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Seilzuggeber Hersteller – Vergleich

Wegaufnehmer wie der Seilzuggeber erfassen lineare Wege kontaktbehaftet und stellen Positionsdaten für die Längenmessung bereit. In der Mobilhydraulik von Kränen, Hubtischen und Teleskopbühnen misst er Hubwege in engen Einbauräumen, wo kompakte Bauform und Seiltrommel auch bei häufigen Lastwechseln reproduzierbare Werte liefern. Bei der Beschaffung entscheidet die Schutzart nach DIN EN 60529 bis hin zu IP69K, abgestimmt auf Reinigungsprozesse und Spritzwasser, da diese Anforderung die Dichtungsauslegung, Werkstoffwahl und zulässige Spezialausführung bestimmt.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte Seilzuggeber Hersteller

Siemensstr. 5, 85521 Ottobrunn
Deutschland

Seilzuggeber Fachartikel

Industriellen Messsysteme, wie Seilzugsensoren und Seilzuggeber, zur Positionserfassung

Seilzugsensoren sind robuste und präzise Wegmesssysteme. Über ein am Messobjekt befestigtes Messseil erfassen die Sensoren die Positionsänderung des Objektes. Dieses wird durch ein Sensorelement (z. B. einem Potentiometer oder Encoder) in ein proportionales elektrisches Signal umgewandelt. Dank ihrer Vielseitigkeit finden sie in zahlreichen Anwendungen der Industrie und Forschung ihren Einsatz. Einige dieser Einsatzgebiete und die dort verwenden Sensoren finden Sie im Folgenden.

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Eine automatisierte Füllstandsmessung von Substanzen in Lagerbehältern ist in der Industrie 4.0 unverzichtbar. Für einen sicheren und stabilen Produktionsablauf ist eine kontinuierliche Überwachung der Füllstände Voraussetzung.

Seilzugsensoren für die präzise Positionsmessung von Objekten

Seilzugsensoren der WayCon Positionsmesstechnik GmbH sind preiswerte und kompakte Sensoren, die präzise die Position oder Positionsänderung von Objekten messen.

Über Seilzuggeber

Ein Seilzuggeber wandelt lineare Bewegung in ein elektrisches Signal. Das System koppelt ein Präzisionsseil an eine interne Seiltrommel oder Messtrommel und führt die Länge über Federkraft zurück. Der Seilauszug skaliert direkt mit dem Weg. Bei Messbereichen bis 50.000 mm bleibt die Mechanik beherrschbar, wenn Trommeldurchmesser und Seilführung zueinander passen.

Technische Eigenschaften und Funktionsweise

Bei jeder Längenänderung rotiert die Trommel proportional zur Strecke und erzeugt einen Messwert. Der Bewegungsablauf bleibt reproduzierbar, wenn die Rückstellfeder eine konstante Zugkraft liefert und das Seil nicht schlupft. Bei starken Beschleunigungen dämpfen Gehäuse und Lagerung Stoßbelastungen auf das Seilpaket. Ein Parameter dominiert die Detailauslegung: die geforderte Auflösung, etwa 0,1 mm im Standard oder bis 0,001 mm in Spezialausführung.

Nicht der Sensor selbst, sondern das Ausgangssignal entscheidet über die Anbindung an die Steuerung. Analoge Varianten übertragen typischerweise 4–20 mA. Digitale Ausführungen geben Impulse als Inkrementalgeber aus oder liefern Absolutwerte per SSI (Synchronous Serial Interface). Hinzu kommen Feldbus-Profile wie CANopen sowie Industrial-Ethernet-Schnittstellen wie EtherCAT oder PROFINET. Jede Schnittstelle definiert Taktung, Diagnoseumfang und Störfestigkeit der Kommunikation.

Bauformen, Materialien und Schutzmerkmale

Je nach Bauform unterscheiden sich Seilführung, Trommellagerung und Gehäusevolumen deutlich. Aluminiumgehäuse verbinden geringe Masse mit hoher Steifigkeit, und Kunststoffgehäuse reduzieren Korrosion bei moderaten Temperaturen. Eine hohe Fertigungstiefe des Herstellers wirkt direkt auf Passungen und Dichtnuten. Schlechte Verarbeitung zeigt sich als vorzeitiger Dichtungsschaden oder erhöhter Seilabrieb. Ein kompaktes Gehäuse spart Bauraum, jedoch erhöhen enge Radien die Biegewechsel am Messseil.

