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Autogenschneidmaschinen Hersteller

Autogenschneidmaschinen sind Anlagen zum thermischen Trennen un- und niedriglegierter Stähle. Ein Brenner erhitzt das Werkstück auf Zündtemperatur, anschließend oxidiert ein konzentrierter Sauerstoffstrahl das Metall und bläst Oxide aus dem Schnittspalt. Das Verfahren deckt Materialdicken bis über 300 mm ab und erreicht typische Schnittgeschwindigkeiten von 200 bis 800 mm/min. Bahnführung und Brennerabstand erfolgen CNC-gesteuert. Die Schnittqualität wird nach DIN EN ISO 9013 bewertet. Für Aluminium und hochlegierte Stähle ungeeignet.

Liste Hersteller Autogenschneidmaschinen

Otto-Hahn-Str. 2 - 4, 64823 Groß-Umstadt
Deutschland

Veröffentlichungen der Hersteller zu Autogenschneidmaschinen

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Mehr über Autogenschneidmaschinen

Autogenschneidmaschinen sind Industriemaschinen für das thermische Trennen von Stahl, deren Wirkprinzip auf einer exothermen Oxidation basiert. Ein Gasbrenner bringt das Werkstück auf Zündtemperatur. Anschließend trennt ein fokussierter Sauerstoffstrahl das Material und bläst Oxide aus dem Schnittspalt. Dieses Schneidsystem ist eine Schneidlösung für große Materialdicken aus Baustahl und niedriglegiertem Stahl.

Funktionslogik und Einsatzfelder

Die thermochemische Trennung in der Autogentechnik beginnt mit einer Heizflamme aus Sauerstoff und Brenngas. Anschließend startet der Schneidstrom. Der Schneidbrenner führt die Düsen, während lineare Führung und geregelte Höhenachse den Abstand stabil halten. Sauerstoffbrenner und Heizgasversorgung sind so abgestimmt, dass die Schlacke kontrolliert ausgetragen wird und ein reproduzierbarer Schnitt entsteht.

Materialgrenzen und Branchenpraxis

Typische Anwendungen liegen in Werkstatt, Werft und Stahlkonstruktion, wo große Blechdicken, Profile und Träger bearbeitet werden. Für Aluminium oder hochlegierten Stahl ist die Oxidationsreaktion ungeeignet. Hier überwiegen Laserschneiden oder die Plasmamaschine. In einem Dienstleistungsbetrieb zählt die Vielseitigkeit bei Geometrien und Auftragsgrößen, während Serienfertiger auf stabile Taktzeiten und definierte Schnittgutführung achten.

Technische Spezifikationen und Leistungsmerkmale

Bei Baustahl werden Schnittstärken von 300 mm und darüber erreicht. Schnittgeschwindigkeiten liegen je nach Dicke zwischen 200 und 800 mm/min. Die resultierende Schneidqualität orientiert sich an DIN EN ISO 9013, mit Rautiefen und Winkeltoleranzen entsprechend der gewählten Qualitätsstufe. Eine spielfreie Führung und ruhige Vorschübe sichern die Kantenintegrität.

Bewegungsführung, Steuerung und Mechanik

CNC (Computerized Numerical Control) regelt Interpolation, Feinteilung der Wegauflösung und stufenlose Anpassungen. Für schnelle Anfahrbewegungen ist die Beschleunigung maßgeblich, doch eine Schneidanlage ist konstruktiv kein Sportwagen. Priorität haben ruhige Achsen. Der automatische Brennerabstand nutzt geregelten Schlittenhub, während Schnittgutzuführung und Auflagetische schweres Material tragen. Pneumatische Einrichtungen können einen Kompressor erfordern.

Gasversorgung, HMI und Peripherie

Eine druckstabile Sauerstoff- und Brenngasversorgung mit Rückschlagsicherung ist die Grundlage. Die Schaltereinheit für die automatische Zündung schaltet Flammen sicher, während an der HMI (Human-Machine Interface) eine Start-Schaltfläche den Schneidzyklus freigibt. Wer eine Fasenbearbeitung kombiniert, koppelt den Brenner mit einem Autogenschweißgerät für Anarbeitungen. Für Kantenfinish kann ein Schleifapparat am Tisch stehen. Ein Heißluftgerät dient nur zur Vorwärmung per Warmluft, jedoch nicht zum Trennen von Stahl.

