Weitere Hersteller Gartenpumpen
- GÜDE GmbH & Co.KG
- Metabowerte GmbH
- Zehnder Pumpen GmbH
Mehr über Gartenpumpen
Gartenpumpen bilden in der Kette des Pumpensystems der privaten Wassertechnik die Schnittstelle zwischen Quelle und Verteilung. Sie entnehmen Brauchwasser aus Zisterne, Brunnen oder Behältern und stellen es für die Wasserverteilung bereit. Der Einsatz entlastet Trinkwasserreserven, nutzt Regenwasser als Wasserressource und erschließt Reserven für Gartenbewässerung, Umpumpen und Entwässerung ohne bauliche Eingriffe.
Aufbau und Funktionsweise von Gartenpumpen
Grundlagen der Pumpenmechanik
Die Pumpentechnik basiert meist auf Kreiselpumpen: Ein Laufrad beschleunigt Wasser radial, erzeugt am Saugstutzen Unterdruck und am Druckstutzen Überdruck. Dadurch können Wasserstrecken über Höhenunterschiede gefördert werden. Das Gehäuse besteht häufig aus Edelstahl oder schlagfestem Kunststoff und schützt vor Korrosion. Einlassseitig verhindert ein Rückschlagventil das Zurücklaufen der Wassersäule, und ein Vorfilter reduziert Schmutz und Verunreinigung. Dies schont Lager und Dichtungen.
Technische Kennzahlen und Grenzen
Für Planung und Auswahl zählen drei Parameter: Fördermenge in l/h, Druck in bar und Ansaughöhe in m. Im Hausgarten liegen typische Fördermengen zwischen 3.000 und 6.000 l/h, der Druck meist bei 3,5–5,0 bar für mehrere Sprinkler, die Ansaughöhe konstruktionsbedingt bei 7–8 m. Dieses Zusammenspiel bestimmt die verfügbare Wassermenge bei einem definierten Druckniveau. Herstellerdaten und Normen bilden die Grundlage der Auslegung.
- Fördermenge: 3.000–6.000 l/h für gängige Anwendungen
- Förderdruck: 3,5–5,0 bar für Sprinkler und Tropfstränge
- Ansaughöhe: 7–8 m bezogen auf die Wasseroberfläche
Einsatzbereiche und typische Anwendungen
Bewässerung von Pflanzen und Gartenbereichen
Im Schwerpunkt steht die Gartenbewässerung über Schlauchsystem, Sprenger oder Tropfleitungen. Ein Drucksensor oder ein Schwimmerschalter (Schwimmer) ermöglicht Wechselbetrieb je nach Entnahme. Modelle mit Zertifikat „Geräuscharm“ erleichtern den Betrieb in dicht bebauten Lagen. Für Pflanzen zählt die gleichmäßige Versorgung. Die Kontrolle der Austrittsdrücke verhindert Schäden an empfindlichen Kulturen.
Weitere Nutzungsmöglichkeiten und Zubehör
Zum Entleeren eines Swimmingpools oder beim Umpumpen aus großen Behältern kommen submers ausgeführte Lösungen zum Einsatz. Eine Tauchpumpe mit Flachabsaugung eignet sich für Restwasser. Bei Grundstücksentwässerung im Niederschlagsfall arbeiten Entwässerungslösungen mit hoher Partikeltoleranz, sie sind jedoch nicht für Abwasser im Sinne der Abwassertechnik ausgelegt. Passendes Pumpenzubehör wie Vorfilter, Saugschläuche und Rückschlagventile schützt die Aggregate. Bei Störungen helfen Support, Servicetechniker und Pumpenreparatur. Ersatzteilbeschaffung und Nachkaufgarantie sichern die Verfügbarkeit.
