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Radialventilatoren Hersteller

Radialventilatoren sind Strömungsmaschinen zur Förderung von Gasen. Die Strömung tritt axial in ein rotierendes Laufrad ein und verlässt das Gehäuse radial, wodurch nutzbarer Förderdruck bei kompakter Bauweise entsteht und oft höhere Werte als bei Axialventilatoren erreicht werden. Schaufelgeometrien wie vorwärts- und rückwärtsgekrümmt oder gerade beeinflussen Wirkungsgrad, Geräusch und Partikeltauglichkeit. Kennwerte sind Volumenstrom, statische Druckerhöhung und Drehzahl. Prüfungen erfolgen nach EN- und ISO-Normen. Anwendungen umfassen Lüftung, Industrieabsaugung, Prozessluft und Brandschutz.

Weitere Hersteller Radialventilatoren

Mehr über Radialventilatoren

Radialventilatoren sind Strömungsmaschinen, die Gase mithilfe eines rotierenden Laufrads auf der Druckseite verdichten und den Luftstrom über ein Gehäuse gezielt ausleiten. Im Gegensatz zu Axialbauarten verläuft der Durchsatz radial zum Rotor, was hohe Drücke in einem kompakten Ventilatorensystem ermöglicht. Für ein stabiles Belüftungssystem zählen die richtige Drehrichtung, der korrekte Drehsinn und die Vermeidung von Rückströmung in der angeschlossenen Anlagentechnik.

Grundlagen der Funktionsweise und Bauformen

Physikalisches Prinzip der Druckerzeugung

Die Strömung tritt axial in das Laufrad ein, gewinnt durch Umfangsgeschwindigkeit, Drehzahl und Trägheitsmoment Energie und wird radial ausgestoßen. Dabei steigen kinetische und statische Druckanteile, die das Gehäuse in nutzbaren Förderdruck überführt. Gesteuert wird dies durch den Elektromotor, dessen Motorleistung, Läuferklasse und Kühlung die Temperaturgrenzen bestimmen. Raumtemperatur, Hochtemperaturanwendung und die Einhaltung festgelegter Grenzwerte werden durch Messung, Überprüfung und Zertifizierung nach EN und ISO abgesichert.

Schaufelraddesign und Bauformen

Das Schaufelraddesign beeinflusst Betriebspunkt, Geräuschniveau und Robustheit. Vorwärtsgekrümmte Ausführungen liefern hohe Volumenströme bei moderater Drehzahl, rückwärtsgekrümmte Varianten erzielen hohen Wirkungsgrad und gute Stabilität, gerade Schaufeln widerstehen Partikeln. In staubhaltigen Medien bewährt sich das Staubrad, etwa bei Holzresten und Filtersack in Absauganlagen. Der korrekte Drehsinn des Radialgebläses verhindert Leistungsverlust. Geräuschentwicklung und Schwingungsdämpfung hängen von Schaufelform, Gehäuse und Aufstellung ab.

  • Vorwärtsgekrümmt: kompakt, hohe Transportvolumina bei geringem Geräuschniveau, geeignet für Lüftungen in Gebäuden und Klimageräten.
  • Rückwärtsgekrümmt: druckstabil, gutes Regelverhalten, vorteilhaft für Industrieanlagen und variable Betriebspunkte.
  • Gerade Schaufeln: robust gegen Partikel, geeignet für Absaugungen, z. B. mit Staubrad bei Holzresten.

Technische Kennzahlen und Messmethodik

Typische Kennzahlensätze umfassen Volumenstrom, statische Druckerhöhung, Gesamtdruck, elektrische Leistungsaufnahme und die Einhaltung definierter Genauigkeitsklassen bei der Messung. Als Referenz dienen ISO- und EN-Prüfstände mit Überprüfung des Betriebspunktes. Für Hochtemperaturanwendungen gelten begrenzte Zeitfenster mit zertifizierter Dichtung und Sondermaterial. Das resultierende Geräuschniveau wird als Schallleistungspegel ausgewiesen. Die Geräuschentwicklung steigt mit Drehzahl, Strömungsauflösung und Gehäusegeometrie.

Zur Ermittlung belastbarer Daten definieren Hersteller die Einbaubedingungen, vermeiden Rückströmung am Einlauf, sichern Abstände zu Hindernissen und nutzen akustische Referenzräume. Balancierungsangaben (z. B. Genauigkeitsklasse) reduzieren Schwingungen des Radialventilators. Der Einsatz geeigneter Kugellager auf der Tragplatte, eine steife Mechanik und dichte Gehäusefugen halten die Messabweichung gering.

Materialien und Konstruktion

Gehäuse und Laufräder aus Stahlblech bieten gute Festigkeit, ein Grundanstrich erhöht den Korrosionsschutz. Edelstahl dient für korrosive Medien und Medizintechnik. Bei aggressiven Dämpfen kommen Kunststoff-Ausführungen wie PP oder PVDF zum Einsatz, Grenzen liegen bei Temperatur und mechanischer Belastbarkeit. Dichtkonzepte mit präziser Dichtung, optionaler Keilriemenantrieb und eine geeignete Produktgröße sichern die Verlässlichkeit im Dauerbetrieb.

