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Rohrheizkörper Hersteller

Rohrheizkörper sind elektrische Widerstandsheizelemente zur Wärmeübertragung an Flüssigkeiten, Gase oder Feststoffe. Sie bestehen aus einem metallischen Mantelrohr und einer innenliegenden Heizwendel, die durch verdichtetes Magnesiumoxid elektrisch isoliert und thermisch gekoppelt ist. Mantelwerkstoffe sind Edelstahl oder Incoloy. Bauformen umfassen gerade, U- und konturgeformte Varianten. Die Montage erfolgt über Gewinde, Flansch oder Klemme. Auslegung und Betrieb richten sich nach Flächenlast, Medium und Temperatur. Relevante Normen sind DIN EN 60335 und DIN EN 60519.

Liste Hersteller Rohrheizkörper

Föhrenstr. 20, 78532 Tuttlingen
Deutschland

Verwandte Kategorien

Einschraubheizkörper

Veröffentlichungen der Hersteller zu Rohrheizkörper

Rohrheizkörper Typ RHK – Metallummantelte Heizelemente für industrielle Anwendungen

Türk+Hillinger GmbH: Rohrheizkörper Typ RHK – Metallummantelte Heizelemente für industrielle Anwendungen Rohrheizkörper des Typs RHK sind verdichtete, metallummantelte Heizelemente, die sich durch ihre hohe Robustheit, ausgezeichnete elektrische Isolation und Wärmeleitfähigkeit auszeichnen. Sie werden sowohl in gerader als auch in gebogener Ausführung gefertigt und verfügen über Anschlüsse gemäß DIN 44874 Teil 2.

Rippenrohrheizkörper Typ RHR

Türk+Hillinger GmbH: Rippenrohrheizkörper Typ RHRBESCHREIBUNGRippenrohrheizkörper sind Heizelemente des Typs RHK, deren Oberfläche zu Erwärmung von Gasen durch ein hochkant abgewickeltes Band vergrößert ist. Bei hoher Leistung ergeben sich geringere Oberflächentemperaturen und kürzere Heizkörper.

Flexibler Rohheizkörper Typ FLEX

Türk+Hillinger GmbH: Flexibler Rohheizkörper Typ FLEXBESCHREIBUNGDer FLEX ist ein robuster Rohrheizkörper, mit sehr guten thermischen Eigenschaften, der frei von Hand gebogen werden kann. Alle FLEX werden einer Stückprüfung nach DIN EN 60335 (VDE 0700) unterzogen.

Flachrohrheizkörper Typ RKF

Türk+Hillinger GmbH: Flachrohrheizkörper Typ RKFBESCHREIBUNGVerdichteter und metallummantelter Heizkörper mit flachovalem Querschnitt; ein-, zwei- oder dreipolige Anschlussstifte auf einer oder beiden Seiten. Mantelmaterial: CrNi-Stahl. Heizleiter: Chromnickeldraht NiCr 8020 oder andere NiCr-Legierungen. Isoliermaterial: Reines Magnesiumoxid

Rohrheizkörper Typ RHK

Türk+Hillinger GmbH: Rohrheizkörper Typ RHKBESCHREIBUNGMetallummantelte verdichtete Rohrheizkörper, lieferbar in gerader und gebogener Ausführung. Anschlüsse nach DIN 44874 Teil 2 in verschiedenen Ausführungen.

Mehr über Rohrheizkörper

Als Produkttyp der elektrischen Heiztechnik wandeln Rohrheizkörper Strom in Wärme um und führen die Wärmeübertragung gezielt an Medien oder Bauteile. Die Heizelemente arbeiten ohne Brennstoff und können mit Strom aus Solarenergie oder Windkraft betrieben werden. In Katalogen erscheint gelegentlich die Schreibvariante „Rohrheizkörp“. Der Begriff „Heizelemente“ umfasst auch Spiral-, Platten- und Patronenbauformen, hier stehen jedoch gebogene und gerade Rohrkonstruktionen mit expandierter Pulverisolierung und großem Leistungsspektrum im Mittelpunkt.

