Liste Hersteller Einschraubheizkörper
Föhrenstr. 20, 78532 Tuttlingen
Deutschland
Veröffentlichungen der Hersteller zu Einschraubheizkörper
Mehr über Einschraubheizkörper
Einschraubheizkörper erwärmen Medien direkt in Behältern, Rohrleitungen oder Wärmekammern. Sie werden in Gebäuden, im Energiesektor und in industriellen Anlagen als Zusatzheizung, Notheizung oder zur Heizungsunterstützung eingesetzt. Typische Einsatzorte sind Wassertanks, Stahlspeicher und Pufferspeicher, häufig als elektrische Wärmequelle in Kombination mit einer Heizungsanlage oder als Backup zu Brennstoff- und Wärmepumpenkonzepten (Stichwort Wärmepumpe). Varianten mit Heizbündel adressieren große Volumina bei begrenzter Einbautiefe.
Aufbau, Medienkontakt und elektrische Seite
Ein Einschraubheizkörper besteht aus gebogenen Rohrheizkörpern, einem Schraubkopf zur mechanischen Befestigung, einer Dichtung zur Abdichtung der Flüssigkeitsseite sowie einem Schutzgehäuse mit Kabelverschraubung für die Zuleitung. Das Mantelmaterial reicht von Kupfer über Edelstahlausführung 1.4571 bis Incoloy 825. Optional schützen Edelstahlhaube, Befestigungsstopfen und Verschluss das Anschlussfeld. Die Isolierung des Heizelements ist gegenüber Medium und Schutzgehäuse ausgeführt.
Energieumwandlung, Messung und Regelung
Beim Anlegen der Spannung wandelt der Heizwiderstand elektrische Energie in Wärme. Die Leistungsstufe bestimmt Aufheizzeit und Temperaturerhaltung. Ein Temperaturregler mit Temperaturfühler, Messelement und ggf. Einbauthermostat steuert stufenlos oder über Relaisausgang. Ein Sicherheitstemperaturbegrenzer verhindert Überhitzung. Typische Schaltungen nutzen Sternschaltung, Nullleiter und eine definierte Betriebsspannung. Verbrauchsregler berücksichtigen den Offset der Messung und die Isoliertrennung der Regelvorrichtung.
Leistungsdaten, Dimensionen und Grenzbedingungen
Die Stückleistung pro Rohr, die Gesamtleistung und die Betriebsspannung werden anhand von Volumen, Wärmekapazität, Wärmeverlust und gewünschter Aufheizzeit dimensioniert. Eintauchtiefe, Einbautiefe, Tauchlänge und Durchmesser müssen zum Behälter passen. Die Strömung beeinflusst den Wirkungsgrad. Relevante Werte im Datenblatt geben Betriebsdruck, Schutzgehäuse und Schutzgrad an. Gasnorm-Anforderungen gelten für Luft- und Gasanwendungen.
Materialwahl, Korrosionsschutz und Ablagerungen
Für Wassererwärmung eignet sich Kupfer, für aggressive Medien Edelstahl oder Incoloy. Gezielter Korrosionsschutz minimiert Korrosion und Lochfraßkorrosion. Bei Kalkablagerung helfen angepasste Leistungsdichte, Entkalkung im Intervall und geeignete Beschichtungen. In Ölen reduziert geringe Flächenlast die Auswirkungen der thermischen Trägheit des Mediums. Sonderanfertigung und Konfigurationsmöglichkeit adressieren Spezialchemikalien, hohe Temperaturen oder Dampf.
Auswahlkriterien und Berechnung
Die Berechnung der erforderlichen Leistung berücksichtigt Wärmekapazität, Mediumsmasse, Wärmeverlust an die Umgebung und die gewünschte Aufheizzeit bis zur Ziel-Temperatur. Unterdimensionierung verlängert Prozesse. Überdimensionierung erhöht Anschaffungskosten. Beides ist zu vermeiden. Neben der Anschaffung beeinflussen Einbauhinweise, Regelstrategie und Ersatzteil-Verfügbarkeit die Langlebigkeit im Dauerbetrieb und die Produktsicherheit.
