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Werkstoffe Hersteller – 20 im Vergleich

In der Materialwissenschaft bezeichnet der Terminus Werkstoffe natürlich gewonnene, synthetisch hergestellte und als Verbund ausgeführte Materialien, und Normprüfungen quantifizieren deren Eigenschaften. In der Batteriemodulfertigung und in der hydraulischen Dichtungstechnik steuern Temperaturwechsel und Medienkontakt die Performance von Silikon-Elastomeren sowie Fluorkautschuke in Prüfständen. Beim Einkauf gelten messbare, normativ belegte Kriterien: Härte nach ISO 48, Migrationsgrenzen nach EU 10/2011, Zugfestigkeit nach EN 10025-2 und nachweisbare Temperaturbeständigkeit mitsamt zertifizierter Rückverfolgbarkeit gemäß ISO 9001.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte Werkstoffe Hersteller

Willi-Ledermann-Straße 1, 72160 Horb
Deutschland

Friedrichstr. 1, 45128 Essen
Deutschland

Werkstoffe Fachartikel

Neue IO-Link-Master verbinden intelligente Sensorik jetzt auch im Hygienebereich

ifm: Extra für die Lebensmittelindustrie hat ifm electronic neue IP-69K-Feldmodule mit vier oder acht IO-Link-Ports und voller V1.1-Funktionalität entwickelt.

Fräsewerkzeuge mit Schaft - Reliefbild-Fräser

LEUCO: Die Reliefbild-Technik ist ein computergestütztes Verfahren, Bildinformationen mittels CNC-Frästechnik auf Plattenwerkstoffe zu übertragen, z. B. mit der Licht-Reflex-Gravur Software Pic2Plate von LettnerWorx. Graustufen-Effektbilder entstehen auf der CNC-Maschine mit dem LEUCO Reliefbild-Fräser, ein Fräsewerkzeug mit Schaft.

Weitere Werkstoffe Hersteller

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KVT-Fastening GmbH, Werkstoffe KVT-Fastening GmbH
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SAMAG Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH, Werkstoffe SAMAG Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH
  • Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG
  • ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG

Über Werkstoffe

Werkstoffe bilden die stoffliche Grundlage technischer Systeme und Bauelemente. Ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften bestimmen, welche Kräfte, Temperaturen oder Medien sie dauerhaft aushalten. Bei Drücken über 200 bar reagieren Metalle anders als Polymere, deren Molekülketten eine höhere Elastizität zeigen. Bei dominierenden Temperaturwechseln stabilisieren Legierungen mit gezielter Werkstoffveredelung ihre Mikrostruktur. Die Klassifizierung folgt in der Regel dem chemischen Aufbau oder der Gefügestruktur.

Charakteristische Eigenschaften und Klassifizierung

Ein Grundwerkstoff wie Stahl oder Aluminium besitzt definierte Gitterparameter, die seine Zugfestigkeit prägen. Zusatzwerkstoffe verändern dieses Verhalten durch Diffusion oder Versetzungshemmung im Kristallgitter. Naturwerkstoffe wie Granit erreichen hohe Druckfestigkeiten. Kunststoffsysteme auf Basis von Silikon oder anderen Polymeren lassen sich thermisch modifizieren. Sie behalten Form und Elastizität selbst unter hohen Temperaturen. Verbundsysteme wie Kohlefaser-Harz-Matrix kombinieren geringe Dichte mit hoher spezifischer Zugfestigkeit von rund 3 GPa (*ISO 527‑4*). Speziallegierungen mit Formgedächtnis verändern reversibel ihre Geometrie – ein Effekt auf atomarer Ebene.

Wo aggressive Chemikalien auftreten, entscheidet die Reaktionsneigung eines Werkstoffs über Korrosionsbeständigkeit und Einsatzdauer. Ein Betriebsstoff kann dieselben Grundelemente enthalten wie sein Rohstoff, reagiert jedoch durch Additive anders auf Temperaturzyklen oder Medienkontakt. Für isotopenreine Materialien gelten in der Analytik besondere Anforderungen an Reinheit und Nachweisgrenze.

Anwendungsbezogene Auswahlkriterien

Die Materialauswahl orientiert sich an den technischen Kenngrößen des jeweiligen Systems. Mechanische Parameter liefern belastbare Vergleichswerte für Berechnung und Dimensionierung in Konstruktion und Bautechnik. Erstens bestimmt die Zugkraft die notwendige Querschnittsfläche eines Bauelements. Zweitens definiert die thermische Stabilität das Verhalten bei Wärmeschub. Drittens regelt die chemische Resistenz den Kontakt zu Lösungsmitteln in der Pharmaindustrie. Oberflächenhärtewerte nach *ISO 48* kennzeichnen Elastomere für Abstreiferdichtungen in hydraulischer Dichtungstechnik.

