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Seilzugsensoren Hersteller – Vergleich

Als Wegaufnehmer der Längenmesstechnik erfassen Seilzugsensoren lineare Bewegungen kontaktbehaftet über den Seilabzug und stellen daraus Positionsdaten bereit. In der mobilen Hydraulik von Gabelstaplern und Hebeanlagen überwachen die Sensoren den Hubweg, sichern den Gleichlauf mehrerer Zylinder und unterstützen die Steuerung der Endlagen. Für den Einkauf zählen spezifizierte Messlänge, Wiederholgenauigkeit und eine zur Bauform passende Schutzart nach DIN EN 60529, ergänzt um das kompatible Ausgangssignal zur Steuerungstechnik.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte Seilzugsensoren Hersteller

Mehlbeerenstr. 4, 82024 Taufkirchen
Deutschland

Seilzugsensoren Fachartikel

Industriellen Messsysteme, wie Seilzugsensoren und Seilzuggeber, zur Positionserfassung

WayCon: Seilzugsensoren sind robuste und präzise Wegmesssysteme. Über ein am Messobjekt befestigtes Messseil erfassen die Sensoren die Positionsänderung des Objektes. Dieses wird durch ein Sensorelement (z. B. einem Potentiometer oder Encoder) in ein proportionales elektrisches Signal umgewandelt. Dank ihrer Vielseitigkeit finden sie in zahlreichen Anwendungen der Industrie und Forschung ihren Einsatz. Einige dieser Einsatzgebiete und die dort verwenden Sensoren finden Sie im Folgenden.

Füllstandsmessung in der automatisierten Industrie 4.0

WayCon: Eine automatisierte Füllstandsmessung von Substanzen in Lagerbehältern ist in der Industrie 4.0 unverzichtbar. Für einen sicheren und stabilen Produktionsablauf ist eine kontinuierliche Überwachung der Füllstände Voraussetzung.

Seilzugsensoren für die präzise Positionsmessung von Objekten

WayCon: Seilzugsensoren der WayCon Positionsmesstechnik GmbH sind preiswerte und kompakte Sensoren, die präzise die Position oder Positionsänderung von Objekten messen.

Weitere Seilzugsensoren Hersteller

MICRO-EPSILON MESSTECHNIK GmbH & Co. KG, Seilzugsensoren MICRO-EPSILON MESSTECHNIK GmbH & Co. KG
Prodynamics GmbH, Seilzugsensoren Prodynamics GmbH
eddylab GmbH, Seilzugsensoren eddylab GmbH

Über Seilzugsensoren

Seilzugsensoren wandeln lineare Bewegungen in Drehbewegungen um und erzeugen daraus elektrische Messwerte. Im Inneren arbeitet eine präzisionsgefertigte Seiltrommel, auf der ein dünnes Stahlseil aufgewickelt ist. Ein Federmotor hält dieses Seil unter konstanter Spannung. Bewegt sich die Seilspitze entlang des Messwegs, überträgt das System die Bewegung auf den integrierten Winkelgeber. Dadurch entsteht ein proportionales Signal – analog oder digital ausgeführt –, das an eine elektronische Steuerung weitergeleitet wird. Die Sensoren arbeiten auch bei Temperaturschwankungen zuverlässig und bleiben unter wechselnden mechanischen Belastungen betriebssicher.

Technische Ausführung und Signalverarbeitung

Ein Federrückzugmechanismus kompensiert den Seilweg automatisch und hält die Rückzugkraft konstant. Wo Vibrationen wirken oder Schmutzpartikel eindringen könnten, dichten Gehäuse mit definierten IP-Codes das Innenleben ab. Die Signalverarbeitung unterscheidet zwischen analogen Ausgängen (z. B. 4–20 mA) und digitalen Schnittstellen wie SSI oder CANopen. Bei schnellen Prozessen mit hohen Pulsfrequenzen reagieren integrierte Encoder schnell auf jede Bewegung. Das garantiert präzise Messwerte auch bei Beschleunigungen im zweistelligen Meter-pro-Sekunde-Bereich.