Auswahlkriterien und Wirtschaftlichkeit

Eine gründliche Untersuchung der Teilefamilien legt Material, Geometrien und geforderte Normen fest. Auswahlkriterien sind Werkstoffspektrum, geforderte Toleranzklasse, Ziel-Geschwindigkeit und maximale Dicke sowie die Haltbarkeit der Komponenten. Bei der Beschaffung einer Einzelmaschine zählen Gasverbrauch, Verschleiß, Wartungszeiten, Versandkosten und Einkaufsbedingungen. Für die Werkslogistik hilft eine Bodenwaage am Anlieferpunkt, um Plattenchargen zu dokumentieren.

Zusatzfunktionen und Software

Moderne Systeme bieten stufenlos regelbare Gasflüsse, kollisionsarme Bahnplanung und Kameras zur Brennerpositionierung. In CAM (Computer Aided Manufacturing) unterstützen Templates mit Platzhalterinhalt die Serienprogrammierung, während ein kurzes Produktvideo in Schulungen die Bedienerqualifizierung beschleunigt. Eine klare Dokumentation verbessert die Bediener-Zufriedenheit und reduziert Fehlstarts.

Vergleich zu Plasma und Laser

Gegenüber einem Plasmabrenner bietet das autogene Trennen Vorteile bei sehr dicken Querschnitten, während dünnere Bleche häufig mit Laser prozesssicherer und maßhaltiger bearbeitet werden. In der Fachpresse gilt das Brennschneiden im Segment extrem dicker Stahlplatten als Spitzenklasse, wenn Invest und Betriebskosten abgewogen werden.

Thermische Trennverfahren im Überblick
Verfahren Hauptmaterial Kernaussage
Autogenschneiden Unlegierter und niedriglegierter Stahl Sehr hohe Dicken, moderate Investition, größere Wärmeeinflusszone
Plasmaschneiden Alle elektrisch leitfähigen Metalle Mittlere Dicken, gute Kante, Verschleißteile und Strombedarf beachten
Laserschneiden Metalle und Nichtmetalle Sehr hohe Maßhaltigkeit bei geringen Dicken, hohe Anlagenkomplexität

Herstellerlandschaft

Der Markt wird von Anbietern geprägt, die thermische Trenntechnik in der Breite abdecken: Messer Cutting Systems, ESAB, Koike Aronson, Kjellberg Finsterwalde, GCE, Lincoln Electric, Victor Technologies, AJAN, HGG, Voortman, Eckert, C&G Systems und SteelTailor. Viele dieser Unternehmen gelten als Pioniere im Brennschneiden und liefern ergänzend Plasma- und Laseranlagen, wodurch durchgängige Portale, Steuerungen und Serviceketten entstehen.

Praxisbeispiel aus dem Schwerstahlbau

Ein Brückenbauer schneidet 180-mm-Platten für Kastenprofile auf einer portalen Industriemaschine. Die Anlage arbeitet mit 300 mm/min, produziert nach ISO 9013 eine definierte Winkligkeit und nutzt eine magnetgestützte Schnittgutzuführung. Die Materialbereitstellung erfolgt gebündelt über Ladungsträger, die im Wareneingang über eine Bodenwaage erfasst werden, wodurch Chargenrückverfolgbarkeit und Tischbelegung abgestimmt sind.

Sicherheit, Wartung und Qualitätssicherung

Arbeitssicherheit beginnt bei Dichtsitz der Gasarmaturen, Flammenrückschlagsicherung und abgesaugtem Schneidtisch. Für die Prozessstabilität sorgt eine feste Routine und dokumentierte Prüfpunkte.

  • Reinigung: Düsen, Filter und Führungsschienen regelmäßig von Schlacke und Staub befreien.
  • Gasprüfung: Lecktest, Druckreglerfunktion und stufenlos einstellbare Durchflüsse validieren.
  • Mechanik: Linearführungen schmieren, Brennerhöhe kalibrieren, Tischauflagen inspizieren.
  • Dokumentation: Schneidpläne, Chargen-IDs und ISO-9013-Prüfprotokolle archivieren.

Für die Kantenbewertung werden Rautiefe, Gratbildung und Winkligkeit an Proben gemessen. Bei Abweichungen werden Gasparameter, Düsenabstand und Bahnplanung angepasst. Ergänzende Nacharbeit mit Schleifapparat kann Funktionsflächen definieren, ohne die thermische Trennung zu wiederholen.

Im Gesamtsystem aus Maschine, Logistik und Personal sind klare Schnittstellen wichtig: stabile Schnittgutführung auf dem Tisch, eindeutige HMI-Meldungen und abgestimmte Peripherie. So bleibt der Prozess nachvollziehbar und die Bediener-Zufriedenheit hoch, ohne Abstriche bei Sicherheit oder Normtreue.

Im Ergebnis positionieren sich Autogenschneidmaschinen zwischen Plasmabrenner und Laser als stabile Lösung für große Dicken. Wo Anforderungen wechseln, ergänzt die Plasmamaschine die Fertigung, während feine Konturen über das Laserschneiden abgebildet werden.

