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Oberflächentechnik Anbieter

Oberflächentechnik umfasst die gezielte Modifikation von Werkstückoberflächen, um definierte Eigenschaften zu erreichen. Ziele sind Korrosions- und Verschleißschutz, Steuerung von Reibung sowie elektrische Isolation oder Leitfähigkeit. Typische Verfahren sind Vorbehandlung, elektrolytische oder chemische Metallabscheidung wie Verzinkung, Konversionsschichten, Lackierung, Pulverbeschichtung sowie PVD und CVD. Anwendungen finden sich von der Elektrotechnik bis zum Stahlbau. Qualität sichern Normen, Prüfungen und Prozessführung.

Liste Anbieter Oberflächentechnik

Gutenbergstraße 10, 48282 Emsdetten
Deutschland

Veröffentlichungen der Anbieter zu Oberflächentechnik

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Schmalenberger: Schlürf-Tauchpumpe SZ jetzt noch individueller konfigurierbar Die Baureihe SZ von Schmalenberger (sog. Schlürf-Tauchpumpen) wurde technisch überarbeitet und ihre Ausführungsvarainten erweitert.

Das SLF Kundenmagazin 2020

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Schmalenberger: Pumpen für nachgelagerte Prozesse bei metallurgischen Oberflächenbehandlungen - entfetten, beizen, passivieren und spülen

Weitere Anbieter Oberflächentechnik

Mehr über Oberflächentechnik

Oberflächenbehandlung bezeichnet die gezielte Modifikation der äußeren Schicht eines Werkstücks in Produktionstechnik und Werkzeugbau. Sie stellt Eigenschaften von Metalloberflächen und Kunststoffoberflächen so ein, dass Korrosionsschutz, Verschleißschutz, definierte Reibung, elektrische Isolation oder gezielte Leitfähigkeit erreicht werden. Anwendungen reichen von Elektrotechnik über Stahlbau bis zu Konsumgütern. Der Nutzen zeigt sich am Endprodukt: längere Lebensdauer, stabile Funktion im Produktionsumfeld und reproduzierbare Wirkung ohne Zusatzschmierung oder mit abgestimmtem Schmierstoff.

Grundlagen, Ziele und technische Basis

Ziel ist ein belastbarer Verbund zwischen Schicht und Grundmaterial durch kontrolliertes Schichtwachstum. Entscheidend sind Schichtbeschaffenheit, Badzusammensetzung der Flüssigkeit, Reinheit und die präzise Anlagentechnik. Chemikalien und Spezialchemikalien werden so dosiert, dass die gewünschte Bindung entsteht. Behälter, Heizungstechnik und Propellerpumpen sichern Homogenität, das Temperaturfenster und die Kontrolle der Prozessparameter, damit die intendierte Wirkung material- und geometrietreu realisiert wird.

Vorbereitung und Nachbehandlung

Die Vorbehandlung richtet Oberflächen auf Haftung aus: Reinigungslösungen, Reinigungsleistung, Sauberkeit und klar definierte Sauberkeitsanforderungen verhindern Verschmutzung. Nachfolgende Passivierung, Versiegelung und Trocknungstechnologie stabilisieren die Oberfläche. Beispiele: Trikationische Phosphatierung auf Phosphatierlinien als Haftgrund, Zinkverbindungen in Passivschichten als Barriere und Nachbehandlungen für lackierfähige Substrate ohne Rückstände.

Schlüsselverfahren und ihre Eigenschaften

Metallabscheidung und Konversionsschichten

Zur Metallabscheidung zählen Verzinkung, Vernickelung und Verchromung. Sie erzeugen funktionale Deckschichten mit definierter Haftfestigkeit und hoher Beständigkeit. Verzinkte Befestigungselemente für Verankerungen im Stahlbau und Komponenten aus dem Rohrwerk profitieren von standardisierten Systemen und kurzfristiger Reparaturfähigkeit. Für Aluminiumlegierungen werden chemische Konversionsschichten genutzt, wenn Gewichtseinsparung und leitfähige Kontaktstellen kombiniert werden sollen.

