Liste Hersteller Industrieabsaugung
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Deutschland
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Deutschland
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Deutschland
Weitere Hersteller Industrieabsaugung
Mehr über Industrieabsaugung
Eine Industrieabsaugung erfasst Stäube, Dämpfe, Aerosole und Gase direkt in der Fertigungsumgebung und führt sie einer technischen Luftreinigung zu. Ziel sind gesundheitlich zuträgliche Arbeitsplätze, die Einhaltung verbindlicher Grenzwerte und der Schutz von Produktqualität und Anlagen. Systeme reichen vom kompakten Absauggerät bis zur zentralen Absauganlage, abgestimmt auf Fertigungsverfahren, Emissionsquellen und die jeweilige Fertigungsumgebung.
Grundlagen und Funktionsweise
Das Prinzip beruht auf Unterdruck: Erfassungselemente an der Entstehungsstelle oder im Raum leiten die verunreinigte Luft über Kanäle zu einem Antrieb, wo ein Ventilator den Volumenstrom erzeugt. Nach Abscheidung der Partikel und Gase im Filtersystem erfolgt Umluft- oder Abluftbetrieb, optional mit Wärmerückgewinnung. Das Vorgehen adressiert alle Aggregatzustände – vom festen Schleifstaub über flüssige Emulsionen bis zu gasförmigem Lösemitteldampf.
Bedeutung für Gesundheit und Rechtssicherheit
Eine wirksame Erfassung reduziert die Exposition gegenüber Schadstoffen wie Asbest, Ölnebel, Schweißpartikeln oder Lösungsmitteln und stärkt den Gesundheitsschutz. Arbeitgeber sichern die Einhaltung maximaler Arbeitsplatzkonzentrationen und weiterer Vorschriften, wodurch die Luftqualität steigt und die Zufriedenheit der Produktionsmitarbeiter wächst.
Aufbau und Schlüsselkomponenten
Ein Absaugsystem kombiniert Hauben, Saugarme und Stauberfassung mit Rohrleitungen und dem Antrieb. Filterstufen reichen von Taschen- und Patronenmodulen bis zu H13-HEPA, ergänzt durch Aktivkohle. Schalldämpfer und Steuerungen, Frequenzumrichter, Differenzdrucküberwachung sowie Druckluft-Impulsabreinigung halten den Volumenstrom stabil. Komponenten für Wärmerückgewinnung senken thermische Verluste, während bedarfsgeführte Regelung Strömung und Abscheidung an die Emissionslage koppelt.
Anwendungsfelder und branchenspezifische Aspekte
In Metallbearbeitung und Metallverarbeitung entstehen Schleifstaub, Schweißrauch (Schweißrauchabsaugung), Späne für Spänesauger und Partikel aus der Laserabsaugung; Apparatebau und Stahlindustrie fordern hohe Volumenströme. Fahrzeugbau nutzt Abgasabsaugung an Prüfständen mit Verbrennungsmotor sowie Punktabsaugung in der Endmontage. Oberflächentechnik und Oberflächenbearbeitung binden Overspray und Gerüche, während Raumfahrt und Luftfahrt bei Composite-Bearbeitung feine Fasern sicher führen.
Lebensmittelindustrie und Pharmaindustrie verknüpfen Hygieneanforderungen, Staubabsaugung und Geruchsabsaugung, etwa bei der Genussmittelverarbeitung. Kunststoffindustrie und Kunststoffverarbeitung erfassen Kunststoffstaub und Lösemitteldampf; Recycling von Aluminium, Kunststoffen und Erntegut erzeugt wechselnde Emissionsprofile. Handwerk und Handwerksbetrieb arbeiten mit mobilen Industriesaugerlösungen auf der Baustelle. Schwere Absauganlagen erreichen Betriebe per Tieflader. Spezielle Szenarien betreffen Fischfutterpelletierung, Asbestsanierung oder diffuse Emissionen in Hallen.
Filterwahl und Abscheidetechnik
Granulare Stäube werden über Taschen- oder Patronenmodule mit Druckluftimpulsen abgereinigt. Bei Gasen und Dämpfen kommen Aktivkohleadsorber zum Einsatz. HEPA-Filter der Klasse EN 1822 H13 bieten mindestens 99,95 % für 0,3 µm. Bei Gerüchen helfen modulare Adsorberkassetten. Geringe Reststaubgehalte gemäß TA Luft und berufsgenossenschaftlicher Regeln verlangen regelmäßige Wartung, damit die Sauglösung stabil bleibt und Abscheidegrade konstant sind.
Technische Kennzahlen und Nachweise
Abscheidegrad und Volumenstrom definieren die Auslegung: Punktuelle Absauggeräte liegen bei wenigen hundert m³/h, zentrale Absaugsysteme überschreiten 100.000 m³/h. EN 15012 regelt die Schweißraucherfassung. Zielwerte für Reingas liegen häufig unter 0,1 mg/m³. Dokumentierte Prüfstände sowie Protokolle zur Einhaltung unterstützen Audits und Zertifizierungen.
