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Magnetostrikte Sensoren Hersteller – Vergleich

Positionssensoren der Kategorie Magnetostriktive-Sensoren arbeiten berührungslos mit zeitbasierter Auswertung für lineare Wegmessung in dynamischen Achsen und sichern die Funktion auch bei Feuchtigkeit dank gekapselter Sensortechnologie. In Hydraulikzylindern der Mobilhydraulik liefern sie präzise Positionsrückmeldung unter Druck- und Temperaturwechseln, ebenso in Pressen und Werkzeugmaschinen bei starker Vibration. Für Einkäufer zählt als Entscheidungskriterium die geforderte IP-Schutzart nach DIN EN 60529, ergänzt um die spezifizierte Linearität über den Messbereich.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte Magnetostrikte Sensoren Hersteller

Siemensstr. 5, 85521 Ottobrunn
Deutschland

Magnetostrikte Sensoren Fachartikel

Magnetostriktive Wegaufnehmer für berührungslose Positionserfassung

Magnetostriktive Wegaufnehmer erfassen Positionen und Distanzen berührungslos und arbeiten dadurch verschleißfrei.

Über Magnetostrikte Sensoren

Magnetostriktive-Sensoren messen Positionen als absolute Strecke entlang eines Wellenleiters. Das Messprinzip nutzt den Wiedemann-Effekt und koppelt Magnetfelder in einer schlanken Sensortechnologie. Bei jedem Messzyklus fließt ein Stromimpuls durch den Leiter und erzeugt ein umlaufendes Feld. An der Position des Magneten überlagert das Vorspannfeld die Anregung und erzeugt eine Torsionswelle.

Messprinzip im Detail: Laufzeit statt Wegteiler

Am Leiterende wandelt ein Wandler die mechanische Torsion in ein elektrisches Messsignal um. Kern der Auswertung ist die Laufzeitmessung: Sie skaliert linear mit der Verschiebung des Magneten. Entscheidend ist nicht eine Spannungsänderung über Potentiometerbahnen, sondern eine Zeitmessung im Mikrosekundenbereich. Das Ergebnis ist ein absolutes Signal ohne Referenzfahrt im Normalbetrieb. Auch die Abstandsmessung bleibt reproduzierbar.

Kennwerte für die Auslegung von Wegmesssystemen

Bei der Spezifikation zählen zuerst Messbereich und Auflösung. Typische Längen reichen von 50 mm bis über 7000 mm. Viele Geräte erreichen 1 µm oder besser bei einer Linearität bis ±0,02 % des Messbereichs. Für die Praxis begrenzt die Aktualisierungsrate die Verfahrensgeschwindigkeit dynamischer Achsen.

Typische technische Eckdaten magnetostriktiver Wegmesssysteme
EigenschaftBeschreibungKriterium/Norm
Messbereich50 mm bis > 7000 mmDIN EN 60947-5-2
Linearitätbis ±0,02 % des MessbereichsDIN EN 61326-1
SchutzartIP67, für raue Umgebungen IP68/IP69KDIN EN 60529
Auflösunghäufig 1 µm oder besser (modellabhängig)Datenblatt
AusgangssignalAnalog (Spannung/Strom), SSI (Synchronous Serial Interface), CANopen (Controller Area Network), EtherCAT (Ethernet for Control Automation Technology), PROFINET (Process Field Net)DIN EN 61131-2

Umgebungseinflüsse und mechanische Randbedingungen

Nicht Schmutz allein stört Messstrecken. Hohe Feuchtigkeit, Verschmutzung sowie chemische Einwirkung erfordern Dichtungen und Gehäuse mit passender Schutzklasse und Schutzart nach IP-Code. Bei Temperaturwechseln führt Materialausdehnung zu messbarer Drift. Deshalb zählt der spezifizierte Temperaturbereich inklusive zulässiger Temperaturschwankung zur Einbaubedingung. Vibration wirkt nicht direkt auf die Zeitmessung, kann aber Halterungen lockern und die Ausrichtung verändern.

  • Betriebsspannung: Sensoren arbeiten typischerweise mit 24 V DC. Abweichende Spannung erfordert passende Eingänge am Steuersystem.
  • Durchmesser: Der Stabdurchmesser muss zum Einbauraum passen und kollidiert sonst mit Zylinderdesign oder Führung.
  • Betriebsdruck: In Hydraulikzylindern setzt der Druck die Abdichtung unter Last, und das Gehäuse muss standhalten.
  • Schnittstelle: Steckerausgang oder Kabelausgang beeinflusst EMV-Verhalten und Leitungsführung bei langen Strecken.

Anwendungsanforderungen und Integration in Maschinenbau und Prozessumgebung

Anwendungsfall: Mobilhydraulik verlangt einen Stellantrieb mit exakter Positionsrückmeldung im Zylinder bei Betriebsdruck über 200 bar. Hier zählen eine steife Sensorbefestigung und die Haltekraft des Montagesystems. Wo rotierende Elemente wie Turbine oder Bremsscheibe arbeiten, können äußere Magnetfelder stören. Abschirmungen oder größerer Abstand zur Metallfläche reduzieren Kopplungen. Für Prozesssteuerung in Pharmazie oder Luftfahrt gelten oft Sicherheitsanwendungen und Zertifizierungen bis Ex-Zone—die Konfigurationsmethode muss dazu passen.

