Geprüfte Lagersysteme Hersteller
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Deutschland
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Über Lagersysteme
Lagersysteme ordnen Güter in der Lagereinrichtung und definieren klare Zugriffswege. Sie sichern reproduzierbare Abläufe. Bei Hallenhöhen über 10 m begrenzen Schlüsseldimensionen und Durchfahrtsbreite die Regalkonfiguration, während Traglasttabellen die Systemgröße festlegen. Bei Langgut oder einer Karosse führen Auskragprofile oder Palettenquerträger die Last gezielt ab. Keramik als Produkttyp verlangt zudem stoßarme Bewegungen und eine ruhige Arbeitsumgebung.
Funktionale Typen und Anwendungsbereiche
Manuelle Ausführungen stützen sich auf Lagerregal, Regalanlage oder Regalsystem mit Bedienung durch Flurförderzeuge. Der Zugriff dauert typischerweise Minuten. Dynamische Konzepte verschieben Ladungsträger im Kanal oder bringen Ware zum Bedienpunkt, nicht zur Person: Eine hohe Dichte entsteht über Schwerkraftbahnen oder Umlaufprinzipien. Automatische Varianten koppeln Hardware mit Programmierung und verfahren Lastaufnahmemittel nach Sensorik. Intelligente Lagersysteme ergänzen die Steuerungssoftware um belegungs- und wegeabhängige Strategien. Das stabilisiert Prozesse bei hoher Umschlagsfrequenz.
Anwendungsfall: Bei Werkzeugen bis 35 kg je Behälter und 2.000 Abrufen pro Schicht stabilisiert ein Umlaufregal die Zugriffszeit auf wenige Sekunden, während ein Fachbodenregal die Wartezeiten verlängert. Nicht jedes Teil verträgt Taktbetrieb, empfindliche Zylinder oder Keramik verlangen sanfte Beschleunigungsrampen. Bei Metallteilen steigt die mögliche Verfahrgeschwindigkeit, doch Baggerteil-Gewichte erfordern größere Sicherheitsabstände und stärkere Profile. Im Industrielager prägen solche Grenzwerte den Aufbau stärker als Katalogmaße.
Systemauswahl anhand technischer Parameter
Bei der Anforderungsanalyse zählen vier Messgrößen: Umschlagsleistung, Zugriffszeit, verfügbare Stellfläche und Reserven für Wachstum. Erstens definiert das Volumen je Ladungsträger die Fachbreite. Zweitens limitiert das Gewicht die Trägerabstände. Drittens bestimmt die Zugriffsklasse den Automatisierungsgrad. Wo Roboterintegration Greiferwechsel erfordert, steigen Schnittstellenumfang und Schutzfeldplanung messbar an. Ein Fördersystem koppelt Übergabepunkte innerhalb der Lagerhalle. Transportwagen übernehmen kurze Verteilstrecken bis zum Hallenbüro, ohne dass Regalbediengeräte rangieren müssen.
- Volumen und Gewicht: Langgut bis 6 m Länge fordert auskragende Arme, während kompakte Werkzeuge in Behältern höhere Packdichten zulassen.
- Umschlagsfrequenz: Ab etwa 100 Zugriffen pro Stunde prägt die Systemarchitektur den Durchsatz stärker als Gangbreiten.
- Platzgrenzen: Eine geringe Dachunterkante reduziert Hubhöhen und verschiebt die Wahl von Hochregal zu Vertikallift.
- Investition und Ausbau: Modulare Achsen erleichtern Erweiterungen gegenüber starren Sonderkonstruktionen im Lagerbau.
Beispiel: Für Agrartechnik mit wechselnden Baggerteil-Geometrien begrenzt ein Schwellenwert von 1.000 kg pro Ladeeinheit die Auswahl auf Palettenanlagen mit verstärkten Querträgern. Leichte Kleinteile laufen parallel in einem Vertikallift. Ein Generalunternehmer bündelt dabei Statik, Steuerungstechnik und Montageplanung, während ein Automatisierungsspezialist das Materialflusslayout parametriert. Kontraktlogistik bleibt hier außen vor. Entscheidend sind mechanische Kennwerte am Hauptstandort des Systems.
Normen und Sicherheitsanforderungen
*DIN EN 15635* beschreibt Betriebskontrollen sowie Instandsetzungskriterien für Lagereinrichtungen. Kurz gesagt: Lastschilder brauchen belastbare Daten. Bei automatischen Anlagen greifen zusätzlich die einschlägigen Sicherheits- und Steuerungsvorgaben. Schutzumhausungen ergeben sich direkt aus der Risikobeurteilung. Ein Regalinspekteur dokumentiert Schäden nach festgelegten Prüffristen, häufig im Rahmen eines Inspektionsvertrags mit festem Intervall.
| Merkmal | Manuell | Automatisch |
|---|---|---|
| Zugriffszeit | Minuten bis Stunden | Sekunden bis wenige Minuten |
| Umschlagsleistung | Niedrig bis mittel | Hoch bis sehr hoch |
| Sicherheitsrahmen | *DIN EN 15629*, *DIN EN 15635* | zusätzlich 2006/42/EG, *EN ISO 13849*, *IEC 60204* |
Bei der Überprüfung zählt nicht nur Korrosion an Stützen, sondern auch der Nachweis statischer Reserven nach Umbauten oder Anfahrschäden. Das Qualitätsmanagement setzt dafür Grenzwerte für Durchbiegung und Resttragfähigkeit an. Messprotokolle müssen reproduzierbar bleiben. Nicht jede Anpassung erfordert Softwareänderungen, oft genügt eine neue Fachlastklasse mit aktualisierten Lastschildern. Maßgeblich ist die reproduzierbare Normkonformität unter realer Last.