Betriebskosten und energetische Kennzahlen
Den größten Anteil an den Betriebskosten stellen Antriebsenergie, Filterverschleiß und Service. Der SFP-Wert in kW/(m³/s) beschreibt die Ventilatorleistung pro Volumenstrom. Referenzbereiche unter 1,5–2,0 gelten als günstig. Frequenzumrichter und bedarfsgeführte Klappen senken Lastspitzen, während Schalldämmung Zielwerte unter 75 dB(A) im Arbeitsbereich unterstützt.
| Kriterium | Punktabsaugung | Raum-/Hallenabsaugung |
|---|---|---|
| Erfassungsort | Direkt an der Entstehungsstelle | Verdünnung und Hintergrundreinigung |
| Typischer Volumenstrom | 500–5.000 m³/h | 10.000–100.000 m³/h |
| Emissionstyp | Gerichtete Quellen (z. B. Schleifstaub) | Diffuse Quellen und Gerüche |
| Planungsziel | Hohe lokale Erfassungsgüte | Gleichmäßige Hallenluft |
| Aufwand | Erfordert exakte Positionierung | Höhere Antriebsleistung und Fläche |
| Typische Normen | EN 15012 (Schweißrauch) | TA Luft, Lärmschutz |
Mobile Industriesauger decken wechselnde Arbeitsplätze ab, unterstützen Reinigung und punktuelle Nacharbeit und lassen sich als Spänesauger oder als Flüssigkeitssauger ausführen. Sie ergänzen stationäre Absauganlagen bei Reparatur, Endmontage und auf der Baustelle.
Auswahlkriterien in der Planung
- Art des Emittenten: Staub, Rauch, Gas, Ölnebel oder Flüssigkeit bestimmen Mediumführung und Medienbeständigkeit.
- Volumenstrom und Quelle: Anzahl, Abstände und Aggregatzustand der Emissionen bestimmen Dimensionierung und Stauberfassung.
- Explosionsschutz: ATEX-Anforderungen bei Aluminium, einigen Kunststoffstäuben und Lösemitteldampf.
- Normen und Nachweise: EN 15012, EN 1822, TA Luft, berufsgenossenschaftliche Regeln sowie Einhaltung lokaler Auflagen.
- Servicezugang: Filterwechsel, Verschleißteile wie Bürsten, Ersatzteilverfügbarkeit und dokumentierte Wartungsintervalle.
Ein gutes Layout verhindert Platzprobleme, priorisiert kurze Leitungswege und erschließt Optionen für Wärmerückgewinnung. Digitale Überwachung mit Trendkurven und der Einzelansicht von Differenzdruck, Volumenstrom und Temperatur ermöglicht vorausschauende Maßnahmen, ohne den Produktionsfluss zu bremsen.
Branchendetails und Beispiele
Bei Verbundarbeiten in der Luftfahrt und Raumfahrt zählen Faserflug und Feinstaub. Im Kunststoffspritzguss stehen Rauchgase und Wartungsfreundlichkeit im Fokus. In der Lebensmittelproduktion verstauben Mehle, Zucker und Gewürze. Genussmittelröstereien koppeln Geruchsabsaugung an thermische Nachbehandlung. Futtermittelwerke für Fischfutter erzeugen klebrige Aerosole, Mühlen verarbeiten Erntegut mit explosiblen Staubfraktionen. Werkstätten im Handwerk nutzen kompakte Absauggeräte; im Apparatebau dominieren zentrale Absaugsysteme.
Bei der Abgasabsaugung an Prüfständen mit Verbrennungsmotor stehen Schlauchmaterial und Temperaturklasse im Fokus. In der Stahlindustrie sind robuste Gehäuse und hohe Temperaturen üblich, während in der Kunststoffverarbeitung Lösemitteldampf und Kunststoffpartikel kombiniert auftreten. Für Baustellen und Handwerksbetriebe zählen Mobilität, Stromversorgung und Anbauteile. Bei Großprojekten koordinieren Logistik und Anlieferung per Tieflader den Aufbau.
Leistungsdaten, Wartung und Lebenszyklus
Filterabreinigung mit Druckluft hält den Strömungswiderstand niedrig, verlängert Standzeiten und verhindert Rücktrag. Eine konsequente Schmierung bewegter Teile, der rechtzeitige Austausch jedes Verschleißteils und die Sichtprüfung der Dichtungen schützen den Betrieb. Für Bürsten, Filtermedien und Motorlager empfiehlt sich eine auf die Einsatzstunden bezogene Planung. Dokumentierte Prüfungen nach EN-Normen und die Maschinenrichtlinie flankieren die Abnahme.
