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Lackieranlagen Hersteller

Lackieranlagen sind industrielle Systeme zur Beschichtung von Werkstücken und sichern Korrosionsschutz, Abriebfestigkeit sowie definierte Oberflächenoptik. Die Anlagen umfassen Vorbehandlung und Reinigung, Mischraum, Applikationskabine, Ablüftzone, Trocknung, Fördertechnik und eine Steuerung mit Sensorik sowie Explosionsschutz. Verfahren sind Nasslackierung, Pulverbeschichtung und KTL. Lüftung und mehrstufige Filter führen Lacknebel ab und erfüllen Emissionsvorgaben. Die Trocknung erfolgt durch Konvektion, Infrarot oder UV.

Liste Hersteller Lackieranlagen

Gutenbergstraße 10, 48282 Emsdetten
Deutschland

Veröffentlichungen der Hersteller zu Lackieranlagen

Plasmareinigung ✨ für Druckschalter und Drucktransmitter

SUCO: Durch die Anschaffung eines Plasmareinigungssystems und einer speziellen Verpackungsanlage bietet SUCO ab sofort plasmagereinigte Druckschalter und Transmitter in den Reinheitsstufen „öl- und fettfrei“ und „LABS-frei“ an.

Weitere Hersteller Lackieranlagen

Mehr über Lackieranlagen

Industrielle Lackieranlagen beschichten Werkstücke für Korrosionsschutz, Abriebfestigkeit und definierte Optik in der Oberflächenbeschichtung und in der Oberflächentechnik. Sie kommen in Automobilindustrie, bei Metallverarbeitern, Halbleiterindustrie, Keramikindustrie, Verbraucherelektronik und in der Lackiererei im Handwerksbetrieb zum Einsatz. Von der Einzelstück-Reparatur bis zur modernen Produktionslinie decken Systeme ein breites Leistungsspektrum ab und integrieren Fördersysteme für Transport und Handling der Bauteile ein.

Funktionsweise und technische Aspekte von Lackieranlagen

Kernkomponenten und Prozessablauf

Der Prozess läuft sequenziell über mehrere Sektionen: Vorbereitungsplatz mit Reinigung, Vorbehandlung und Lacklagerung, Mischraum für definierte Verarbeitung und Verträglichkeit der Materialien, Applikation in der Kabine, Ablüftzone und Trocknung. Jede Sektion besitzt eine eigenständige Steuerung, kalibrierte Sensorik und Armaturen für Druckluft, Lösemittel und Wasser. Die korrekte Aufteilung der Prozessschritte erhöht die Prozesssicherheit und unterstützt eine konstante Bindung zwischen Substrat und Beschichtung.

Applikationstechnik und Dosiersysteme

Die Applikationstechnik reicht von manuellen Pistolen über Roboterlackierung bis zur mehrkanaligen Applikationseinheit mit fein geregelter Dosiertechnik. Präzise Misch- und Zuführmodule reduzieren Overspray und senken die Stückkosten. Schnittstelle und Steuerprogramm sichern Rezeptur, Farbwechselroutine und die Kompatibilität mit dem Serienstandard. Schablone, Abdeckband und Maskierung unterstützen Logos, Kanten und Konturen in der Kleinserie.

Be- und Entlüftung sowie Filtersysteme

Be- und Entlüftung führen Lacknebel und Schadstoffe ab, stellen definierte Luftmengen bereit und gewährleisten Explosionsschutz. Mehrstufige Filtersysteme, Farbnebelabscheider und Lösemittelabsaugungen sorgen für Konformität mit Emissionsvorgaben. Spezielle Lösungen wie Malsaalabsaugung unterstützen Maskenbildnerei und Kostümlackierung. Ein Trockenspitzstand bezeichnet in manchen Betrieben historische Abläufe. Wärmerückgewinnungssysteme koppeln an Photovoltaik und Geothermie.

