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Flurförderfahrzeuge Hersteller

Flurförderfahrzeuge sind gleislos betriebene, innerbetriebliche Transportmittel zum Heben, Bewegen und Positionieren von Lasten in Lager- und Produktionsbereichen. Sie befördern Paletten, Gitterboxen und Container zwischen Lagerplätzen, Regalen und Verladezonen. Typische Bauarten umfassen Hubwagen, Gegengewichtsstapler, Schubmast- und Seitenstapler sowie Schlepper. Auch fahrerlose Transportsysteme zählen dazu. Antriebe reichen von Elektro mit Blei-Säure, Lithium-Ionen oder Brennstoffzelle bis Diesel, LPG und CNG. Betrieb und Sicherheit folgen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und EN 1726.

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Mehr über Flurförderfahrzeuge

Flurförderfahrzeuge sind gleislos betriebene Transportgeräte, die als innerbetriebliche Transportmittel Waren zwischen einem Bestimmungsplatz und einer Lager- oder Produktionszone bewegen. Sie positionieren Lasten auf Regalsystemen, in Lagereinrichtungen oder im Freifeld und arbeiten mit Europaletten, Gitterkorben und Containern. In der Intralogistik verbinden sie Transportsystem und Lagerung zu einem Gesamtsystem und gelten als zentrales Equipment für Gütertransporte in Lagerhalle, Produktionshalle und auf dem Gelände.

Bauarten und typische Anwendungen

Die Bandbreite reicht vom Handfahrgerät wie Hubwagen über Gegengewichtsstapler, Schubmaststapler und Seitenstapler bis zu Schleppern für den Zugbetrieb. Kommissionierer bedienen das Lagertechnikgerät im Gang, während Arbeitsmaschinen mit Arbeitsbühne für Montage und Inventur ausgelegt sind. Spezialfahrzeuge wie Hochregalgeräte erschließen große Höhen, fahrerlose Varianten integrieren sich als FTS (Fahrerloses Transportsystem) in automatisierte Materialflüsse.

Technische Kennzahlen

Die Nenntragfähigkeit liegt je nach Klasse zwischen 1.000 kg (Niederhubwagen) und über 50.000 kg bei Terminal-Containerstaplern. Typische Hubhöhen reichen von 3.000 mm bis 12.000 mm. Ein Elektrostapler mit 3,0 t benötigt im Schnitt 3–5 kWh je Betriebsstunde, ein Dieselpendant verbraucht 3–6 Liter pro Stunde. Vernetzte Telematik-Funktionen steigern die OEE (Overall Equipment Effectiveness) typischer Flotten laut Studien um 10–15 %.

Antriebe und Energieträger

Die Antriebstechnik umfasst elektrische Systeme mit Blei-Säure- und Lithium-Ionen-Batterien sowie Brennstoffzellen, daneben Verbrennungsmotoren für Diesel, Flüssiggas (LPG) und Treibgas (CNG). Die Wahl hängt von Einsatzdichte, Ladefenstern und Hallenanforderungen ab. Die laufende Elektrifizierung wird durch regulatorische Vorgaben, Geräuschgrenzen und die planbare Energieversorgung getrieben.

Normen, Betrieb und Schutzmaßnahmen

Konstruktion und Betrieb richten sich nach der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und der EN 1726. Diese Vorschriften adressieren Baugruppen, Bremswege, Standsicherheit und Kennzeichnungen. Betriebsanweisungen regeln Verkehrswege, Lastmanagement und das Zusammenspiel mit der Lagereinrichtung. Prüffristen, Ersatzteil-Verfügbarkeit und Notdienste der Werkstatt sichern die Einsatzbereitschaft über den Lebenszyklus.

Auswahlkriterien und Beschaffungsrahmen

Die Beschaffung setzt eine genaue Last- und Einsatzanalyse voraus, damit das Transportgerät weder überdimensioniert noch zu knapp ausgelegt wird. Neben Budget und TCO zählen Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur bzw. Dieselversorgung, Gangbreiten und Bodentraglasten. Ergänzend beeinflussen Händlernetz, Reaktionszeiten des Service und die Option auf Mietfahrzeug die Entscheidung in volatilen Perioden.

