Geprüfte Schallschutzsysteme Hersteller
Bastelweg 3, 88453 Erolzheim
Deutschland
Über Schallschutzsysteme
Akustische Schallschutzsysteme reduzieren die Schallenergie aus Luft- und Körperschall und senken damit den Lärmpegel sowie den Schalldruckpegel an Arbeits- und Aufenthaltsorten. Eine Kombination aus Schallisolierung, Absorption und Geräuschdämmung adressiert die jeweilige Geräuschquelle mit einem messbaren Ziel-Dezibelwert.
Physikalische Prinzipien und Bauweisen
Das Massengesetz erhöht mit hoher Rohdichte und mehrlagigen Wandaufbauten die Luftschalldämmung, während poröse Lagen die Absorption übernehmen und die Nachhallzeit verkürzen. Eine doppelschalige Trennwand mit elastischer Schallentkopplung unterbricht die Körperschallbrücke und reduziert die Anregung bei typischen 50–125 Hz. Eine Einhausung mit definierten Dichtfugen erreicht bei 1 kHz oft 25–35 dB Pegelreduktion. Der ermittelte Dezibelwert hängt von Materialdichte, Porosität und konstruktiver Unterbrechung ab.
Kennwerte, Normen und Nachweise
Das bewertete Schalldämm-Maß R’w nach DIN EN ISO 717-1 und der Schallabsorptionsgrad αs beschreiben die Leistung. Die folgende Übersicht bündelt zentrale Parameter und Prüfgrundlagen.
| Parameter | Einheit | Beschreibung |
|---|---|---|
| Bewertetes Schalldämm-Maß R’w | dB | Luftschalldämmung nach DIN EN ISO 717-1 |
| Schallabsorptionsgrad αs | 0–1 | Absorptionsleistung nach DIN EN ISO 11654 |
| Brandverhalten | Klassifikation | Baustoffklasse nach DIN 4102 |
| Rohdichte | kg/m³ | Masserelevanter Werkstoffkennwert |
| Vibrationsdämmung | % oder dB | Körperschallminderung über Lagerung |
Anwendungen in Bau, Infrastruktur und Industrie
Innenräume wie Wohnraum, Restaurant, Kaufhaus, Tonstudio und Veranstaltungsraum fordern definierte Pegelziele nach DIN 4109. Eine akustisch entkoppelte Decke und eine Trennwand sichern den Komfort und das Wohlbefinden, auch bei vorhandener Fußbodenheizung. Eine Industrieanlage mit Werkhalle, Werkstatt und Maschinenraum nutzt die Einhausung, die Lärmschutzkapsel, die Arbeitskabine und die Einkapselung für den Arbeitsschutz in Bereichen der Blechverarbeitung, bei Strahlverfahren oder beim Handling von Großteil und Baugruppe.
Der Außenbereich adressiert Verkehrslärm an Autobahn, Bahnstrecke, Schienennetz sowie am Flughafen. Eine Lärmschutzwand mit Natursteinverkleidung, transparenten Elementen oder Sandkern schützt Anwohnerinnen und Anwohner und ergänzt die Lärmsanierung. Integrierte Photovoltaik-Module liefern Strom, gleichzeitig adressiert die Abschirmung Feinstaub und Schadstoffe nicht. Beispiel: Eine Wand mit 5 m Höhe senkt den Lautstärkepegel hinter der Wand um 10–15 dB(A), abhängig von Topografie und Sichtlinie.
Planung, Auswahl und Integration
Eine Analyse von Lärmquelle und Geräuschquelle strukturiert die Auswahl. Ein Fachplaner und ein Architekt belegen die Einhaltung von DIN 4109 und definieren den Platzbedarf, die Kühlung im Maschinenraum, die Position der Fenster im Fassadenbau sowie die Fugenabdichtung. Ein Dichtungsband und ein Dichtstoff sichern die Dichtigkeit, eine elastische Lagerung liefert Vibrationsdämmung. Ein Seilsystem trägt abgehängte Absorber, und ein Qualitätssiegel dokumentiert das Qualitätsmanagement.
- Anwendungsfall: Eine Einhausung reduziert 90 dB(A) am Aggregat auf 70 dB(A) am Bedienplatz. Eine Rufnummer für Notfälle bleibt außen sichtbar, und eine wartungsarme Konstruktion erleichtert die Inspektion.
- Planungshinweis: Eine Vielfalt an Modulen erlaubt den Umbau bei 20 % höherem Volumenstrom. Die Produkteinführung gilt erst nach Pressemeldung und Prüfbericht als freigegeben.
- Gesellschaftsbezug: Eine transparente Dokumentation stärkt die Akzeptanz in der Gesellschaft bei Projekten entlang sensibler Wohnlagen.
Systemvarianten und Komponenten
Schallschutzkabinen und Einhausungen kapseln punktuelle Lärmquellen. Eine modular aufgebaute Schallschutzkabine integriert Sichtfenster, Lüftungsmodule und eine kontrollierte Luftführung. Lärmschutzwände entlang von Verkehrsstraßen kombinieren isolierende und absorbierende Elemente. Eine gezielte Krönung optimiert die Beugungskante. Akustische Fenster und Türen mit Mehrfachverglasung und perimetrischer Dichtung sichern den Fassadenanschluss. Ergänzende Komponenten wie Paneele für Geräuschdämmung in Produktionszellen, Trennwand-Elemente mit hoher Rohdichte und Lager mit Vibrationsdämmung komplettieren die Baureihe für Industrieanwendungen und Fahrzeugprüfumgebungen.
