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Filterturm Schweißrauch Hersteller – Vergleich

Raumlufttechnische Anlage: Filterturm-Schweißrauch bezeichnet stationäre Absaugsysteme zur Erfassung und Filtration von Partikeln aus Schweißrauch gemäß EN 15012 und ISO 16890, mit messbarer Trennleistung und definiertem Emissionsmanagement. Vorrangiges Einsatzfeld ist die Metallverarbeitung mit MIG/MAG-, WIG- oder Lichtbogenschweißen in großen Fertigungshallen, in denen Prozessrauch kontinuierlich anfällt und Arbeitsschutz sowie Gesundheit klare Grenzwerte vorgeben. Für die Beschaffung zählt der erreichbare Endwert gemäß TRGS 900 in mg/m³, den Abscheidegrad nach EN 15012 und die geforderte Absaugleistung in m³/h belegen.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte Filterturm Schweißrauch Hersteller

Messerschmittstr. 22, 89231 Neu-Ulm
Deutschland

Neue Weilheimer Str. 30, 73230 Kirchheim unter Teck
Deutschland

Filterturm Schweißrauch Fachartikel

Filterturm für Schweißrauch

Filtertürme sind Absauganlagen für Emissionen wie Schweißrauch, Staub und Feinstäube, die bei der Bearbeitung von Metall entstehen. Durch ihre hohe Saugleistung können sie zur Luftfilterung kompletter Hallen dienen oder punktuelle Absauglösungen bei großer Rauchentwicklung ergänzen. Durch Wärmerückgewinnung sparen Filtertürme bis zu 70% Heizkosten ein!

Hallenabsaugung für Staub & Schweißrauch

Eine Hallenabsaugung oder Hallenlüftung dient zur automatischen Luftumwälzung, Wärmeregulierung und Filterung von Schweißrauch, Feinstaub oder Ölnebel aus der Hallenluft. Dies kann über eine zentrale Hallenabsaugung mit fest verbautem Rohrsystem oder mobile Filtertürme erfolgen. Wir planen Ihre Hallenabsaugung individuell für Ihren Anwendungsfall, um ein wirtschaftliches und energiesparendes System bieten zu können.

Über Filterturm Schweißrauch

Filterturm-Schweißrauchsysteme reinigen Hallenluft, wenn Schweißprozesse Feinstaub freisetzen. Der Filterturm erzeugt eine definierte Luftzirkulation. Bei großen Hallenvolumina führt der Ventilator die belastete Luft gezielt durch das Gehäuse und drückt gereinigte Luft zurück in die Raumlüftung. Die Luftführung reduziert kritische Luftverwirbelung. So bleibt die Erfassung stabil.

Konstruktive Merkmale und technische Funktionsweise

Im Kern treibt ein Ventilator den Volumenstrom durch das Filtersystem und definiert die Strömungswege im Gehäuse. Bei engen Aufstellflächen oder hängender Montage bestimmt die Nutzlast der Tragstruktur die Bauform. Hochfeste Bleche und Rahmenprofile widerstehen Stoßlasten im Betrieb.

Mehrere Filterpatronen separieren Partikel aus dem Gasstrom; jede Filterpatrone besitzt eine definierte Abscheidefläche und reagiert empfindlich auf Überladung. Steigt die Schadstoffbelastung, misst der Differenzdrucksensor den Druckverlust in Pa und startet die Reinigung automatisch. Die Impulsarm-Abreinigung löst den Staubkuchen kurzzeitig mit Druckluftstößen ab, wodurch der Durchsatz konstant bleibt.

Leistungsparameter und Systemvarianten

Zentrale Kenngröße ist der maximale Volumenstrom in m³/h nach DIN EN 15077. Daraus leitet sich die Absaugleistung im realen Betrieb ab. Stehende Einheiten platzieren Ansaug- und Ausblasöffnungen frei im Raumvolumen, hängende Varianten sparen Stellfläche bei begrenztem Platzbedarf am Boden. Nicht jede Anlagenvariante passt.

