Geprüfte Aluminiumprofile Hersteller
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Deutschland
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Verwandte Kategorien
Veröffentlichungen der Hersteller zu Aluminiumprofile
Weitere Aluminiumprofile Hersteller
AMCO Metall-Service GmbH
Montech AG
RUWI GmbH
Schnaithmann Maschinenbau GmbH
USmatic GmbH & Co. KG
maunsystem GmbH
Mehr über Aluminiumprofile
Aluminiumprofile sind stranggepresste Halbzeuge aus Aluminium. Sie verbinden geringes Gewicht mit belastbaren Querschnitten. Ihre Querschnittsgestaltung erlaubt Hohlkammern, Rippen und Funktionsnuten für montagefreundliche Baugruppen. In Architektur, Mobilität und Maschinenbau dienen sie als tragende oder dekorative Bauteile, deren Material- und Oberflächeneigenschaften auf die jeweilige Aufgabe abgestimmt werden.
Eigenschaften und Herstellung
Formen reichen vom Standardprofil wie Rund-, U- oder Vierkantprofil bis zum anwendungsnahen Systemprofil mit integrierten Führungen und Verbindungselementen. Die Wahl hängt von Lastpfad, Toleranzbedarf, Gestaltung und Montagekonzept ab. Komplexe Geometrien reduzieren die Bauteilanzahl und erleichtern die Rahmenkonstruktion in Anlagen, Gehäusen oder Fassadensystemen.
Das Strangpressen als zentrales Fertigungsverfahren presst erhitzte Bolzen durch Matrizenkonturen. Prozessfenster für Temperatur und Geschwindigkeit steuern Oberflächengüte und Maßhaltigkeit. Die Qualität der Matrizen aus dem Werkzeugbau bestimmt die Geometriepräzision. Die Strangpresse ermöglicht variable Wandstärken, Mehrkammerprofile und funktionsintegrierte Querschnitte, die mit alternativen Umformtechniken schwer herstellbar wären.
Werkstoffe und Zustände
Die eingesetzte Legierung prägt Festigkeit, Schweißbarkeit, Korrosionsverhalten und Umformbarkeit. In Profilen dominiert die 6xxx-Reihe (Aluminium-Magnesium-Silizium): EN AW-6060 bietet gute Strangpressbarkeit und Oberflächenqualität, EN AW-6082 deckt höhere Lasten ab, während EN AW-7075 für hochbelastete Flugzeugstrukturen genutzt wird. Zustände wie T6 (lösungsgeglüht und warmausgelagert) heben die Streck- und Zugfestigkeit. Nach dem Fügen kann ein Wärmeschritt Eigenschaften teilweise wiederherstellen. Leitfähigkeit und Wärmeleitung bleiben bei reinen Qualitäten am höchsten, sinken bei aushärtbaren Legierungen moderat.
Reines Aluminium erreicht elektrisch etwa 35–37 MS/m. Aushärtbare 6xxx-Legierungen liegen typischerweise bei 20–30 MS/m. Die Kaltumformbarkeit eignet sich für Biegen und Prägen dünnwandiger Profile, während die Warmumformbarkeit für stärkere Querschnitte genutzt wird. In beiden Fällen sind Oberflächenzugspannungen mit Blick auf Rissbildung früh zu berücksichtigen, ebenso Konturradien und Faserverlauf in der Konstruktion.
| Eigenschaft | EN AW-6060 | EN AW-6082 | EN AW-7075 |
|---|---|---|---|
| Zugfestigkeit (Rm) | 190–220 MPa | 290–340 MPa | 540–570 MPa |
| Schweißbarkeit | Sehr gut | Gut | Mäßig |
| Korrosionsbeständigkeit | Sehr gut | Gut | Mäßig |
| Härte (HBW) | ≈ 65 | ≈ 90 | ≈ 150 |
| Typische Anwendungen | Dekorative Profile | Konstruktive Bauteile | Hochlaststrukturen |
Oberflächen und Schutz
Die Oberflächenbehandlung beginnt bei der natürlichen Passivschicht der Aluminiumoberfläche und reicht bis zur technischen Oberflächenveredelung. Beim Eloxieren (anodische Oxidation) entstehen je nach Bauteilfunktion 5–25 µm dicke Schichten gemäß DIN EN ISO 2101-1, die Härte, Abriebverhalten und Farbgebung beeinflussen. Mechanisches Bürsten oder Schleifen erzeugt definierte Rauheiten für eine reproduzierbare Benetzbarkeit in Lackprozessen.
