×

Hersteller und Anbieter finden


Rohrverbindungen Hersteller

Rohrverbindungen bezeichnen lösbare oder dauerhafte Fügestellen, die Rohre, Formteile und Armaturen dicht und betriebssicher koppeln. Sie übertragen Kräfte und sichern die Dichtheit über Richtungswechsel und Temperaturänderungen. Gängige Systeme sind Gewinde-, Flansch-, Press-, Klemm-, Löt- und Schweißverbindungen. Die Auswahl richtet sich nach Medium, Druck, Temperatur, Werkstoff, Korrosionsbeständigkeit und Normen wie DIN EN 1092-1, DVGW W 534 oder ISO 7-1.

Liste Hersteller Rohrverbindungen

Volmarstraße 1, 71706 Markgröningen
Deutschland

Veröffentlichungen der Hersteller zu Rohrverbindungen

Rohrendenbearbeitung weitergedacht – Produktionskosten reduzieren und Risiko von Undichtigkeiten vermeiden

Welte: Neben den Kernkompetenzen Rohrbiegen und Rohrschweißen, bietet WELTE den Kunden ein breites Spektrum an Fertigungsmöglichkeiten für eine Vielzahl an unterschiedlichsten Rohrendenumformungen an. Mit den großteils CNC gesteuerten Umformmaschinen kann WELTE Aufweitungen, Verjüngungen, Stauchungen, Stanzungen, Schlitzungen, Ausklinkungen und Pressungen in einem Durchmesserbereich von 4mm bis 260mm realisieren.

Weitere Hersteller Rohrverbindungen

Mehr über Rohrverbindungen

Rohrverbindungen fügen Rohrstücke, Formteile und Armaturen dauerhaft oder lösbar zusammen, sichern die Dichtheit an jeder Verbindungsstelle und stellen die Betriebssicherheit des Rohrleitungssystems her. Sie übertragen Kräfte, leiten Medien wie Wasser, Gas oder Luft und ermöglichen den Transport über Richtungswechsel und Höhenstufen, ohne die Systemfunktion zu beeinträchtigen.

Grundlagen und Klassifizierung von Rohrverbindungen

Funktion und Anwendungsbereiche

Der Aufbau verzweigter Netze dient der kontrollierten Umsetzung von Abzweigung, Öffnung und Richtungsänderung, etwa an der Wasserleitung eines Hauptrohrs mit nachgelagerter Sanitärarmatur. In Gebäudetechnik, Industrie und Infrastruktur reichen die Medien von Abwasser über Grauwasser und Brauchwasser bis zu Löschwasser, Kühlwasser und Trinkmedien, jeweils mit spezifischen Anforderungen an Dichtheit, Temperatur und Bauform.

Gängige Verbindungssysteme

  • Gewindeverbindung: Zylindrische Gewinde nach ISO 228-1 sind nicht dichtend im Gewinde. Dichtmittel wie PTFE-Band oder Hanffaser übernehmen die Abdichtung und sichern zugfest ausgeführte Verschraubungen.
  • Flanschverbindung: Nach DIN EN 1092-1 mit Dichtungen für definierte PN-Stufen. Geeignet für prüfbare, lösbare Anschlüsse, etwa an Pumpen oder Armaturensträngen.
  • Presssystem: DVGW W 534-zertifizierte Pressfittings mit O-Ringen für schnelle, reproduzierbare Verbindungen in der Trinkwasser‑ und Heizungsinstallation.
  • Lötverbindung: Weich- oder Hartlöten, insbesondere bei Kupfer und Kupferlegierung, für kompakte, glatte Strömungsquerschnitte ohne zusätzliche Dichtmittel.
  • Schweißverbindung: Dauerhaft, stoffschlüssig und geprüft für Hochdruckstrecken, häufig in Stahl- und Edelstahlanwendungen inklusive Fernwärmeleitung.

Ergänzende Verbindungsstücke wie Kreuzstück, Winkelgelenk, Rückschlagventil oder Gusseisenverschraubung gestalten die Netztopologie. Das Verbindungsstück wird je nach Produkttyp auf Rohrtyp und Rohrart abgestimmt.

