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Big Bags, Bulk Bags, Gewebesäcke Shredder und Recycling

Letzte Änderung: , Autor: WEIMA Maschinenbau GmbH, Fachartikel

Überall dort, wo schwere Lasten (insbesondere Schüttgut), schnell und sicher transportiert werden müssen, trifft man auf ihn: den beliebten, weil so robusten Big Bag. Der englische Begriff hat sich von Beginn an durchgesetzt, weil er präzise das beschreibt, was er ist – ein großer Sack. Und der ist äußerst flexibel einsetzbar. Neben dem Seefrachtcontainer und der Europalette gehören Big Bags zur Standardausstattung eines jeden produzierenden Gewerbes, das sich mit Logistik, Transport und Lagerung beschäftigt. Doch auch Big Bags bestehen letztlich nur aus Gewebe, was mit der Zeit und Gebrauch verschleißt. Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen, wie die anschließende fachgerechte Entsorgung im Sinne der Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) funktioniert.


Was ist ein Big Bag?


Die aus PP (Polypropylen Thermoplast) Kunststofffasern hergestellten Big Bags bestehen in der Regel aus einem wiederverwendbaren Sack mit großer Öffnung samt Schlaufen und fassen über 1.000 Liter Volumen. Im Vergleich zu Holzkisten oder Metallcontainern sind sie unbefüllt besonders leicht und flexibel. Die Produktbezeichnung Big Bag war ursprünglich der Markenname eines deutschen Unternehmens. Per Definition heißen die Gewebesäcke 'Flexible Intermediate Bulk Container' (kurz: FIBC). Außerhalb Deutschlands spricht man häufig auch von Buk Bags oder Jumbo Bags.


Welche Arten von Big Bags gibt es?


Zu den weltweit gängigsten Big Bag Transportsäcken gehören die sogenannten U+2 Panel. Darüber hinaus gibt es runde Big Bags und sogenannte QBags in einer Vielzahl von Größen und Abmessungen. Die Befüllung ist generell über drei Arten möglich: über die klassische totale Öffnung, eine Füll- oder Verschlussschürze, oder einen Füllstutzen (Rinne). Die Entleerung ist ebenfalls über drei Wege möglich: Umdrehen/Wenden des Big Bags, über einen Auslaufstutzen am Boden, oder einen vollständig zu öffnenden Boden. Auch bei den Schlaufen hat man die Qual der Wahl. Es gibt klassische Loop Gurte, gerade Schlaufen, Tunnelschleifen und Wendeschleifen.

Quelle: My Pallets Online


Wie werden Big Bags fachgerecht entsorgt und recycelt?


Der erste Schritt der Abfallaufbereitung bzw. des Recyclings ist meist die Zerkleinerung – so auch bei Big Bags. Zu Ballen verpresste oder lose Säcke sind per Gabelstapler, Förderband oder händisch in den großzügigen Trichter eines Shredders aufgebbar. Durch das Zusammenspiel von Rotor, Gegenmesser und Schieber werden die Big Bags auf eine homogene Korngröße von 60-80 mm geshreddert. Wichtig ist dabei, den Feinanteil auf ein Minimum zu reduzieren.


Closing the loop: Waschen und Extrudieren


Sollte das Material stark kontaminiert sein, ist in nächsten Schritt eine Waschung notwendig. Sobald die zerkleinerten Big Bags sauber sind, gelangen sie schließlich in eine Extrusionsanlage, wo das Material geschmolzen und zu Regranulat aufbereitet wird. Das Regranulat ist dann wieder in den Kreislauf zurückführbar und als Rohmaterial für die Produktion neuer Kunststoffe nutzbar.


Wo kommen Big Bags typischerweise zum Einsatz?


  • Baustoffe (Steine, Schutt, Sand, Kies)
  • Produktionsabfälle (Kunststoffteile, Gummi, Teppich)
  • Lebensmittel (Getreide, Nüsse, Bohnen, Saatgut, Kartoffeln)
  • Verpackungsabfälle (Folien, Styropor, Kartonage, Container)
  • Holz (Brennholz, Restholz, Hackschnitzel)
  • Recycling (Granulat, Flakes, Pulver, Hackgut)

Die oben stehende Auflistung ist eine Auswahl an Einsatzgebieten für Big Bags und beschreibt keine Empfehlung. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Branchen, in denen robuste Transportsäcke aus Gewebematerial genutzt werden.



Herausforderungen bei der Big Bag (FIBC) Zerkleinerung


Um das Volumen aussortierter Big Bags zu reduzieren, verpressen viele Anwender gesammelte Big Bags zu kompakten Ballen. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese auch vollkommen sauber sind. In vielen Fällen befinden sich noch Reste, Staub, Dreck oder Fremdstoffe wie Steine, Sand oder Metall in den gebrauchten Säcken. Sie sollten bestmöglich im Vorfeld der Zerkleinerung aussortiert werden, um erhöhten Verschleiß zu vermeiden. Sollten die Big Bags jedoch größtenteils sauber sein, spricht nichts gegen eine direkte Verwertung.