Zusätzliche Beschichtung durch Pulverbeschichtung oder Nasslackierung steigert Schlagzähigkeit und UV-Stabilität, mit typischen Schichtdicken von 60–120 µm. In atmosphärisch oder chemisch belasteten Umgebungen verhindert die kombinierte Veredelung Lochfraß- und Spalt-Korrosion. Bei sichtbaren Bauteilen sind Glanz, Farbkonstanz und Kantenabdeckung maßgeblich, was die Langlebigkeit in Küstenregionen und Industrieatmosphären erhöht.
Toleranzen und Präzision
Maß- und Formgenauigkeit werden in EN 755-9 geregelt. Für Querschnitte bis 100 mm liegen allgemeine Grenzwerte um ±0,5 mm, für Präzisionsbereiche und kleinere Abmessungen bis etwa ±0,15 mm. Eine enge Fertigungstoleranz erleichtert das Fügen und minimiert Nacharbeit beim Fräsen oder bei der Präzisionsbearbeitung von Passflächen. Messtechnik und statistische Prozesslenkung sichern die Überprüfung der Toleranzlage über Chargen hinweg.
Anwendungen und Beispiele
Im Bauwesen prägen Profile Fenster-, Tür- und Fassadensysteme. Geländer und Stege illustrieren witterungsangepasste Konstruktionen. In Produktionsanlagen erlauben modulare Nutenprofile schnelle Umrüstungen, während Gehäuse für Elektronik die Wärmeableitung nutzen.
In der Luftfahrt und im Schiffsbau zählt das Verhältnis von Masse zu Steifigkeit. In der Automobiltechnik unterstützen Crash-Management-Systeme und Batterierahmen definierte Energiepfade. Der Maschinenbau nutzt anpassungsfähige Profile für die Rahmenkonstruktion von Prüfständen, und die Büromöbelindustrie setzt auf präzise, sichtbare Kantenradien für Möbelgestelle mit dauerhafter Optik.
Auswahlkriterien und Normen
Die Entscheidung für ein Profil orientiert sich an Lastkollektiven, Einsatzumgebung und Montagefolge. Normen wie EN 15088 für Tragwerke, EN 573-3 für chemische Zusammensetzungen und Auditierungen nach ISO 9001 definieren die Grundlage für Qualitätsmanagement und Zertifizierung. Für Planer dienen Datenblätter als belastbare Referenz. Klare Schnittstellen zwischen Konstruktion, Produktion und Oberflächenveredelung sichern Maßhaltigkeit und Dauerhaftigkeit.
- Mechanik: geforderte Zugfestigkeit, Härte, Elastizitätsmodul und Stabilität bei Temperatur.
- Korrosionsschutz: Medium, Expositionsdauer, Eloxal- oder Beschichtungssystem und Kantenabdeckung.
- Bearbeitbarkeit: Bohren, Sägen, Schweißbarkeit einschließlich notwendiger Wärmebehandlung nach dem Fügen.
- Oberfläche: Sichtqualität, Rauheit, Farbdefinition und erlaubte Inhomogenitäten.
- Wirtschaftlichkeit: Lebenszyklusbetrachtung inklusive Montage, Wartung und geforderter Komplettleistung.
Markt und Hersteller
Wesentliche Anbieter sind Hydro (inklusive Wicona und ehemals Sapa Extrusion), Constellium, Alcoa, ProfilGruppen, Speira, Hueck, Reynaers Aluminium, Exlabesa und Erbslöh Aluminium. Sie decken Legierungsentwicklung, Strangpresslinien, mechanische Nachbearbeitung und Veredelung bis zur Logistik ab. Zertifizierte Prozesse und dokumentierte Prüfergebnisse dienen als Referenz für Leistungsdaten. Sie stützen Aussagen zu Maßhaltigkeit, Beschichtungssystemen und Materialchargen ebenso wie Belege zur Nachhaltigkeit durch Recyclingquoten.