- Medium und Mantelmaterial: Auswahl gemäß Korrosionsschutz, Edelstahlausführung oder Incoloy. Sonderanfertigung bei aggressiven Medien.
- Geometrie und Druck: Tauchlänge, Eintauchtiefe, Durchmesser und Betriebsdruck. Passende Dichtung, Installationsset, Befestigungsstopfen und Edelstahlhaube für den Verschluss.
- Elektrik und Schutz: Betriebsspannung, Sternschaltung, Nullleiter und Stromversorgung. Schutzgehäuse, Kabelverschraubung, Schutzgrad, Abschirmung und Schutzhülse für das Messelement.
- Regelung: Thermostattyp, Einbauthermostat, Temperaturfühler, Verbrauchsregler und Offset. Stufenloser Ausgang oder Stufen; Bestellschlüssel und Blätterkatalog klären die Konfigurationsmöglichkeit.
Einbau, Prüfung und rechtlicher Rahmen
Die Installation erfolgt an der Flüssigkeitsseite mit ausreichender Einbautiefe, mechanisch spannungsfrei und mit sauberer Isolierung. Zuleitung und Kabelverschraubung sichern die Zugentlastung. Messung von Isoliertrennung und Ableitstrom belegt die Schutzmaßnahme. Produktsicherheitsverordnung und interne Richtlinien zur Produktsicherheit verlangen dokumentierte Prüfung. Änderungen am Gerät können Garantieverlust bedeuten. Gasnorm-Vorgaben gelten zusätzlich für Luftkanalbeheizung und Stickstoff-Vorwärmeinheit.
- Inbetriebnahmecheck: Dichtigkeit, Verdrahtung, Offset der Sensorik, Regelvorrichtung-Test, Sicherheitstemperaturbegrenzer.
- Dokumentation: Bestellschlüssel, Datenblattwerten, Einbauhinweisen. Herstellerspezifische Begriffe wie Weinmann oder Plasteschraubköpfe können in Katalogen auftauchen.
Anwendungen und Fallbeispiele
In der Warmwasserbereitung und Wassererwärmung regeln Anlagen im Gebäude den Frostschutz und die Temperaturerhaltung von Pufferspeichern. Ein Praxisfall zeigt einen 9-kW-Heizer in einem 500-Liter-Stahlspeicher mit angepasster Stückleistung und moderater Leistungsstufe. In Hydrauliköl, Schmierstoff und Schweröl senken angepasste Flächenlasten die thermische Trägheit und vermeiden lokale Überhitzung bei geringer Strömung.
Für Luftkanalbeheizung in einer Trocknungsanlage liefert ein Heizbündel mit 30 kW als Vorwärmeinheit für Stickstoff gleichmäßige Temperatur, gesteuert über einen PID-Regler mit Temperaturfühler und stufenlosem Ausgang. In der Petrochemie stabilisiert ein System im Dauerbetrieb die Temperaturerhaltung von Lösungsmitteln. Die Schifffahrt nutzt robuste Ausführungen mit hoher Schutzklasse und abgeschirmtem Messelement. Auch die Automobilindustrie und die Luftfahrt setzen Heizer in Maschinenbauteil-Prüfständen und Enteisungsprozessen ein.
- Typische Medien: Wasser, Hydrauliköl, Schmierstoff, Schweröl, Luft, Stickstoff.
- Typische Aufgaben: Vorwärmung, Frostschutz, Temperaturerhaltung, Notheizung, Prozessaufheizung.