Aufbau und Wirkprinzip

Struktur und Materialkomponenten

Ein typisches Element besteht aus einem metallischen Rohrmantel, einer zentral geführten Heizwendel und der dazwischen verdichteten Isoliermasse. Der Mantel wird je nach Medium als Edelstahllegierung oder Incoloy ausgeführt. Ein Edelstahlmantel aus 1.4301 oder 1.4404 balanciert Korrosionsschutz und Kosten. Der elektrische Widerstand („Resistance“) der Wendel aus NiCr 80/20 erzeugt Wärme, die über die hochleitfähige Magnesiumoxid-Füllung zu den Außenflächen gelangt. Die Wahl des Mantels beeinflusst den Edelstahlanteil und damit Korrosionsverhalten und mechanische Robustheit.

Wärmeumwandlung und Verteilung

Die Wärme gelangt per Konduktion in den Mantel und wird über Konvektion oder Strahlung an das Medium abgegeben. Die Oberflächenbelastung bestimmt die lokale Filmtemperatur und die Betriebstemperatur. Anschlüsse führen den Strom von der Stromquelle in die Wendel. Hersteller bezeichnen sie als „Connection“ und bieten Steck-, Schraub- oder Kabelausführungen. Eingebaute Fühler unterstützen die Temperaturregelung. Ein Temperatursensor im Anschlusskopf oder an der Rohrbiegung überwacht Hotspots und erleichtert die Verteilung der thermischen Last.

Technische Kenndaten und Toleranzen

Für Wasseranwendungen gelten 1–10 W/cm² als praxistauglicher Bereich, für Öl 0,5–2 W/cm² und für Luft 0,1–0,5 W/cm². Die Isolation wird im Kaltzustand üblicherweise mit 500 V Gleichspannung geprüft. Gefordert sind mindestens 1 MΩ nach DIN EN 60335 (Deutsches Institut für Normung, Europäische Norm). Der Nabenabstand bei U-Formen und die Baugröße beeinflussen die Rohroberfläche und damit die spezifische Last. Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) Wärmeatlas dient vielen Konstrukteuren als Referenz für Übergangskoeffizienten.

Typische Referenzwerte und Normbezüge
EigenschaftWert / BereichNorm / Quelle
Oberflächenbelastung Wasser1–10 W/cm²Herstellerdatenblätter
Isolationswiderstand (kalt)> 1 MΩ bei 500 V DCDIN EN 60335
Rohrlängentoleranz±3 mm oder ±1 %Industrieangaben
Betriebstemperatur Incoloybis ca. 900 °CHerstellerdatenblätter
Prüfung SchutzmaßnahmenTypprüfungDIN EN 60519

Auslegung und Festlegung der Last orientieren sich an Medium, Strömung und Geometrie. Eine vergrößerte Rohroberfläche durch Rippen oder Serpentinen senkt die Flächenleistung und erhöht die Wärmeübertragungsleistung in schwach bewegten Medien. Für hohe Medien- oder Manteltemperaturen empfiehlt sich Incoloy, für moderate Bedingungen genügt ein Edelstahlmantel. Die Anschlussausführung muss zur Umgebung passen, etwa IP-Schutz im Spritzwasserbereich.

Konstruktion, Designs und Montage

Formgebung und Gestaltungsfreiheit

Gerade, U-förmige, spiralige und konturengebogene Designs entstehen per Kaltumformung. Die Gestaltungsfreiheit ermöglicht Sondermaß und geringe Toleranzen, ohne die Pulververdichtung zu beeinträchtigen. Einbauten in Behälter, Rohrsystem oder Kammern unterscheiden sich vor allem durch Befestigungsoption und Wärmeeintragstiefe. Medien wie Lösungsmittel oder jede Chemikalie erfordern kompatible Werkstoffe und niedrige Flächenlasten, um Zersetzung oder Koksbildung zu vermeiden.

  • Einschraubgewinde: kompakte Montage von Heizflanschen in Düsen und kleine Behälter.
  • Flansch: robuste Abdichtung für Reaktorstutzen und Dampfkessel.
  • Klemmvorrichtung: flexible Nachrüstung in Kanälen und Luftstrecken.
  • Stecksysteme: schnelle „Connection“ bei Wartungsintervallen.

Qualität, Prüfung und Lebensdauer

Die Langlebigkeit hängt direkt von Materialwahl, Qualitätsmanagement und Prozesskontrolle ab. Hersteller mit ISO 9001 (International Organization for Standardization) dokumentieren die Vollständigkeit der Spezifikationen und führen jede Überprüfung der Isolation, des Spulensitzes und des Edelstahlanteils rückverfolgbar. Die DIN EN 60335 und DIN EN 60519 sind verbindliche Vorschriften und definieren Qualitätsstandarde für elektrische Wärmeanlagen.