Trocknungssysteme und Temperaturregelung

Das Trocknungssystem nutzt Konvektion, Infrarot oder UV und regelt die Trocknungstemperatur für Endhärte und Haftung. Je nach Werkstück und Lackchemie kommen kontinuierliche Öfen, IR-Heizzonen oder UV-Stationen zum Einsatz. Präzise Sensorik, wartungsarme Antriebe und ein ausfallsicheres Transportsystem stabilisieren die Taktzeit und verhindern Anlagenstillstand in der Produktionslinie.

Typologien und Anwendungsbereiche von Beschichtungsanlagen

Manuelle Anlagen bedienen Reparatur, Prototypen und Fahrzeugaufbereitung mit hoher Flexibilität. Automatisierte Linien mit Roboterlackierung und digitaler Steuerung adressieren große Mengen und reproduzierbare Qualität. Bauformen reichen von der Standardanlage über die Großraumkabine bis zur Freiflächenanlage für sperrige Bauteile. Förderanlage und Transportsystem schaffen den Durchfluss vom Kleinbauteil bis zum Fahrzeug, Transporter, Wohnmobil oder Schienenfahrzeug.

Nasslack erlaubt Hochglanz, Effekte und dünne Schichten. Pulverbeschichtung eignet sich für Metallverarbeiter, und die Tauchlackierung inklusive KTL (kathodische Tauchlackierung) erreicht komplexe Geometrien. Spezialfälle wie Kostüm und Requisite nutzen angepasste Lackiereinrichtung, Lösemittelabsaugung und Malsaalabsaugung. In der Automobilindustrie, bei Verbraucherelektronik und in Hightech-Branchen wie Halbleiterindustrie und Keramikindustrie variieren Rezepturen, Bindung zum Substrat und Prozessfenster erheblich.

Vergleich gängiger Beschichtungsverfahren
VerfahrenTypische SchichtdickeCharakteristik
Nasslackierung20–80 µmVariable Optik bis Hochglanz, vielseitige Materialien
Pulverbeschichtung60–120 µmLösemittelfrei, robuste Oberflächen für Metallteile
Tauchlackierung (inkl. KTL)15–35 µmGleichmäßige Beschichtung komplexer Geometrien

Schlüsselkennzahlen für Qualität, Energie und Verfügbarkeit

Die Schlüsseldimension der Beschichtungsqualität ist die Schichtdickenhomogenität. Bei Nasslack sind Abweichungen von +/- 3–5 µm, bei Pulverlacken +/- 10–20 µm erreichbar (DIN EN ISO 2808). Einheitliche Benetzung verbessert Funktion und Optik. Prozessdaten aus Applikation, Ablüftung und Ofen werden rückverfolgbar dokumentiert, um die Qualitätssteigerung und die Konformität zur Normenlage zu belegen.

Der Energieverbrauch sinkt durch Wärmerückgewinnung, Photovoltaik, Geothermie und optionale Energiespeicherung gegenüber Altanlagen um bis zu 40 %. Optimierte Luftführung, bedarfsgerechte Luftmenge und saubere Filter reduzieren Emissionen. Diese Energieeinsparung verbessert die Betriebskosten und stützt Genehmigungen, ohne die Trocknungstemperatur zu gefährden.

In der Produktivität zeigt die OEE (Overall Equipment Effectiveness) mit automatisierter Reinigung, schnellerem Farbwechsel und vorbeugender Wartung typischerweise Zuwächse von 10–15 %. Weniger Rüstvorgänge, klare Schnittstellen und stabiler Materialfluss senken Ausschuss und sichern Konformität entlang der Fertigungsstufen.

Auswahlkriterien für eine optimale Lackierlösung

Planer definieren ein Anforderungsprofil mit Werkstückgröße, Geometrie, gewünschter Optik, Taktzeit, Verträglichkeit der Medien und der vorgesehenen Verarbeitung. Rahmenbedingungen wie Explosionsschutz, Lieferkanal der Partner, notwendige Schnittstellen zu Leit- und Steuerungssystemen sowie die Integration von Förderanlage und Transportsystem werden früh festgelegt. Für Großteile ist die Freiflächenanlage zu prüfen, für Werkstätten die kompakte Standardanlage.