Eine vorausschauende Lärmschutzplanung berücksichtigt das Belastungsniveau, den Ziel-Dezibelwert und die spätere Lärmsanierung. Ein Photovoltaik-Upgrade, ein Seilsystem für Deckensegel und eine Nachrüstung der Schallentkopplung ermöglichen eine skalierbare Unterbrechung von Schwingungswegen. Eine präzise Dokumentation der Anregung im Frequenzgang verhindert Fehlentscheidungen und stärkt die Nachweisführung.
Hersteller und Anbieter
Hersteller von Schallschutzsystemen sind z. B. Knauf Insulation, Rockwool, Saint-Gobain Isover, KAEFER Isoliertechnik, Getzner Werkstoffe, VibraTec, Schako, TROX, G+H Schallschutz, Kingspan, Armstrong Ceiling Solutions, Ecophon, Lantal, Reichel Akustik.
Hersteller sind GEMAtech GmbH & Co. KG
FAQ zu Schallschutzsysteme
Wie werden die Gesamtkosten und die Rentabilität von Schallschutzsystemen ermittelt?
Die Gesamtkosten von Schallschutzsystemen umfassen Anschaffung, Installation, Wartung und den Energieverbrauch. Die Rentabilität ergibt sich aus geringeren Ausfallzeiten und höherer Produktivität der Mitarbeitenden. Typische Amortisationszeiträume liegen je nach Systemkomplexität zwischen drei und sieben Jahren. Für professionelle Akustiklösungen sollten 10 bis 20 Prozent der Gesamtprojektkosten eingeplant werden.
Welche Wartungsintervalle sind bei Lärmschutzlösungen üblich und wie wirken sie sich auf die Lebensdauer aus
Die Wartungsintervalle hängen von Bauart und Einsatzumgebung ab. Außeninstallationen wie Lärmschutzwände sollten jährlich auf strukturelle Schäden geprüft werden. Innenraum-Akustiksysteme benötigen alle zwei bis drei Jahre eine Kontrolle der Absorptionsmaterialien. Bei fachgerechter Pflege und Einhaltung der DIN EN 14388 erreichen Lärmschutzsysteme eine Lebensdauer von 15 bis 30 Jahren.
Welche Materialien bieten wirksamen Schallschutz in unterschiedlichen Frequenzbereichen?
Poröse Absorber wie Mineralwolle, Schaumstoffe oder Textilfasern dämpfen hohe Frequenzen über 500 Hz effektiv. Für tiefe Frequenzen unter 250 Hz sind schwere, massive Baustoffe wie Beton oder Stahl erforderlich. Eine breitbandige Schalldämmung lässt sich durch Verbundsysteme, etwa Sandwichplatten mit verschiedenen Schichten, erzielen. Die Materialwahl sollte stets an die dominanten Frequenzen der Lärmquelle angepasst werden.
Welche rechtlichen Folgen drohen bei unzureichendem betrieblichem Lärmschutz?
Mangelhafter Lärmschutz kann zu hohen Bußgeldern oder im Extremfall zu Betriebsstilllegungen führen. Die LärmVibrationsArbSchV legt verbindliche Grenzwerte für Beschäftigte fest, während das Immissionsschutzrecht den Schutz von Anwohnern regelt. Überschreitet der Lärmpegel am Arbeitsplatz dauerhaft 85 dB(A), sind umgehend Schutzmaßnahmen umzusetzen. Für Bauprojekte und den nachbarschaftlichen Schallschutz ist die Einhaltung der DIN 4109 verpflichtend.
Welche zentralen Herausforderungen bestehen bei der Nachrüstung von Schallschutzsystemen?
Bei der Nachrüstung von Schallschutzsystemen entstehen häufig Schwierigkeiten durch begrenzten Bauraum, statische Vorgaben und die Abstimmung mit vorhandener Lüftungs- und Elektroinstallation. Eine präzise Bestandsaufnahme, idealerweise mittels 3D-Scan, ist für die Planung unerlässlich. Fehlende Planungssicherheit kann Mehrkosten von bis zu 30 Prozent verursachen. Die frühzeitige Einbindung spezialisierter Fachplaner reduziert dieses Risiko erheblich.
Wie lässt sich die Nachhaltigkeit von Akustiksystemen objektiv bewerten?
Die Nachhaltigkeit von Akustiksystemen bemisst sich an Materialherkunft, Recyclingfähigkeit und Energieeffizienz der Herstellung. Bevorzugt werden Systeme aus recycelten Rohstoffen wie PET-Filz oder Zellulosefaser. Umweltzertifikate wie Blauer Engel oder Cradle to Cradle bieten verlässliche Orientierung. Der Einsatz nachhaltiger Materialien verbessert die Gebäudezertifizierung und senkt den ökologischen Fußabdruck.
Wann ist eine fachgerechte Planung und Installation von Schallschutzsystemen erforderlich?
Eine professionelle Planung und Installation ist notwendig bei komplexen Bauvorhaben, gesetzlich vorgeschriebenen Schallschutzmaßnahmen oder bei Zielwerten unter 40 dB(A). Akustikfachplaner entwickeln dabei passgenaue Konzepte und wählen Systeme nach geltenden Normen wie DIN EN ISO 10140-2 für Luftschalldämmung. So wird die Einhaltung bau- und schalltechnischer Vorschriften sichergestellt und das Risiko kostenintensiver Nachbesserungen reduziert.
Hintergrund: Schallschutzsysteme
-
Schallschutz Wikipedia
Schallschutz umfasst bauliche und nachträgliche Maßnahmen gegen Luft- und Körperschall (u. a. Masse, elastische Entkopplung, Absorption, Einhausung), zur Pegel- und Nachhallminderung. Anforderungen und Klassen regeln DIN 4109, VDI 4100 und DEGA 103.
Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026