In Umgebungen mit Spritzwasser oder Reinigungsstrahl definiert *DIN EN 60529* die Schutzarten für Staub und Wasser. Beispiel: IP69K deckt Hochdruckreinigung ab und verlangt entsprechend ausgelegte Dichtsysteme. Bei Meerwasser im Schiffbau steigt die Korrosionsgefahr deutlich, daher tragen eloxiertes Aluminium oder Edelstahl zusammen mit geeignetem Korrosionsschutz länger als ungeschützte Oberflächen. Einige Geräte nutzen zusätzlich eine Drainageöffnung als kontrollierte Öffnung für Kondensatabfluss.

Auswahlkriterien für technische Beschaffung

Entscheidend sind der Messbereich samt zulässigem Seilauszug über den gesamten Hub inklusive Reserveweg, der zum System passende Signalausgang und die Umgebungsbedingungen mit Anforderungen an Abdichtung, Schock- und Vibrationstoleranz im spezifizierten Temperaturfenster. Bei langen Leitungen und erwarteten Störungen stabilisiert 4–20 mA häufig besser.

  • Messbereich: Bis 5000 mm im Standard oder bis 50.000 mm als Spezialausführung.
  • Schnittstelle: Analogsignal oder digitales Interface wie SSI, CANopen, EtherCAT oder PROFINET.
  • Schutzart: IP54 für geschützte Einbauten sowie IP67/IP69K für Nass- und Reinigungszonen nach DIN EN 60529.

Anwendungsfall: In einer Anlage zur Energieerzeugung überwacht ein Wegaufnehmer den Hub einer Klappe über 12.000 mm. Dort trennt ein Absolutwertgeber mit SSI Leitungsunterbrechungen klar von Positionsänderungen. Beim Heben schwerer Lasten zählen kurze Totzeiten. Dann passt häufig ein Inkrementalgeber-Ausgang mit hoher Impulszahl pro Umdrehung zur Regelungskette der Ausrüstung besser als eine langsame Analogwandlung.

Normen und Zertifizierungen in der Praxis

Die CE-Kennzeichnung markiert den rechtskonformen Vertrieb innerhalb der EU und bündelt Richtlinienanforderungen in einer Herstellererklärung. Für Bereiche mit Explosionsgefahr greift die *ATEX-Richtlinie 2014/34/EU*. Spezielle Kapselungen und definierte Oberflächentemperaturen begrenzen Zündquellen im Gerät. ISO 9001 verweist auf formalisierte Qualitätskontrolle im Fertigungsprozess. Eine herstellerseitige Testeinrichtung prüft typischerweise Kennlinienlauf und Wiederholgenauigkeit je Geräteserie vor Auslieferung eines Einzelstücks.

Typische Kenndaten von Standard- und Spezialausführungen
MerkmalStandardausführungSpezialausführung
Messbereichbis 5000 mmbis 50.000 mm
Auflösung0,1 mmbis 0,001 mm
Signalausgang0–10 V / 4–20 mASSI / CANopen / EtherCAT / PROFINET
SchutzartIP54IP67 / IP69K

Hersteller sind WayCon Positionsmesstechnik GmbH, ASM Automation Sensorik Messtechnik GmbH, GESgroup W+S Messsysteme GmbH, MICRO-EPSILON MESSTECHNIK GmbH & Co. KG, Prodynamics GmbH, Siko GmbH, TR-ELECTRONIC GmbH, eddylab GmbH, Kübler Group

FAQ zu Seilzuggeber

Wie wird ein Seilzuggeber für präzise Messungen korrekt montiert?

Seilzuggeber planparallel und rechtwinklig zur Messachse ausrichten. Die Winkelabweichung zur Seilauszugsrichtung darf maximal 3° betragen. Größere Verkippung verursacht vorzeitigen Seilverschleiß und Messfehler. Eine schwingungsarme Montagefläche wählen; falls nötig eine Grundplatte mit Ebenheitstoleranz unter 0,1 mm pro Meter einsetzen. Das reduziert dynamische Belastungen der Mechanik und stabilisiert die Messwerte.

Welchen Wartungsaufwand haben Längenmesssysteme wie Seilzuggeber und wie lässt sich ihre Lebensdauer erhöhen

Längenmesssysteme mit Seilzuggebern sind wartungsarm, erfordern jedoch regelmäßige Sichtprüfungen. Prüfen Sie mindestens jährlich das Messseil auf Abrieb und Beschädigungen sowie die Rückstellfeder auf korrekte Funktion; in rauen Umgebungen halbjährlich. Die Schmierung der Seiltrommellagerung ist in der Regel auf Lebensdauer ausgelegt. Halten Sie das Gehäuse frei von Schmutz und Ablagerungen, um Dichtungen zu schützen und die Funktionsfähigkeit zu erhalten. Diese Maßnahmen verlängern die Lebensdauer.