Drei Punkte leiten eine belastbare Auswahl an: erstens definiert das Ausgangssignal den Anschluss an SPS-Eingänge nach DIN EN 61131-2 samt Signalverstärkung über lange Kabelwege, zweitens begrenzen Temperatur und Vibration die zulässige Montageposition im Aggregat, drittens unterstützt Software für Überprüfung, Validierung und Inspektion die Diagnose nach Demontage oder Austauschverfahren am Wegmesser. Auch Winkelgeber-Kombinationen treten auf baustellennahen Anlagen auf. Dann verhindert eine saubere Modifikation der Halterungssysteme Fehlwinkel beim Einrichten in kurzer Zeit.

Einsatzgrenzen lassen sich numerisch fassen: IP69K hält Hochdruckreinigung stand, während IP67 für Spritzwasser genügt. Das Datenblatt nennt zudem Grenzwerte für Störfestigkeit nach DIN EN 61326-1. Ein Handgerät mit Display kann Testsignale einspeisen und den Ausgang prüfen.

Hersteller sind WayCon Positionsmesstechnik GmbH, Balluff GmbH, ASM Automation Sensorik Messtechnik GmbH, Temposonics GmbH & Co.KG, Novotechnik Messwertaufnehmer OHG, Sagatron Elektronik Vertriebs-GmbH, STÜBBE GmbH & Co. KG

FAQ zu Magnetostrikte Sensoren

Wie beeinflussen magnetostriktive Sensoren die Gesamtkosten von Industrieanlagen

Magnetostriktive Sensoren senken die Gesamtkosten, vor allem die Betriebskosten, durch hohe Präzision und Langlebigkeit. Sie reduzieren Ausschuss und Wartungsaufwand und erhöhen die Anlagenverfügbarkeit. Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) liegt oft über 100.000 Stunden. Bei fachgerechtem Einsatz sind 10 bis 15 Jahre Lebensdauer realistisch, was zu langfristigen Einsparungen führt.

Welche Anforderungen sind bei der mechanischen Integration von Wegmesssystemen zu beachten

Sensor exakt ausrichten; mechanisch stabil und vibrationsarm befestigen; Montage in der Nähe starker permanenter Magnetfelder vermeiden; korrekten Potenzialausgleich sicherstellen und die EMV Norm DIN EN 61000-6-2 einhalten; für Anschlusskabel den Mindestbiegeradius vorsehen, um Schäden zu vermeiden

Wie unterscheiden sich magnetostriktive Sensoren von induktiven Positionsgebern

Magnetostriktive Sensoren messen absolut, über große Messbereiche und mit hoher Präzision. Induktive Positionsgeber arbeiten oft inkrementell oder erreichen über kurze Distanzen eine geringere Genauigkeit. Erfordert die Anwendung eine Auflösung von 1 µm oder besser, sind magnetostriktive Lösungen die erste Wahl. Für die Auswahl zählen vor allem geforderter Messbereich und Zielpräzision.

Benötigen magnetostriktive Wegsensoren eine regelmäßige Kalibrierung oder Wartung?

Im Normalbetrieb wartungsfrei; keine regelmäßige Neukalibrierung über die gesamte Lebensdauer erforderlich. Das absolute Messprinzip verhindert Signaldrift. Empfohlen ist eine jährliche Sichtprüfung auf mechanische Schäden, Verschmutzung und Kabelbruch zur Betriebssicherheit. Den Betrieb stets innerhalb der spezifizierten Umgebungsbedingungen sicherstellen.

Wie lassen sich magnetostriktive Sensoren gegen starke elektromagnetische Felder schützen?

Durch geeignete Abschirmung und Trennung. Gegen magnetische Felder wirken ferromagnetische Schirme wie Mu-Metall; gegen elektrische und hochfrequente Felder helfen leitfähige Gehäuse z. B. aus Aluminium. Eine galvanische Trennung der Signalleitungen minimiert Störungen. Die EMV Störfestigkeitsanforderungen nach DIN EN 61000-4-3 sind einzuhalten. In kritischen Anwendungen ausreichend Abstand zu frequenzumrichtergesteuerten Antrieben vorsehen.

Welchen Beitrag leisten magnetostriktive Sensoren zur Energieeffizienz von Maschinen

Magnetostriktive Sensoren erhöhen durch ihre hohe Messpräzision die Regelgüte von Achsen und Prozessen. Exakte Positionierung reduziert Überschwingen und Nachregelungen und senkt so den Energiebedarf von Antrieben und der Gesamtanlage. Die Sensoren selbst benötigen typischerweise weniger als 5 W. Varianten mit geringem Stromverbrauch verbessern die Energieeffizienz zusätzlich.

Welche erweiterten Diagnosefunktionen bieten moderne Softwaretools für Wegmesssysteme?

Sie überwachen Positionswerte, interne Temperaturen und den Sensorzustand in Echtzeit, lesen detaillierte Fehlerprotokolle aus und erlauben die Remote-Anpassung von Konfigurationsparametern. Durch Trendanalysen unterstützen sie prädiktive Wartung zur frühzeitigen Ausfallvermeidung; empfohlen sind kontinuierliche Datenerfassung und regelmäßige Auswertung, um Abweichungen früh zu erkennen.

Hintergrund: Magnetostrikte Sensoren

  • Magnetostriktion Wikipedia

    Magnetostriktion bezeichnet die durch ein Magnetfeld verursachte, volumen-konstante elastische Längenänderung magnetischer Werkstoffe (Joule-Magnetostriktion) – der physikalische Effekt, der in magnetostriktiven Wegsensoren zur Erzeugung mechanischer Torsionswellen genutzt wird.

Diese Anbieterliste Magnetostrikte Sensoren umfasst auch: Magnetostrikte Sensoren, Magnetostriktive Geber

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: November 2026, ID: 14169