Auswahlkriterien für die passende Pumpenart
Wasserquelle und Wasserqualität
Aus Zisterne oder Regenfass gefördertes Wasser enthält oft Schwebstoffe, ein Vorfilter vor der Pumpe reduziert Verunreinigung und verlängert die Standzeiten. Für Brunnen mit tiefer Wasseroberfläche ist die Brunnentechnik mit korrekt dimensioniertem Saugschlauch entscheidend. Für den Gartenteich bieten sich robuste Aggregate oder der Begriff Teichpump als Spezialkategorie an, die auf Partikelkontakt ausgelegt sind. Das Saugschlauch-Volumen sollte vollständig befüllt sein, um Lufteintrag zu vermeiden.
- Zisterne: Vorfiltration und Rückschlagventil am Saugkorb
- Brunnen: geringe Verluste, kurze Saugwege, dichte Verbindungen
- Teich: Partikeltoleranz und servicefreundliche Filter
Automatisierung und Betriebsgeräusch
In der Hauswassertechnik werden automatische Systeme für die Hausversorgung genutzt. Sie schalten bei Entnahme selbstständig und halten den Leitungsdruck. Eine Steuerung mit Drucksensor passt zur Zapfnutzung, während submers ausgeführte Lösungen den Schall im Medium dämpfen. Feste Elektroanschlüsse sollten von einem Elektriker ausgeführt werden, da falsche Absicherung die Lebensdauer elektronischer Komponenten verkürzt.
Vergleich gängiger Pumpentypen
| Merkmal | Standard-Gartenpumpe | Hauswasserautomat/Wasserwerk | Tauchpumpe |
|---|---|---|---|
| Aufstellung | Überflur, trocken | Überflur, trocken | Submers, im Wasser |
| Steuerung | Manuell oder externer Druckschalter | Automatik über Druck-/Durchflusssensor | Schwimmerschalter oder manuell |
| Ansaughöhe | Bis 8 m | Bis 8 m | Keine; arbeitet im Medium |
| Stärken | Einfache Installation | Kontinuierliche Versorgung | Leise, gute Kühlung |
| Typische Nutzung | Bewässern, Umpumpen | Haus und Garten | Zisterne, Brunnen, Entwässern |
Inbetriebnahme, Wartung und Langlebigkeit
Erste Schritte und Fehlervermeidung
Vor der Inbetriebnahme werden Leitungen dicht verschraubt und der Ansaugweg vollständig gefüllt. So wird Trockenlauf verhindert. Ein Rückschlagventil am Saugkorb hält die Wassersäule. Nach dem Start prüft man Drücke und Dichtheit, um frühe Störung zu erkennen. Festeinspeisungen und Schutzschalter sind Aufgaben für den Elektriker. Bei längerem Stillstand empfiehlt sich ein kurzer Probelauf zur Schmierung der Dichtflächen.
Pflege, Teile und Dokumente
Regelmäßig gereinigte Vorfilter stabilisieren die Förderwerte, und ein vollständiger Frostschutz durch Entleerung schützt das Gehäuse vor Rissen. Für Ersatzteilbeschaffung eignen sich Originalteile passend zum Pumpenmodell und zur Pumpenart. Betriebsanleitungen findet man über Dokumentensuche beim Hersteller. Leitfäden aus Handwerk und Handwerkskammern ergänzen Prüfintervalle. Ein dokumentierter Wartungsplan reduziert Folgekosten in der Reparatur.
Begriffseinordnung und Praxis: In Katalogen stehen Bezeichnungen wie „Entwässerungspump“, „Bewässerungspump“, „Bewässerungpump“ oder der umgangssprachliche Begriff „Schwimmpump“ neben normierten Kategorien. Im öffentlichen Bereich am Hauptbahnhof oder in der Zuckerherstellung gelten andere Standards als im Garten. Für Abwasserexperten und Planer im Ausland sind diese Aggregate ein Industrieprodukt, während Einsteiger sie eher als Werkzeug der Gartentechnik sehen. Gute Kontrolle, transparente Datennutzung und verlässlicher Support erleichtern die Auswahl und den Betrieb.
FAQ zu Gartenpumpen
Wie lässt sich der Stromverbrauch einer Gartenpumpe senken?