Anwendungen und Praxis

Industrielle Applikationen

In der Prozessindustrie erwärmen die Elemente Fluide in Tanks, halten Medien in Leitungen warm oder bringen Reaktoren auf Starttemperatur. Typische Applikationen reichen von Druckereitechnik über Kunststoffverarbeitung bis zu Sterilisatoren im Krankenhaus. In der Produktionsanlage dienen sie der Luftaufheizung, der Nachwärme in Dampfkesseln oder der Raumbeheizung mit gleichmäßiger Behaglichkeit. In der Energiebranche unterstützen sie elektrische Vorwärmer für Turbinenöle, unabhängig vom primären Brennstoff.

Fallbeispiele und Auswahl

Beispiel 1: Ein 3-kW-Heizer bringt 500 Liter Sirup im Behälter auf 65 °C. Aufgrund niedriger Viskosität und guter Konvektion wird die Flächenlast auf 3 W/cm² begrenzt. Ein integrierter Fühler regelt die Temperaturregelung. Beispiel 2: Ölvorwärmung in einem Reaktor erfordert Incoloy-Mantel und niedrige Last, um Koksbildung zu vermeiden. Die Festlegung erfolgt mit Stoffdaten und VDI-Korrelationen. Beispiel 3: Luftheizregister stabilisieren Trocknungsprozesse in der Druckereitechnik, wobei Rippenrohre für mehr Fläche sorgen.

Bei der Herstellerwahl zählen Vorlaufzeit für Sondermaß, lokale Erreichbarkeit von Service und die Dokumentation nach Norm. Chromalox, Backer, Eichenauer, Friedr. Freek, Watlow, Vulcanic, Tutco, Zoppas Industries, O.M.I.G., Cetal, Thermon, Indeeco, Wattco und Durex Industries gelten als etablierte Gerätehersteller. Manche Kataloge nennen Rohrheizer ein „Spitzenprodukt“ der elektrischen Wärme, was auf Breite und Tiefe der Portfolios verweist.

Auswahlkriterien kompakt

  • Medium: Flüssigkeit, Gas, Feststoff, Chemikalie oder Lösungsmittel bestimmen Flächenlast und Mantelwerkstoff.
  • Betriebstemperatur: Zielwerte und Rampen steuern Materialwahl und Regelkonzept.
  • Leistung: benötigte Wattzahl in Relation zur Rohroberfläche und Strömung.
  • Dimensionen und Baugröße: verfügbare Einbauplätze, Biegeradien und Nabenabstand.
  • Material: Edelstahlmantel oder Incoloy passend zum Medium. Angepasste Edelstahllegierung für Korrosion.
  • Anschlussausführung: „Connection“ als Schraub-, Steck- oder Kabelanschluss mit Abdichtung.
  • Regelbarkeit: Sensorik, Stufung und Controller für sichere Erwärmung.
  • Lebenszyklus: Langlebigkeit, Wartung und Betriebskosten im Sinne der TCO (Total Cost of Ownership).

Sicherheit und Normbezug

Die DIN EN 60335 und DIN EN 60519 definieren Prüfungen, Schutzmaßnahmen und Dokumentation. Sie sichern die Vollständigkeit von Typprüfungen und Stücktests. In Spezifikationen werden „Resistance“-Werte, Spannungen, Anschlussausführungen und Medienfreigaben eindeutig beschrieben. Für Audits liefern Hersteller Messprotokolle als Referenz für Dichtigkeits-, Hochspannungs- und Isolationsprüfungen. Damit bleiben Auslegung, Montage und Betrieb der Heiztechnik nachvollziehbar und normgerecht.

FAQ zu Rohrheizkörper

Wie können die Betriebskosten von Rohrheizkörpern gesenkt werden?

Eine exakte Auslegung der Heizleistung und der Einsatz effizienter Regelungen reduzieren den Energieverbrauch. Präzise Temperaturführung vermeidet Überhitzung, regelmäßige Wartung und saubere Oberflächen minimieren Energieverluste. Die Wahl eines geeigneten Mantelmaterials verbessert die Wärmeübertragung und verringert den Verschleiß.

Welche Bedeutung haben Heizelemente für die industrielle Energiewende?

