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Magnetabscheider Hersteller

Magnetabscheider sind technische Vorrichtungen zur Abtrennung ferromagnetischer und magnetisierbarer Partikel aus festen, flüssigen und pneumatischen Stoffströmen. Sie dienen dem Anlagenschutz und der Sicherung der Produktqualität. Das Wirkprinzip basiert auf Permanentmagneten wie Neodym-Eisen-Bor oder Ferrit sowie auf Elektromagneten mit regelbarer Feldstärke. Gängige Bauformen sind Platten-, Rost-, Trommel- und Überbandseparatoren. Die Auswahl richtet sich nach Partikelkollektiv, Durchsatz, Geometrie und Temperatur. Maßgebliche Kennzahlen sind Feldstärke und Abscheidegrad.

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Mehr über Magnetabscheider

Magnetabscheider trennen ferromagnetische Fremdkörper aus festen und flüssigen Strömen, schützen die Produktionsanlage vor Schäden und sichern die Produktqualität. Sie wirken entlang der gesamten Produktionskette präventiv, indem sie die Metallmitführung minimieren und ungeplante Stillstände verringern. In Materialpassagen mit hohem Durchsatz oder wechselndem Mengenangebot werden Bauarten gewählt, die Reinigungskonzept und Platzbedarf der Anlagentechnik berücksichtigen.

Grundlagen und Wirkprinzip

Die Hauptfunktion besteht in der Abscheidung magnetisierbarer Partikel über Permanent- oder Elektromagnete. Permanentfelder aus Neodym-Eisen-Bor oder Ferrit liefern konstante Magnetkraft, während Elektromagnete über Induktion und ein Regelelement die Feldstärke variabel bereitstellen. Je nach Partikelgröße und Eisenverunreinigung beeinflussen Polgeometrie, Flussdichte und Spaltabstand den erreichbaren Abscheidegrad. Für feine Suspensionen sind kurze Anströmwege entscheidend, bei grobem Schüttgut zählt die stabile Anordnung im freien Fall.

Herstellerdaten zeigen Oberflächenfeldstärken von 8.000 bis 12.000 Gauss an Magnetrosten, Hochleistungsvarianten bis 14.000 Gauss. Studien berichten für Partikel von 30–50 Mikrometern Abscheidegrade über 95 Prozent. Standardausführungen halten Temperaturen bis etwa 80 °C aus. Spezielle Neodym-Designs halten bis 150 °C aus. In Rohrleitungsabscheidern mit 200 mm Durchmesser sind 50 m³/h realistisch. Diese Kennzahlen unterstützen die Auslegung.

Bauarten und Einsatzfelder

Statische Systeme umfassen Plattenmagnete über Förderbändern und Rostmodule aus Stabmagneten im Materialtrichter oder in Rohrleitungen. Sie erfassen einzelne Eisenstücke ebenso wie feine Partikel in Milchpulver oder Stärkepulver. Hygienegerechte Gehäuse nach EHEDG mit Flügelmutter oder Spannringverbindung beschleunigen die manuelle Anlagenreinigung. In pneumatischen Strecken trennen Roste im Saugtransport die Förderluft. Schalldämpfer am Ende von Entstaubungslinien reduzieren Geräuschemissionen und schonen die Arbeitsumgebung. In Dokumenten finden sich teils Schreibvarianten wie Magnetstäb und Roststäb.

Dynamische Lösungen – Trommel, Überband und rotierende Separatoren – eignen sich bei großem Mengenangebot oder wechselnder Korngröße. Überbandgeräte werfen abgeschiedene Teile automatisch ab. Trommelkonstruktionen sortieren kontinuierlich unmagnetische von magnetischen Fraktionen. Für Kühlkreisläufe an der Werkzeugmaschine oder Schleifmaschine entfernen rotierende Filtersysteme ferromagnetischen Schlamm aus dem Kühlmittel und verlängern Standzeiten. Vibrationsunterstützung mit Vibrationsmotor oder Vibrationsantrieb verhindert Brückenbildung bei klebrigen Pulvern.

Lebensmittel, Pharma und Lufttechnik

In der Nahrungsmittelindustrie und der Pharmaindustrie dient die Metallentfernung der Lebensmittelsicherheit und dem Schutz der Gesundheit. HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) definiert die Häufigkeit von Inspektionen, um Kontamination durch Fremdkörper zu minimieren. In der Lufttechnik separieren kompakte Einheiten Eisenspäne aus Förderluft, helfen bei der Entstaubung von Silos und wahren damit die Atemluftqualität am Arbeitsplatz.

Recycling und Kühlmedien

Im Recycling unterstützen Magnetseparatoren die Rückgewinnung von Eisenmetall aus Industrieabfall. Sie trennen gezielt Mischfraktionen, wodurch die Notwendigkeit nachgelagerter Nachsortierung sinkt. In Werkzeugmaschinenkreisläufen reduziert die Abscheidung magnetischer Partikel aus dem Kühlmittel den Verschleiß. Der Fokus liegt auf stabiler Steuerung der Feldstärke, sauberer Abwurflinie und geringem Wartungsaufwand bei gleichzeitiger Schonung der Betriebskosten.