  • Werkstück- und Materialprofil: Substrat, Bindung, Schichtaufbau, Schablone, Routine der Bauteilfamilie
  • Prozess und Technik: Applikationseinheit, Dosiertechnik, Explosionsschutz, Filtersystem, Steuerprogramm
  • Layout und Logistik: Aufteilung der Sektionen, Förderanlage, Transport, Mischraum, Lacklagerung
  • Wirtschaft und Recht: Auftragsbestätigung, Pflichtangaben, Anzahlung, Konformität zur Maschinenrichtlinie

Zur Beschaffung zählen Bestellservice, Lieferkanal und Exporteurstatus des Herstellers. Hersteller geben Anregungen zu Praxislayouts. Eine Praxisveranstaltung am Messestand in Winterberg mit Referent Heuberger kann Details zu Luftführung oder Applikationstechnik klären. Für Fertigungsaufträge im Serienstandard sind klare Termine sowie die Haltung zu Arbeitsschutz und Umweltschutz zu dokumentieren.

Wartung, Modernisierung und Herstellerlandschaft

Ein Wartungsvertrag enthält präventive Inspektionen, Kalibrierung und schnelle Ersatzteillogistik, um Anlagenstillstand zu minimieren. Wartungsarm konstruierte Antriebe, leicht zugängliche Filterstufen und transparente Servicekanäle vereinfachen die Routine. Die Dokumentation listet Messwerte, Schmierpläne und die Prozesssicherheit der Sicherheitskreise.

Durch Anlagenmodernisierung lassen sich Applikationstechnik, Trocknung und Steuerung auf aktuelle Richtlinien bringen. Upgrades für Trocknungssystem, energiearme Düsen, neue Dosiertechnik und sichere Zonen nach Maschinenrichtlinie heben das Potenzial der Anlage. Modernisierung umfasst auch Software-Updates, Rezepterweiterungen und die Anpassung der Schnittstelle zur Leitwarte.

Bekannte Anbieter sind Dürr Systems AG, Eisenmann SE (Oberflächentechnik), Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG, J. Wagner GmbH, WOLF Anlagen-Technik GmbH & Co. KG, GEICO S.p.A., Fuji Kikai Kogyo Co., Ltd., Cefla Finishing S.p.A., Rippert Anlagentechnik GmbH & Co. KG, Votsch Industrietechnik GmbH, Hertwich Engineering GmbH, Sprimag Spritzmaschinenbau GmbH & Co. KG, Walther Trowal GmbH & Co. KG, Nordson Corporation und Rohner Inc. Einige sind Fördermitglied in Fachverbänden.

Branchenspezifische Beispiele reichen vom Fahrzeug über Transporter und Wohnmobil bis zum Schienenfahrzeug. Die Automobilindustrie setzt auf reproduzierbare Nass- und Photovoltaik-gekoppelte Versorgung. In der Lackiererei für Kostüm oder Einzelstück zählen präzise Haltung der Teile, saubere Kanten und die passende Anregung für die Trocknung, während eine Beschichtungsanlage im Handwerksbetrieb auf kompakte Lackiereinrichtung und klare Schlüsseldimensionen der Kabine achtet.

Die Präzision der Schichtdicke bewegt sich je nach Verfahren im genannten Bereich. OEE-Gewinne liegen bei 10–15 %. Energieeinsparung erreicht bis zu 40 %. Diese Werte sind belastbare Kenngrößen aus Praxis und Normprüfung. Sie leiten Planung, Beschaffung und die spätere Qualitätssteigerung in der realen Umgebung.

sichern klare Dokumentation, saubere Schnittstellen zu IT-Systemen und die Konformität zu Umweltauflagen die zuverlässige Verarbeitung über den gesamten Lebenszyklus – von der Planung über die Auftragsbestätigung bis zur Auslieferung. So bleibt das Leistungsspektrum der Anlage in der Oberflächentechnik über Jahre tragfähig und ausbaufähig.