Werkstoffe und Bauarten für spezifische Anwendungen

Materialqualität und Beständigkeit

Metallrohrsysteme aus Edelstahl (DIN EN 10088), Gusseisen, Kupfer oder Aluminiumrohr kombinieren Armaturen, Dichtungen und Fittings aus kompatiblen Legierungen. In Hygienezonen der Pharmazie und in Krankenhausbereichen dominieren korrosionsbeständige Edelstahlarmatur und Edelstahlsystem, oft mit Korrosionsschutz durch geeignete Beschichtung. Kunststoff-Leitungen (PE, PP, PVC) nutzen Steck-, Klemm- oder Schweißkupplungen und profitieren bei Kühlung von geringer Wärmeleitfähigkeit. Siliziumbronze ergänzt Kupfer und Kupferlegierung in meerwassernahen Zonen.

Materialqualität, Widerstandsfähigkeit und Robustheit werden durch Medien, Temperatur, Druck und den Zustand der Dichtungen bestimmt. Wasserstoff und der Energiewandel fördern schweißtechnisch ausgelegte Systeme, während Nachhaltigkeitsstrategie und Engineering den Werkstoffmix und das Potenzial zur Standardisierung prägen.

Spezialisierte Bauformen und Sonderanfertigungen

Für die Fixierung und Ausrichtung dienen Gelenkauge, Gelenkfuß, Gelenkstück und Stellring. Halterungen wie Rohrhalter, Wandhalter, Wandhalterung, Masthalterung, Gitterhalter und Containerklemme verankern Leitungsabschnitte an Brüstung, Decke oder Träger. Endkappe, Verschlussteil und Schubsicherung schützen Endpunkte und sichern axiale Lasten. Bei Messestand, Möbelbau oder Handlaufhalterung sind Sonderanfertigung und Sonderteil in Wunschgröße üblich, angepasst an Bauform, Produkttyp und Display‑Traglast, häufig mit kratzfest beschichteten Oberflächen.

Technische Parameter und Leistungsmerkmale

Druck-, Temperatur- und Zugfestigkeit

Flanschsysteme nach DIN EN 1092-1 decken PN 6 bis PN 100 ab. PN 16 bis PN 40 sind in der Gebäudetechnik verbreitet. Pressfittings nach DVGW W 534 erlauben meist PN 16, mit EPDM‑Dichtungen bis etwa 95 °C und FKM bis 180 °C. Feuerverzinkte Bauteile nach ISO 1461 bleiben zugfest, wenn Kantenbearbeitung und Nennweiten‑Auslegung beachtet werden. Wärmeleitfähigkeit und Neigung beeinflussen thermische Dehnung und Stützweiten.

Dichtheit und Toleranzen

Gewinde nach ISO 228-1 benötigen zusätzliche Dichtmittel, da das Gewinde selbst nicht abdichtet. O-Ringe in verpressten Fittings dichten formschlüssig, wenn die Außendurchmesser im Höchstmaß toleriert sind. Prüfvorgang, Bestätigung und Dokumentation erfolgen durch internes Prüfinstitut oder externe Stellen, häufig bereits in der Rohrfertigung und beim Warenausgang. Saubere Schnittflächen und passende Nennweiten sichern die geforderte Dichtheit über die geplante Lebensdauer.

Auswahlkriterien und Anwendungsbereiche

Kriterien für die Verbindungsart

Die Wahl richtet sich nach Medium (Trinkwasserinstallation, Trinkwasserversorgung, Brauchwasser, Grauwasser, Gusseisenverschraubung in Entwässerungssträngen), Temperatur, Druck und Rohrmaterial. In der Gebäudetechnik verbindet man Heizungsanlage, Heizsystem und Wärmeerzeuger wie Wärmepumpe. Im Bauwesen und in der Infrastruktur dominieren lösbare Flanschlösungen und schweißtechnische Trassen. Rohrtyp, Rohrart und Materialqualität werden praxisnah durch die Fachplanung im Engineering bewertet, um Potenzial, Betriebssicherheit und Wasserversorgung langfristig sicherzustellen.

Spezifische Anwendungen und Systemintegration

Fallbeispiel Krankenhaus: Für die Trinkwasserversorgung minimieren Edelstahlleitungen mit Edelstahlsystem, geeigneter Wandscheibe, Edelstahlarmatur und definierter Spülfunktion das Risiko von Infektionskrankheiten. Rückschlagventil und temperaturbeständige Dichtung sichern die Hygiene.

