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Markisen Hersteller – Vergleich

Außenliegender Sonnenschutz nach EN 13561 umfasst Markisen mit Gelenkarm- oder Senkrechtführung als bewegliche Systeme an der Gebäudehülle. In der Fassadenplanung von Büro- und Bildungsbauten mit großen Fensterbändern adressiert die Auslegung Windlasten, reproduzierbare Fahrzeiten und die Kopplung an die Steuerung der Gebäudeautomation. Entscheidend ist die ausgewiesene Windwiderstandsklasse nach EN 13561, passend zur Standortwindzone und Nutzung, typischerweise Klasse 1 bis 3.
Lieferanten und Händler:

Über Markisen

Markisen zählen zu den beweglichen Bauelementen an der Gebäudehülle. Vor Glasflächen reduzieren sie die solare Last und begrenzen die Aufheizung im Innenraum. An der Fassade dämpfen sie Blendung und schützen vor Witterung. Obwohl Rollladen-Systeme eine andere Funktion haben, ergänzt eine Überdachung mit ausfahrbarer Textilie den Wärmeschutz, besonders bei großen Verglasungen und Wintergärten.

Konstruktionsarten und Tragwerk

Bei Terrassen dominieren Gelenkarmmarkisen: Zwei freitragende Arme spannen das Tuch auf definierte Ausfalllängen. Die Kassette kapselt Tuchwelle und Mechanik gegen Schmutz, dadurch sinkt die Störanfälligkeit im Betrieb. Wo Windschutz Priorität hat, stützen Führungsschienen die Fallkante über die gesamte Breite. Aluminiumprofile nehmen Zug- und Biegemomente auf, Pulverbeschichtungen schützen vor Korrosion.

  • Gelenkarm: freie Ausladung ohne Frontstützen für Balkone.
  • Kassette: geschlossene Bauform schützt Mechanik vor Schmutz.
  • Senkrechtmarkise: fensternahe Führung bietet Sichtschutz bei niedriger Sonne.
  • Pergola-Markise: Schienen übernehmen Lasten bei großen Spannweiten.

Antrieb, Sensorik und Systemintegration

Im Antrieb unterscheiden Systeme manuelle Kurbelgetriebe und Motorantriebe mit definiertem Drehmoment bis 120 Nm. Funksteuerungen verkürzen die Bedienwege und kurze Impulse genügen. Bei Wetterumschwüngen erfassen Windsensoren Böen und fahren die Anlage vor Erreichen der Windgrenzwerte ein, Lichtfühler reagieren auf Tageszeit und Einstrahlung. Gebäudeautomation erhöht zwar die Komplexität, koppelt jedoch Markisen mit Beleuchtung, der Beschattung von Fensterbändern oder einer Glasoase synchron.

Anwendungsfall: Bei Bürogebäudefassaden mit EN 13561 Klasse 3 verlangt die Auslegung häufig Seitenführungen, damit Windlasten nicht zum Tuchschlag führen. Entscheidend sind reproduzierbare Fahrzeiten des Motors in Verbindung mit geschützten Steuerungen. So bleibt ein Rückzugsort auf der Terrasse nutzbar, auch bei wechselnden Böen.

Textilien, Bahnenverbindungen und Oberflächenschutz

Das Spezialtuch bestimmt UV-Schutz und Farbkonstanz. Stoffmuster aus einer Kollektion zeigen zudem Transmission und Reflexion unter Kunstlicht. Bei der Bahnenverbindung sorgt die Ultraschallschweißung für homogene Nähte ohne Lochbild, dadurch steigt die Nahtfestigkeit unter Zuglast. Eine Imprägnierung stößt Wasser ab, während Rahmen aus EN AW-6060 T6 Belastungen zwischen -20 °C und +60 °C aufnehmen.

Auswahl nach Einsatzort, Normenlage und Alternativen

Für Schulen, Hochschuleinrichtungen oder Krankenhausbauten zählt neben Ästhetik die baurechtlich saubere Dokumentation von Klassifizierungen. Erstens entscheidet der Untergrund über Konsolenabstände, zweitens limitiert die Verglasung oft zulässige Befestigungslasten, drittens fordert das Gewerbesegment planbare Ersatzteilverfügbarkeit für Antriebe und Gelenksätze. Beispiel: Bei Restaurant-Terrassen kann eine Maßanfertigung mit 6 m Breite nur dann freitragend bleiben, wenn Hersteller Grenzwerte zur Windstabilität benennen.

