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Infrarotsensoren Hersteller – Vergleich

Photodetektoren wie Infrarotsensoren erfassen spektrale Energie im nahen bis fernen Infrarot und bilden damit die Basis für berührungslose Temperatur- und Szenenerkennung. Im Fahrzeug unterstützen sie Fahrerassistenzsysteme bei Nacht, etwa durch Fußgängererkennung und Überwachung beheizter Komponenten auf Fehlfunktion. Für den Einkauf zählen der Wellenlängenbereich nach ISO 20473, ein klar definiertes Sichtfeld in Grad und die passende Schnittstelle zur Steuerung, belegt durch reproduzierbare Messwerte und kompatible Protokolle.
Lieferanten und Händler:

Über Infrarotsensoren

Infrarotsensoren detektieren Wärmestrahlung von Körpern oberhalb 0 K. Der Detektor wandelt die Strahlung in ein elektrisches Ausgangssignal um. Wo Ferninfrarotstrahlung auftrifft, absorbiert eine Absorptionsschicht die Energie und erwärmt sich messbar. Keramische Substrate stabilisieren die Struktur und begrenzen die Drift über Temperaturzyklen.

Funktionsprinzip und Bauarten

Thermopile-Sensoren arbeiten als Temperatursensor: Mehrere Thermoelemente erzeugen aus der Temperaturdifferenz zwischen heißer und kalter Stelle eine Spannung. Die erzeugte Spannung ist klein. Pyroelektrische Sensoren reagieren nicht auf konstante Wärmebilder. Bei Änderung entsteht im Kristall eine definierte Ladungsmenge. Reflexionssensoren und Lichtschranken koppeln Sender und Empfänger und dienen als Näherungssensor, sobald ein Objekt den Strahlgang reflektiert oder unterbricht.

Technische Auslegung für Integration

Bei der Auslegung definiert die spektrale Wellenlänge den Kontrast zwischen Zielobjekt und Hintergrund. ISO 20473 ordnet Bereiche von Nah-IR bis Fern-IR zu. Das optische Sichtfeld begrenzt den Messfleck oder die überwachte Teilfläche am Fenster des Gehäuses. Die Elektronik allein entscheidet nicht. Die mechanische Geometrie legt den Einbauraum in Produktionsanlage oder Fahrzeug fest und beeinflusst die thermische Kopplung an das Schutzgehäuse.

Kennwerte für Spezifikation und Systemanschluss
EigenschaftBeschreibungKennzahlen / Norm
WellenlängenbereichDetektierter SpektralbereichNah-IR (780 nm–3 µm), Mid-IR (3–50 µm), Fern-IR (50–1000 µm), ISO 20473
SchutzartDichtheit gegen Staub/WasserIP65 bis IP69K nach EN 60529
SchnittstellenDatenanbindung an SteuerungI2C, SPI, UART, Modbus, Ethernet/IP
Betriebsspannung & AusgangVersorgung und Signalformat3,3 V, 5 V, 12 V und 24 V DC, analog/digital/kabellos
Zulässige Umgebungstemperatur & AuflösungBetriebsfenster und Minimaländerung-40 °C bis +85 °C in Anlehnung an EN 60068-2-1, typ. 0,1 °C

Anwendungsfelder mit messbaren Anforderungen

In der Automatisierung erkennt Reflexionssensorik Hindernisse an Roboterachsen und unterstützt die Qualitätskontrolle am Fließband mit definierter Distanz zur Prüfposition. Entscheidend ist die Reaktionszeit im Millisekundenbereich laut Datenblatt. Im Fahrzeug detektiert IR-Optik Fußgänger in dunkler Umgebung, ersetzt aber keine funktionale Sicherheitsanalyse nach ISO 26262. Klimaanlagenregler koppeln Temperaturmesspunkte an Kühlkreise, damit Kompressoren an Grenzwerten nachführen statt zu pendeln.

  • Anwendungsbereich: berührungslose Temperaturmessung, Bewegungsdetektion oder Distanzmessung.
  • Umgebungsbedingungen: Dichtungsklasse nach EN 60529 sowie Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, Staub, Splitter und Reinigungsstrahl bei IP69K.
  • Schnittstelle: Anschluss an Controller oder Steuerung via I2C, SPI, UART, Modbus oder Ethernet/IP inklusive passendem Pegel für die Anzeige.
  • Spannung: Versorgung mit 3,3 V, 5 V, 12 V oder 24 V DC sowie Wahl zwischen analog, digital oder kabellos per Funkmodul.

Normen und Richtlinien

  • ISO 20473
  • EN 60529
  • EN 60068-2-1
  • ISO 26262
  • ISO 9001
  • ISO 12100

Kostenfaktoren, Fehlfunktionrisiko und Supporttiefe

Bei Preissprüngen wirken drei Treiber: die Detektortechnologie, die interne Signalaufbereitung und die Optik mit engem Blickwinkel durch Schutzfenster. Höhere Empfindlichkeit verteuert Bauteile spürbar und erhöht das Risiko. Fehlfunktionen drohen, wenn Fremdwärmequellen das Sichtfeld füllen oder Schutzgläser verschmutzen. Der Hersteller-Support liefert Applikationshinweise zur Detektorwahl im Aufbau, stellt Grenzdaten bereit und dokumentiert Langlebigkeit über geprüfte Werkstoffe. Risikobetrachtungen nach ISO 12100 sind relevant für Sicherheitsausrüstung etwa bei Personenfluss, Hygiene-Stationen oder Strahlenschutz-Monitoring.