Anwendungsfall: In Prüfständen für Batteriesicherheit erreichen FKM-Dichtungen (Fluorkautschuke) Dauertemperaturen von bis zu 200 °C (*ASTM D1418*), ohne plastisch zu verformen. Nicht alle Werkstoffe erfüllen solche Vorgaben. Polymergranulate verlieren bei identischer Temperatur bereits einen Teil ihrer Festigkeit.

  • Thermische Stabilität: Werkstoffe behalten ihre Struktur bei 1 000 °C Umgebungstemperatur nur mit spezieller Legierungsbildung.
  • Chemische Beständigkeit: Widerstand gegen Säuren ist entscheidend in Labor-Equipment aus Glas oder Silikon.
  • Eignung für Serienfertigung: Verarbeitungseigenschaften legen fest, ob ein Material spritzgegossen oder zerspant werden kann.
  • Bauindustrie: Transportbeton nach *EN 206* wird in Druckfestigkeitsklassen eingeteilt (zum Beispiel C25/30).

Qualitätsstandards und Zertifizierungen

Zertifikate belegen definierte Produktqualität über Normprüfungen hinweg. Das Qualitätsmanagementsystem nach *ISO 9001* dokumentiert jeden Prozessschritt im Herstellablauf eines Werkstoffs nachvollziehbar. Ergänzend spezifizieren technische Standards Mindestwerte für Kennziffern wie Zugfestigkeit oder Härteprüfung unter genormten Bedingungen. Bei Konstruktionsstahl nennt *EN 10025‑2* beispielsweise eine Mindestzugfestigkeit von 355 MPa.

Wo Lebensmittelkontakt vorgesehen ist, greifen europäische Verordnungen *(EG) Nr. 1935/2004* sowie *(EU) Nr. 10/2011*. Sie definieren Migrationsgrenzen für Bestandteile aus Kunststoffkomponenten wie Silikon, um gesundheitliche Risiken auszuschließen. Im Bauwesen reguliert *EN 12620* Gesteinskörnungen durch Korngrößenbereiche zur Gewährleistung homogener Mischungen im Transportbeton.

Wirtschaftliche Aspekte und Verfügbarkeit

Neben physikalischen Faktoren ist der ökonomische Aspekt eines Werkstoffs kaufentscheidend. Maßgeblich sind messbare Einflussgrößen wie Energiebedarf bei der Verarbeitung oder die Seltenheit verwendeter Elemente.
Seltene Isotope steigern Produktionskosten stärker als Standard-Rohstoffe gleicher Dichteklasse.
Bei Polymerherstellern beeinflusst die Preisvolatilität petrochemischer Vorprodukte den Einkaufspreis von Granulaten direkt.

Typische Kennzahlen industriell gebräuchlicher Werkstoffe
WerkstofftypKennzahl (Einheit)Zugeordnete Norm
KonstruktionsstahlZugfestigkeit 355 MPa*EN 10025‑2*
Silikon-ElastomerHärte 50 Shore A*ISO 48*
Kohlefaserverbund (Harzmatrix)Spezifische Zugfestigkeit 3 GPa*ISO 527‑4*
Granit (Naturwerkstoff)Druckfestigkeit 150 MPa*EN 1926*
Transportbeton C25/30Druckfestigkeitsklasse C25/30*EN 206*
FKM‑DichtungskautschukTemperaturbeständigkeit 200 °C*ASTM D1418*

Den Markt steuern nicht allein Preise, sondern auch Änderungen der Produktionstechnik und geforderte ökologische Kriterien. Zwar steigt das Interesse an Recyclingströmen stetig an, aber Primärrohstoffe bleiben wegen konstanter Qualität weiterhin unentbehrlich.
Damit ergibt sich ein komplexes Zusammenspiel zwischen technischer Leistungsfähigkeit, wirtschaftlicher Berechnung und normativer Konformität innerhalb moderner Werkstofftechnik.

Hersteller sind ifm electronic gmbh, LEUCO Ledermann GmbH & Co. KG, A. u. K. Müller GmbH & Co. KG, AHM Maschinenbau GmbH, ALMECON Technologie GmbH & Co. KG, BÖHLER-UDDEHOLM GmbH, BÖHMER GmbH, Christian Bürkert GmbH & Co. KG, CeramTec GmbH, ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG, ECKA Granules Germany GmbH, Eickhoff Maschinenfabrik GmbH, Emmerthaler Apparatebau GmbH, HEINRICH KIPP WERK GmbH & Co. KG, INDEX-Werke GmbH & Co. KG

FAQ zu Werkstoffe

Wie lässt sich die Nachhaltigkeit von Baustoffen und Bauteilen objektiv bewerten?