Organische und plasmabasierte Beschichtungstechnik

Industrielackierung und Pulverbeschichtung basieren auf Bindemitteln und abgestimmten Formulierungen auf Lösemittelbasis (flüchtige organische Verbindungen, VOC). Diese Beschichtungsverfahren liefern dekorative Schichten, Isolation oder leitfähige Lacke. Die Plasmaoberflächentechnik umfasst PVD (Physical Vapor Deposition) und CVD (Chemical Vapor Deposition) für harte, dünne Filme. Laserstrahl-Strukturierung kann Reibung steuern und die Interaktion mit Schmierstoff gezielt beeinflussen. Kunststofftechnologie und Kunststoffverarbeitung nutzen haftungsfördernde Primer für das Kunststoffwerk.

Messgrößen, Normen und Auditfähigkeit

Die Einhaltung technischer Regeln stützt Qualitätssicherung, Validierung und fortlaufende Kontrolle. ISO 9001 und IATF 16949 verankern Qualitätsprüfung, Rückverfolgbarkeit und Auditprozesse. Der Salzsprühnebeltest nach ISO 9227 dient als Indikator für die Schutzdauer. Nachhaltigkeit, Entsorgung und Arbeitsschutz sind Bestandteil des Managementsystems. Normen der Elektrotechnik regeln zudem Prüfungen für Leitfähigkeit und Isolation.

  • Schichtdicke: galvanische Zinkschichten gemäß ISO 2081 meist 5–25 µm, je nach Beanspruchung.
  • Haftfestigkeit: Gitterschnitt DIN EN ISO 2409 und Abreißprüfung DIN EN ISO 4624, typische Werte 10–30 MPa.
  • Korrosionsbeständigkeit: Passivierte Zinksysteme erreichen >200 h ohne Rotrost im ISO‑9227‑Test.
  • Tribologie: Reibung, Rauheit und Verschleißschutz werden über Mikrogeometrie, Schmierstoffwahl und Prüfstände kalibriert.
  • Elektrik: Messung der Leitfähigkeit und Durchschlagsfestigkeit für funktionale Beschichtungen.

Entscheidungskriterien entlang des Produktionsflusses

Die Geometrie, der Grundwerkstoff, vorhandenes Werkzeug und das Produktionsumfeld bestimmen den Entscheidungsweg. Produktionslinie, Fertigungstiefe und Produktionskapazität beeinflussen Durchlaufzeit, Kosten und die Wahl zwischen Inhouse-Lösung und Lohndienstleistung. Lieferkette, Rohstoffe, Rohstoffpreise und mögliche Preisänderungen fließen ebenso ein wie die Notwendigkeit von Standardbeschichtung oder einer passgenauen Lösung eines Lackherstellers.

  • Werkstoff und Funktion: Aluminiumlegierung für Gewichtseinsparung, Stahl für hohe Festigkeit, definierte Isolation oder Leitfähigkeit.
  • Bauteilgeometrie: Sichtlinien, Kanten und Hohlräume steuern das geeignete Verfahren und Bearbeitungsoptionen.
  • Exposition: Medien, Temperatur und Reibung definieren die Zielwerte für Verschleißschutz und Korrosionsschutz.
  • Make-or-Buy: Eigenfertigung mit Invest in Anlagentechnik versus Lohndienstleistung samt Zusatzservice.

Eine robuste Prozessführung verknüpft Vorstufen, Nachbehandlung und Prüfungen zu einem belastbaren Oberflächensystem. Sie stützt die Glaubwürdigkeit durch belastbare Daten. Spezialchemikalien, Versiegelungen und Lösemittel sind so zu wählen, dass Arbeitsschutz, Entsorgung und Nachhaltigkeit gewahrt bleiben. Für Export und Internationalisierung empfiehlt sich die Harmonisierung von Spezifikationen, um Auslands- und Mehrwerksfreigaben abzusichern.