Vergleich der Mantelmaterialien
| Eigenschaft | Kupfer | Edelstahl / Incoloy |
|---|---|---|
| Wärmeleitung | sehr hoch, schnelle Reaktion | moderat, robust bei hohen Temperaturen |
| Medien | Trinkwasser, neutrale Flüssigkeiten | aggressive Wässer, Dampf, organische Medien |
| Beständigkeit | empfindlich gegenüber aggressiven Ionen | hohe Beständigkeit gegen Korrosion und Dampf |
| Temperaturbereich | bis ca. 120 °C | bis 600–700 °C (Legierung abhängig) |
| Risiken | Kalkablagerung bei hartem Wasser | Lochfraßkorrosion bei Chloriden möglich |
| Kosten | gering | mittel bis hoch |
Markt und Dokumentation
Bekannte Anbieter sind Elstein-Werk, Friedr. Freek, Schniewindt, Hotset, WACHS Technik, Backer, O.E.M. Heizungen, Horst Zinser, Eichenberger Gewindetechnik und Watlow. Kataloge nennen Bestellschlüssel, Blätterkatalog und Konfigurationsmöglichkeit. Begriffe wie Weinmann oder Plasteschraubköpfe können herstellerspezifisch geprägt sein. Für Ersatzteil-Strategien empfehlen sich modulare Lösungen mit Heizbündel, identischem Schraubkopf und kompatibler Regelvorrichtung.
Betrieb, Service und Energieeinbindung
Regelmäßige Entkalkung, Messung der Isoliertrennung und Kontrolle des Temperaturfühlers sichern die Langlebigkeit. Ein Verbrauchsregler optimiert Schaltintervall und Offset, um mit Solarstrom oder anderer Stromversorgung Lastspitzen zu glätten. In hybriden Anlagen mit Brennstoffkessel lässt sich der elektrische Ausgang stufenlos regeln. Rechtliche Vorgaben der Produktsicherheitsverordnung sind einzuhalten. Bei Fehlbedienung drohen Garantieverlust und unnötige Aufheizzeit.
Branchenspezifische Gasnorm-Anforderungen und der Einbau in Rohrleitungen oder Tanks verlangen klare Zuständigkeiten, dokumentierte Einbauhinweise und geprüfte Regelungen. Eine Sicherheitsschicht aus Abschirmung, Schutzhülse und geeignetem Schutzgrad schützt Messelement und Anschlussraum. Dimensionierung anhand Medium, Volumen, Betriebsdruck und Strömung. Bestellschlüssel und Datenblattwerten sind sorgfältig zu prüfen, um das passende Mantelmaterial und die Leistungsstufe festzulegen.
FAQ zu Einschraubheizkörper
Wie kann der Energieverbrauch von Einschraubheizkörpern effizient reduziert werden?
Der Energieverbrauch von Einschraubheizkörpern lässt sich durch präzise Temperaturregelung, intelligente Schaltstrategien und Integration in ein Lastmanagement-System senken. So können Betriebszeiten an günstige Stromtarife oder eigene Solarstromerzeugung angepasst werden. Eine gute Isolierung des Behälters reduziert Wärmeverluste, während Verbrauchsregler die Schaltintervalle optimieren. Regelmäßige Wartung, insbesondere Entkalkung, erhält die Effizienz, und eine bedarfsgerechte Dimensionierung verhindert Überdimensionierung und unnötige Energiekosten.
Wie lassen sich Kalkablagerungen an Heizelementen wirksam verhindern?
Eine geringere Leistungsdichte des Heizelements senkt die Oberflächentemperatur und reduziert die Kalkbildung. Wasserenthärtungsanlagen oder chemische Aufbereitungen verringern zusätzlich die Kesselsteinbildung. Bei hartem Wasser verlängern regelmäßige Entkalkungen die Lebensdauer der Elemente. Spezielle Beschichtungen können die Haftung von Kalk weiter mindern.
Lassen sich Einschraubheizkörper in Smart-Home-Systeme einbinden?
Ja, Einschraubheizkörper können über geeignete Steuerungen und Relais in Smart-Home-Systeme integriert werden. Intelligente Thermostate und Schaltaktoren kommunizieren über Standards wie WLAN, Zigbee oder KNX mit der Hausautomation. Dadurch lassen sich Heizleistung und Betriebszeiten per App fernsteuern und überwachen. Zudem ermöglicht die Integration automatisierte Heizszenarien, etwa eine tageszeitabhängige Warmwasserbereitung oder die Kopplung mit Photovoltaikanlagen zur Steigerung der Energieeffizienz.