Auswahlkriterien und Planung

Die Auswahl folgt den Stoffdaten und der Geometrie des Prozesses. Maßgeblich sind Partikelkollektiv, Strömung, verfügbare Einbaulänge und der mögliche Neigungswinkel im Fallstrom. Für Rohrleitungen entscheidet der Durchmesser über den maximalen Durchsatz. In Bandstrecken dominieren Bandbreite und Bauhöhe. Bei Elektromagneten erlaubt die Steuerung über ein Regelelement die feldfreie Reinigung. Hygienische Ausführungen mit glatten Oberflächen begünstigen eine schnelle Demontage.

  • Materialfluss: Viskosität, Fließverhalten, Brückenbildung und Pulverhaftung bestimmen Rostabstand und Polteilung.
  • Medien: Flüssigkeiten, Schüttgut oder Förderluft erfordern passende Dichtungen, Oberflächenqualitäten und Temperaturklassen.
  • Einbindung: Adapter, Gabelstück und Befestigungselement sichern die Montage an bestehende Rohrnetze, ohne Umbau.
  • Sicherheit: Gehäuseauslegung, Abstreifblech und Schutzgitter sorgen für definierte Abwurfbahnen und vermeiden Anlagenschäden.

Leistungsdaten strukturieren die Planung: Feldstärke in Gauss oder Tesla, zulässige Betriebstemperatur bis 80 °C (Standard) oder 150 °C (Spezial), partikelbezogener Abscheidegrad für Eisenverunreinigung im Mikrometerbereich sowie Druckverlust in Rohrleitungen. Für Magnetroste in 200-mm-Leitungen sind 50 m³/h typisch. Dokumentierte Prüfintervalle präzisieren die Häufigkeit der Anlagenreinigung und stützen die Nachweispflichten in qualitätskritischen Sektoren.

Integration, Montage und Pneumatik

In pneumatischen Saugförderungen erfüllt die Abscheidung zwei Aufgaben: Metallentfernung im Flug und Schutz nachgeschalteter Komponenten. Ein Schalldämpfer an der Abblasstrecke reduziert Geräusche, während ein Gabelstück den Bypass für die Reinigung bereitstellt. Plattenmagnete verlangen eine stabile Neigung zur Materialbahn. Rostsysteme in Rohrleitungen nutzen Spannringverbindung oder Flügelmutter für schnellen Zugriff. Adapter und Dichtungen müssen das Herstellungsland, die Werkstoffklasse und zulässige Medien eindeutig ausweisen.

Für faserige Produkte verhindert Vibrationsunterstützung mit Vibrationsmotor oder Vibrationsantrieb die Brückenbildung in Trichtern. Elektromagnetische Separatoreinheiten benötigen eine belastbare Stromversorgung und eine gut dokumentierte Steuerung, die den Feldaufbau über Induktion regelt. Eine klare Bedienoberfläche erleichtert das Festlegen von Reinigungszyklen, ohne den Prozessbetrieb zu stören.

Vergleich ausgewählter Bauarten
MerkmalPlattenmagnetMagnetrost
EinsatzÜber Förderband, grobes SchüttgutTrichter/Rohr, feine Suspensionen
ReinigungManuell, AbstreifenManuell, Herausziehen
PartikelGrößere FremdkörperKleine bis mittlere Eisenanteile
FeldstärkeMittel, Ferrit-basiertHoch, Neodym-Eisen-Bor
EinbauFreier Fall, definierte NeigungRohrleitungsintegration, Dichtung
Typische MedienSchüttgut, BandförderungMilchpulver, Stärkepulver, Flüssigkeiten

Betrieb, Nachweis und Beschaffung

Stabile Trennleistung stützt die Gesamtanlageneffektivität OEE (Overall Equipment Effectiveness) und die Gesamtbetriebskosten TCO (Total Cost of Ownership), da Störstoffe frühzeitig entfernt werden. Auditierbare Protokolle dokumentieren die Metallentfernung, die Notwendigkeit der Prüfungen und die Vermeidung von Kontamination. Beschaffungsunterlagen nennen Produktserie, Herstellungsland, Versand, Versandkosten und passende Adapter. Für Luft- und Pulverlinien führen Hersteller optional Regelelemente, Sensorik und Abwurfhauben.

Gängige Anbieter sind Goudsmit, Bunting, Eriez, Dings, Master Magnets, Walmag, Steinert, Bakker, Sesotec, O.M.S. Impianti, Gauss Magneti, Magnattack Global und S+S. Synonyme wie Magnetseparator oder Abscheider werden in Katalogen gleichbedeutend verwendet. Bei der Auslegung zählen eine saubere Integration in die Anlagentechnik, klar definierte Grenzwerte für Eisenmetall und ein belastbarer Servicepfad zur Ersatzteilversorgung. So bleibt die Produktionsanlage über die gesamte Lebensdauer betriebsfähig.

