Liste Hersteller Blechlager
Ludwig-Erhard-Straße 6, 57482 Wenden
Deutschland
Industriestraße 12, 77855 Achern-Gamshurst
Germany
Veröffentlichungen der Hersteller zu Blechlager
Weitere Hersteller Blechlager
- Merkurius Group
- SCHMIDT AUMA
Mehr über Blechlager
Blechlager organisieren Blechtafeln in industriellen Betrieben so, dass Materialbereitstellung, Flächennutzung und Sicherheit zusammenpassen. In der Produktionslogistik ersetzen sie weitläufige Flachlager durch kompakte Strukturen und unterstützen eine nachvollziehbare Lagerhaltung. Als Materiallager nehmen sie unterschiedliche Formate, Dicken und Werkstoffe auf und ermöglichen geordneten Zugriff. Im Unterschied zur manuellen Entnahme erfolgen Stapelbewegungen geführt. Das schützt Oberflächen und reduziert innerbetriebliche Wege.
Funktion und Aufbau in der Praxis
Die Anlagen bevorraten Bleche in gängigen Größen wie 3000 × 1500 mm oder 4000 × 2000 mm sowie Sonderformate nach Blechnorm. Die geordnete Aufbewahrung umfasst auch Restmaterial, das in gekennzeichneten Fächern abgelegt wird, damit Verschnitt später gezielt genutzt wird. Sie verbindet Oberflächenschutz mit strukturierter Lagerhaltung, sodass Chargen und Qualitäten getrennt und schnell erreichbar bleiben.
Systemtypen und Komponenten
Ein verbreiteter Typ ist der Lagerturm mit Kassetten, die in einem Regalsystem übereinander geführt werden. Die Lagereinrichtung besteht aus Stahlrahmen, Führungsschienen und einem Regalbediengerät oder einer Hub-Schiebe-Mechanik. Typische Fachlasten liegen je nach Bauart zwischen 2.000 kg und 5.000 kg. Für gemischte Bestände stehen Trennprofile und Auflagen bereit, die Stapel sicher und maßhaltig tragen.
Kassetten werden häufig als Systempalette ausgeführt, optional mit Schutzauflagen aus Kunststoff, um empfindliche Oberflächen zu schonen. Manche Ausführungen kombinieren Blech- mit Langgut-Fächern, sodass Profile oder Rohre im selben Materiallager verwaltet werden. Steuerungseinheiten übernehmen Bestandsbuchungen, sperren belegte Ebenen und melden Wartungszustände. Schnittstellen erlauben die Übergabe von Artikelnummern und Gewichten an die Lagerverwaltung.
Technische Daten und Leistungsmerkmale
Die Anlagen nehmen Standardformate sowie Sonderbleche auf und tragen je Fach die spezifizierte Fachlast. Ein Turmlager mit 15 Ebenen und 3.000 kg pro Ebene stellt rechnerisch bis zu 45.000 kg bereit. Bei dichter Stapelung mehrerer Pakete sind bis zu 75.000 kg möglich. Die vertikale Lagerung erhöht die nutzbare Produktionsfläche und hält Verkehrswege kurz. Kennzahlen erleichtern die Auslegung und Vergleichbarkeit.
Zugriff und Bereitstellung
Die Zeit bis zur Entnahme – die Zugriffszeit – liegt bei automatischen Systemen üblicherweise zwischen 60 und 120 Sekunden. Das verkürzt Rüstvorgänge in der Blechbearbeitung und reduziert Stillstände. In der Vergangenheit mussten Mitarbeiter Bleche manuell aus Flachlagern ziehen, was Kraft, Erfahrung und Wege erforderte. Heute fährt die gewählte Kassette zur Entnahmestation, während das System parallel Bestandsdaten aktualisiert.
