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Rolliermaschinen Hersteller – Vergleich

Als Umformmaschinen der Kaltumformtechnik erzeugen Rolliermaschinen definierte Randkonturen durch geregelte Zustellung und kraftgeführte Kontaktpressung. In der Automobilindustrie formt der Prozess Dichtkonturen an Metallgehäusen und Sitzflächen an Wellen in Serienlinien, während Sensorik Arbeitsdruck und Drehmoment laufend protokolliert. Für die Beschaffung zählt die Zertifizierung nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG mit dokumentierter Risikobeurteilung und ausgewiesener CE-Konformität.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte Rolliermaschinen Hersteller

Spittelbronner Weg 21, 78056 Villingen-Schwenningen, Schwenningen
Deutschland, Germany

Weitere Rolliermaschinen Hersteller

Über Rolliermaschinen

Rolliermaschinen gehören zu den Werkzeugmaschinen der spanlosen Umformtechnik. Unter Arbeitsdruck verdichten rotierende Rollierelemente die Randzone und prägen definierte Geometrien. Das Verfahren greift in der Verfahrenstechnik dort ein, wo Kantenradien, Nuten oder Sitzflächen ohne Spanbildung entstehen sollen. Lokal begrenzter Materialfluss führt häufig zu geringerer Rauheit und erhöhter Randhärte.

Bei Bauteilen mit hoher Maßbindung arbeitet die Maschine mit einem oder mehreren Rollierköpfen in einer Rolliereinheit. Der Rollierkopf führt das Werkzeug und überträgt die Kraft auf das Werkstück. Eine Hydraulikeinheit regelt den Zustelldruck innerhalb enger Toleranzen, elektrische Achsen positionieren. Häufig dominiert Hydraulik, elektromechanische Zustellungen kommen bei kleineren Kräften vor. Anwendungsfall: Bei 30 mm Durchmesser und 250 bar Arbeitsdruck prägt die Anlage eine Dichtkontur ein.

Typen und Modellvarianten

In Serienumgebungen stehen Standmaschinen mit steifem Gestell und definiertem Platzbedarf im Vordergrund. Eine Standmaschine nimmt hohe Querkräfte auf und hält die Wiederholgenauigkeit über lange Laufzeiten stabil. Sonderlösungen folgen anderen Regeln: Die Sondermaschine setzt projektspezifische Kinematik um und bindet spezielle Vorrichtungen ein. Für Entwicklungslabore eignet sich eine kompakte Technikumsmaschine mit kurzen Rüstwegen.

Modellvarianten im Vergleich
VarianteAutomatisierungsgradEinsatzfeld
StandmaschineMittel bis hochSerienfertigung
SondermaschineHoch bis vollautomatisiertSpezialanwendungen mit projektspezifischer Dimensionierung
TechnikumsmaschineNiedrig bis mittelF&E und Kleinserien

Technische Parameter und Funktionsmerkmale

Messgrößen definieren das Prozessfenster verlässlicher als Prospektwerte. Neben der Maschinengröße setzen der maximal bearbeitbare Durchmesser und die erreichbare Rolliergeschwindigkeit harte Grenzen, der Platzbedarf beeinflusst das Zellenlayout. Das Drehmoment steigt mit der Zustellung und dem Reibwert an der Kontaktlinie. Treten kritische Setzvorgänge auf, protokolliert eine Prozessparameterüberwachung den Verlauf von Arbeitsdruck und Momentenspitzen im internen Speicher zur Rückverfolgbarkeit.

In vernetzten Fertigungszellen koppelt die Maschinenvernetzung Daten an MES- oder SPS-Strukturen zurück. Programmsätze lassen sich zentral verwalten und versionieren. Entscheidend ist deterministisches Verhalten, Reaktionszeiten müssen im Millisekundenbereich bleiben. Die Schnittstelle zur Niettechnik rückt dabei in den Fokus. Hier zählt Umformen mit kontrollierter Endlage. Beispiel: Bei einer Nietsteuerung mit Wegmesssystem fährt ein Nietstempel auf 12 kN Endkraft innerhalb eines Fensters von ±0,2 kN.

Kaufrelevante Auswahlkriterien und Zertifizierungen

Für Beschaffungsgremien zählen erstens eine belastbare Auslegung nach Werkstückspektrum, zweitens eine stabile Werkzeuglogistik mit verfügbaren Rollierwerkzeugen und Vorrichtungssätzen, drittens dokumentierte Konformität. Zu den Werkzeugfragen gehören Rollierelemente, Vorrichtungssätze sowie Varianten für Profilierungen an Kanten oder Sitzen. Ein Werkzeugservice ist nur dann sinnvoll, wenn er konkrete Geometrien abbildet, etwa Radien von R05 bis R20 ohne Umrüstadapter. Die Automobilindustrie fordert häufig lückenlose Parameterdaten pro Teil samt Zeitstempel für die Rückverfolgung.

