×
Suchen

Kabeleinführungen Hersteller – Vergleich

Kabeleinführungen bezeichnet eine Baugruppe der elektrischen Installationstechnik, die an Gehäusen Schutzart und bei Bedarf die EMV-Schirmanbindung von Leitungen sicherstellt. Im Bauwesen und in der Haustechnik sichern sie Rohrdurchfuehrung und Futterrohr in Gebäuden sowie Anschlüsse von Wärmepumpen gegen Feuchte, hydrostatischen Druck und Reinigungschemikalien. Für die Beschaffung zählt vorrangig die geforderte Schutzart nach DIN EN 60529, etwa IP66 bis IP69K.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte Kabeleinführungen Hersteller

Gottlieb-Daimler-Strasse 11, 71394 Kernen
Germany

Bruckwiesenstraße 17 – 19, 71384 Weinstadt
Germany

Kabeleinführungen Fachartikel

PERFECT Fix - einfach fix

Der Einsatz einer PERFECT Fix Kabelverschraubung ist ideal bei engen Platzverhältnissen. Sie ist perfekt geeignet für den Einsatz an schwer zugänglichen Stellen, denn sie kann problemlos von einer Seite ein- und ausgebaut werden. Das Kontern an der Gehäuseinnenseite mittels einer Sechskantmutter entfällt komplett. Auf der Innenseite, z.B. im Gehäuse braucht sie so gut wie keinen Platz.

Kabeldurchführung nach Maß - LÜTZE Cablefix® One

LÜTZE stellt auf der Hannover Messe 2019 das flexibel anpassbare Kabeldurchführungssystem LÜTZE Cablefix® One vor.

Kabelverbinder JCC

Kabelverbinder JCC von Jacob - zum schnellen Verbinden von 2 Leitungen

Kabeldurchführungsleiste KADL

für bis zu 25 konfektionierte Leitungen mit Steckern

PERFECT Kabelverschraubung Messing bleifrei

PERFECT Kabelverschraubung aus bleifreiem Messing, metrisch M12 - M63

PERFECT EMV-Kabelverschraubung Messing bleifrei

PERFECT EMV-Kabelverschraubung aus bleifreiem Messing - metrisch M12 bis M63

PERFECT Kabelverschraubung Kunststoff metrisch

aus Polyamid PA6 - metrisch M12 - M63

Über Kabeleinführungen

Kabeleinführungen führen Leitungen durch Gehäusewände und dichten die Öffnung ab. Bei Wandstärken von 1 bis 5 mm nutzen viele Bauarten einen Grundkörper mit Dichtungsring und Druckschraube, während teilbare Systeme ein Klemmprinzip einsetzen. Wo Vibrationen auftreten, hält eine definierte Zugentlastung das Kabel in Position und begrenzt Torsion. Reproduzierbare Anzugsmomente und eine passgenaue Auslegung auf den Kabeldurchmesser sichern die Verbindungstechnik ab.

Aufbau, Werkstoffe und Dichtsysteme

Bei Temperaturen von -20 °C bis +100 °C deckt Polyamid viele Standardaufgaben im Schaltschrank ab. Metallvarianten setzen andere Schwerpunkte: Messing widersteht mechanischer Beanspruchung, Edelstahl toleriert aggressive Medien und regelmäßige Reinigung. In hygienischen Bereichen verlangt die Oberfläche oft eine porenarme Ausführung, dort rückt Edelstahl als Werkstoff nach vorn. Für den Dichtverbund arbeiten Elastomere wie EPDM oder NBR im Dichtungsring; sie kompensieren Fertigungstoleranzen und stabilisieren die Schutzart auch bei wechselnden Temperaturen.

Schutzarten und robuste Auslegung im Feld

Nach DIN EN 60529 ordnet die Schutzart den Widerstand gegen Staub und Wasser ein. Bei IP68 bleibt das Gehäuse auch bei dauerhaftem Untertauchen dicht. Eine hohe Schutzart erhöht die Anforderungen an Dichtung und Gewindeausführung, reduziert jedoch das Risiko von Kriechströmen in der Elektronik durch Kondensat. Wo Zugkräfte aus Kabelbündeln wirken, halten metallische Verschraubungen mit definiertem Klemmkonus meist höhere Lasten aus als einfache Kunststoffmuttern.

