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HMI Hersteller – Vergleich

Als Benutzeroberfläche der Automatisierungstechnik bezeichnet HMI (Human Machine Interface) ein hardware‑ und softwareseitiges Bedienpanel, das Interaktion am Bildschirm strukturiert und Maschinendaten kontextgerecht aufbereitet. In der Verpackungs- und Prozessindustrie unterstützt das Bedienpanel Rezeptwechsel, Linienanlauf, Alarme und die Überwachung qualitätskritischer Parameter. Für Einkäufer zählen messbare Kriterien wie Schutzart nach DIN EN 60529, Temperaturbereich, Protokollkompatibilität der Anbindung und deterministische Zykluszeiten des Prozessors.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte HMI Hersteller

Siemensstr. 1, 74722 Buchen
GERMANY

Schweinfurter Str. 5-9, 97616 Bad Neustadt a. d. Saale
Deutschland

Matthäus-Ring 3, 33154 Salzkotten
Deutschland

HMI Fachartikel

Folientastatur vs. Touchscreen: Ein Vergleich

Hoffmann + Krippner GmbH & Co. KG: Ob Maschinenhalle oder Hygienebereich – die Wahl des passenden Eingabesystems ist entscheidend. Touchscreens bieten Flexibilität und intuitive Bedienung, Folientastaturen punkten mit Präzision, Robustheit und haptischem Feedback. Der Artikel zeigt, welche Lösung in welcher Anwendung überzeugt und wie Sie damit Ihre Prozesse optimieren.

Das Multifunktionslenkrad als Schaltzentrale im Cockpit

Preh GmbH: Multifunktionslenkräder nehmen eine essentielle Rolle im Fahrzeuginnenraum ein. Nirgends kann schneller und mit geringerer Blickzuwendung eine Funktionsauswahl im Fahrzeug getroffen werden. Allerdings stellt sich die Frage wie bei stetig zunehmenden Fahrzeugfunktionen deren Funktionsdichte auf dem naturgemäß begrenzten Raum dargestellt werden können. Und dies derart, dass es übersichtlich und intuitiv bedienbar bleibt.

Touchscreenbedienung im Auto

Preh GmbH: Touchscreens sind in modernen Autos nicht wegzudenken. Kaum ein Neuwagen wird mehr ohne mindestens einen Touchscreen ausgeliefert. Sie bieten eine hohe Flexibilität durch die freie Programmierbarkeit der nutzbaren Fläche und die Möglichkeit viele Funktionen in sich zu vereinen. Gleichzeitig wird die reine Bedienung via Touchscreens in der Automobilpresse immer öfter kritisiert. Zu lange Zeit der Blickabwendung, nicht intuitiv bedienbar, sondern umständliches Sliden und Wischen beim Scrollen durch die verschiedenen Menüs. Sie lenken so stark vom Verkehr ab, dass sie ein erhöhtes Risiko darstellen. Wie aber lassen sich diese Gegensätze vereinen?

Was tun, wenn Elektronikbauteile nicht lieferbar sind?

Hoffmann + Krippner GmbH & Co. KG: Als Hersteller individueller HMI Lösungen sind wir auf die zuverlässige Beschaffung von Displays, Touchscreens und Elektronikbauteilen angewiesen. Was tun wir, wenn diese elementaren Baugruppen nicht mehr lieferbar sind?

GEP2000-B – neue optimierte E-Greifer-Variante für Kleinteile-Handling

ZIMMER GROUP: Mit den 2017 erfolgreich am Markt eingeführten GEP2000-Greifern hatte die Zimmer Group eine elektrisch angetriebene Kleinteilegreifer-Serie aufgelegt, die vor allem für Montageaufgaben und das Handling von Kleinteilen wie z.B. Uhrenkomponenten oder Teströhrchen in der Laborautomation konzipiert wurde.