Kaufrelevante Kriterien für Wegsensoren

Die Auswahl eines geeigneten Sensors richtet sich nach der spezifischen Messlänge, der Beanspruchung sowie der geforderten Messgenauigkeit. Die Trommeldimension bestimmt den maximal erfassbaren Weg. Die Wiederholgenauigkeit definiert die Präzision des Gesamtsystems. Das Ausgangssignal entscheidet über die Kompatibilität zur Steuerungstechnik.

  • Materialwahl: Edelstahl erhöht die Korrosionsbeständigkeit. Aluminium verringert das Gewicht.
  • Betriebstemperatur: Normbereiche zwischen −40 °C und +85 °C ermöglichen den Einsatz im Außenbereich.
  • Schutzart: Nach *DIN EN 60529* klassifiziert, IP69K schützt gegen Hochdruckreinigung.
  • Datenblattprüfung: Angaben zur Biegung des Seils und zur Druckfestigkeit des Gehäuses geben Hinweise auf die Lebensdauer.

Anwendungsfall: In hydraulischen Hebevorrichtungen von Gabelstaplern muss bei einer Hublänge von 1 500 mm ein Sensor mit mindestens ± 0,1 % F.S.-Genauigkeit eingesetzt werden – sonst droht Abweichung beim Gleichlauf der Zylinderachsen.

Konstruktive Anpassungsfähigkeit und Systemintegration

Serienprodukte erfordern oft eine Schnittstellenmodifizierung. Dafür stehen standardisierte Aufnahmen wie Kupplungsaufnahme oder Getriebeaufnahme bereit. Seitenverlängerungen vergrößern den Montageabstand zum bewegten Bauteil, ohne die Kalibrierung des Sensorsystems zu beeinflussen. Viele Gehäuse bestehen aus Polymer-Verbundstoff für geringes Gewicht in mobilen Maschinenumgebungen, jedoch nutzen Anwendungen mit starker Druckbelastung häufig massive Aluminiumkörper mit verstärktem Dichtungssystem nach *ISO 9001*-Qualitätsvorgaben.

Bei regelmäßig auftretender Biegung am Zugseil reduziert eine Beschichtung aus Nickel oder Chrom den Verschleiß deutlich und verlängert den zuverlässigen Betriebszeitraum über mehrere Millionen Zyklen.

Anwendungsfelder in Industrie und Technik

Seilzugsensoren decken Anwendungen von der Medizintechnik bis zur Energiegewinnung ab. In Therapieliegen überwachen sie den Federweg beweglicher Aufbauten zur Patientensicherung. Bei Flurförderzeugen kontrollieren sie Positionierung und Parallelität von Stützbeinen während der Lastaufnahme. In Windenergieanlagen meldet der Sensor kontinuierlich die Stellung des Rotorwinkels an das Regelsystem.

Anlagenbauer setzen sie in Holzbearbeitungsmaschinen oder bei Flugzeugtests für Auslenkungsmessungen ein. In Abwasserbehandlungsanlagen dient ein eingebauter Wegsensor als Frühwarnsystem gegen Rutschungen innerhalb von Sedimentationsbecken und schützt vor Sachschäden durch unkontrollierte Bewegungen.

Typische Kennwerte moderner Seilzugsensoren
ParameterStandardbereichZugeordnete Norm
Messlänge50 mm – 50 000 mmDatenblatt Herstellerangabe
Messgenauigkeit± 0,05–0,3% F.S.*EN 60770‑1*
Schutzart (IP)IP54–IP69K*DIN EN 60529*
Betriebstemperatur-40 °C–+85 °C*DIN EN 60068‑2*
AusgangssignalAnalog/Digital (SSI, CANopen, Ethernet)*IEC 61131‑2*
Zykluslebensdauer>10 Mio*ISO 9001*

Sowohl robuste Mechanik als auch präzise Elektronik bestimmen den Erfolg moderner Systeme zur Längenerfassung und Positionsüberwachung, unabhängig davon, ob sie aus Edelstahlkomponenten, Kunststoffkomponenten oder Aluminiumkomponenten gefertigt sind.

Hersteller sind WayCon Positionsmesstechnik GmbH, eddylab GmbH, MICRO-EPSILON MESSTECHNIK GmbH & Co. KG, Prodynamics GmbH

FAQ zu Seilzugsensoren

Welche typischen Montagefehler treten bei Seilzugsensoren auf?