Der Stromverbrauch sinkt durch den Einsatz energieeffizienter Modelle und optimierte Betriebszeiten. Pumpen mit Permanentmagnetmotoren arbeiten bis zu 30 Prozent effizienter als ältere Asynchronmotoren. Eine bedarfsgerechte Steuerung über Druckschalter oder Zeitschaltuhren reduziert unnötige Laufzeiten. Regelmäßige Reinigung des Vorfilters verbessert zudem die Effizienz, da die Pumpe weniger Leistung aufbringen muss.
Können Gartenpumpen in Smart-Home-Systeme integriert werden?
Ja, viele Gartenpumpen lassen sich über Smart Plugs oder spezielle Schnittstellen in Smart-Home-Systeme einbinden. So können sie per App gesteuert, Bewässerungspläne programmiert und mit Wetterdaten oder Bodenfeuchtigkeitssensoren verknüpft werden. Das ermöglicht eine effiziente Bewässerung und reduziert den Wasserverbrauch. Einige Hersteller bieten zudem WLAN-fähige Modelle für die direkte Integration an.
Welche gesetzlichen Regelungen gelten für die private Wasserentnahme in Deutschland?
Die Entnahme von Grundwasser für private Zwecke, etwa über einen Brunnen, ist in Deutschland genehmigungspflichtig. Grundlage sind die Wassergesetze der Bundesländer und kommunale Satzungen, deren Anforderungen regional variieren. Die Nutzung von Regenwasser aus Zisternen ist in der Regel genehmigungsfrei, darf jedoch das öffentliche Trinkwassernetz nicht beeinträchtigen. Zuständig für Auskünfte sind die örtlichen Wasserbehörden.
Wie wird eine Gartenpumpe winterfest gemacht, um Frostschäden zu vermeiden?
Zur Wintervorbereitung muss die Pumpe und ihre Leitungen vollständig entleert und an einem frostfreien Ort gelagert werden. Sie sollte vom Stromnetz getrennt, alle Ablassschrauben geöffnet und Saug- sowie Druckleitung entfernt werden. Die Aufbewahrung in einem beheizten Keller oder Schuppen ist ideal. Eine jährliche Sichtprüfung und gelegentliches Schmieren der Wellendichtungen verlängern die Lebensdauer.
Wie lässt sich die Bewässerung mit einer Gartenpumpe effizienter und wassersparender gestalten?
Wasser lässt sich sparen, indem Bewässerungssysteme gezielt und automatisiert eingesetzt werden. Tropfbewässerungen versorgen die Wurzeln direkt und reduzieren die Verdunstung um bis zu 70 Prozent gegenüber Sprengern. Regensensoren und Bodenfeuchtesensoren verhindern unnötiges Gießen. Zudem verringert Bewässerung in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend den Wasserverlust deutlich.
Welche typischen Ursachen verhindern das Anspringen oder die Wasserförderung einer Gartenpumpe?
Häufige Ursachen sind Luft in der Saugleitung, ein verstopfter Filter oder ein zu niedriger Wasserstand in der Quelle. Prüfen Sie die Dichtheit aller Saugverbindungen und füllen Sie die Pumpe vor dem Start vollständig mit Wasser. Ein verschmutzter Vorfilter mindert die Saugleistung erheblich und kann die Pumpe blockieren. Auch ein ausgelöster Motorschutzschalter oder eine unzureichende Stromversorgung können den Betrieb verhindern.
Welche Empfehlungen gelten für die eigenständige Installation von Bewässerungspumpen?
Für eine fachgerechte Installation ist eine stabile, ebene Aufstellfläche sowie eine korrekt dimensionierte, luftdichte Saugleitung entscheidend. Die Pumpe sollte möglichst nahe an der Wasserquelle positioniert werden, um die Ansaughöhe zu verringern und die Saugleitung kurz zu halten. Ein Saugschlauch mit passendem Durchmesser und Rückschlagventil am Saugkorb ist erforderlich. Vor der ersten Inbetriebnahme muss die Pumpe vollständig mit Wasser befüllt werden, um Trockenlauf zu vermeiden und die Effizienz sicherzustellen.