Drei Eigenschaften, die medizinische Geräte während einer Pandemie erfüllen müssen

Hoffmann + Krippner GmbH & Co. KG: Mit anderen Worten, moderne medizinische Innovationen wie (1) antimikrobielle Oberflächenbehandlungen, (2) die Fähigkeit zur gründlichen Desinfektion und (3) gut konzipierte HMIs waren im Gesundheitswesen noch nie so wichtig wie heute.

Weitere HMI Hersteller

Eichler GmbH, HMI Eichler GmbH
Lovato Electric GmbH, HMI Lovato Electric GmbH
TOX® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG, HMI TOX® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG
tci Gesellschaft für technische Informatik, HMI tci Gesellschaft für technische Informatik

Über HMI

Eine HMI bildet die Mensch‑Maschine‑Schnittstelle und fungiert als zentrales Bediensystem zur Visualisierung und Überwachung industrieller Abläufe. Die Rechnereinheit der Oberfläche wandelt Maschinenzustände in eine verständliche Datenvisualisierung und steuert die Datenerfassung in Echtzeit. Eine modulare Architektur koppelt sich über die Anbindung an ein Steuerungssystem und übernimmt die Verarbeitung von Befehlen sowie Rückmeldungen. Die Bedienoberfläche prägt die Bedienqualität. Ein klares Layout, konsistente Gestaltung und eindeutige Rückmeldungen unterstützen präzise Entscheidungen.

Aufbau und Funktionsweise moderner Bedienoberflächen

Ein Prozessor mit definiertem Typ und dokumentierter Taktfrequenz liefert die nötige Rechenleistung für deterministische Zyklen. Eine Architektur im harten Echtzeit-Takt reduziert Jitter, ein Beispiel nennt 1 ms Abtastrate für digitale Signale. Ein robustes Gehäuse schützt Elektronik und Speicher, die Front erreicht gemäß DIN EN 60529 IP65 oder IP69K für Staub- und Strahlwasserschutz.

Ein Bildschirm bildet die Zentrale für die Datenanzeige und nutzt je nach Einsatz Touchsensor, Tastatur oder Drehgeber. Die Oberfläche unterstützt Blindbedienung durch taktile Elemente sowie Gesten mit Krafterkennung. Ein Panel stellt Quer- und Hochformat-Layouts bereit, die erforderliche Bildqualität richtet sich nach Ableseabstand und Umgebungslicht.

Ein Betriebssystem startet Dienste, verwaltet Benutzerrechte und stellt Ausgangsschnittstellen wie Ethernet, USB sowie RS‑232/485 bereit. Eine Netzwerktopologie mit integriertem Switch oder Router segmentiert Produktions- und Büroebene. Eine Protokollschicht verbindet die Visualisierung mit SPS, Motion und Safety, während Logs die Ausfallzeit quantifizierbar machen. Ein Diagnosebildschirm kann eine Unterbrechung auf unter 10 Minuten begrenzen.

Bauformen und Integration in industrielle Umgebungen

  • Panel‑PCs: Ein All‑in‑One‑Gerät vereint Rechner und Display im Frontaufbau für Maschinen- oder Schaltschrank-Montage.
  • Monitore: Ein reines Display koppelt sich an einen externen Industriecomputer über digitale Signale.
  • Box‑PCs: Ein kompakter Rechner arbeitet abgesetzt und bindet ein Fern-Panel über Netzwerk an.
  • Webpanel: Ein Browser-Client ruft Prozessbilder per HTTP/HTTPS ab und spart lokale Runtime-Lizenzen.

Eine Einbindung in den Schaltschrank verlangt ein exakt definiertes Einbaumaß und eine geringe Einbautiefe. Viele Datenblätter führen diese Größe als Einbautiefe. Ein Industriecomputer verarbeitet Lastspitzen zuverlässig, während Erweiterungsmodule Feldbus, zusätzliche E/A oder Funk ergänzen. Eine Sicherheitssteuerung nach ISO 13849 bindet quittierungspflichtige Signale ein und fordert eindeutige Rückmeldezeiten.

