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AS Interface Hersteller – Vergleich

Der Feldbus As-Interface realisiert die dezentrale Ein-/Ausgangsanbindung in Maschinen und Anlagen und unterstützt verschiedene Topologien für die Fabrikautomation. Typische Einsätze finden sich in der Intralogistik mit Förderstrecken, Sortieranlagen und Verpackungslinien sowie in Montagezellen der diskreten Fertigung, die viele E/A-Punkte dezentral bündeln und steuerungsnah verdrahten. Bei der Beschaffung zählen messbare Kennwerte wie zulässige Segmentlänge bis 100 m ohne Repeater, eine Datenrate von 167 kbit/s, verfügbare Gateways zu PROFINET/EtherNet/IP und die Auswahl an Analog- und Sicherheitsmodulen nach EN ISO 13849-1.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte AS Interface Hersteller

Friedrichstr. 1, 45128 Essen
Deutschland

Über AS Interface

As-Interface (AS-i) überträgt binäre Signale und speist Sensoren sowie Aktoren über ein ungeschirmtes Zwei-Leiter-Kabel. Das System arbeitet auf der unteren Feldebene. Bei kurzen Zykluszeiten liest ein Master bis zu 62 Slaves zyklisch aus und schreibt Ausgänge zurück, wie in IEC 62026-2 definiert. Power-over-Bus koppelt 24 V DC an dieselbe Leitung. Separate Versorgungsadern entfallen.

Systemarchitektur und Kommunikationsprinzip

Bei vielen Ein- und Ausgängen mit wenigen Bits ist das Master-Slave-Prinzip geeignet. Ein AS-i Master taktet die Kommunikation in festen Zeitrastern. Die Telegramme haben eine Hamming-Distanz 4 und detektieren damit Bitfehler. Die Datenrate von 167 kbit/s ist auf diskrete Prozesssignale zugeschnitten. Analoge Werte transportieren spezielle Analogmodule als codierte Nutzdaten.

Kabeltechnik, Topologie und Montage

Das trapezförmige Profilkabel verhindert Verpolung und beschleunigt die Installation. Durchdringungstechnik kontaktiert Module ohne Abisolieren, wodurch Abzweige direkt am Strang entstehen. Topologiefreiheit erlaubt Stern-, Baum- oder Linienstrukturen. Entscheidend ist die Segmentlänge von 100 m ohne Repeater. Mit maximal zwei Repeatern wächst die Ausdehnung auf bis zu 300 m.

Diagnoseverhalten im laufenden Betrieb

Schnelle Fehlereingrenzung ist eine Kerneigenschaft dieses Feldbus-Systems. Der Master meldet Kurzschluss oder Spannungsabfall am Segment als definierte Diagnoseereignisse. Intelligente Slaves liefern zusätzliche Statusbits, etwa bei Peripheriefehlern am Ausgangskanal. Adresskonflikte oder fehlende Teilnehmer erscheinen unmittelbar im Diagnosebild.

Technische Kennzahlen im Überblick

Kennzahlen für AS-i Segmente nach Spezifikation
EigenschaftWertReferenz
Maximale Teilnehmerzahl62 Slaves pro MasterIEC 62026-2
Segmentlänge ohne Repeater100 mAS-International Association
Längenerweiterung mit Repeaternbis 300 m (maximal 2 Repeater)AS-International Association
Versorgung über Busleitung24 V DC (Power over Bus)Produktdatenblatt
Datenrate / Telegrammschutz167 kbit/s / Hamming-Distanz 4Spezifikation / Publikation

Kriterien für Produktwahl und Systemintegration

Bei der Komponentenwahl sind verifizierbare Schnittstellenangaben maßgeblich. Kompatibilität folgt aus IEC 62026-2. Gemischte Kombinationen aus Mastern, Netzteilen und Slaves sind damit normkonform betreibbar. Gleichzeitig entscheidet das Modulportfolio über den Anlagenzuschnitt: digitale I/O-Module dominieren, während Analogmodule Sonderfälle abdecken. Beispiel: Eine Förderstrecke mit 48 Lichtschranken und 24 Ventilinseln bleibt innerhalb der Grenze von 62 Slaves pro Master.

  • Anwendungsprofil: Binärsignale mit hoher Kanalzahl passen zum System; einfache Analogwerte laufen über Analogmodule.
  • Schnittstellen zu oberen Ebenen: Gateways koppeln an PROFINET oder EtherNet/IP an und trennen Diagnosebilder sauber.

Sicherheitsfunktionen und normativer Rahmen

Nicht jede Installation benötigt sicherheitsgerichtete Signale, Sicherheitsmodule unterliegen jedoch klaren Vorgaben. AS-i Safety at Work kapselt sichere E/A-Funktionen innerhalb des Systems und bindet sie als eigene Teilnehmer ein, wodurch die Verdrahtung übersichtlich bleibt. Für die funktionale Sicherheit gelten je nach Konzept Anforderungen aus EN ISO 13849-1. Die Komplexität der Risikobeurteilung sinkt dadurch nicht automatisch, doch das Netzwerktransportmittel bleibt definiert und prüfbar.

  1. Zertifikate: Konformität zu IEC 62026-2 bildet die Basis. Sicherheitskomponenten verlangen zusätzlich Nachweise nach EN ISO 13849-1 oder IEC 61508.
  2. Sicherheitsumfang: Safe-Eingänge und Safe-Ausgänge sollten zum gewünschten Performance Level passen. Herstellerdaten nennen Grenzwerte je Modul.
  3. Diagnosetiefe: Fehlercodes für sichere Kanäle müssen eindeutig sein, sonst verlängern sich Stillstandszeiten messbar.

Hersteller sind ifm electronic gmbh

Hintergrund: AS Interface

  • As-interface Wikipedia

    AS-Interface (AS‑i) ist ein Feldbusstandard für Sensoren und Aktoren, entwickelt zur Ablösung der Parallelverdrahtung. Er wird vor allem auf der Sensor-/Aktorebene eingesetzt und ist seit 1999 als IEC 62026-2 international genormt.

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: September 2026, ID: 18573