Konformitätsnachweise müssen messbar formuliert sein. Die CE-Kennzeichnung folgt der Maschinenrichtlinie und bindet Risikobeurteilung sowie Schutzkonzepte ein. Ein Qualitätsmanagement des Herstellers ergänzt dies durch dokumentierte Prozesse. Zählt nicht Papier, sondern Nachweisbarkeit. Prüfpunkte lassen sich in kompakten Kriterien bündeln:

  • Zertifizierung: Nachweis der geltenden Normen und Richtlinien.
  • Integrationsfähigkeit: Anbindung an SPS oder MES über definierte Schnittstellen bei geforderter Maschinenvernetzung.
  • Werkzeug: Bandbreite an Werkzeugen, Rollen, Nietstempeln sowie Vorrichtungen für Profilierungen ohne Zusatzachsen.
  • Prozessfenster: Überwachung von Arbeitsdruck, Drehmoment und Rolliergeschwindigkeit inklusive Speicherplatz für Chargendaten.

Normen und Richtlinien

Relevante Normen
NormGeltungsbereich
2006/42/EGCE-Kennzeichnung nach Maschinenrichtlinie inklusive Risikobeurteilung und Schutzkonzepten
ISO 9001:2015Qualitätsmanagement des Herstellers mit dokumentierten Prozessen

Die Abgrenzung zu benachbarten Maschinentypen verhindert Fehlspezifikationen. Zusammentragmaschinen, Dichtungsmaschinen, Veredelungsmaschinen, Trommelmaschinen, Turbomaschinen, Weiterverarbeitungsmaschinen, Tischpressen, Ziehmaschinen, Einsteckmaschinen, Einschubmaschinen, Strukturierungsmaschinen, Seifenmaschinen, Spannmaschinen, Nachfolgemaschinen, Rohrmaschinen, Reduziermaschinen, Schraubmaschinen, Dampfmaschinen, Einziehmaschinen, Grafikmaschinen, Isoliermaschinen, Kettenmaschinen, Juweliermaschinen, Karussellmaschinen, Kraftmaschinen, Applikationsmaschinen und Abrollmaschinen unterscheiden sich durch Energieeintrag, Kinematik oder Produktfluss. Bei Rolliermaschinen zählt die reine plastische Verformung am Kontaktpunkt, punktgenau.

Hersteller sind KMT Produktions- + Montage-Technik GmbH, Schuler Technology powered by KMT-Vogt e.K.

FAQ zu Rolliermaschinen

Welche Faktoren bestimmen langfristig die Total Cost of Ownership TCO einer Rolliermaschine?

Die TCO ergeben sich aus Energieverbrauch, planmäßiger Wartung, Verschleißteilen und der Standzeit der Rollierwerkzeuge. Für einen effizienten Betrieb sollten jährlich 3-5 Prozent des Anschaffungspreises für Wartung eingeplant werden.

Welche Schnittstellen sind für die Integration einer Rolliermaschine in MES- und ERP-Systeme erforderlich?

Offene, standardisierte Protokolle wie OPC UA oder Profinet sind entscheidend für die Anbindung an MES und ERP; sie reduzieren den Konfigurationsaufwand und sichern eine zukunftsfähige Integration.

Für welche Werkstoffe eignen sich Rolliermaschinen am besten

Rolliermaschinen eignen sich für duktile Metalle, insbesondere Stähle mit Zugfestigkeit bis 1200 N/mm², Aluminiumlegierungen und Buntmetalle. Die Werkstoffwahl bestimmt erreichbare Oberflächengüte und Werkzeugstandzeit; eine vorgelagerte Werkstoffanalyse sichert die Prozessstabilität.

Wie lässt sich die Lebensdauer von Rolliermaschinen und Werkzeugen erhöhen?

Regelmäßige präventive Wartung nach Herstellerangaben und der Einsatz hochwertiger Rollierwerkzeuge verlängern die Betriebsdauer. Ein Wartungsvertrag mit Reaktionszeit unter 24 Stunden minimiert Ausfallzeiten und sichert die Produktivität.

Welche Sicherheitsanforderungen sind beim Betrieb dieser Maschinen zu erfüllen?

Maßgeblich sind die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und die DIN EN ISO 12100. Erforderlich sind eine Risikobeurteilung mit Fokus auf Quetsch- und Scherstellen, geeignete Schutzmaßnahmen und Not-Aus-Systeme sowie eine jährliche Sicherheitsunterweisung des Bedienpersonals.

Wie lässt sich die Energieeffizienz einer Umformmaschine steigern

Energieeffiziente Hydrauliksysteme und Servomotoren senken den Stromverbrauch. Beim Kauf auf IE3- oder IE4-Motoren und auf Energierückgewinnung in der Hydraulik achten. Gegenüber älteren Anlagen sind im Mittel 15–20 Prozent Einsparung möglich.

Sind moderne Rolliermaschinen modular ausbaufähig?

Ja, viele Rolliermaschinen sind modular aufgebaut und lassen sich um zusätzliche Rollierköpfe oder Automatisierungskomponenten erweitern. Prüfen Sie die Verfügbarkeit standardisierter Schnittstellen und passender Erweiterungskits, um die Anlage flexibel an neue Produktionsanforderungen anzupassen.

Hintergrund: Rolliermaschinen

  • Rollieren Wikipedia

    Rollieren hat mehrere Bedeutungen; im Text geht es um das Fertigungsverfahren zur Oberflächenvergütung durch spanlose plastische Verformung. Andere Bedeutungen (Schienenrad-Schwingung, rollierter Saum, Rollschottereinbau) sind hier nicht relevant.

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: September 2026, ID: 7064