Vergleich ausgewählter Produkteigenschaften
EigenschaftKennzahlReferenz
WindwiderstandKlasse 1–3*EN 13561*
Textil UV-SchutzUPF 50+*UV-Standard 801*
Antrieb / Elektrikbis 120 Nm / mind. IP44Drehmoment / Schutzart

Neben klassischen Ausfallanlagen stehen Alternativen bereit: Lamellendach-Konstruktionen regeln Licht über starre Profile, Sonnensegel spannen textile Flächen ohne Kassettenmechanik, Terrassendach-Lösungen schließen Räume dauerhaft ab. Markisen bleiben dagegen reversibel in der Geometrie und schonen das Gesamtbild bei Architekturentwürfen für Wohnung oder Mehrfamilienhaus. Wo Brandmai als interner Projektname auftaucht, zählt dennoch nur die Spezifikation mit klaren Klassenangaben und belastbaren Temperaturen.

Hersteller sind CLAUSS Engineering GmbH, Dieter und Tino Steimle GbR, Rolladen-Bauer GmbH, www.sonnenschutz.com GmbH

FAQ zu Markisen

Welches Energieeinsparpotenzial bieten Markisen an Gebäuden?

Markisen senken im Sommer den Kühlbedarf deutlich. Studien zeigen bis zu 30 Prozent weniger Energieverbrauch von Klimaanlagen; an Südfenstern sind durch Reflexion der Solarstrahlung Einsparungen bis zu 60 Prozent möglich. Dies reduziert die Betriebskosten und führt oft zu einer Amortisation in 5 bis 7 Jahren.

Welche Smart-Home-Standards sind für die Integration von Beschattungssystemen relevant?

Gängige Standards sind KNX, EnOcean und io-homecontrol. Sie ermöglichen die zentrale Steuerung und Automatisierung der Beschattung zusammen mit Beleuchtung und Heizung. Bei der Auswahl ist die Kompatibilität mit dem bestehenden oder geplanten Gebäudemanagementsystem entscheidend, um Insellösungen zu vermeiden.

Wie verbessern textile Sonnenschutzsysteme Raumklima und Aufenthaltsqualität?

Sie senken direkte solare Wärmeeinträge und beugen Überhitzung vor. Sie reduzieren Blendung, erhöhen die visuelle Behaglichkeit und unterstützen konzentriertes Arbeiten wie auch Erholung. Voraussetzung für konstante thermische Behaglichkeit ist ausreichende Luftzirkulation hinter dem Tuch, um Hitzestau zu vermeiden.

Welche Rolle spielen Markisen beim sommerlichen Wärmeschutz nach GEG Anlage 3 Abschnitt 2?

Markisen tragen zur Einhaltung des sommerlichen Wärmeschutzes nach GEG Anlage 3 Abschnitt 2 bei. Sie senken den Bedarf an Kühlung und verringern Überhitzung in Innenräumen. In der Planung ist der G-Wert, der Gesamtenergiedurchlassgrad des Sonnenschutzes, maßgeblich; je niedriger der Wert, desto höher die Schutzwirkung.

Welche Faktoren bestimmen die Lebensdauer von Sonnenschutzanlagen und was ist bei der Wartung zu beachten

Lebensdauer und Zuverlässigkeit werden vor allem durch Materialqualität, fachgerechte Montage und planmäßige Wartung bestimmt. Empfohlen sind eine jährliche Sichtprüfung von Tuch, Mechanik und Befestigungen sowie die Reinigung des Tuchs. Bei Motorantrieben ist auf eine Schutzart von mindestens IP44 und eine regelmäßige Funktionsprüfung zu achten, um Ausfälle und Reparaturkosten zu reduzieren.

Werden Sonnenschutzsysteme zur Steigerung der Energieeffizienz gefördert

Ja. Kommunale und regionale Programme sowie die KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau fördern im Rahmen energetischer Sanierungen teils auch Sonnenschutzsysteme. Die Förderfähigkeit setzt meist energetische Nachweise voraus, etwa die Einhaltung definierter U-Werte oder eine messbare Reduktion des Primärenergiebedarfs. Vor der Investition aktuelle Programme und Kriterien bei der zuständigen Kommune oder einem unabhängigen Energieberater prüfen.

Wie wählt man den geeigneten Markisenstoff nach Transparenz und Farbstabilität

Maßgeblich sind Transparenz, Farbstabilität und UV-Schutz. Polyester- oder Acryltücher mit Beschichtung bieten hohe Farbbeständigkeit und UPF 50+. Wählen Sie die Lichttransmission nach Bedarf: 0% für Abdunklung, bis 15% für leichte Transparenz, um Blendung zu reduzieren und Tageslicht zu nutzen.

Hintergrund: Markisen

  • Markise Wikipedia

    Markisen sind an Objekten befestigte Gestellkonstruktionen mit Bespannung für Sonnen-, Wärme-, Blend- und Objektschutz; je nach Ausrüstung bieten sie Sicht- und Regenschutz und zählen zum Rollladen-, Jalousie- und Sonnenschutzgewerbe.

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: September 2026, ID: 18097