FAQ zu Autogenschneidmaschinen

Wie können die Betriebskosten von Autogenschneidmaschinen nachhaltig reduziert werden?

Regelmäßige Wartung und die präzise Einstellung der Gasparameter verringern Düsenverschleiß und Gasverbrauch. Optimierte Bahnplanung minimiert Materialverschnitt und Leerfahrten. Effiziente Gasversorgungssysteme mit hochwertigen Druckminderern senken langfristig die Kosten. Geschultes Bedienpersonal reduziert Fehler und steigert die Prozesssicherheit.

Wie verändern Digitalisierung und Automatisierung die Autogenschneidanlagen der nächsten Generation?

Künftige Autogenschneidanlagen nutzen erweiterte Sensorik und KI-basierte Systeme zur kontinuierlichen Prozessüberwachung. Sie ermöglichen prädiktive Wartung, indem Verschleißteile frühzeitig erkannt werden. Schneidparameter werden automatisch an Materialdaten und Echtzeit-Feedback angepasst, was Effizienz und Präzision steigert. Robotik automatisiert zusätzlich Be- und Entladen sowie Nachbearbeitung.

Wie lassen sich Schlackeanhaftungen vermeiden und saubere Schnittkanten beim autogenen Brennschneiden erzielen?

Eine präzise Einstellung von Sauerstoffdruck, Brenngasfluss und Schneidgeschwindigkeit minimiert Schlackeanhaftungen. Ein korrekter Düsenabstand und hochwertige Schneiddüsen fördern eine saubere Schnittkante. Zusätzliche Effekte erzielen ausreichende Vorwärmung und gezielte Schlackeabsaugung. Regelmäßige Düsenreinigung sichert die Prozessstabilität.

Welche infrastrukturellen Anforderungen bestehen für die Installation einer Autogenschneidmaschine?

Erforderlich sind eine ebene, tragfähige Bodenplatte zur Reduzierung von Vibrationen, eine zentrale Gasversorgung für Sauerstoff und Brenngas mit sicheren Leitungen und Rückschlagsicherungen sowie ein leistungsfähiges Absaugsystem zur Einhaltung der Arbeitsschutzvorgaben. Zudem sind eine stabile Stromversorgung und Druckluft für pneumatische Komponenten notwendig.

Für welche Stahlsorten ist die Autogenschneidtechnik geeignet und für welche nicht?

Autogenschneiden ist optimal für unlegierte und niedriglegierte Baustähle mit einem Kohlenstoffgehalt bis etwa 0,3 Prozent. Ihre gute Oxidationsfähigkeit unterstützt den Brennschneidprozess. Hochlegierte Stähle wie Edelstahl oder Aluminium sind hingegen ungeeignet, da deren Oxide einen höheren Schmelzpunkt als das Grundmaterial haben und den Schnitt behindern. Für diese Werkstoffe sind Plasma- oder Laserschneidverfahren besser geeignet.

Welche Schulungen und Zertifizierungen benötigen Bediener von Autogenschneidgeräten?

Bediener von Autogenschneidgeräten sollten Schulungen im Umgang mit technischen Gasen und der sicheren Handhabung der Schneidanlage absolvieren. Dazu gehören Kenntnisse in Gaslagerung, Leckageprüfung und Notfallmaßnahmen. Zertifikate wie der DVS-Lehrgang Brennschneider oder gleichwertige Industrienormen bestätigen die Qualifikation. Regelmäßige Auffrischungen zu Arbeitssicherheit und neuen Technologien sind empfehlenswert.

Wie wirken sich Lebensdauer und Wartung von Autogenschneidanlagen auf die Rentabilität aus

Regelmäßige, präventive Wartung erhöht die Lebensdauer von Autogenschneidanlagen und reduziert ungeplante Stillstände. Dadurch sinken Reparaturkosten und Produktionsunterbrechungen. Der Einsatz hochwertiger Ersatzteile und qualifizierten Servicepersonals steigert die Zuverlässigkeit. Eine längere Nutzungsdauer verbessert die Amortisation der Investition und erhöht die Gesamtrentabilität der Fertigung.

Hintergrund: Autogenschneidmaschinen

  • Autogenschneiden Wikipedia

    Autogenes Brennschneiden erhitzt Stahl lokal zur Zündtemperatur; ein reiner Sauerstoffstrahl oxidiert das Material und bläst Schlacke aus. Geeignet für un-/niedriglegierte Stähle und große Dicken; Alternativen: Plasma, Laser. Qualität nach ISO 9013, Brenngas meist Acetylen.