Welche Hauptursachen führen zum Ausfall elektrischer Tauchheizer?
Häufige Ausfallursachen elektrischer Tauchheizer sind Materialermüdung durch Temperaturschwankungen, Korrosion sowie Kalkablagerungen und Verunreinigungen im Heizmedium. Diese Faktoren verursachen Überhitzung und beschädigen das Mantelmaterial. Unsachgemäße Installation kann mechanische Spannungen oder Undichtigkeiten erzeugen, wodurch Feuchtigkeit in das Heizelement eindringt. Auch elektrische Störungen wie Überspannung oder Betrieb außerhalb zulässiger Parameter verkürzen die Lebensdauer erheblich.
Welche Sicherheitsanforderungen gelten beim Betrieb von Einschraubheizkörpern?
Neben dem vorgeschriebenen Sicherheitstemperaturbegrenzer sind eine korrekte Erdung und ein ausreichender Schutzgrad des Anschlussgehäuses nach IP-Klassifizierung erforderlich, um Stromschläge und Kurzschlüsse zu vermeiden. Bei brennbaren Medien sind Schutzvorrichtungen wie Strömungswächter einzusetzen, um ein unbeabsichtigtes Trockenheizen zu verhindern. Regelmäßige Prüfungen von Isolationswiderständen und Ableitströmen durch Fachpersonal sichern den ordnungsgemäßen Betrieb und erfüllen gesetzliche Vorgaben. Die Einhaltung der Produktsicherheitsverordnung sowie einschlägiger Normen, insbesondere EN 60335, ist verpflichtend.
In welchen Anwendungen bieten Einschraubheizkörper die höchste Wirtschaftlichkeit?
Einschraubheizkörper sind besonders wirtschaftlich, wenn kleine bis mittlere Flüssigkeitsmengen präzise und schnell erhitzt werden müssen. Sie eignen sich vor allem für dezentrale Systeme, in denen eine zentrale Heizungsanlage keinen wirtschaftlichen Vorteil bietet. Bei intermittierendem Heizbedarf, etwa in Pufferspeichern oder einzelnen Prozessbehältern, ermöglichen sie eine bedarfsgerechte Energiezufuhr ohne Bereitschaftsverluste. Ihre einfache Installation und geringen Wartungskosten stärken die Wirtschaftlichkeit, insbesondere als Ergänzung bestehender Anlagen oder als Backup-Lösung.
Gibt es geeignete Ausführungen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen?
Ja, für explosionsgefährdete Bereiche stehen speziell entwickelte Einschraubheizkörper zur Verfügung. Sie erfüllen die Anforderungen der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU und sind entsprechend zertifiziert. Schutzgehäuse und konstruktive Maßnahmen verhindern Funkenbildung und Überhitzung. Häufig kommen druckfeste Kapselungen oder eigensichere Stromkreise zum Einsatz, um Zündrisiken durch Gase oder Stäube zu vermeiden. Die Auswahl des passenden Modells setzt genaue Kenntnisse der Explosionsschutz-Zone und der zu beheizenden Medien voraus.
Hintergrund: Einschraubheizkörper
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Rohrheizkörper Wikipedia
Rohrheizkörper: Heizdraht im Metallrohr (z. B. Edelstahl/Kupfer), keramisch (Magnesiumoxid) isoliert, Endanschlüsse. Erwärmen vorwiegend Flüssigkeiten (Fritteusen, Waschmaschinen), seltener Luft. Vorteil: mechanisch geschützte Heizquelle; gegenüber PTC kleinere Oberfläche, aber geringerer Strömungswiderstand.
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Heizwiderstand Wikipedia
Ein Heizwiderstand wandelt Strom über Joulesche Wärme in Wärme. Bauformen wie Heizpatronen/Rohrheizkörper und Materialien (NiCr, Kanthal, Edelstahl, SiC) erlauben direkte Medienerwärmung; Widerstand, Spannung und Einbettung bestimmen Leistung, Temperaturfestigkeit und Wirkungsgrad.