Bei Mengenangeboten sinkt die Kalkulation, doch Varianten binden weiterhin Kostenpunkte an Gehäuseklasse, Optik und Ausgangsstufe. Beispiel: Ein Sensor für Personenfluss in einer Zugangsschleuse verlangt IP69K nach EN 60529, arbeitet bei -40 bis +85 °C und sendet Werte per Modbus an einen Controller in der Steuerung. Eine robuste Spezifikation trennt hier von Billigkomponenten ohne Reserve.

Hersteller sind Micro-Hybrid Electronic GmbH, IR-Systeme GmbH & Co. KG, Fluke Process Instruments GmbH

FAQ zu Infrarotsensoren

Welche Kriterien bestimmen die Auswahl des passenden Infrarotsensortyps

Die Auswahl richtet sich nach Anwendung und Messaufgabe. Thermopile-Sensoren eignen sich für präzise, berührungslose Temperaturmessungen an statischen Objekten. Pyroelektrische Sensoren sind ideal für Bewegungsdetektion und die Überwachung von Temperaturschwankungen. Für hochauflösende Messungen ist ein Thermopile-Array mit mindestens 32x32 Pixeln meist erforderlich; die Kosten pro Pixel prägen die TCO. Eine detaillierte Analyse des Messziels ist Voraussetzung für die optimale Sensorauswahl.

Wie lassen sich Infrarotsensordaten effizient in bestehende Systeme integrieren

Über digitale Schnittstellen wie I2C, SPI oder Modbus an einen Mikrocontroller oder eine SPS anbinden. Erforderlich sind eine Firmware zur Datenerfassung und Vorverarbeitung sowie bei Bedarf eine Software zur Visualisierung oder Analyse. Für Echtzeitanwendungen mindestens 100 kHz Übertragungsrate einplanen; die Wahl der Schnittstelle bestimmt die Verarbeitungskomplexität. Die Herstellerdokumentation liefert die zentralen Implementierungshinweise.

Welche Faktoren beeinflussen die Total Cost of Ownership TCO von Infrarotsensoren langfristig

Die TCO umfassen Anschaffung, Installation, Kalibrierung, Wartung und Energieverbrauch über den gesamten Lebenszyklus. Eine Lebensdauer von über 50.000 Betriebsstunden und ein Standby-Verbrauch unter 100 mW senken die Betriebskosten deutlich. Verfügbarkeit von Ersatzteilen und verlässlicher Herstellersupport reduzieren Ausfallzeiten und Servicekosten. Investitionen in qualitativ hochwertige Sensoren minimieren langfristig Folgekosten.

Wie oft sind Kalibrierung und Wartung von Infrarotsensoren erforderlich?

Intervalle hängen von geforderter Messgenauigkeit, Drift und Umgebungsbedingungen ab. In kritischen Anwendungen wird eine jährliche Rekalibrierung oder Verifizierung mit zertifizierten Referenzquellen gemäß ISO 17025 empfohlen. Die Optik regelmäßig reinigen, besonders in staubiger oder feuchter Umgebung, um Messfehler durch Verschmutzung zu vermeiden. Einen Wartungsplan im Rahmen der Anlagenbetreuung festlegen.

Welche Normen und Richtlinien sind für den sicheren Einsatz von IR-Detektoren in der Industrie maßgeblich

Maßgebliche Normen sind EN 60529 für IP-Schutzarten, EN ISO 13849-1 für funktionale Sicherheit in Maschinen, die EN 61000-Reihe zur EMV zur Vermeidung von Störeinflüssen und EN 60825-1 für den Laserschutz bei IR-Lasersystemen. Bei der Systemintegration ist eine Risikobeurteilung nach EN ISO 12100 durchzuführen.

Wie beeinflussen Messgenauigkeit und räumliche Auflösung die Kosten von Wärmesensoren

Höhere Messgenauigkeit, etwa unter 0,1 °C, erfordert präzisere Detektormaterialien und aufwendigere Signalverarbeitung und erhöht die Herstellungskosten. Die räumliche Auflösung wird durch die Pixelzahl bestimmt und legt die Detailtiefe der Temperaturkarte fest; 640x480 Pixel sind deutlich teurer als 80x60 Pixel. Spezifikationen am tatsächlichen Bedarf ausrichten, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Welche künftigen Einsatzfelder für Infrarotsensoren zeichnen sich ab?

Zentrale Trends sind KI-gestützte prädiktive Wartung und optimierte Prozessführung in Industrie 4.0. In der Gebäudeautomation treiben Miniaturisierung und höhere Energieeffizienz präzise Anwesenheitserkennung und bedarfsgerechte Klimaregelung voran. Multispektrale Sensorik eröffnet neue Anwendungen in der Gasdetektion und Materialanalyse. Die Forschung fokussiert auf höhere Empfindlichkeit und geringere Kosten.

Hintergrund: Infrarotsensoren

  • Infrarotsensor Wikipedia

    Eine Wärmebildkamera empfängt Infrarotstrahlung und stellt sie als Bild dar – im Gegensatz zum punktuellen Pyrometer. Häufig als FLIR bezeichnet (Forward Looking Infrared), wobei FLIR zugleich eine Markenbezeichnung ist.

Diese Anbieterliste Infrarotsensoren umfasst auch: Thermopile Sensoren, Infrarotsensorik

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: August 2026, ID: 18322