Fehlmontagen verursachen häufig Messabweichungen oder erhöhten Verschleiß. Häufig ist der Sensor nicht parallel zur Messrichtung ausgerichtet, was Winkelfehler von bis zu 2 Prozent des Messbereichs nach sich ziehen kann. Ebenso entscheidend ist eine korrekte Kabelführung ohne scharfe Kanten oder enge Radien, um Seilschäden zu vermeiden. Für präzise Messergebnisse sollte die Montage eine lineare Seilbewegung gemäß EN 60068-2-29 sicherstellen.

Wie wirken sich Umgebungsbedingungen auf die Lebensdauer von Wegsensoren aus

Aggressive chemische Dämpfe oder Flüssigkeiten verursachen Korrosion an Standardgehäusen und Seilen, während UV-Strahlung Polymerwerkstoffe versprödet. Extreme Temperaturwechsel außerhalb der Normgrenzen beeinträchtigen Messgenauigkeit und Materialfestigkeit. In korrosiven Umgebungen sind Sensoren aus Edelstahl 1.4404 oder mit Schutzbeschichtung empfehlenswert. Bei starker Vibration ist die Schockfestigkeit nach DIN EN 60068-2-27 zu prüfen. Eine geeignete Materialwahl erhöht die Lebensdauer und senkt die Betriebskosten.

Welche Bedeutung haben Seilzugsensoren in der Industrie 4.0?

Seilzugsensoren mit digitalen Feldbus-Schnittstellen wie PROFINET oder EtherCAT erfassen Positionsdaten in Echtzeit und unterstützen damit präzise Prozesskontrolle, vorausschauende Wartung und effiziente Produktionsabläufe. Über IoT-Plattformen ausgewertet, ermöglichen sie Effizienzsteigerungen von bis zu 15 Prozent. Für flexible Systemintegration eignen sich Modelle mit OPC UA- oder MQTT-Schnittstelle.

Wie können Unternehmen die Total Cost of Ownership (TCO) von Seilzugsensoren senken?

Die TCO von Seilzugsensoren hängt von Anschaffung, Installation, Wartung, Energieverbrauch und Ausfallzeiten ab. Hochwertige Materialien und Beschichtungen, etwa PTFE-beschichtete Seile mit über 20 Millionen Zyklen, verlängern die Lebensdauer und verringern Wartungsaufwand. Modulare Sensorkonzepte erleichtern den Komponententausch und senken Ersatzteilkosten um 10 bis 20 Prozent. Sensoren mit hoher Schutzart, mindestens IP67, und langer Zykluslebensdauer minimieren ungeplante Stillstände.

Welche Kalibrierungsanforderungen sind bei der Inbetriebnahme zu beachten

Eine präzise Kalibrierung ist Voraussetzung für zuverlässige Messergebnisse. Sie umfasst die Nullpunktjustierung und die Überprüfung der Linearität über den gesamten Messbereich. In der Regel genügt eine Zweipunktkalibrierung, sofern die Referenzpunkte eindeutig festgelegt sind. Die Kalibrierung sollte nach rückverfolgbaren Standards wie VDI/VDE 2617 Blatt 2 erfolgen. Für die Qualitätssicherung sind die Ergebnisse gemäß ISO 17025 zu dokumentieren und regelmäßige Rekalibrierungen durchzuführen.

Warum sind ATEX-zertifizierte Längensensoren in explosionsgefährdeten Industriebereichen erforderlich?

In explosionsgefährdeten Zonen der Chemie-, Pharma- sowie Öl- und Gasindustrie schreibt die ATEX-Richtlinie 2014/34/EU ausschließlich Geräte vor, die keine Zündquellen bilden. Längensensoren mit ATEX-Zertifizierung erfüllen diese Vorgabe durch eigensichere oder gekapselte Bauweisen. Die Auswahl erfolgt nach Zone, Gerätekategorie, Explosionsgruppe und Temperaturklasse, um die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen zuverlässig einzuhalten.

Hintergrund: Seilzugsensoren

  • Drehgeber Wikipedia

    Seilzugsensoren wandeln linearen Weg in Trommeldrehung und erfassen diese mit einem integrierten Drehgeber (Encoder). Dieser liefert digitale, im Auswertegerät zu decodierende Signale oder analoge Ausgänge zur Weiterverarbeitung in Steuerungen.

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Juni 2026, ID: 13449