Liste Hersteller Schweißrauchabsaugung
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Deutschland
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Deutschland
Veröffentlichungen der Hersteller zu Schweißrauchabsaugung
Weitere Hersteller Schweißrauchabsaugung
Mehr über Schweißrauchabsaugung
Eine Schweißrauchabsaugung schützt die Belegschaft in Schweißerei, Apparatebau und Handwerk, indem sie Emissionen durch gezielte Erfassung an der Entstehungsstelle zurückhält. Kern der Absaugtechnik ist der unmittelbare Abzug von Feinstaub und Gasen aus der Atemzone. Damit sinken das Gesundheitsrisiko für die Atemwege und das Auftreten von Erkrankungen wie Bronchitis. Diese Maßnahmen sind Teil des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer in Produktionsumgebungen mit wechselnder Rauchentwicklung.
Wirkprinzip und Stoffbild des Schweißrauchs
Beim Fügen entstehen Feinstaub, Aerosole und Gase aus Zusatzwerkstoffen und Grundmaterialien wie Edelstahl. Je nach Prozess treten Laserrauch, Ölnebel oder Partikel aus Schleifstaub und Steinstaub auf, deren Spezies und Partikelgröße die Filterstrategie prägen. Hohe Temperaturen fördern Reaktionsgase und beeinflussen den Sauerstoffgehalt in der Nähe der Schadstoffquelle. Deshalb sind eine präzise Filtrierung und ein sicherer Rauchabzug erforderlich.
Erfassung direkt am Prozess
Absaugarme, Punktdüse, Absaugbrenner und brennerintegrierte Hochvakuum-Erfassung leiten Schadstoffe frühzeitig in das Absaugwerk. Für lange Leitungswege und dichte Medien braucht es ein stimmiges Verhältnis aus Volumenstrom, Unterdruckleistung und Luftkapazität. Das Absaugsystem muss den Filterwiderstand kompensieren, unabhängig von Rauchentwicklung, Bauform oder Einsatz am Einzelplatz und entlang einer Fertigungslinie im Dauerbetrieb. Hochvakuumfiltergerät und Hochvakuum ermöglichen mobile Brennerlösungen.
Filtration, Medienwahl und Standzeit
Die Filterung erfolgt über Taschenfilter oder HEPA-Filter. Nach EN 1822 lassen sich Partikel ≥ 0,1 µm zurückhalten. Filtertechnik und Filtermedium bestimmen Abscheidegrad und Standzeit. Filterpatrone und Originalfilter reagieren unterschiedlich auf Staubmenge und abrasive Partikel aus Edelstahl oder Steinstaub. Abreinigung und Regenerierung per Druckluftstoß stabilisieren die Filtrierung, sichern planbare Filterwechsel und erlauben den gezielten Einsatz von Ersatzfiltern gemäß Wartungshinweis.
Auslegung, Mobilität und lufttechnische Komponenten
Mobile Absauganlagen bedienen flexible Arbeitsplätze über Lenkrolle und Feststellbremse. Stationäre Absauganlagen versorgen feste Schweißplätze. Zentrale Lösungen erschließen mehrere Bereiche inklusive Außenaufstellung. Laufrad, Luftwege und die Bauform des Gehäuses aus Stahlblech beeinflussen Strömung und Geräusch. Eine Wärmerückgewinnung unterstützt die Raumluftqualität und senkt Heizlasten in Hallen mit Klimaanlage.
Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen
Funkenflug und heiße Partikel erfordern Brandschutz in Absauganlagen. Funkenabscheider, temperaturgesteuerte Abschaltungen und flammhemmende Leitungen reduzieren Zündquellen. Für Laserrauchabsaugung oder Schneidanlage gelten verschärfte Anforderungen an Gehäuse, Temperaturüberwachung und Löschtechnik. Massive Konstruktionen aus Stahlblech und passende Sensorik schützen vor Verschmutzung im System und mindern Risiken beim Rauchabzug, auch in der Nähe brennbarer Medien.