Heizelemente sind zentral für die Dekarbonisierung industrieller Wärmeprozesse, da sie elektrische Energie effizient in Nutzwärme umwandeln. So kann Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie für Prozesswärme genutzt werden. Sie ersetzen fossile Brennstoffe, senken CO2-Emissionen und tragen durch ihre regelbare Leistung zur Stabilisierung des Stromnetzes bei, indem sie Wärme flexibel speichern oder bereitstellen.

Welche typischen Fehler treten bei der Wartung von Rohrheizkörpern auf?

Zu den häufigsten Fehlern zählen unzureichende Reinigung, fehlende Isolationsprüfung und unsachgemäße Montage nach Reparaturen. Ablagerungen von Kalk, Öl oder anderen Stoffen können Hotspots verursachen und die Lebensdauer verkürzen. Wird der Isolationswiderstand nicht kontrolliert, steigt das Risiko von Sicherheitsmängeln und Ausfällen. Auch die regelmäßige Inspektion der Anschlüsse ist wichtig, um Korrosion und Lockerungen frühzeitig zu erkennen.

Wie lässt sich die Lebensdauer elektrischer Heizsysteme in anspruchsvollen Umgebungen erhöhen?

Eine längere Lebensdauer wird durch die passende Materialwahl für den jeweiligen Einsatz erreicht, etwa Incoloy für aggressive Medien oder hohe Temperaturen. Eine optimierte Oberflächenbelastung verhindert Überhitzung und Materialermüdung. Regelmäßige Wartung mit Reinigung und Isolationsmessung beugt Verschleiß vor. Hochwertige Temperaturfühler und präzise Regelsysteme erhöhen zusätzlich die Betriebssicherheit und Haltbarkeit.

Welche Faktoren bestimmen die Auswahl eines geeigneten Rohrheizkörpers für spezielle Medien?

Maßgeblich sind die chemische Verträglichkeit des Mantelmaterials mit dem Medium, die zulässige Oberflächenbelastung und die Betriebstemperatur. Für korrosive Chemikalien oder Lösungsmittel sind hochlegierte Edelstähle oder Incoloy-Varianten erforderlich, um Materialabbau zu verhindern. Übermäßige Oberflächenbelastung kann bei empfindlichen Medien Koksbildung oder Zersetzung verursachen. Auch Viskosität und Strömungsgeschwindigkeit des Mediums beeinflussen Wärmeübertragung und Auslegung.

Welche technologischen Neuerungen prägen die intelligente Steuerung industrieller Heizprozesse?

Zu den zentralen Innovationen zählen KI-gestützte Regelsysteme, die den Energieverbrauch anhand von Echtzeitdaten und Produktionsanforderungen optimieren. Predictive-Maintenance-Lösungen überwachen mithilfe von Sensordaten den Zustand der Heizelemente, um Ausfälle frühzeitig zu vermeiden. Cloud-basierte Plattformen ermöglichen Fernüberwachung und -steuerung und erhöhen damit Effizienz und Flexibilität. Alle Systeme lassen sich in bestehende Industrie-4.0-Umgebungen integrieren.

Wie wirkt sich die Materialwahl auf die Energieeffizienz eines Heizelements aus?

Die Materialwahl bestimmt die Wärmeleitfähigkeit und Ablagerungsbeständigkeit des Heizelements. Hochleitfähige Legierungen wie Edelstahl oder Incoloy verbessern die Wärmeübertragung und verringern Energieverluste. Korrosions- und ablagerungsresistente Materialien sichern eine gleichbleibende Wärmeleistung und damit einen dauerhaft effizienten Betrieb.

Hintergrund: Rohrheizkörper

  • Rohrheizkörper Wikipedia

    Rohrheizkörper sind elektrische Heizelemente in Metallrohren mit isolierter Heizwendel (Magnesiumoxid). Sie erwärmen vor allem Flüssigkeiten (Fritteusen, Waschmaschinen, Kaffeemaschinen, Geschirrspüler), seltener Luft, und bieten gegenüber Blankdraht mechanischen Schutz und geringen Strömungswiderstand.

  • Heizelement Wikipedia

    Heizelemente sind Bauteile zur Wärmezufuhr; elektrische Varianten wandeln Strom über eine isolierte Heizwendel in Wärme, erreichen über 1200 °C und werden von Haushaltsgeräten bis Industrieöfen eingesetzt; auch Öl-, Heißwasser- oder Dampfheizelemente existieren.