Einbindung in Fertigung und IT
Für Laser- oder Stanzanwendungen ist die direkte Ankopplung an die Bearbeitungsmaschine verbreitet. Ein Wechseltisch nimmt die Kassette auf, hebt die Blechtafel an und übergibt sie ohne Umstapelung. Der Rückweg führt über definierte Ablageplätze, damit Restmaterial direkt wieder einbuchbar bleibt. Diese Kopplung verringert Transportschritte und minimiert Beschädigungen, weil nur geführte Bewegungen stattfinden.
Die Abstimmung im Maschinenpark erfolgt über Feinplanung und Prioritätsregeln. Steuerungen verbinden die Lagerung mit Materialflusstechnik wie Förderwagen oder Portalen. ERP (Enterprise Resource Planning) übergibt Bedarfe und Chargen, ein MES (Manufacturing Execution System) quittiert Auftragsfortschritt und Rückmeldungen. Sorgfältige Lagerplanung stellt sicher, dass Bereitstellbahnhöfe, Wechseltisch und Pufferplätze auf Volumen, Reihenfolgen und Schichtmodell ausgelegt sind.
Fläche, Bestand und Qualität
Vertikale Lagerung spart Produktionsfläche, während die integrierte Bestandsführung den Lagerbestand laufend aktualisiert. Restmaterial wird getrennt erfasst, mit Abmessungen versehen und erneut der Materialbereitstellung zugeführt. Abdeckfolien, Kassettengurte und definierte Auflagepunkte schützen Kanten und Oberflächen. Die Lagerlösung lässt sich verlässlich mit Prüf- und Freigabeprozessen verbinden, ohne zusätzliche Umwege im Betrieb.
| Merkmal | Manuelles Flachlager | Automatisiertes Blechlager |
|---|---|---|
| Produktionsfläche | Hoch | Gering |
| Zugriffszeit | Lang | Kurz |
| Lagerkapazität | Begrenzt | Sehr hoch |
| Arbeitssicherheit | Mittel | Hoch |
| Bestandsführung | Manuell/fehleranfällig | Automatisiert/präzise |
| TCO | Niedrige Anschaffung, hohe Betriebskosten | Höhere Anschaffung, niedrigere Betriebskosten |
Auswahlkriterien und Anbieter
Die passende Lagerlösung ergibt sich aus Materialmix, gewünschter Durchsatzrate und räumlichen Gegebenheiten. Ein erfahrener Fachingenieur bewertet Tragwerke, Bedienelemente und Sicherheitskonzepte und koordiniert die Umsetzung gemeinsam mit dem zuständigen Kollegen aus der Produktionsleitung. Ziel ist eine Anlage, die die Blechbearbeitung belastbar versorgt, Restmaterial geordnet zurückführt und Schnittstellen zu Planungssystemen sauber bedient.
Kriterien für die Auslegung
- Materialdimensionen und Gewicht: Formate nach Blechnorm, Stapelhöhen und definierte Fachlast müssen zum Materialmix passen.
- Benötigte Kapazität: Anzahl Kassetten, Tonnenreserve und saisonale Spitzen bestimmen die Auslegung der Lagerkapazität.
- Automatisierungsgrad: Direkte Ankopplung an die Bearbeitungsmaschine, Wechseltischlogik und Puffer bilden den gewünschten Durchsatz ab.
- Verfügbare Fläche: Stellfläche, lichte Höhe und Verkehrswege legen Turmzahl, Entnahmerichtung und Servicezugänge fest.
- Integration: Anbindung an ERP und MES, Nummernkreise, Etiketten und Rückmeldungen sichern die Datenqualität.
- Restmaterial-Handling: Fächerkennzeichnung, Schutzauflagen aus Kunststoff und Trennelemente reduzieren Verschnittverlust.