FAQ zu Lackieranlagen

Welche zentralen Herausforderungen bestehen bei der Einführung moderner Lackieranlagen?

Die Einführung moderner Lackieranlagen erfordert eine präzise Planung der Integration in bestehende Produktionsprozesse. Wesentliche Herausforderungen sind hohe Investitionskosten, komplexe Systemanbindungen und die Schulung des Personals für neue Abläufe. Zudem müssen bestehende Infrastruktur und räumliche Bedingungen berücksichtigt werden.

Wie verändern digitale Zwillinge die Planung von Beschichtungsanlagen?

Digitale Zwillinge bilden den gesamten Beschichtungsprozess virtuell ab und ermöglichen so die Optimierung von Anlagendesign, Prozessparametern und Materialfluss ohne physische Prototypen. Sie helfen, Engpässe früh zu erkennen, die Effizienz und Zuverlässigkeit zu steigern und die Inbetriebnahmezeiten deutlich zu verkürzen.

Welche Hauptkostenfaktoren beeinflussen die Wirtschaftlichkeit einer industriellen Lackieranlage

Die Wirtschaftlichkeit hängt vor allem vom Energiebedarf für Trocknung und Lüftung ab. Wesentliche Kostentreiber sind zudem Materialverluste durch Overspray und Abfall, der Wartungs- und Personalaufwand sowie die Erfüllung von Umweltauflagen. Die gezielte Optimierung dieser Faktoren verbessert den Return on Investment.

Warum ist die Schulung von Mitarbeitern für den effizienten Einsatz von Lackierrobotern entscheidend?

Gezielte Schulungen befähigen Mitarbeiter, Lackierroboter präzise zu programmieren, korrekt zu bedienen und Störungen selbstständig zu beheben. Sie sichern die richtige Kalibrierung der Systeme, erhöhen die Prozesssicherheit und gewährleisten gleichbleibende Lackierqualität. Gleichzeitig schulen sie Arbeitsschutz und vorbeugende Wartung als zentrale Bestandteile des Betriebs.

Welche Bedeutung hat Nachhaltigkeit bei der Auswahl moderner Oberflächenbeschichtungssysteme?

Nachhaltigkeit zeigt sich in reduziertem Energieverbrauch durch effiziente Trocknung und Wärmerückgewinnung. Sie umfasst geringere Lösemittelemissionen, den Einsatz wasserbasierter Lacke sowie ein optimiertes Materialmanagement zur Abfallreduktion. Zudem gewinnen geschlossene Wasserkreisläufe und Umweltzertifizierungen wie ISO 14001 an Relevanz.

Wie lässt sich die Energieeffizienz bestehender Lackieranlagen verbessern?

Die Nachrüstung von Wärmerückgewinnungssystemen aus der Abluft erhöht die Energieeffizienz deutlich. Der Umstieg auf LED-Beleuchtung senkt den Stromverbrauch. Optimierte Luftführung und energieeffiziente Ventilatoren verringern den Heiz- und Kühlbedarf. Regelmäßige Filterwartung und variable Drehzahlantriebe steigern die Effizienz zusätzlich.

Welche KI-Systeme optimieren die Qualitätskontrolle in der industriellen Lackierung

KI-basierte Kamerasysteme erkennen Oberflächenfehler automatisch. Inline-Messsysteme erfassen Schichtdicken und Farbabweichungen berührungslos während des Prozesses. Predictive Analytics auf Basis von Sensordaten ermöglichen vorausschauende Wartung und verhindern Qualitätsmängel frühzeitig. Das Ergebnis ist eine konstante Produktqualität bei minimalem Ausschuss.

Hintergrund: Lackieranlagen