Fallbeispiel Fernwärmenetz: An Fernwärmeleitung und Übergabestation kombinieren Schweißnähte am Hauptrohr und lösbare Flansche für Inspektionen. Für Ausdehnung und Setzung werden Kompensatoren sowie Halter mit definierter Fixierung eingesetzt.

Fallbeispiel Kühlinstallation: In industriellen Kühlsystemen führen Aluminiumrohr‑Stränge Kühlwasser, neigungsoptimiert für Entleerung und Kondensatableitung. Die Verlegung berücksichtigt die Wärmeleitfähigkeit sowie die Integration von Armaturenstrecken für Wartung.

Verbindungstypen mit typischen Einsatzgrenzen
VerbindungstypTypische AnwendungBetriebsgrenzen
PressverbindungTrinkwasser, Heizungbis PN 16, ca. 95 °C (EPDM)
LötverbindungKupferleitungen, Gasbis PN 25, bis 120 °C (Weichlot)
FlanschverbindungGroßleitungen, Industriebis PN 40, bis 250 °C (Dichtung)
GewindeverbindungSanitär, kleinere Anlagenbis PN 10, bis 100 °C
SchweißverbindungHochdruck, kritische MedienPN 100+, 600 °C+

Installation, Wartung und Herstellerübersicht

Aspekte der Montage und Instandhaltung

  • Werkzeuge und Verlegung: Rohrzange, Presswerkzeug und saubere Schnittführung gewährleisten die Montagequalität. Isolierung reduziert Wärmeverluste und Kondensat.
  • Einbauteile: Montagebox und Wandscheibe erleichtern die Integration in Wände. Eine definierte Verbindungsstelle mit Rohrhalter verhindert Schwingungen.
  • Instandhaltung: Kennzeichnung von Nennweite, Medium und Flussrichtung erleichtert die Reparatur. Endkappe und Verschlussteil sichern Stillstände.
  • Sicherheit: Seitenausgang für Entleerung und Prüfanschlüsse unterstützt den Betrieb im Fernwärmenetz und Kühlsystem.

Führende Hersteller von Rohrverbindungen

Viega, Geberit, Uponor, Fränkische Rohrwerke, Aquatherm, Rehau, Bänninger, Wavin, GF Piping Systems, Kaimann, Conex Bänninger, Sanha, Kemper, Wieland und IBP decken ein breites Spektrum ab, von Flansch- und Pressfittings über Gewindeteile bis zu Zubehör. Für größere Bauvorhaben sind abgestimmte Mengenangebote und die Bestätigung der Lieferfähigkeit entscheidend, um Schnittstellen im Rohrleitungssystem planbar zu halten.

Periphere Anwendungen und Zubehör im Umfeld der Leitungsführung

  • Baustelle und Logistik: Rollenbahn im Warenausgang, Zaunmarkierung und Außenwerbung an Masthalterung. Gitterhalter, Containerklemme und Baugerüst halten Displays.
  • Gebäude und Gestaltung: Brüstung, Terrasse und Gartendekoration nutzen Halter und Klemmen. Die Küchengestalt profitiert von präzisen Wandhalter und Wandhalterung.
  • Messe und Innenausbau: Messestand mit Kreuzstück, Winkelgelenk und Fixierung. Möbelbau bindet Produkttyp‑Klemmen an Rohrmaterial, oft kratzfest ausgeführt.
  • Energie und Infrastruktur: Wasserversorgung im Infrastruktur‑Umfeld und energiequelle‑gebundene Netze im Energiewandel. Bauwesen und Rohrfertigung sichern das Höchstmaß der Toleranzen.

FAQ zu Rohrverbindungen

Welche Faktoren bestimmen die Wirtschaftlichkeit von Rohrverbindungen im Betrieb

Die Wirtschaftlichkeit von Rohrverbindungen hängt von Materialkosten, Installationsaufwand und Lebensdauer ab. Hochwertige Verbindungen sind zwar teurer in der Anschaffung, senken jedoch langfristig Wartungs- und Betriebskosten durch geringeren Verschleiß und weniger Leckagen. Energie- oder Mediumverluste erhöhen dagegen die Kosten deutlich. Auch eine einfache Reparaturmöglichkeit trägt zur Verkürzung von Stillstandszeiten und damit zur Wirtschaftlichkeit bei.