Die Nachhaltigkeit von Baustoffen wird über eine Lebenszyklusanalyse (LCA) nach ISO 14040/14044 ermittelt, die Umweltwirkungen von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung abbildet. Bewertet werden CO2-Fußabdruck, Energie- und Wasserverbrauch sowie Recyclingfähigkeit. Materialien mit Umweltproduktdeklarationen (EPD) nach EN 15804 bieten geprüfte Daten zur ökologischen Leistungsfähigkeit. Eine Reduktion des Primärenergiebedarfs in der Produktion um mindestens 15 Prozent gegenüber Standardprodukten gilt als praxisorientierter Richtwert.

Welche Faktoren bestimmen die Total-Cost-of-Ownership-Analyse (TCO) von Werkstoffen?

Die TCO-Analyse eines Werkstoffs umfasst neben dem Einkaufspreis auch Kosten für Verarbeitung, Wartung, Energieverbrauch im Betrieb und Entsorgung. Maßgeblich sind zudem der Verschleißwiderstand, der die Austauschintervalle beeinflusst, sowie die Reparaturfähigkeit. Eine fundierte Materialauswahl kann die Betriebskosten über den Lebenszyklus um bis zu 20 Prozent senken. Grundlage sollte stets eine umfassende Kosten-Nutzen-Bewertung über den gesamten Produktlebenszyklus sein.

Wie wird die Biokompatibilität medizinischer Materialien sichergestellt?

Die Biokompatibilität beschreibt die Fähigkeit eines Materials, im Kontakt mit biologischem Gewebe keine toxischen oder schädlichen Reaktionen auszulösen. Sie wird gemäß der ISO-10993-Normenreihe geprüft, die Tests auf Zytotoxizität, Sensibilisierung und Irritation umfasst. Für Implantate sind zusätzlich Langzeituntersuchungen zur Biointegration und zu Abbauprodukten erforderlich. Medizinische Anwendungen sollten ausschließlich Materialien mit nachgewiesener vollständiger Biokompatibilität verwenden.

Welchen Nutzen bietet eine digitale Materialdatenbank bei der Werkstoffauswahl?

Eine digitale Materialdatenbank ermöglicht den schnellen Zugriff auf technische Daten, Prüfzeugnisse und Lieferanteninformationen und beschleunigt so die Werkstoffauswahl. Sie unterstützt die multikriterielle Optimierung, indem Ingenieure Materialien gleichzeitig nach Kosten, Gewicht und mechanischen Eigenschaften filtern können. Dadurch lässt sich die Auswahlzeit um bis zu 30 % verkürzen. Die Integration mit CAD- und Simulationssoftware gewährleistet konsistente und aktuelle Daten über den gesamten Entwicklungsprozess.

Wie steuern Unternehmen die langfristige Materialalterung in ihren Produkten?

Unternehmen steuern die Materialalterung durch Auswahl alterungsbeständiger Komponenten und kontinuierliche Zustandsüberwachung. Regelmäßige zerstörungsfreie Prüfungen wie Ultraschall- oder Röntgenverfahren nach EN 17635 dienen der Erkennung von Rissen und Gefügeänderungen. Ergänzend kommen vorausschauende Wartungskonzepte auf Basis von Sensordaten zum Einsatz. Eine belastbare Restlebensdaueranalyse sollte mindestens alle fünf Jahre erfolgen, um Ausfallrisiken zu minimieren.

Welche Zertifizierungen sind für Werkstoffe in der Luftfahrtindustrie maßgeblich?

Neben der ISO 9001 sind in der Luftfahrt vor allem die branchenspezifischen Qualitätsmanagementnormen AS/EN 9100 entscheidend. Werkstoffe müssen häufig gemäß Militärstandards wie MIL-HDBK-5 oder europäischen Normen wie EN 2282 für Aluminiumlegierungen qualifiziert sein, um Anforderungen an Festigkeit, Ermüdungsbeständigkeit und Fertigungsprozesse zu erfüllen. Lieferanten sollten zudem über eine nach EN 9120 zertifizierte Lieferkette für Lager und Handel verfügen.

Hintergrund: Werkstoffe

  • Werkstoff Wikipedia

    Werkstoffe sind feste, formgebende Materialien für Bauteile. Ihre Bildsamkeit ermöglicht die Fertigung geplanter Geometrien. Material- und Verfahrenswahl bestimmen Produkteigenschaften; Werkstoffprüfung charakterisiert und sichert die Qualität.

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026