Auswahlkriterien entlang der Betriebsbedingungen

Bei jeder Auslegung zählt zuerst der Einbauort als Betriebsbedingung: Feuchtegrad, Reinigungsregime und mögliche Chemikalien bestimmen Material- und Dichtauswahl. Für Anlagen in einem Technikum mit wechselnden Medien oder für eine Wärmepumpe nahe am Außenbereich sprechen korrosionsfeste Metalle oder spezifizierte Kunststoffe gegen Spannungsrissbildung.

  • Schutzart: Einstufung nach DIN EN 60529 passend zu Staub- und Wassereintrag.
  • Material: Auswahl nach Chemikalienkontakt und Temperaturfenster der Anwendung.
  • Kabeldurchmesser: Abgleich mit Klemmbereich für sichere Zugentlastung ohne Quetschung.
  • Bauform: Entscheidung zwischen Verschraubung oder modularem Rahmen für Nachbelegung.

Normenlage: EMV-, Ex- und Brandschutzanforderungen

Neben dem Eindringschutz prägen elektrische Randbedingungen die Konstruktion. EMV (elektromagnetische Verträglichkeit) fordert definierte Schirmauflagen. Dafür kommen leitfähige Kontaktfedern oder metallische Potenzialübergänge zum Einsatz und stützen Anforderungen aus der Richtlinie 2014/30/EU. Ex-Schutz setzt Grenzen strenger: Nach Richtlinie 2014/34/EU (ATEX) verhindern geeignete Spaltmaße sowie geprüfte Werkstoffe unzulässige Zündquellen in explosionsfähiger Atmosphäre.

Im Brandfall zählt das Verhalten des Materials unter Hitzeeinwirkung. Konkrete Vorgaben liefert DIN EN 45545-2, wenn Anwendungen in Schienenfahrzeugen Rauchentwicklung und Entflammbarkeit begrenzen müssen. Intumeszierende Einlagen verschließen dann Fugen bei Temperaturanstieg.

Typische Kennwerte ausgewählter Kabeleinführungsvarianten
VarianteSchutzart / NormbezugEinsatzhinweis
Kunststoffausführung (PA)IP65–IP68 nach DIN EN 60529-20 °C bis +100 °C im Schaltschrankbau
Edelstahlausführung (z. B. V2A)IP66–IP69K nach DIN EN 60529-40 °C bis +200 °C bei Reinigung und Chemikalienkontakt
Brandschutz-AusführungEN 45545-2 / häufig UL 94 V-0Dichtung mit aufschäumenden Materialien zur Durchtrittsabdichtung

Anwendungsfelder und Bauformen von Gebäude bis Stahlkonstruktion

In Bauwerken dominieren Durchführungen durch Mauerwerk oder Beton. Dort arbeiten Futterrohr-Lösungen oder eine Rohrdurchführung, um Gas- und Wassereintritt zu bremsen, und stützen damit direkt die Gebäudeabdichtung. Im Maschinenbau zählt dagegen oft die schnelle Nachbelegung im Servicefenster einer Maschine.

In einer Stahlkonstruktion mit lackierter Außenhaut verlangt ein geteilter Rahmen einen sauberen Ausschnitt und definiert den Dichtsitz über Systemdeckel sowie Frontrahmen. Das reduziert Montagefehler bei mehreren Kabeln unterschiedlicher Durchmesser (z. B. 6 mm bis 24 mm). Modulare Systeme strukturieren dabei das Kabelmanagement über austauschbare Einsätze statt überbohrte Einzelverschraubungen.

Hersteller sind Friedrich Lütze GmbH, Jacob GmbH Elektrotechnische Fabrik, Herbert Neundörfer Werksvertretungen GmbH & Co. KG, icotek GmbH & Co. KG, Murrplastik Systemtechnik GmbH, Trelleborg Sealing Solutions Germany GmbH, Detas Elektro GmbH, PFLITSCH GmbH & Co. KG

FAQ zu Kabeleinführungen

Wie wählt man Kabeleinführungen für chemisch aggressive Umgebungen aus

Nach chemischen Beständigkeitstabellen der Werkstoffe auswählen. Edelstahl V4A 1.4404 ist für Salzwasser und bestimmte Säuren geeignet. Für sehr aggressive Medien Spezialkunststoffe wie PVDF oder PTFE bevorzugen; ein Prüfzeugnis zur Medienbeständigkeit nach VDMA 24574-1 fordern. Zusätzlich stets einen Materialtest mit den konkreten Prozessmedien der Anwendung durchführen.

