre. ISO 13349 und MTBF (Mean Time Between Failures) über 50.000 h für Motoren und Lager dienen zur Bewertung. Schmierpläne, Schwingungsmonitoring und sauber eingestellte Regler halten Kennlinie und Schallpegel stabil.

  • Instandhaltung: Reinigung der Schaufeln, Prüfung von Lager und Dichtung, Kontrolle der elektrischen Anschlüsse.
  • Regelgerät: Parametrierung für Teillast, Rampen für Anlaufzeit, Grenzwerte für Temperatur in Grad Celsius.
  • Kommunikation: Anbindung an Leitsysteme für Status, Alarm und Trenddaten.
  • Betrieb: Vermeidung von Resonanzen, Überwachung des Kanalnetz-Widerstands, Austausch von Filtern.

Vergleich von Ventilatortypen

Axial- und Radialbauart im Überblick
MerkmalAxialventilatorRadialventilator
FörderrichtungParallel zur AchseRadial mit 90°-Ablenkung
DruckbereichGering bis mittel (bis 1,5)Mittel bis hoch (bis ca. 5)
VolumenstromSehr hochMittel bis hoch
WirkungsgradBis > 85 %Bis ≥ 90 %
AkustikLeise bei freier An- und AusströmungLeise bei höheren Drücken
EinsatzZuluft, Kühlung, WärmetauschFilter- und Prozessluft

Marktübersicht bekannter Hersteller

Unternehmen wie Ziehl-Abegg, EBM-Papst, Rosenberg Ventilatoren GmbH, Systemair, FläktGroup, Howden, Nicotra Gebhardt, Witt & Sohn AG, Maico Elektroapparate-Fabrik GmbH, Korf Industrielle Ventilatoren GmbH und Vostermans Ventilation liefern Seriengeräte und projektierte Lösungen. Die Palette reicht von der Normalausführung bis zur Sonderkonstruktion mit speziellen Werkstoffen, Sonderspannung und digitaler Kommunikation für Diagnose und Steuerung.

Hinweis zur Systemabstimmung: Bei axialen Bauarten führen lange, gleichförmige Strömungsstrecken, weich ausgerundete Ein- und Auslässe sowie ein passendes Kanalnetz zu geringerem Druckverlust, was die Drehzahlreserve schont und die Betriebssicherheit gegenüber Radialventilatoren im zulässigen Bereich hält.

FAQ zu Axialventilatoren

Wie können Axialventilatoren energieeffizienter betrieben werden?

Der Energieverbrauch lässt sich durch drehzahlgeregelte Antriebe und ein optimiertes Kanalnetz deutlich senken. Frequenzumrichter passen die Leistung dem tatsächlichen Bedarf an und verringern den Stromverbrauch bei Teillast um bis zu 30 bis 50 Prozent. Strömungsgünstige Einbauten und regelmäßige Reinigung reduzieren den Systemwiderstand und steigern die Effizienz. Eine intelligente Steuerung ermöglicht zusätzlich die Nutzung von Freikühlung, was die Betriebskosten weiter senkt.

Welche Vorteile bieten intelligente Regelungen für Lüftungsanlagen?

Intelligente Regelungen optimieren den Betrieb von Lüftungsanlagen, senken Energiekosten und erhöhen die Betriebssicherheit. Sensoren erfassen Temperatur- und CO2-Werte und steuern die Luftförderung bedarfsgerecht. Dadurch sinkt der Energieverbrauch, die Komponenten halten länger und Wartungseingriffe lassen sich dank Fernzugriff, Fehlerdiagnose und vorausschauender Instandhaltung effizient planen.

Welche Ursachen führen zu Geräuschen und Vibrationen bei Axialventilatoren

Typische Ursachen sind Unwuchten im Laufrad, verschlissene Lager und ungünstige Kanalnetzanbindungen. Ablagerungen auf den Schaufeln verursachen Unwuchten, während Lagerverschleiß mechanische Schwingungen begünstigt. Strömungsablösungen oder Resonanzen im Luftkanalsystem können die Geräuschentwicklung zusätzlich verstärken. Eine fachgerechte Installation und regelmäßige Wartung sind entscheidend für einen vibrationsarmen Betrieb.

Wie treffen Unternehmen die Auswahl eines geeigneten Axialventilators für unterschiedliche Medien?

Die Auswahl richtet sich nach Aggressivität, Temperatur und Partikeleigenschaften des Fördermediums. Für korrosive Gase sind Edelstahl- oder kunststoffbeschichtete Ventilatoren nötig, um Materialschäden zu vermeiden. Bei hohen Temperaturen werden hitzebeständige Werkstoffe und Isolationen eingesetzt, die bis zu 400 Grad Celsius standhalten. Staubhaltige Medien erfordern robuste Laufräder und eine erhöhte Motorschutzart, um Abrieb und Verschleiß zu reduzieren.

Welche Technologien bestimmen künftig die Entwicklung von Axialventilatoren?

Die Weiterentwicklung von Axialventilatoren wird durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz und neue Werkstoffe geprägt. Sensorik und IoT-Anbindung ermöglichen vorausschauende Wartung und Echtzeit-Optimierung. KI-Algorithmen analysieren Energieverbrauch und passen Steuerungen automatisch an. Fortschritte bei Leichtbau und 3D-Druck schaffen komplexe, strömungsoptimierte Schaufelprofile mit höherem Wirkungsgrad.

Warum verlängert regelmäßige Wartung die Lebensdauer von Lüftungssystemen?

Regelmäßige Wartung erhält die Effizienz, senkt den Energieverbrauch und beugt kostspieligen Ausfällen vor. Ablagerungen auf Schaufeln und Gittern verringern den Luftstrom und erhöhen den Energiebedarf. Die Kontrolle und Schmierung von Lagern sowie die Prüfung elektrischer Anschlüsse mindern das Risiko von Verschleiß und Überhitzung. Wartungen gemäß Herstellervorgaben sichern die Betriebssicherheit und verlängern die Lebensdauer um mehrere Jahre.

Worin unterscheiden sich Axial- und Radialventilatoren in der praktischen Anwendung

Axialventilatoren fördern Luft parallel zur Achse und eignen sich für hohe Volumenströme bei geringem Druck, etwa zur Direktbelüftung von Räumen oder in Wärmetauschern. Radialventilatoren leiten die Luft um 90 Grad um und erzeugen höhere Drücke. Sie sind für komplexe Kanalsysteme mit hohem Widerstand besser geeignet, beispielsweise in Filteranlagen oder Prozessabluftsystemen. Die Bauform bestimmt somit den optimalen Einsatzbereich.

Hintergrund: Axialventilatoren

  • Axialventilator Wikipedia

    Wikipedia beschreibt Ventilatoren, insbesondere Axialventilatoren: Luft parallel zur Achse, hoher Volumenstrom bei geringem Druck; Drall und Nabentotwasser, gemindert durch Diffusor/Nachleitrad. Vergleich zu Radial-/Diagonal-/Querstrombauarten, Messung nach ISO 5801, ErP‑Effizienzanforderungen und Anwendungen.

Diese Anbieterliste Axialventilatoren umfasst auch: Axialventilatoren Industrie