Überwachung, Auswahl und digitale Funktionen
Messung von Partikel- und Gaswerten, Luftüberwachung sowie Druckschalter melden kritischen Filterwiderstand. Eine adaptive Steuereinheit erlaubt die Datenübertragung in Wartungs-Tools und unterstützt die Überprüfung planbarer Servicefenster. Hersteller erleichtern die Auswahl über Produktvideo, Zubehörliste und Referenz. Versand, Baugröße und Betriebsgröße fließen in die Projektdaten ein. Für Werkzeugmaschine oder Arbeitsflächenaufsatz lassen sich Sonderkonstruktion und Einstiegslösung kombinieren.
- Anwendungsfelder: Schleifstaubabsaugung, Lötrauchabsaugung, Laseranwendung, Staubabsaugung, Rauchgasabsaugung, Absauganlagen für Schleifmaschine, Werkbank mit Arbeitsflächenaufsatz, Absaugwerk für Werkzeugmaschine
- Prozessvarianten: Hochvakuumfiltergerät am Brenner, Rauchabzug an Haube, Punktdüse am Einzelplatz, zentrale Anlage in Fertigungslinie
- Material- und Partikelmix: Edelstahl, Steinstaub, Ölnebel, Feinstaub mit variabler Spezies je Schweißverfahren
- Projektunterlagen: Zubehörliste, Referenz, Produktvideo, Angaben zu Versand und Betriebsgröße
Filterklassen, Zulassungen und Betriebsdokumentation
Die Klassifizierung nach EN ISO 15012-1 mit W2 oder W3 legt Emissionswerte fest. Arbeitgeber sind über das Arbeitsschutzgesetz und die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) zur Minimierung exponierter Bereiche verpflichtet. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV Information 209-041) beschreibt praktische Maßnahmen. Zulassung, regelmäßige Überprüfung und sauber dokumentierte Filterwechsel sichern die Gewährleistung und schützen vor Gesundheitsproblemen und langfristigen Erkrankungen der Belegschaft.
Vergleich verbreiteter Systeme
| Typ des Systems | Typische Anwendung | Filterstandzeit (Durchschnitt) |
|---|---|---|
| Mobile Absauganlage | Wechselnde Einzelarbeitsplätze | 500 – 2.000 Betriebsstunden |
| Stationäre Absauganlage | Feste Schweißplätze, Dauerbetrieb | 2.000 – 8.000 Betriebsstunden |
| Zentrale Absauganlage | Mehrere Arbeitsplätze, Fertigungslinie | 4.000 – 12.000 Betriebsstunden |
Betrieb, Wartung und Umweltaspekte
Eine klare Wartungsplanung verhindert Stillstand und erhält die Raumluftqualität. Wartungshinweis, geregelter Filterwechsel und fachgerechte Entsorgung reduzieren Emissionen und Verunreinigungen in der Halle. Energiearme Lüfterstufen, stufenlose Antriebe und Wärmerückgewinnung senken den Heizbedarf, ohne die Prozessluft zu kühlen. Das entlastet Klimaanlage und Hallenlüftung. Sorgfältig dimensionierte Absaugsysteme stabilisieren die Luftströme, ohne die Sauerstoffversorgung an der Schweißstelle zu stören.
Hersteller- und Lösungslandschaft
Bekannte Anbieter sind KEMPER, Donaldson, Nederman, TEKA Absaug- und Filtertechnik, ESTA Absaugtechnik, Fuchs Umwelttechnik, LUEHR FILTER, ULMA, Plymovent, Gebr. Heller, ABUS Kransysteme und Wilms. Das Spektrum reicht von Einstiegslösung bis Sonderkonstruktion für Laserrauchabsaugung, Hochvakuumfiltergerät und Anlagen an Werkzeugmaschine oder Schleifmaschine. Viele Programme decken Lötrauchabsaugung und Staubabsaugung ab. Zubehörliste, Produktvideo, Referenz und Service zum Versand erleichtern die Auslegung je nach Betriebsgröße.