Eine HMI adressiert breite Industrieanwendungen: In der Elektronikfertigung visualisieren Prozessbilder Lotprofile, in der Metallbearbeitung steuern Dialogmasken Werkstückläufe, und in der Medizintechnik zeigt eine Anzeige die Behandlungsphase mit klaren Farbcodes. Geführte Tutorials unterstützen Ausbildung und erleichtern Arbeitgeber‑Audits durch nachvollziehbare Schritte. Anwendungsfall: Ein mobiles Panel in einem Kraftfahrzeug oder Traktor zeigt Motordaten und Sperrkreis‑Status, eine Temperaturfreigabe von −20 bis +60 °C und PL‑d nach ISO 13849 sichern die Verfügbarkeit im Feld.

Kaufentscheidung und technische Orientierungswerte

Eine Kaufentscheidung stützt sich auf die Leistungsfähigkeit der Plattform, die Kompatibilität zur Steuerungslösung und die Umgebungsbedingungen. Die Tabelle fasst typische Auslegungswerte zusammen. Die Auswahl erfolgt projektspezifisch, wenn Prozessortyp, Prozessorgeschwindigkeit, Bildqualität, Schutzart und Temperaturbereich zusammenpassen.

Orientierungswerte für die Auswahl
Eigenschaft Standard HMI High-End HMI
Bildschirmdiagonale 7 bis 15 Zoll 15 bis 24 Zoll (oder größer)
Schutzart Gehäuse IP65 (Front) nach DIN EN 60529 IP69K (Front) nach DIN EN 60529
Prozessorarchitektur ARM Cortex‑A Intel Atom/Core i
Arbeitsspeicher 1 GB RAM 4 GB RAM (oder mehr)
Temperaturbereich 0 bis +50 °C −20 bis +60 °C
Schnittstellen 1× Ethernet, 2× USB, 1× RS‑232/485 2× Ethernet, 4× USB, Feldbus
  • Anbindung: Die Ports müssen das Steuerungssystem adressieren. Protokolle und Ausgangstypen beeinflussen die Latenz.
  • Gehäuse: Die Schutzart und die Temperaturreserve entscheiden über Waschstrahl, Staub und Kondensat.
  • Betriebssystem: Die Plattform muss Eigenentwicklung, Skripting und Runtime‑Lizenzmodell unterstützen.
  • Grafik und Runtime: Die Engine rendert Animationen ruckfrei und skaliert Mehrsprachigkeit ohne Speicherengpass.

Eine HMI steigert die Nachvollziehbarkeit von Prozessschritten. Bediensysteme mit konsequenter Anbindung, klarer Visualisierung und geprüfter Temperaturfestigkeit sichern tragfähige Entscheidungen über den gesamten Lebenszyklus.

Normen und Richtlinien: DIN EN 60529 (Schutzarten), ISO 13849 (Funktionale Sicherheit, z. B. PL‑d), IEC 61508 (Funktionale Sicherheit).

Hersteller von HMI sind z. B. Siemens, Rockwell Automation, Schneider Electric, Eaton, Phoenix Contact, Beckhoff Automation, B&R Industrial Automation, Advantech, Kontron, WAGO, Weidmüller, Mitsubishi Electric, Omron, Pilz, Panasonic.

Hersteller sind Hoffmann + Krippner GmbH & Co. KG, Preh GmbH, BS Deutschland GmbH, Eichler GmbH, Lovato Electric GmbH, tci Gesellschaft für technische Informatik, TOX® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG

FAQ zu HMI

Wie beeinflusst eine HMI die Total Cost of Ownership im industriellen Betrieb?