Wie beeinflussen Kabeleinführungen die TCO von Industrieanlagen?

Kabeleinführungen wirken auf die TCO über Installationsdauer, Wartungsaufwand und Ausfallrisiko. Robuste, wartungsarme Ausführungen senken Betriebskosten und Stillstände. Modulare Systeme beschleunigen Austausch und Reparaturen und ermöglichen TCO Einsparungen bis zu 15 Prozent. Empfehlenswert sind Systeme mit einfacher Montage und gesicherter Ersatzteilverfügbarkeit.

Wie wird die EMV-konforme Kabeleinführung im Schaltschrank sichergestellt

Kabelschirme werden direkt und umlaufend am Gehäuse geerdet. Geeignet sind Kabeleinführungen mit leitfähigen Kontaktfedern oder metallisierten Kontaktbereichen. Eine 360-Grad-Schirmanlage gewährleistet die wirksame Ableitung hochfrequenter Störungen gemäß EN 61000-6-2. Die Verbindung zum Gehäuse muss niederimpedant ausgeführt sein.

Wann sind geteilte Kabeldurchführungen Standardverschraubungen überlegen?

Bei vorkonfektionierten Leitungen und Nachrüstungen. Sie erlauben das nachträgliche Einführen von Kabeln, ohne Stecker oder Sensoren abzuklemmen. Das spart bis zu 80 Prozent Montagezeit gegenüber dem Öffnen bestehender Installationen und reduziert Stillstandszeiten erheblich. Sinnvoll bei erwarteten Erweiterungen oder regelmäßiger Wartung.

Welche Anforderungen gelten für Kabeldurchführungen in Reinräumen

Kabeldurchführungen für Reinräume müssen partikelarm und chemisch inert sein. Bevorzugte Werkstoffe sind FDA-konformes Silikon oder PEEK-Spezialkunststoffe. Entscheidend ist eine Zertifizierung nach ISO 14644-1, mindestens Klasse 6. Oberflächen sollten glatt und spaltfrei sein, um eine einfache Reinigung und Desinfektion zu gewährleisten.

Wie wird die Dichtigkeit von Kabeldurchführungen nach der Montage geprüft

Die Dichtigkeit wird mit Lecksuchspray oder durch eine Prüfung nach DIN EN 60529 überprüft. Für IP68 ist eine 30-minütige Untertauchung bei 1 m Wassertiefe Standard. Fehlende Dichtigkeit kann Elektronikausfälle und hohe Folgekosten verursachen. Führen Sie stichprobenartige Tests an kritischen oder exponierten Stellen durch.

Welche Installationsanforderungen gelten für Kabel-Brandschutzsysteme

Kabel-Brandschutzsysteme sind nach Herstellerangaben und nationalen Bauvorschriften, z. B. der Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie MLAR, zu installieren. Entscheidend ist die nachgewiesene Feuerwiderstandsklasse, etwa EI30 oder EI90, für die geforderte Dauer. Mindestabstände zu brennbaren Materialien sind strikt einzuhalten; Verstöße sind häufig. Abschottungen ausschließlich mit zugelassenen Brandschutzmörteln oder -schäumen ausführen und die Installation vollständig dokumentieren.

Hintergrund: Kabeleinführungen

  • Kabeleinführung Wikipedia

    Kabeleinführungen ermöglichen die dichte, sichere Durchführung von elektrischen Leitungen sowie Well- und Pneumatikschläuchen durch Gehäusewände – etwa in Schaltschränken, Verteilerkästen, Klemmenkästen, Maschinen sowie in Fahrzeugen, Flugzeugen und Schiffen.

Diese Anbieterliste Kabeleinführungen umfasst auch: Kabeleinführungssysteme

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: November 2026, ID: 53034