Herstellerübersicht
Relevante Anbieter sind Nederman, Donaldson, ESTA Absauganlagen, TEKA Absaug- und Filtertechnik, KEMPER, ULT AG, Absaugwerk, LTA Lufttechnik, Absolent Group, Höcker Polytechnik, Scheuch, Keller Lufttechnik, AL-KO THERM, Ruwac und Stritzel. Das Spektrum umfasst modulare Systeme, zentrale Anlagen, Industriesauger sowie Speziallösungen für Laserabsaugung, Staubabsaugung und Schweißrauchabsaugung.
FAQ zu Industrieabsaugung
Wie wird der Return on Investment einer Industrieabsaugung ermittelt?
Der Return on Investment einer Industrieabsaugung ergibt sich aus messbaren Effekten wie geringeren Reinigungs- und Wartungskosten, reduziertem Maschinenverschleiß und gesteigerter Produktivität. Zusätzlich fließen vermiedene Strafzahlungen durch Compliance-Verstöße sowie potenzielle Energieeinsparungen durch Wärmerückgewinnung in die Berechnung ein.
Welche technischen Anforderungen bestehen bei der Absaugung gemischter Schadstoffe?
Bei der gleichzeitigen Absaugung von Stäuben, Dämpfen und Gasen ist ein mehrstufiges Filtersystem notwendig. Dabei werden mechanische Abscheider, HEPA-Filter und Aktivkohlemodule kombiniert. Ziel ist eine effiziente Abscheidung aller Stoffe bei moderater Systemkomplexität und kontrollierten Betriebskosten. Vorabscheider schützen dabei die Endfilter vor schneller Sättigung und verlängern deren Lebensdauer.
Wie steigern Industrie 4.0-Technologien die Effizienz moderner Absauganlagen?
Moderne Absauganlagen vernetzen sich über IoT-Sensoren und digitale Schnittstellen mit Industrie 4.0-Systemen. Dadurch lassen sich Parameter wie Volumenstrom, Differenzdruck und Filterzustand in Echtzeit überwachen. Dies ermöglicht vorausschauende Wartung, eine bedarfsgerechte Energieoptimierung und reduziert ungeplante Stillstände. KI-Analysen erkennen zudem Effizienzmuster und prognostizieren präzise Wartungsintervalle.
Wie unterstützt Industrieabsaugung die Nachhaltigkeit von Betrieben?
Moderne Industrieabsaugungen senken durch energieeffiziente Ventilatoren, Frequenzumrichter und Wärmerückgewinnungssysteme den Energieverbrauch. Sie ermöglichen zudem die Rückgewinnung wertvoller Produktionsmaterialien aus abgeschiedenen Stoffen, verringern Entsorgungsaufwand und reduzieren den ökologischen Fußabdruck. Dies wirkt sich positiv auf die ESG-Kriterien eines Unternehmens aus.
Welche Trends bestimmen die zukünftige Entwicklung industrieller Luftreinigungssysteme?
Die Entwicklung industrieller Luftreinigungssysteme wird von zunehmender Automatisierung und Flexibilität geprägt. Selbstlernende Filtersysteme optimieren Prozesse in Echtzeit und passen sich wechselnden Produktionsbedingungen an. Modulare Bauweisen erleichtern die Integration in bestehende Anlagen. Neue Filtermedien ermöglichen höhere Abscheidegrade, längere Standzeiten und geringeren Wartungsaufwand.
Welche Kriterien sind für KMU bei der Auswahl einer Industrieabsaugung maßgeblich?
Für kleine und mittlere Unternehmen sind neben der Art der Emission vor allem Investitions- und Betriebskosten entscheidend. Wichtig sind zudem die Skalierbarkeit des Systems, kompakte oder mobile Ausführungen für flexible Produktionsumgebungen sowie eine einfache Bedienung und Wartung. Eine verlässliche Ersatzteilversorgung minimiert Ausfallzeiten und sichert die Wirtschaftlichkeit.
Wie entwickelt sich die Regulierung für Staub- und Rauchabsaugung?
Die Vorschriften für Staub- und Rauchabsaugung werden zunehmend strenger, vor allem bei Emissionsgrenzwerten und dem Schutz vor ultrafeinen Partikeln. Auf europäischer Ebene entsteht eine stärkere Harmonisierung durch neue Richtlinien und Normen. Unternehmen müssen Nanomaterialien stärker berücksichtigen und sich auf anpassende Grenzwerte in der Arbeitsstättenverordnung einstellen. Auch die Anforderungen an Dokumentation und Nachweise nehmen weiter zu.
Hintergrund: Industrieabsaugung
Diese Anbieterliste Industrieabsaugung umfasst auch: Absaugung Industrie, Industrielle Absaugung