FAQ zu Magnetabscheider

Welche Zertifizierungen sind für Magnetabscheider in der Lebensmittelproduktion erforderlich?

Für Magnetabscheider in der Lebensmittelproduktion sind die HACCP-Konformität sowie Zertifizierungen nach IFS oder BRCGS relevant. Eine EG-Konformitätserklärung gemäß Verordnung EG Nr. 1935/2004 weist die Eignung für den Lebensmittelkontakt nach. EHEDG-Zertifikate belegen eine hygienegerechte Konstruktion und erleichtern die Reinigung.

Welche Fremdstoffe lassen sich mit einem Magnetabscheider nicht entfernen und aus welchem Grund?

Magnetabscheider erfassen nur ferromagnetische Partikel. Nicht-magnetische Metalle wie Aluminium, Kupfer oder Edelmetalle sowie Materialien wie Kunststoff, Glas oder Holz bleiben unbeeinflusst. Zur Erkennung solcher Fremdstoffe sind ergänzende Technologien wie Metalldetektoren, Röntgenscanner oder optische Sortiersysteme erforderlich. Erst die Kombination mehrerer Verfahren gewährleistet eine umfassende Produktreinheit.

Wie wirken sich Magnetabscheider auf die Energieeffizienz von Produktionsanlagen aus

Permanentmagnet-Abscheider arbeiten ohne Energiezufuhr und verursachen keine laufenden Stromkosten. Elektromagnetische Systeme benötigen zwar Energie für den Magnetfeldaufbau, ermöglichen jedoch eine variable Feldstärke und automatische Reinigung. Beide Systeme steigern die Energieeffizienz indirekt, indem sie Anlagenschäden und Produktverunreinigungen vermeiden und dadurch energieintensive Nachbearbeitung sowie Abfall reduzieren.

Wie fördern digital vernetzte Trennsysteme die Prozessoptimierung?

Moderne Trennsysteme nutzen Sensorik zur Erfassung von Durchsatz, Abscheidegrad und Magnetfeldstärke. Die gewonnenen Daten fließen in Leitsysteme ein, um Leistungstrends auszuwerten und Wartungsintervalle vorausschauend zu planen. Digitale Schnittstellen ermöglichen Fernüberwachung und automatische Reinigungsmeldungen, wodurch Stillstände reduziert und die Anlageneffizienz gesteigert werden.

Wie wird der Return on Investment bei der Anschaffung dieser Technologien berechnet?

Der ROI dieser Abscheidesysteme ergibt sich aus den vermiedenen Kosten für Anlagenschäden, Produktionsausfälle und Rückrufaktionen im Verhältnis zu Anschaffungs- und Wartungskosten. Hinzu kommen Einsparungen durch höhere Produktqualität und Materialrückgewinnung. Eine beispielhafte Kalkulation zeigt etwa eine Senkung der Stillstandskosten um 10.000 EUR bei einer Investition von 20.000 EUR, was einer Amortisation nach zwei Jahren entspricht. Langfristig profitieren Unternehmen zudem von einer gestärkten Markenreputation und höheren Kundenzufriedenheit.

Wie werden Magnetseparatoren am Ende ihrer Lebensdauer umweltgerecht entsorgt?

Am Ende ihrer Lebensdauer werden Magnetseparatoren in ihre Bestandteile zerlegt. Magnetische Materialien wie Neodym-Eisen-Bor enthalten Seltene Erden und werden recycelt. Edelstahlgehäuse gelangen ins Metallrecycling. Elektronische Komponenten von Elektromagneten gelten als Elektroaltgeräte und sind gemäß WEEE-Richtlinie zu entsorgen. Viele Hersteller bieten Rücknahmeprogramme oder Kooperationen mit zertifizierten Entsorgungsbetrieben an.

Welche Wartungsintervalle sind für Abscheider in der Praxis sinnvoll?

Das Wartungsintervall von Abscheidern richtet sich nach Einsatzbereich und Verschmutzungsgrad. In sensiblen Bereichen wie der Lebensmittelproduktion sind tägliche bis wöchentliche Inspektionen und Reinigungen erforderlich. In weniger kritischen Anwendungen genügen meist monatliche oder quartalsweise Prüfungen. Herstellerangaben und Erfahrungen im laufenden Betrieb helfen, die optimale Frequenz festzulegen. Regelmäßige Feldstärkemessungen gewährleisten eine konstante Abscheideleistung.

Hintergrund: Magnetabscheider

  • Magnetabscheider Wikipedia

    Ein Magnetscheider trennt ferromagnetische Partikel aus Stück-, Schüttgut und Flüssigkeiten. Typische Ausführungen: Band- und Trommelsysteme. Einsatz u. a. in Recycling, Lebensmittel- und Kunststoffprozessen; schützt Anlagen, optional Wirbelstromtrennung für Nichteisenmetalle.