Marktüberblick
Kasto, Stopa, Remmert, Bystronic, Trumpf, Schuler, LVD und Durlum bieten Systeme vom Kompaktregal bis zum hochautomatisierten Turmlager. Unterschiede liegen in Tragwerkskonzepten, Fahrgeschwindigkeiten, Software und Schnittstellen. Datenblätter nennen Formate, Fachlasten und Zykluszeiten. Referenzen zeigen, wie der Maschinenpark angebunden wurde. Eine belastbare Entscheidung berücksichtigt Montageablauf, Servicezugang und die geplante Materialbereitstellung im Mehrschichtbetrieb.
FAQ zu Blechlager
Welche Vorteile bietet ein modernes Blechlager im Vergleich zu einem Flachlager?
Moderne Blechlager nutzen die vertikale Bauweise und sparen bis zu 80 Prozent der Bodenfläche im Vergleich zu Flachlagern. Die Zugriffszeiten verkürzen sich von mehreren Minuten auf meist unter 120 Sekunden. Gleichzeitig steigt die Arbeitssicherheit, da manuelle Hebevorgänge entfallen und Materialbeschädigungen durch unkontrollierte Bewegungen reduziert werden.
Welche Vorteile bieten Lagertürme für Blech in kleinen und mittleren Unternehmen?
Lagertürme für Blech ermöglichen kleinen und mittleren Unternehmen eine platzsparende und effiziente Lagerung. Modulare Systeme lassen sich schrittweise an Bedarf und Budget anpassen. Sie optimieren die Nutzung von Produktionsflächen und sichern schnellen Materialzugriff, was die Wettbewerbsfähigkeit stärkt.
Wie verbessert ein automatisiertes Blechlager den Materialfluss in der Fertigung
Ein automatisiertes Blechlager ist direkt mit Bearbeitungsmaschinen wie Laser- oder Stanzanlagen verbunden und verkürzt dadurch Rüstzeiten. Es reduziert Transportwege und Personalaufwand, indem es Blechtafeln automatisch bereitstellt und Restmaterial zurückführt. Die durchgängige Anbindung vermeidet Engpässe und steigert den Durchsatz der Produktion.
Welche IT-Anforderungen stellt ein Blechlagersystem an ein Unternehmen?
Ein Blechlagersystem erfordert stabile Schnittstellen zu ERP- und MES-Systemen für einen störungsfreien Datenaustausch. Notwendig sind zudem eine leistungsfähige Netzwerkverbindung und ausreichende Serverkapazitäten für Bestandsmanagement und Auftragsabwicklung. Effektive Cybersecurity-Maßnahmen schützen Betriebsdaten vor unbefugtem Zugriff.
Welche nachhaltigen Vorteile bieten moderne Lagersysteme für Blechtafeln
Moderne Lagersysteme für Blechtafeln reduzieren Materialverluste durch geringeren Verschnitt und Beschädigungen. Eine präzise Bestandsführung verringert den Bedarf an Lagermaterial und beugt Überproduktion vor. Energieeffiziente Antriebe und Energierückgewinnung bei vertikalen Bewegungen senken zusätzlich den Energieverbrauch.
Wie können Blechlager an Sonderformate und empfindliche Materialien angepasst werden?
Blechlager lassen sich durch spezialisierte Kassettendesigns und Trennprofile an abweichende Formate oder Reststücke anpassen. Für empfindliche Oberflächen können Schutzauflagen aus Gummi oder Filz eingesetzt werden, um Kratzer zu vermeiden. Optional sind klimatisierte Lagerbereiche integrierbar, die Korrosion bestimmter Materialien verhindern.
Hintergrund: Blechlager
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Hochregallager Wikipedia
Hochregallager sind bis zu 50 Meter hohe, automatisierte Regalsysteme für Paletten, Flach- und Langgut mit Regalbediengeräten, Vorzone und Fördertechnik. Ein LVS/MFR steuert Ein-/Auslagerung und ERP-Anbindung – für hohe Raumnutzung, Sicherheit und Leistung.
Diese Anbieterliste Blechlager umfasst auch: Blechlagerregale, Blechlagersystem