Bei getakteter Fertigung koppelt die Steuerung den Ventilator an Messwerte wie Partikelkonzentration oder Differenzdruck. Das senkt den Energieverbrauch, ohne den Endwert in mg/m³ gemäß TRGS 900 zu beeinträchtigen. Bei Laserprozessen mit zusätzlichem Rauchanteil trennt derselbe Filterturm auch Prozessstaub aus dem Luftschadstoff-Gemisch und hält Emissionen stabil niedrig. Ein Tunnelventilator kann dabei als Zuluftkomponente dienen.

Auswahlkriterien und Konformität im industriellen Einsatz

Für den Arbeitsschutz fordert TRGS 528 eine wirksame Absaugung von Schweißrauchen nahe der Entstehungsstelle oder über Raumlufttechnik mit nachweisbarer Abscheidung bis zum gesetzlich geforderten Endwert. Messgrößen sind entscheidend, denn der Schalldruckpegel in dB(A) beeinflusst den Arbeitsbereich direkt. Filterklassen definieren Anforderungen an Schwebstoffe und HEPA-Anwendungen bei feinen Fraktionen.

  • Abscheideleistung: Abscheidegrad nach EN 15012 muss Grenzwerte einhalten und Partikelfraktionen reproduzierbar trennen.
  • Energieverbrauch: Leistungsaufnahme des Ventilators sollte zur geforderten Absaugleistung passen und darf keine Dauer-Überdimensionierung erzwingen.
  • Installationsaufwand: Montageart (stehend/hängend) sowie Anschlüsse bestimmen Stillstandszeit und bauliche Eingriffe.

Neben technischen Daten beeinflussen Vertragsrahmen die Investitionssicherheit: Gewährleistung regelt Mängelrechte im zugesagten Zeitraum klarer als Werbeaussagen. Eine Garantieverlängerung verschiebt das Risiko zusätzlich auf den Hersteller; maßgeblich sind die konkreten Laufzeiten statt Formulierungen zur Verlängerung „nach Anfrage“. Die Widerrufsbelehrung spielt im B2B-Kontext meist keine Rolle wie bei Consumer-Geräten. Sie taucht jedoch in Dokumentensätzen gelegentlich auf und sollte korrekt zugeordnet bleiben.

Technische Kennwerte für Filterturm-Schweißrauchsysteme (Auszug)
Technisches MerkmalKurzbeschreibungNorm / Einheit
VolumenstromLuftmenge pro Zeit zur Umwälzung der Hallenluft.m³/h, DIN EN 15077
DifferenzdruckDruckverlust über dem Filter als Beladungsindikator.Pa (Herstellerangabe)
FilterklasseKlassifizierung der Filtration für Feinstaubfraktionen.ISO 16890 / EN 1822
AbscheidegradTrennleistung für definierte Partikelgrößen.EN 15012 / %
EndwertEmissionskonzentration nach Arbeitsschutzvorgabe.TRGS 900 / mg/m³
SchalldruckpegelGeräuschimmission am Aufstellort.ISO 3744 / dB(A)

Schnittstellen erweitern die Funktionalität ohne mechanische Änderungen am Filterturm-Schweißrauchsystem: Mobilfunk-Module übertragen Betriebsdaten wie Differenzdruck oder Laufzeit an ein Leitsystem und dokumentieren Grenzwertnähe in Echtzeit. Gleichzeitig bleibt das Grundprinzip simpel: Luft strömt durch Patronen, zwar hochfest ausgeführt und serviceseitig nachvollziehbar konzipiert. Rohstoff-Feinstäube aus angrenzenden Prozessen erhöhen die Belastung messbar.

Hersteller sind Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG, ABSAUGWERK GmbH

FAQ zu Filterturm Schweißrauch

Wie hoch und woraus bestehen die typischen Betriebskosten eines Filterturm-Schweißrauchsystems

Betriebskosten entfallen primär auf Energie, Filterwechsel und Wartung. Energie verursacht meist 60 bis 70 Prozent der laufenden Kosten; effiziente Motoren und bedarfsabhängige Steuerung senken diesen Anteil. Filterpatronen werden je nach Belastung und Typ alle 6 bis 24 Monate gewechselt und machen 20 bis 30 Prozent aus. Für jährliche Wartung und Ersatzteile sind etwa 5 bis 10 Prozent des Anschaffungspreises einzuplanen, um die Lebensdauer zu sichern.

