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Altholz A1 – A4 Shredder, Hacker und Zerkleinerer

Letzte Änderung: , Autor: WEIMA Maschinenbau GmbH, Fachartikel

Jährlich fallen in Deutschland rund 10 Millionen Tonnen Altholz an, die es zu entsorgen bzw. zu verwerten gilt. Dazu gehören an erster Stelle Abfälle aus dem Baugewerbe und dem Abbruch, gefolgt von Industrieresthölzern, sogenanntes Gebrauchtholz aus dem Sperrmüll und Siedlungsabfällen – und natürlich Verpackungsrestoffe wie Paletten oder Kisten. Nach der Sammlung und Sortierung gibt es zwei Möglichkeiten: Altholz stofflich verwerten und als Grundlage für die Produktion von Spanplatten nutzen. Oder thermisch verwenden, um Energie | Wärme zu generieren.

In beiden Fällen kommt ein- oder mehrstufige Zerkleinerungstechnik von WEIMA zu Einsatz, um das Restholz zunächst entweder grob zu brechen, oder es auf eine homogene Hackschnitzelgröße zu zerkleinern. Die passende Fördertechnik samt Metallabscheidung via Magnet oder auch eine gesamte Heizungsanlage liefern wir bei Bedarf gleich mit bzw. beraten Sie gerne.

Was ist Altholz? Herkunft und Eigenschaften

Gebrauchte Produkte und Erzeugnisse aus Holz sowie Holzverbund- und Werkstoffe werden nach der Altholzverordnung (AltholzV) als sogenanntes Altholz bezeichnet. Dazu zählen, Verpackungen, Möbel und primär Bauholz und Abbruchholz. Sie unterscheiden sich von unbelastetem Industrierestholz-Nebenprodukten (wie etwa Sägespäne eines Sägewerkes) oder auch Restholz aus dem Forstbetrieb (Waldrestholz oder Schwachholz), das per Definition nicht zu Altholz zählt. Es gibt aber auch Besonderheiten wie Brandholz oder Holz aus dem Wasserbau.


Die AltholzV regelt auch die Beseitigung, Verwertung sowie Entsorgung von Altholz und teilt Altholz in vier Kategorien ein (basierend auf der Schadstoffbelastung): Altholzkategorie A I bis IV. Darüber hinaus gibt es PCB-Altholz, welches polychlorierte Biphenyle enthält. Generell wird die stoffliche Verwertung (zum Beispiel die Nutzung von Hackschnitzeln als Basismaterial für die Herstellung von Spanplatten) hochwertiger als die energetische Nutzung (Verbrennung) eingestuft.


WEIMA bietet für alle Altholzklassen, von A1 bis A4, eine passende Zerkleinerungslösung an.

Quelle: Abfallratgeber Bayern

Quelle: LUBW

Quelle: BMUV


Achtung Schadstoffe!

Altholz ist ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft und stellt eine wertvolle Ressource dar. Jedoch ist es häufig auch mit Schadstoffen oder Störstoffen behaftet. Dazu gehören Beschichtungen, Bindemittel und Härter, Farbe oder Holzschutzmittel verschiedenster Gruppen (zum Beispiel anorganisch, organisch, steinkohleteerhaltig), wodurch eine stoffliche Verwertung erschwert wird. Wie tief Holzschutzmittel eingedrungen sind, hängt meist vom Produkt ab. Bahnschwellen oder Strommasten sind meist vollständig durchtränkt worden, um möglichst witterungsbeständig zu sein. Für den klassischen Heimbedarf werden lösemittelhaltige Holzschutzmittel lediglich per Rolle, Pinsel oder Spray aufgetragen. Trotzdem enthalten viele Lacke und Farbe schwermetallhaltige Farbpigmente wie Bleicarbonat, oder sind durch Weichmacher belastet.


Nicht alle Althölzer enthalten Schadstoffe. Häufig haften ihnen auch einfach Störstoffe wie Metallklammern, Beschläge, Beton, Gips oder Teile aus Kunststoff an. Die Trennung erfolgt in der Regel durch die Zerkleinerung und anschließende Metallabscheidung bzw. stoffliche Separierung.

Quelle: Abfallratgeber Bayern


Energetische Verwertung von Altholz

Beeindruckende Zahlen: 80 Altholzkraftwerke produzieren in Deutschland mithilfe von ca. 7,7 Millionen Tonnen Altholz jährlich etwa 800 Megawatt Energie – mit einem Heizwert von 11.000 - 15.000 kJ/kg. Die Nutzung von Altholz zur Produktion von Strom ist durch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) geregelt. Altholz der Kategorien A I und A II darf in Kleinfeuerungsanlagen bis 30 Kilowatt Nennwärmeleistung ohne immissionsschutzrechtliche Genehmigung verbrannt werden. Anlagen zur Verbrennung von Altholz mit Holzschutzmitteln müssen besondere Auflagen erfüllen.


Obwohl die energetische Nutzung von Altholz im Vergleich zu primärer Energiegewinnung umweltschonender ist, sollte eine stoffliche Verwendung stets das erste Ziel sein – ganz im Sinne der Kaskadennutzung.

Quelle: Abfallratgeber Bayern

Quelle: LUBW

Quelle: BMUV

Quelle: Umweltbundesamt


Stoffliche Verwertung von Altholz | Gebrauchtholz wird zum Neuprodukt

Egal ob energetische oder stoffliche Verwertung – in beiden Fällen muss das Altholz zunächst mit einem Shredder auf eine gleichbleibende Hackschnitzelgröße vor- und nachzerkleinert werden. Bei der Produktion von Holzwerkstoffen wie Spanplatten ist dies besonders wichtig, um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Man errechnete, dass eine in Deutschland hergestellte Spanplatte durchschnittlich zu knapp einem Drittel aus Altholz der Kategorien A I und A 2 besteht. Entsprechende Schadstoffgrenzen müssen gemäß Altholzverordnung eingehalten werden. In Italien beträgt der Anteil bis zu 90 Prozent, da es keine gesetzlichen Vorgaben gibt. In Dänemark bis zu 61 Prozent. Die Nutzung von Altholz für die Herstellung von OSB-Platten oder MDF-Platten ist immer noch die Ausnahme.

Quelle: Umweltbundesamt

Quelle: LUBW


Schon gewusst?

Statistisch gesehen ergibt sich jährlich eine Menge von 113 Kilogramm Altholz pro Einwohner:in in Deutschland.

Quelle: Institut für ZukunftsEnergie und Stoffstromsysteme


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