Welchen Beitrag leisten moderne Rohrsysteme zur Nachhaltigkeit?

Moderne Rohrsysteme fördern Nachhaltigkeit durch materialeffiziente Konstruktionen und reduzierte Leckagen. Hersteller nutzen recyclingfähige Kunststoffe wie PE oder Metalle wie Edelstahl, um Ressourcen zu schonen. Dichtungstechnologien minimieren Verluste von Wasser und Energie. Modulare Bauweisen erleichtern den Austausch einzelner Komponenten und verlängern so die Lebensdauer des Gesamtsystems.

Welche typischen Probleme treten bei Rohrverbindungen auf und wie lassen sie sich verhindern

Häufige Probleme sind Korrosion, Undichtigkeiten und Materialermüdung infolge von Druck- oder Temperaturschwankungen. Korrosion entsteht oft durch die Kombination inkompatibler Metalle, bekannt als galvanische Korrosion. Vorbeugung erfolgt durch geeignete Materialwahl, fachgerechte Montage und regelmäßige Wartung. Korrosionsschutzbeschichtungen oder Opferanoden können die Lebensdauer zusätzlich erhöhen.

Welche intelligenten Systeme ermöglichen die Überwachung von Leitungsverbindungen?

Intelligente Überwachungssysteme erfassen in Echtzeit Parameter wie Druck, Temperatur und Durchfluss. Akustische Sensoren erkennen selbst kleinste Leckagen. Die über IoT-Plattformen gesammelten Daten ermöglichen vorausschauende Wartung, frühe Fehlererkennung und die Vermeidung von Ausfällen oder größeren Schäden.

Wann sollten Rohrverbindungen von Fachkräften montiert werden?

Die Montage von Rohrverbindungen sollte Fachkräften überlassen werden, wenn es sich um kritische Medien oder Hochdrucksysteme handelt. Dazu zählen insbesondere Anlagen für Trinkwasser, Gas und Heizung, bei denen strenge Sicherheits- und Hygienevorschriften gelten. Fehlerhafte Installationen können zu Wasserschäden, Gaslecks oder dem Verlust des Versicherungsschutzes führen. Fachkräfte sichern die Einhaltung der Normen und die langfristige Dichtheit des Systems.

Welche Trends bestimmen die zukünftige Entwicklung der Anschlusstechnik

Die Anschlusstechnik wird zunehmend durch Digitalisierung, innovative Werkstoffe und höhere Nachhaltigkeitsanforderungen geprägt. Additive Fertigung ermöglicht komplexe, individuell angepasste Verbindungselemente mit optimierter Geometrie. Die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger erfordert neue Materialien und Dichtungskonzepte. Zudem gewinnen modulare Bauweisen und eine verbesserte Recyclingfähigkeit der Komponenten an Bedeutung.

Welche Anforderungen müssen Rohrleitungen in der Lebensmittelindustrie erfüllen?

Rohrleitungen in der Lebensmittelindustrie unterliegen hohen Hygiene- und Materialanforderungen. Ihre Oberflächen müssen glatt und porenfrei sein, um Ablagerungen und mikrobielles Wachstum zu verhindern. Toträume sind zu vermeiden. Hochlegierte Edelstähle bieten die nötige Korrosionsbeständigkeit und chemische Inertheit, um Wechselwirkungen mit Lebensmitteln auszuschließen. Zudem müssen die Systeme CIP- (Clean-in-Place) und SIP-fähig (Sterilize-in-Place) sein sowie häufig Zertifizierungen wie EHEDG erfüllen.

Hintergrund: Rohrverbindungen

  • Rohrverbindung Wikipedia

    Der Artikel definiert Rohrverbindungen als abdichtende/konstruktive Kopplungen; beschreibt Schweiß-, Löt-, Press-, Flansch-, Gewinde-, Klemm-, Schiebehülsen-, Steck-, Klebe-, Muffen- und Nutverbindungen; Auswahl nach Medium, Druck, Temperatur, Werkstoff; Normen u. a. für Gasleitungen.

Diese Anbieterliste Rohrverbindungen umfasst auch: Rohrstücke, Rohrbogen, Rohr Schlauchverbindungen