FAQ zu Schweißrauchabsaugung
Wann lohnt sich die Investition in eine Schweißrauchabsauganlage wirtschaftlich
Die Wirtschaftlichkeit einer Schweißrauchabsauganlage ergibt sich aus geringeren Krankheitsausfällen und stabiler Produktivität. Staatliche Förderprogramme und zinsgünstige Kredite können die Investition zusätzlich erleichtern. Langfristig senken effiziente Systeme durch Wärmerückgewinnung den Energieverbrauch und vermeiden Bußgelder bei Verstößen gegen Arbeitsschutzvorschriften.
Welche Faktoren sind bei der Auswahl einer Absauganlage für kleine Werkstätten maßgeblich?
In kleinen Werkstätten sind Flexibilität, kompakte Bauform und einfache Bedienung entscheidend. Mobile Systeme bieten Vorteile, da sie an verschiedenen Arbeitsplätzen eingesetzt werden können und wenig Platz beanspruchen. Eine geringe Geräuschentwicklung verbessert die Arbeitsumgebung. Empfehlenswert sind Anlagen mit klarer Filterwechselanzeige, um Wartungen effizient zu planen.
Wie verändert Industrie 4.0 die Absaugtechnik?
Industrie 4.0 treibt die Digitalisierung und Vernetzung der Absaugtechnik voran. Sensoren erfassen Partikelkonzentrationen und Filterzustände in Echtzeit und steuern die Leistung bedarfsgerecht. Predictive-Maintenance-Systeme erkennen Wartungs- und Filterwechsel frühzeitig, erhöhen die Betriebsdauer und minimieren ungeplante Stillstände.
Welche Ursachen führen zu einem plötzlichen Effizienzverlust einer Rauchgasabsaugung
Ein abrupter Effizienzverlust resultiert häufig aus verstopften oder beschädigten Filtermedien, die den Luftstrom einschränken und den Abscheidegrad verringern. Auch Undichtigkeiten im Absaugsystem, falsch eingestellte Volumenströme oder verschmutzte Ventilatoren können die Leistung beeinträchtigen. Regelmäßige Dichtungsprüfungen und eine korrekte Systemauslegung sind daher entscheidend.
Was passiert mit den abgeschiedenen Schadstoffen nach der Filterung
Die gefilterten Schadstoffe lagern sich als Staubpartikel im Filtersystem ab. Nach Erreichen der Sättigung oder einer Abreinigung werden sie als Filterstäube ordnungsgemäß entsorgt. Abhängig von Zusammensetzung und Toxizität der Schweißrauche kann eine spezielle Entsorgung als gefährlicher Abfall erforderlich sein. Hersteller und zertifizierte Entsorgungsbetriebe stellen dafür geeignete Verfahren und Richtlinien bereit.
Welche gesetzlichen Vorgaben gelten beim Arbeitsschutz im Umgang mit Schweißrauch?
Betriebe müssen nach Arbeitsschutzgesetz und den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 528, 560, 900) Schweißrauchemissionen minimieren. Dazu zählen geeignete Absaugsysteme, die Einhaltung von Grenzwerten für Luftschadstoffe und regelmäßige Wartung. Die DGUV Information 209-041 liefert praxisnahe Empfehlungen zur Umsetzung. Arbeitgeber sind verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und Schutzmaßnahmen zu dokumentieren.
Welche Gesundheitsrisiken entstehen durch das Einatmen von Schweißrauchen aus Edelstahl?
Beim Schweißen von Edelstahl entstehen Rauche mit Chrom(VI)-Verbindungen und Nickeloxiden, die als krebserregend gelten und Atemwegserkrankungen, Allergien sowie Organschäden verursachen können. Erforderlich sind Absauganlagen mit sehr hoher Abscheideleistung, etwa HEPA-Filter, sowie umfassender Haut- und Atemschutz.
Hintergrund: Schweißrauchabsaugung
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Schweißrauch Wikipedia
Schweißrauch umfasst gesundheitsgefährdende, teils ultrafeine Partikel und Gase aus Schweiß- und thermischen Schneidprozessen. Menge und Zusammensetzung variieren nach Verfahren und Parametern; Erfassung/Filterung ist essenziell. Anlagen können nach ISO 15012/DGUV Test zertifiziert werden.