Hersteller sind isel Germany GmbH, norelem Normelemente GmbH & Co. KG, alu-Maxx GmbH Profillösungen für den Maschinenbau, AMCO Metall-Service GmbH, Bahr Modultechnik GmbH, Hoesch Schwerter Profile GmbH, maunsystem GmbH, Profilmetall GmbH, RK Rose+Krieger GmbH, Schnaithmann Maschinenbau GmbH, USmatic GmbH & Co. KG, Zarges Aluminium Systeme GmbH, Montech AG, RUWI GmbH
FAQ zu Aluminiumprofile
Warum gelten Aluminiumprofile als besonders nachhaltig gegenüber anderen Materialien
Aluminiumprofile sind aufgrund ihrer hohen Recyclingquote nachhaltig. Das Recycling benötigt bis zu 95 Prozent weniger Energie als die Primärproduktion. Zudem verringern ihre Langlebigkeit und ihr geringes Gewicht den Materialeinsatz und den Energiebedarf beim Transport.
Welche Verbindungstechniken sind für Aluminiumprofile im Bau und in der Industrie geeignet
Für Aluminiumprofile werden überwiegend mechanische Verbindungen wie Schrauben, Nieten oder Klammern sowie Schweißverfahren eingesetzt. Mechanische Techniken bieten Flexibilität und erleichtern die Demontage, während Schweißverfahren wie MIG oder TIG dauerhafte, hochfeste Verbindungen erzeugen. Die Wahl hängt von Belastung, Einsatzumgebung und geforderter Modularität ab.
Wie wirkt sich der Werkstoffpreis auf die Gesamtkosten von Strangpressprofilen aus
Aluminium ist im Materialpreis häufig teurer als Stahl, senkt durch sein geringeres Gewicht jedoch Transport- und Montagekosten. Die einfache Bearbeitbarkeit und die Möglichkeit komplexer Geometrien reduzieren den Fertigungsaufwand. Über den gesamten Lebenszyklus erweisen sich Aluminiumprofile daher oft als wirtschaftlicher.
Welche Trends bestimmen die zukünftige Entwicklung von Aluminiumprofilen?
Die Entwicklung von Aluminiumprofilen wird durch integrierte smarte Funktionen wie Sensoren und aktive Kühlsysteme geprägt. Neue Legierungen sollen Festigkeit und Wärmeleitfähigkeit weiter steigern. Zudem erlaubt die fortschreitende Digitalisierung des Strangpressens komplexere und ressourceneffizientere Profilgeometrien.
Wie lässt sich Korrosion bei Aluminiumkonstruktionen wirksam verhindern
Entscheidend sind geeignete Legierungen und Oberflächenbehandlungen wie Eloxieren oder Pulverbeschichten. Galvanische Korrosion wird vermieden, indem direkter Kontakt mit unedleren Metallen unterbunden oder isoliert wird. Regelmäßige Reinigung und Wartung erhöhen zusätzlich die Lebensdauer.
Welchen Einfluss haben Aluminiumprofile auf die Energieeffizienz moderner Gebäude
Aluminiumprofile tragen wesentlich zur Energieeffizienz bei, insbesondere in Fenster-, Tür- und Fassadensystemen. Mehrkammerprofile mit thermischer Trennung verbessern die Wärmedämmung und verringern Energieverluste. Zudem ermöglichen sie große Glasflächen, die den Tageslichteinfall optimieren und den Bedarf an künstlicher Beleuchtung senken.
Hintergrund: Aluminiumprofile
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Aluminiumprofil Wikipedia
Wikipedia beschreibt Konstruktionsprofile (Aluminium-Nutenprofile) als stranggepresste, modulare Halbzeuge mit Längsnuten für Nutensteine und Schraubkanäle; verschraubt/geklemmt statt geschweißt, mit Eloxal korrosionsgeschützt, geringere Steifigkeit als Stahl; verbreitete 40‑mm‑Systeme (Item, Bosch Rexroth).
Diese Anbieterliste Aluminiumprofile umfasst auch: Zubehör Aluprofile, Aluprofile, Aluminium Profile
Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: April 2026