Auswahl und Auslegung

Die Auslegung beginnt mit einem definierten Betriebspunkt aus Volumenstrom und Druck, ergänzt um Temperatur, Medium, Einbausituation und Baugröße. Transportvolumen, Bauraum und Distanz zwischen Ansaugung und Verbraucher werden mit der Rohrnetzberechnung verknüpft. Drehmomentanforderungen ergeben sich aus Trägheitsmoment und Drehzahl. Daraus resultiert die Motorleistung. Für Sonderausführung oder Sonderlösung gelten zusätzliche Material- und Dichtanforderungen.

  • Einbausituation: Einbauventilator, Dachventilator oder Ventilatorwand bestimmen Drehrichtung, Tragplatte und Schwingungsdämpfung.
  • Anwendung: Lüftung in Gebäuden, Prozessluft an Drehmaschinen und Tafelscheren, Kühlung gegen Überhitzung, Entfeuchtung und Temperierung.
  • Medium: saubere Luft, staubhaltige Luft mit Staubrad und Filtersack, chemische Medien mit Sondermaterial.
  • Betrieb: Dauerstrichbetrieb oder Pulsbetrieb mit Anwendungshinweis zu Anlaufhäufigkeit, Trägheitsmoment und Keilriemenantrieb.

Typische Einsatzfelder

Einsatzbereiche und passende Ausführungen
AnwendungsgebietSpezifische AnforderungTypische Ausführung
Lüftung und Klimatechnikgroße Transportvolumina in Gebäuden, Entfeuchtung, Temperierungvorwärtsgekrümmt, Zertifizierung nach EN
IndustrieabsaugungSpäne, Staub, Holzrestegerade Schaufeln, Keilriemenantrieb, Metall
Chemische Prozesseaggressive DämpfePP/PVDF, Edelstahl, dichte Gehäuse
ProzesslufttechnikKühlung von Drehmaschinen und Tafelscherenrückwärtsgekrümmt, schwingungsarm
BrandschutzHochtemperaturanwendungHochtemperatur-Stahl, EN-Referenzprüfung
Bahnbetrieb/Fahrzeugkompakte BaugrößeEinbauventilator mit Tragplatte

Betrieb, Wartung und Ersatzteile

Regelmäßige Reinigung von Laufrad und Gehäuse verhindert Unwucht, mindert Schwingungen und stabilisiert das Geräuschniveau. Die Einhaltung der Wartungsintervalle senkt Betriebskosten und erhöht die Verfügbarkeit. Ersatzteil-Strategien fokussieren auf Riemen, Dichtungen, Lager und Standardmotoren, damit die Produktionskapazität in der Industrieanlage schnell wieder erreicht wird.

  • Lagertechnik: Lebensdauer der Kugellager durch Ausrichtung, Schmierung und Überprüfung sichern.
  • Antrieb: Riemenspannung beim Keilriemenantrieb kontrollieren und den Elektromotor thermisch schützen.
  • Reinigung: Ablagerungen im Schaufelkanal entfernen, Filtersack tauschen und Dichtung inspizieren.
  • Betriebsarten: Dauerstrichbetrieb dokumentieren, Pulsbetrieb mit Anwendungshinweis zum Anlaufstrom des Elektromotors festlegen.

Herstellerpraxis, Dokumentation und Normen

Hersteller legen Produktionsstandort, Referenzprüfstände, Kennzahlendefinitionen und Zertifizierung offen. Dazu zählen ISO-Protokolle, EN-Typprüfungen und die lückenlose Überprüfung der Genauigkeitsklasse. Projektakten enthalten Erfahrungsberichte aus Instandhaltung und Bahnbetrieb, damit im Feldbetrieb keine Überraschungen entstehen. Warenkorb-Kataloge und Ersatzteilkataloge ordnen Komponenten nach Produktgröße, Läuferklasse und Schaufeldesigns für eine planbare, wartungsarme Instandhaltung.

Branchenspezifische Einbindung reicht von Medizintechnik und Lebensmittel über Fahrzeug- und Bahnbetrieb bis zur Prozesslüftung in Gebäuden. Für chemische Anwendungen ermöglichen Sonderausführung und Sonderlösung passende Materialien, während Metallgehäuse und Stahlblechgehäuse in rauer Mechanik bestehen. Bei der Planung zählen die Einhaltung der Temperaturgrenzen, eine robuste Dichtung und eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Materialwahl.

Im Feld bestimmen Einbausituation und Entfernung zur Quelle die Strömung. Rückströmung wird über Strömungsgleichrichter und Klappen minimiert. Für den Einsatz als Dachventilator oder Einbauventilator sind Tragplatte, Schwingungsdämpfung und Balancierung kritisch. In der Praxis decken Ventilatoren vom kleinen Klimagerät bis zur großen Ventilatorwand das Spektrum der Belüftung ab, die Mechanik bleibt durch geeignete Komponenten und klare Einhaltung der Normen verlässlich.