Eine HMI wirkt auf die Gesamtbetriebskosten über Anschaffung, Wartung und Lebenszyklus. Einflussfaktoren sind Lizenzkosten für Software-Updates, Energieverbrauch sowie Schulungskosten des Bedienpersonals. Industrietaugliche Geräte mit einer Lebensdauer von 7 bis 10 Jahren senken die TCO deutlich gegenüber Consumer-Hardware. Modulare Systeme und herstellerunabhängige Softwarelösungen verringern zudem langfristige Wartungsaufwände.

Welche Normen regeln die Cybersicherheit industrieller HMI-Systeme?

Für industrielle HMI-Systeme ist die Normenreihe IEC 62443 maßgeblich. Sie definiert Anforderungen an die IT-Sicherheit von Automations- und Leitsystemen in unterschiedlichen Schutzstufen. Für kritische Infrastrukturen empfiehlt IEC 62443-3-3 mindestens Sicherheitsstufe 2. Eine mehrstufige Schutzstrategie (Defense-in-Depth) mit Authentifizierung, Verschlüsselung und Netzwerksegmentierung gilt als Best Practice.

Welche Software wird für die Entwicklung von HMI-Anwendungen eingesetzt?

Für die Entwicklung von HMI-Anwendungen werden spezialisierte SCADA- und HMI-Plattformen genutzt. Sie bieten grafische Editoren zur Oberflächengestaltung und integrierte Funktionen zur Steuerungsanbindung. Standardisierte Schnittstellen wie OPC UA sichern den Datenaustausch mit der Automatisierungsebene. Entscheidend sind Tools, die mit der bestehenden SPS-Infrastruktur kompatibel sind und offene Kommunikationsstandards unterstützen.

Wie kann die Fernwartung und -bedienung industrieller HMI-Systeme sicher umgesetzt werden?

Die sichere Fernwartung industrieller HMI-Systeme erfolgt über verschlüsselte VPN-Verbindungen oder spezialisierte Remote-Access-Lösungen. Die Datenübertragung sollte mindestens nach TLS 1.2 oder höher erfolgen. Gemäß BSI IT-Grundschutz sind eine starke Authentifizierung und Autorisierung jedes Zugriffs erforderlich. Zentrale Verwaltung der Zugriffsrechte und detailliertes Logging aller Fernzugriffe gewährleisten Nachvollziehbarkeit und Sicherheit.

Welche Schnittstellen ermöglichen die Anbindung von HMI an MES- und ERP-Systeme?

Die Kopplung von HMI mit MES- (Manufacturing Execution System) und ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning) erfolgt meist über standardisierte Datenschnittstellen. OPC UA (Unified Architecture) gilt als zentraler Standard für den horizontalen und vertikalen Datenaustausch und unterstützt Durchsätze von mehreren Megabyte pro Sekunde. Offene, standardisierte Protokolle sollten bevorzugt werden, um Kompatibilität sicherzustellen und Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern zu vermeiden.

Welche Kriterien bestimmen die Ergonomie und User Experience einer HMI?

Wesentliche Faktoren sind intuitive Bedienung, klare Visualisierung und konsistentes Feedback. Die Gestaltung sollte sich an Richtlinien wie VDI/VDE 3699 orientieren. Für gute Lesbarkeit sind ein Ableseabstand von 50 bis 70 cm und ein Kontrastverhältnis von mindestens 7 zu 1 erforderlich. Frühzeitige Benutzertests im Entwicklungsprozess erhöhen die Akzeptanz und senken die Fehlerrate.

Hintergrund: HMI

  • Mensch-maschine-schnittstelle Wikipedia

    Die Benutzerschnittstelle (HMI) verbindet Mensch und Maschine, visualisiert und überwacht Anlagenzustände, ermöglicht Eingriffe und Feedback. In Leittechnik/SCADA koppelt sie Software mit SPS. Ergonomie und Farb-/Bedienstandards sichern intuitive, sichere Bedienung.

Diese Anbieterliste HMI umfasst auch: Human Machine Interface, Human Machine Interfaces, Mensch Maschine Schnittstelle

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026