Wann ist ein Seilzug-Positionssensor linearen Messsystemen wie Laserdistanzsensoren vorzuziehen

Ein Seilzuggeber ist geeignet, wenn große Messbereiche bis 50 m kosteneffizient erfasst werden sollen. Er arbeitet zuverlässig bei Staub, Rauch und Dampf, wo optische Sensoren an Grenzen stoßen. Gegenüber linearen Encodern ist er unempfindlicher gegen Schock und Vibration. Ab Messbereichen über 5 m bietet er häufig einen Preisvorteil, da die Kosten für Laserdistanzsensoren dort exponentiell steigen. Bevorzugt bei flexiblen Einbaulagen und wenn keine Absolutgenauigkeit im Mikrometerbereich gefordert ist.

Ist eine regelmäßige Kalibrierung von Seilzuggebern erforderlich und welche Normen gelten

Ja. Zur Sicherung von Messgenauigkeit und Rückverfolgbarkeit, insbesondere in qualitätskritischen Prozessen, ist eine regelmäßige Kalibrierung erforderlich. Relevante Normen sind DIN EN ISO 9001 für das Qualitätsmanagement und DIN EN ISO 10012 für das Messmittelmanagement. Übliche Kalibrierintervalle liegen bei 1 bis 3 Jahren, abhängig von Anwendung, Beanspruchung und internen Qualitätsvorgaben. Beim Einkauf ein Werks- oder DAkkS-Kalibrierzertifikat anfordern, um die Rückverfolgbarkeit der Messwerte sicherzustellen.

Welche Rolle spielt die Schnittstelle bei der Integration eines Messsystems in SPS-Steuerungen

Die Schnittstelle bestimmt Integrationsaufwand, Datenqualität und Echtzeitfähigkeit. Feldbusse wie EtherCAT oder PROFINET bieten deterministische Echtzeitkommunikation und umfassende Diagnosefunktionen und senken damit den Programmieraufwand. Analoge Ausgänge erfordern externe A/D-Wandler und sind über lange Leitungswege stärker gegenüber elektromagnetischen Störungen anfällig. Für die Auswahl sind Kompatibilität zur bestehenden SPS-Topologie und die erforderliche Aktualisierungsrate des Messwerts maßgeblich. Bevorzugt werden sollte eine Schnittstelle, die den Integrationsaufwand minimiert und die Systemzuverlässigkeit erhöht.

Welche Umwelteinflüsse außerhalb der IP-Schutzart beeinflussen die Leistung eines Seilzuggebers

Temperaturwechsel, Vibrationen, Schock und elektromagnetische Einflüsse wirken auf die Messleistung. Große Temperatursprünge verursachen durch Materialausdehnung schwankende Seilspannung. Vibrationen und Schockbelastungen verkürzen die Lebensdauer von Lagern und Seil. Zur Vermeidung von Messwertstörungen durch elektrische Felder ist die Einhaltung relevanter EMV-Normen, z. B. EN 61000-6-4, erforderlich. Für extreme Umgebungen sind Geräte mit erweitertem Temperaturbereich von −40 bis +85 °C und einer Vibrationsfestigkeit bis 20 g RMS zu wählen, um die Langzeitstabilität sicherzustellen.

Welche Faktoren bestimmen die Total Cost of Ownership TCO eines Wegaufnehmers

Die TCO eines Wegaufnehmers ergeben sich aus Anschaffung, Installation, Wartung, regelmäßiger Kalibrierung und potenziellen Ausfallkosten. Ein höherer Gerätepreis kann sich durch längere Wartungsintervalle, höhere Zuverlässigkeit und geringere Ausfallwahrscheinlichkeit amortisieren. Kalibrierungen kosten je nach geforderter Genauigkeit etwa 100 bis 500 Euro pro Jahr. Eine sorgfältige Auslegung und die Wahl eines robusten, zur Anwendung passenden Systems können die TCO über die Lebensdauer um bis zu 30 Prozent reduzieren. Für die langfristige Wirtschaftlichkeit sind zudem Ersatzteilverfügbarkeit und Herstellerservice zu berücksichtigen.

Hintergrund: Seilzuggeber

  • Wegaufnehmer Wikipedia

    Abstands-/Wegsensoren (Wegaufnehmer, Positions-/Distanzsensoren) messen Abstände bzw. Längenänderungen und wandeln den Weg in ein Einheitssignal oder übertragen ihn per Feldbus an die Steuerung – vor allem in der Automatisierung.

Diese Anbieterliste Seilzuggeber umfasst auch: Seilzugsensoren

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026, ID: 9380