Eine weitere Besonderheit bei Big Bags ist ihre typische Reißfestigkeit durch das PP-Fasergewebe. Aus diesem Grund ist die passende Wahl der Schneidgeometrie und Abstimmung des Shredders auf das Inputmaterial wichtig. Mit über 40.000 ausgelieferten Maschinen ist WEIMA Ihr erfahrener Partner.


Schon gewusst?

Das Unternehmen Boxon aus Schweden produziert in Indonesien Big Bags, die bis zu 96 % aus recycelten PET-Flaschen bestehen. Umgerechnet 50 Flaschen werden dabei für einen 2 kg Big Bag benötigt.

Quelle: Neue Verpackung



Vorbild Natur: Raffia Schnüre, Garn und Bast shreddern mit WEIMA


Das natürliche Pendant zu den Big Bag Kunststofffasern aus Polypropylen (PP) ist Raffia (Raphia). Hauptanbaugebiete sind Madagaskas, Süd-, West- und Ostafrika. Es gehört zu den Palmengewächsen und wird aus deren sehr langen Blattfasern gewonnen. Aufgrund ihrer Reissfestigkeit ist Raphia ideal für die Herstellung von grobem Garn, Stricken, Matten, Körbe, Hüte oder andere Kleidungsstücke geeignet. Darüber hinaus kommt Raffia als Material zum Binden oder Flechten beim Anbau von Obst und Gemüse zum Einsatz. WEIMA bietet auch für die Zerkleinerung dieses Naturprodukts die passende Zerkleinerungslösung.

Quelle: Material-Archiv



Heavy duty Maschinendesign gegen erhöhten Verschleiß


WEIMA Zerkleinerer für die Aufbereitung von stark abrasiven Materialien können mit verschiedenen Optionen geschützt werden, um Verschleiß und somit Stillstände sowie Wartungskosten zu reduzieren. Die dicke Wandstärke des Maschinenrahmens macht WEIMA Shredder besonders robust. Der Rotor ist mit Vautid verstärkbar, das Sieb mit Creusabro. Um die Schneidmesser gegen den Einschlag von Fremdkörpern zu schützen, sind große Messer mit bis zu 130 mm x 130 mm Kantenlänge wählbar. Vautid kann darüber hinaus auch Messerträger schützen.


Um erhöhten Abrieb der Rotorplanscheiben zu vermeiden, empfehlen wir die beidseitge Anbringung von wechselbaren Creusabro Verschleißscheiben. Auch der Schneidraum kann verstärkt werden und ist optional mit wechselbaren Creusabro-Platten auskleidbar. Der Verschleißschutz macht auch beim Sieb, das die Materialgröße definiert, nicht halt. Bei besonders hohem Verschleiß bieten wir ein mit Creusabro verstärktes Sieb mit ca. 20 mm Wandstärke an.


Bestens für flexible Materialien geeignet – der F-Rotor


WEIMA ist bekannt für seine präzisen Schneidgeometrien. Der F-Rotor ist ein Musterbeispiel dafür. Seine Fräsung und spezielle Messeranordnung eignen sich ideal für die Zerkleinerung von flexiblen Materialien wie Fasern und Folien. Für extreme Anwendungen und kontaminierte Materialströme empfehlen wir einen zusätzlichen Verschleißschutz aus Vautid, der den Rotor schützt.


Wählen Sie Ihre bevorzugte Antriebsart:


High-Torque Antrieb


Der drehmomentstarke, mehrpolige Synchronmotor aus dem Hause Baumüller wird in Deutschland produziert und zeichnet sich durch seine Unempfindlichkeit gegenüber Fremdkörpern aus. Ohne Getriebe widersteht der Antrieb Stößen und Vibrationen und hat so eine besonders lange Nutzdauer – auch bei der Zerkleinerung herausfordernder Materialströme.


Hydraulikantrieb


Hydraulikantriebe von Hägglunds / Bosch Rexroth besitzen kein Getriebe und sind daher besonders unempfindlich gegen viele Störstoffe. Drehzahl und Drehmoment lassen sich anpassen, ohne dass Stromspitzen entstehen. Der robuste Antrieb sorgt für hohe Drehmomente bei niedriger kW-Leistung. Mittels Regelpumpe ist die Drehzahl variabel einstellbar.


Das gibt es nur bei WEIMA


Heavy-duty Maschinendesigns

für lange Standzeiten


Einfache Wartung

für minimierte Stillstandzeiten


Viele Antriebsoptionen

für maximalen Durchsatz


Schneller Service

für höchste Kundenzufriedenheit


Alles aus einer Hand:

Maschinen, Fördertechnik, Metalldetektion, Support, Ersatz- und Verschleißteile für maßgeschneiderte Lösungen



Überzeugen Sie sich selbst


Das WEIMA Technikum ist mit Zerkleinerungs- und Brikettiermaschinen aller Größen und Technologien ausgestattet. Hierdurch können wir Ihren Anwendungsfall so realitätsnah wie möglich simulieren. Sie haben die Möglichkeit, uns Ihr Material zu schicken oder uns direkt in Ilsfeld zu besuchen. Von unserer Empore aus haben Sie den besten Blick direkt in den Schneidraum. So können Sie den Zerkleinerungsprozess live beobachten.

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