Wann sollten Filterpatronen in Schweißrauchsystemen gewechselt werden und welche Kriterien sind maßgeblich

Maßgeblich ist der Differenzdruck: Erreicht er den vom Hersteller vorgegebenen Grenzwert, typischerweise 1.000 bis 1.500 Pa, ist der Wechsel fällig, um die Absaugleistung zu sichern. Weitere Kriterien sind die Sichtprüfung auf Beschädigungen, die Einhaltung der Wartungsintervalle und der Einsatz von Originalersatzfiltern zur Gewährleistung der Abscheideklasse nach ISO 16890.

Wie lassen sich Filtertürme effizient in bestehende Produktionshallen und Lüftungssysteme integrieren?

Effiziente Integration beginnt mit der Analyse von Hallenlüftung und Wärmeströmen. Positionieren Sie die Filtertürme so, dass eine gerichtete Strömung zur Erfassung von Schweißrauch entsteht, vorzugsweise quer zur Hauptströmung der Halle. Halten Sie mindestens 1,5 m Abstand zu festen Hindernissen für freie Zirkulation. Stimmen Sie die elektrische Anbindung und eine ggf. nötige Abluftführung mit der Gebäudetechnik ab.

Welche Technologien senken den Energieverbrauch industrieller Absaugsysteme dauerhaft?

EC-Motoren und Frequenzumrichter reduzieren den Energiebedarf deutlich. EC-Motoren sind bei Teillast bis zu 30 % effizienter als herkömmliche AC-Motoren. Eine sensorbasierte Bedarfsregelung, die den Volumenstrom an die tatsächliche Partikelkonzentration koppelt, spart zusätzlich 20–40 %. Vor der Investition die Amortisationszeit berechnen.

Was ist bei der Entsorgung von Schweißrauchstaub zu beachten

Schweißrauchstaub ist als gefährlicher Abfall nach Abfallverzeichnis-Verordnung AVV zu entsorgen, häufig unter dem Abfallschlüssel 12 01 04. Die Einstufung richtet sich nach der Materialzusammensetzung; Chrom- und Nickelverbindungen aus Edelstahlschweißen sind besonders kritisch. Beauftragen Sie einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb und veranlassen Sie regelmäßige Staubanalysen zur Bestimmung der korrekten Entsorgungsklasse.

Wie dimensioniert man ein Filterturm-Schweißrauchsystem für unterschiedliche Hallengrößen und Schweißprozesse

Die Auslegung richtet sich nach Hallenvolumen, Anzahl der Schweißarbeitsplätze und Prozessintensität. Als Richtwert gelten 2 bis 4 Luftwechsel pro Stunde für allgemeine Schweißarbeiten. Erforderlicher Volumenstrom in m3/h = Hallenvolumen in m3 × Luftwechselrate. Die Art der Schweißverfahren ist zu berücksichtigen, da Hochleistungsprozesse höhere Absaugleistungen benötigen.

Welche ergänzenden Brandschutzfunktionen sollten Schweißrauchfiltersysteme besitzen?

Erforderlich sind Funkenvorabscheider, integrierte Brandmelder und automatische Löschanlagen (z. B. CO2). Bei Verarbeitung brennbarer Stäube oder Metalle ist eine ATEX-konforme Ausführung nach Richtlinie 2014/34/EU verpflichtend. Ein externer Not-Aus und die automatische Abschaltung bei Branderkennung gelten als Standard. Systeme mit VdS-anerkannten Komponenten bieten ein höheres Sicherheitsniveau.

Hintergrund: Filterturm Schweißrauch

  • Raumlufttechnik Wikipedia

    Die Lufttechnik versorgt Räume und Prozesse: RLT und freie Lüftung steuern die Luftqualität, Prozesslufttechnik sorgt für Absaugung, Abscheidung, Trocknung und Förderung – essenziell für Hallenlüftung und Schweißrauch-Filtertürme.

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026, ID: 35497