Strukturierter Vergleich ausgewählter Verfahren
MerkmalGalvanische VerzinkungIndustrielackierung / Plasma
Primäre FunktionKorrosionsschutzDekor, Isolation; harte Schichten für Verschleiß
Typische Schichtdicke5–25 µm (ISO 2081)20–200 µm Lack; < 5 µm PVD/CVD
Haftfestigkeitmetallisch gutchemisch bis atomar sehr hoch
Kostenmittelmittel bis hoch
UmwelteinflussAbwasser, ChemikalienVOC bei Nasslack; Vakuumprozess niedrig
Geometriehoch flexibelmittel; Sichtlinie relevant

Unternehmen, Branchen und Verbreitung

Marktteilnehmer reichen von Chemie- und Anlagenhäusern bis zu Lohnbeschichtern: Atotech, Coventya, Chemetall, SurTec, Henkel (Bonderite), Oerlikon Balzers, Eisenmann, Dr. W. Dürr, Collini, Aalberts Surface Technologies, Dörken MKS, Kleemann, Sprimag, SLF Oberflächentechnik, Diener und Massenberg. Branchen reichen von Elektrotechnik über Heizungstechnik und Stahlbau bis zum Rohrwerk und Kunststoffwerk. Vorreiter treiben Technologiewandel und Verbreitung durch Internationalisierung und Auslandsprojekte.

Randbedingungen, Logistik und Facility-Aspekte

Produktionsnahe Immobilie, Bürotechniker für Dokumentation, Gabelstapler, Zugmaschine, Auflieger und Abholung beeinflussen die Durchlaufzeit. Eine klare Auflistung von Zusatzservice, Reparaturprozessen und Abnahmeprüfungen stärkt die Leistungsqualität. Sauberkeit entscheidet, ob Befestigungselement, Verankerung oder komplexe Baugruppe funktional bleibt. Modernisierung folgt dem Entwicklungsdrang, wobei Ausfallraten und der Energiebedarf der Linie als Indikatoren dienen.

Lösemittel, Lösemittelbasis und Medienhandling erfordern Arbeitsschutzmaßnahmen. Verschmutzung wird durch geordnete Spülkaskaden gemindert. Eine Bearbeitungsoption vor der Linie (z. B. Strahlen) reduziert das Risiko. In der Beschichtungsverfahren-Peripherie sichern Behältertechnik, Heizungstechnik, Propellerpumpen und Sensorik die Reproduzierbarkeit. Für Kunststofftechnologie und Metallbau gilt: Qualitätsprüfung und Dokumentation erzeugen Glaubwürdigkeit über Werke und Ländergrenzen hinweg.

Schnelleinstieg: praxisnahe Schritte

  • Anforderungsprofil: Funktion, Medien, Reibung, elektrische Ziele und Normen definieren; Oberflächensystem festlegen.
  • Vorbereitung: Vorbehandlung mit Reinigungslösung qualifizieren; Sauberkeitsanforderungen festschreiben.
  • Verfahrenswahl: Verzinkung, Vernickelung, Verchromung, Industrielackierung oder Plasmaoberflächentechnik anhand Geometrie und Kapazität auswählen; Zinkverbindung oder Passivschicht festlegen.
  • Linienplanung: Phosphatierlinien, Trocknungstechnologie und Prüfungen integrieren; Validierung und Prozessführung dokumentieren.
  • Freigabe: ISO-konforme Qualitätssicherung mit Einhaltung der Spezifikationen und Reporting zu Indikatoren aufsetzen.

FAQ zu Oberflächentechnik

Welche typischen Fehler treten bei der Beschichtung von Oberflächen auf und wie lassen sie sich vermeiden

Häufige Fehler sind unzureichende Oberflächenvorbehandlung und mangelnde Kontrolle der Prozessparameter. Verschmutzungen beeinträchtigen die Haftung und führen zu vorzeitigem Schichtversagen. Abhilfe schaffen konsequente Reinigung, regelmäßige Prozessüberwachung und geschultes Personal. Automatisierte Systeme sichern präzise Temperaturführung und Dosierung, wodurch Fehler minimiert werden.