Abschließend wird die Auswahl durch Messung der Raumtemperatur, die Dokumentation des Transportvolumens und den Abgleich der Produktgröße mit der Baugröße präzisiert. Der Hersteller liefert Referenzkurven, eine Anleitung zum Schaufelraddesign und einen Anwendungshinweis zur Einhaltung der Geräuschentwicklung. So bleibt die Verlässlichkeit des gesamten Ventilatorensystems auch bei wechselnden Temperaturprofilen und Medien im Belüftungssystem gewährleistet, einschließlich der Anforderungen des Radialventilators.

FAQ zu Radialventilatoren

Wie lässt sich die Energieeffizienz von Radialventilatoren langfristig verbessern?

Die Energieeffizienz von Radialventilatoren kann durch den Einsatz von EC-Motoren und Frequenzumrichtern deutlich gesteigert werden. Eine exakte Auslegung auf den tatsächlichen Betriebspunkt reduziert den Energieverbrauch. Optimierte Laufradgeometrien und Rekuperationssysteme senken zusätzlich den Strombedarf. Regelmäßige Wartung stellt die dauerhafte Effizienz und Kosteneinsparung sicher.

Welche Funktion übernehmen Smart-Sensoren in der Wartung moderner Radialgebläse?

Smart-Sensoren ermöglichen bei Radialgebläsen eine vorausschauende Wartung durch permanente Erfassung von Vibrationen, Temperatur, Druck und Stromaufnahme. Die Echtzeitdaten erlauben eine frühzeitige Erkennung potenzieller Ausfälle und eine bedarfsgerechte Planung von Wartungsintervallen. Dies erhöht die Betriebssicherheit und minimiert ungeplante Stillstände. Häufig sind die Systeme in ein zentrales Gebäudemanagement eingebunden.

Welche Hauptursachen führen zu Leistungsverlusten bei Radialventilatoren

Leistungsverluste entstehen meist durch verschmutzte Laufräder oder Gehäuse, die den Luftstrom behindern und Unwuchten verursachen. Fehldimensionierte Rohrleitungen und übermäßige Strömungswiderstände erhöhen den Energiebedarf. Undichtigkeiten im Gehäuse oder an Anschlüssen mindern den Druckaufbau. Eine falsche Drehrichtung des Laufrads kann die Förderleistung deutlich reduzieren.

Wie kann die Geräuschentwicklung von Industrieventilatoren reduziert werden?

Die Lärmemission von Industrieventilatoren lässt sich durch mehrere technische Maßnahmen senken. Akustische Gehäuseisolierungen und Schalldämpfer in den Luftkanälen mindern die Schallausbreitung. Eine präzise Auswuchtung der Laufräder sowie schwingungsdämpfende Lager reduzieren Körperschall. Aerodynamisch optimierte Schaufelgeometrien verringern darüber hinaus turbulenzbedingte Geräusche.

Lohnt sich der Einsatz von Radialventilatoren mit variabler Drehzahlsteuerung für kleine und mittlere Unternehmen?

Ja. Durch die bedarfsgerechte Leistungsanpassung ermöglichen Radialventilatoren mit variabler Drehzahlsteuerung deutliche Energieeinsparungen, die die höheren Anschaffungskosten häufig ausgleichen. Sie verbessern zudem die Prozessregelung, reduzieren mechanische Belastungen und verlängern so die Lebensdauer der Komponenten. Das senkt Wartungskosten und erhöht die Betriebssicherheit.

Welche Materialien eignen sich für Radialventilatoren in stark korrosiven Umgebungen?

Für den Einsatz in stark korrosiven Umgebungen eignen sich Kunststoffe wie Polypropylen (PP), Polyvinylidenfluorid (PVDF) oder glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK). Sie sind beständig gegenüber aggressiven Chemikalien und Säuren. Alternativ werden hochlegierte Edelstähle wie Duplex- oder Superduplexstähle verwendet, die zusätzlich hohe mechanische Festigkeit bieten. Die Materialwahl richtet sich nach chemischer Zusammensetzung und Temperatur des Mediums.

Wie senkt die Digitalisierung die Lebenszykluskosten von Radialgebläsesystemen?

Digitalisierung reduziert Lebenszykluskosten durch optimierten Betrieb und bedarfsgerechte Wartung. Digitale Überwachung und Steuerung verringern den Energieverbrauch. Predictive Maintenance auf Basis von Betriebsdaten minimiert Ausfallzeiten und verlängert die Lebensdauer der Komponenten. Digitale Zwillinge ermöglichen die Simulation von Wartungsstrategien und Upgrades, erhöhen die Planungssicherheit und senken die Gesamtkosten.

Hintergrund: Radialventilatoren

  • Radialventilator Wikipedia

    Wikipedia beschreibt Radialventilatoren als Ventilatoren für hohe Druckerhöhungen: axialer Einlass, 90°-Umlenkung, radialer Ausblas; Bauformen mit vorwärts-, rückwärtsgekrümmten oder geraden Schaufeln, mit/ohne Schneckengehäuse, Diffusoren und Leitschaufeln zur Verlustminimierung.

Diese Anbieterliste Radialventilatoren umfasst auch: Hochleistungs Radialventilatoren, Radialventilatoren Industrie