Hersteller sind AEB SE, AUER Packaging GmbH, BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH, Dieffenbacher Maschinenfabrik GmbH, Bonfiglioli Deutschland GmbH, Friedrich Remmert GmbH, Kardex Deutschland GmbH, MECALUX GmbH, proLogistik GmbH + Co KG, SCHMIDT AUMA
FAQ zu Lagersysteme
Welche Faktoren bestimmen die Total Cost of Ownership bei automatisierten Materialflusssystemen?
Zur Total Cost of Ownership zählen neben den Anschaffungskosten vor allem Betriebs-, Wartungs- und Energiekosten. Hinzu kommen Aufwendungen für Softwarelizenzen sowie regelmäßige Personalschulungen. Für belastbare Ergebnisse ist eine Betrachtung über mindestens zehn Jahre erforderlich. Eine frühzeitige und vollständige Analyse aller TCO-Komponenten bildet die Grundlage für fundierte Investitionsentscheidungen.
Wie lässt sich eine neue Lagerlösung reibungslos in bestehende IT-Landschaften integrieren?
Voraussetzung sind standardisierte Schnittstellen zu ERP- und Warenwirtschaftssystemen, etwa SAP EWM. Übliche Datenformate sind XML oder EDI, angebunden über Middleware. Industriestandards wie VDA 4994 für den Datenaustausch erhöhen die Kompatibilität. Für Integration und kundenspezifische Anpassungen sollten mindestens 25 Prozent des Projektbudgets eingeplant werden.
Wann amortisieren sich automatisierte Lagersysteme gegenüber manuellen Lösungen?
Die Amortisationsdauer hängt von Umschlagsfrequenz, Personalkosteneinsparungen und reduzierten Fehlerquoten ab. Bei hohem Durchsatz liegt der Return on Investment typischerweise zwischen drei und sieben Jahren. Eine belastbare Wirtschaftlichkeitsrechnung unter Einbezug verschiedener Szenarien und variabler Kosten ist erforderlich, um die Investitionsentscheidung fundiert zu treffen.
Welche Bedeutung haben Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei der Auswahl moderner Intralogistiksysteme?
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind zentrale Auswahlkriterien. Systeme sollten Motoren der Effizienzklassen IE3 oder IE4 einsetzen und Bremsenergie rekuperieren. LED-Beleuchtung und Materialien mit hohem Recyclinganteil senken Ressourcenverbrauch und Betriebskosten. Förderprogramme wie die KfW-Richtlinie Effiziente Lagersysteme gewähren Zuschüsse von 10 bis 20 Prozent der Investitionskosten. Förderfähigkeit vor der Anschaffung prüfen.
Wie lassen sich Zukunftsfähigkeit und Skalierbarkeit von Lagersystemen bei steigenden Anforderungen sichern?
Zukunftsfähige Lagersysteme basieren auf modularer Bauweise und flexiblen Softwarearchitekturen. Standardisierte Hardware erleichtert Erweiterungen und reduziert Integrationsaufwand. Eine Skalierungsreserve von 20 bis 30 Prozent für Volumen und Durchsatz sichert Anpassungsfähigkeit an veränderte Marktbedingungen.
Welche Anforderungen stellen Gefahrstoffe und temperaturempfindliche Güter an Regalsysteme?
Die Lagerung erfordert normgerechte Temperaturkontrolle nach DIN EN 60068, Explosionsschutz gemäß ATEX-Richtlinie 2014/34/EU und Brandschutz nach VdS-Richtlinien. Regalsysteme und Komponenten müssen zudem den jeweiligen Lagerklassen der Gefahrstoffverordnung entsprechen.
Welche Vorteile bietet ein digitaler Zwilling bei der Planung und Optimierung von Lagerlösungen?
Ein digitaler Zwilling simuliert Materialflüsse präzise und identifiziert Engpässe frühzeitig. Er ermöglicht die Optimierung von Lagerlayouts und Belegungsstrategien vor der physischen Umsetzung. Studien zeigen, dass sich Planungsfehler um bis zu 15 Prozent reduzieren und Inbetriebnahmezeiten verkürzen lassen. Eine simulationsbasierte Planung senkt damit Risiken und erhöht die Umsetzungssicherheit.
Hintergrund: Lagersysteme
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Lagertechnik Wikipedia
Lagertechnik umfasst Lagerung und innerbetrieblichen Transport als Teil der Intralogistik; sie verknüpft Beschaffung, Produktion, Distribution, Entsorgung – Rahmen für Lagersysteme, Zugriffswege, Materialfluss und Automatisierung.
Diese Anbieterliste Lagersysteme umfasst auch: Automatische Lagersysteme, Automatisierte Lagersysteme, Manuelle Lagersysteme, Dynamische Lagersysteme, Automatisches Lagersystem, Intelligente Lagersysteme
Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: August 2026, ID: 7086