Wie wird der Return on Investment für Investitionen in neue Oberflächentechnik ermittelt?

Der ROI wird berechnet, indem die Investitionskosten den erwarteten Einsparungen und Wertsteigerungen gegenübergestellt werden. Dazu gehören eine längere Bauteillebensdauer, geringere Wartungsaufwände und eine höhere Produktleistung. Auch indirekte Effekte wie gesteigerte Kundenzufriedenheit, reduzierte Gewährleistungsansprüche, Wettbewerbsvorteile und Energieeinsparungen durch effizientere Verfahren oder weniger Ausschuss fließen in die Bewertung ein.

Welche Beschichtungstechnologien bestimmen künftig die Entwicklung der Oberflächentechnik?

Zentrale Innovationstreiber der Oberflächentechnik sind Smart Surfaces und Nanobeschichtungen. Smart Surfaces passen ihre Eigenschaften aktiv an Umweltbedingungen an oder verfügen über selbstheilende Funktionen. Nanobeschichtungen ermöglichen extrem dünne, hochfunktionale Schichten, etwa für antibakterielle Anwendungen in der Medizintechnik oder zur Reibungsminimierung in Motoren. Beide Technologien steigern Effizienz und Materialbeständigkeit und eröffnen neue Einsatzfelder.

Welche Ansätze fördern eine nachhaltige Oberflächenveredelung?

Nachhaltige Oberflächenveredelung zielt auf Emissionsminderung, ressourcenschonende Materialien und Kreislaufwirtschaft. Dazu gehören wasserbasierte Lacksysteme und VOC-arme Beschichtungen zur Reduzierung der Umweltbelastung. Optimierte Spülwasserkreisläufe und die Wiederaufbereitung von Prozesschemikalien senken den Verbrauch von Wasser und Rohstoffen. Hochwertige Beschichtungen verlängern die Produktlebensdauer und verringern den Bedarf an Neuproduktion.

Wie verändert Industrie 4.0 die Steuerung und Überwachung von Beschichtungslinien?

Industrie 4.0 optimiert die Steuerung und Überwachung von Beschichtungslinien durch vernetzte Sensorik und datenbasierte Analysen. Echtzeitdaten ermöglichen kontinuierliche Prozessanpassungen und frühzeitige Fehlererkennung. Prädiktive Wartung senkt ungeplante Ausfälle und steigert die Effizienz. Das Ergebnis sind höhere Produktqualität, geringerer Ausschuss und eine transparente Dokumentation des gesamten Produktionsprozesses.

Welches Fachwissen ist für die Optimierung von Oberflächensystemen erforderlich

Die Optimierung von Oberflächensystemen erfordert interdisziplinäres Wissen in Materialwissenschaft, Chemie, Verfahrenstechnik und Messtechnik. Fachkräfte müssen Materialpaarungen beurteilen, Schichtbildungsprozesse steuern und moderne Analyseverfahren einsetzen können. Zusätzlich sind Kenntnisse über rechtliche Vorgaben, Umweltauflagen und wirtschaftliche Aspekte notwendig. Dieses integrierte Verständnis ermöglicht die präzise Anpassung der Beschichtung an spezifische Anforderungen und eine effiziente Prozessgestaltung.

Hintergrund: Oberflächentechnik

  • Oberflächenbehandlung Wikipedia

    Die Wikipedia-Seite ist eine Begriffsklärung: Oberflächenbehandlung meint u. a. Oberflächentechnik (Modifikation von Werkstoffoberflächen) – daneben existieren Bedeutungen im Straßenbau und in der Restaurierung, die vom Produktionstechnik-Kontext abzugrenzen sind.