  • Fachlast: Palettengewicht, Schwerpunktlage und Anbaugeräte definieren die Nenntragfähigkeit.
  • Einsatzgebiet: Palettenlager, Blockstapel, Außen-Gelände oder Kühlzone bestimmen Bauart und Bereifung.
  • Hubhöhe: Geplante Fächerhöhen und Resttragfähigkeit leiten Mast- und Chassiswahl ab.
  • Service: Ersatzteil-logistik, Vor-Ort-Werkstatt und Wartungsintervalle sichern die Verfügbarkeit.
Vergleich gängiger Flurförderzeugtypen
MerkmalGegengewichtsstaplerSchubmaststapler / Schlepper
EinsatzgebietInnen/Außen, VerladungInnen, Lagerhalle, Regal / Innen/Außen, Zugbetrieb
WendigkeitMittelHoch / Mittel
Tragfähigkeit1.000–8.000 kg1.000–2.500 kg / bis 25.000 kg Zuglast
HubhöheBis 6.000 mmBis 12.000 mm / keine Hubfunktion
AntriebElektro, Diesel, LPGElektro / Elektro, Diesel
BesonderheitVielseitig im PalettenlagerKompakt im Hochregal / Zug mit mehreren Anhängern

Einsatzfelder und Praxisbeispiele

In der Produktionslogistik bewegen Stapler Roh- und Halbfabrikate aus dem Rohstoff-lager zur Linie und übernehmen die Auslieferung fertiger Waren. Ein Elektrikhersteller bündelte im Palettenlager Kommissionierung und Nachschub. Die neu definierte Gangfolge senkte Leerfahrten messbar, ohne zusätzliche Fahrzeuge. In Handwerk und KMU unterstützt das gleiche Prinzip kleinere Serienwechsel.

Terminals der Seehäfen nutzen Containerstapler und Reach-Stacker als Baumaschinen. Im Terminal erreicht ein Schwerlastgerät über 50 t Nennlast für den Umschlag leerer und beladener Boxen. Hersteller wie Liebherr adressieren diese Nische, während historische Marken wie Steinbock die Fördertechnik früher geprägt haben. In der Schwerindustrie sichern Spezialfahrzeuge den Blockstahl- und Coil-Transport.

Im Luftverkehr zieht ein Schlepper Wagenverbände für Gepäck und Fracht. Auf dem Vorfeld zählt Robustheit, in Hallen zählt Abgasfreiheit. Auf Baustellendepots verbinden Seitenstapler die Lagerung von Langgut mit dem sicheren Gütertransport zu Montagezonen. Jede Anwendung verlangt abgestimmte Reifen, Sichtlinien und Assistenzsysteme für die jeweilige Anforderung im Industriesegment.

Digitalisierung, Automation und Flottensteuerung

Vernetzte Leitstände binden Fahrzeuge in eine Intralogistiklösung ein. Eine Softwarelösung liefert Positionsdaten, Auslastung und Kollisionsereignisse. Ein Interface mit Komfortanzeige zeigt Routen, Ladezustände und Aufträge. Ein Analysis-Dashboard (Analysis) bündelt Feedback aus Fahrprofilen. Automatische Ereignisse erhalten eine Botmarkierung zur Nachvollziehbarkeit. FTS orchestrieren fahrerlos die Materialflüsse zwischen Regalsystem und Pufferzonen.

Die Branche gilt als Pionier vernetzter Logistiklösungen. Sichere Übergaben zwischen Mensch und Maschine entlasten Schnittstellen, ohne den manuellen Betrieb zu verdrängen. Für hybride Anlagen koordinieren Leitstände Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und Elektroantrieb. Dabei bleiben Routenpläne, Lastmanagement und Priorisierung konsistent über Fahrzeugklassen hinweg.

Markt, Hersteller und Konjunkturzyklen

Globale Anbieter decken das Spektrum vom Hubwagen bis zum Terminalgerät ab; neben Jungheinrich, Linde, Still, Toyota, Hyster-Yale, Crown, Komatsu, Mitsubishi Logisnext, Doosan, Kalmar und Manitou sind Liebherr im Schwerlastbereich und Traditionsnamen wie Steinbock historisch bedeutsam. Konjunktur, Energiepreise und Lieferketten führen zu schwankender Umsatzentwicklung, zeitweisen Rückgangen und Effekten auf den Gesamtumsatz.

Aus diesen Gründen setzen Anbieter auf flexible Produktion, kurze Auslieferungszeiten und modulare Paletten an Transportgeräten. Entscheidungen sind oft historisch gewachsen und nicht allein datengetrieben.

FAQ zu Flurförderfahrzeuge

Wie lassen sich die Gesamtkosten (TCO) von Flurförderfahrzeugen präzise bestimmen?

Die TCO umfassen Anschaffung, Energieverbrauch, Wartung und Reparaturen. Hinzu kommen Personalkosten, Versicherungen, Restwert sowie Aufwendungen für Infrastruktur und Ausfallzeiten. Eine ganzheitliche Berechnung dieser Faktoren ermöglicht die realistische Bewertung der Wirtschaftlichkeit.

Welche betrieblichen Herausforderungen entstehen bei der Umstellung auf Elektrostapler?

Die Umstellung erfordert Investitionen in Ladeinfrastruktur und eine Anpassung der Ladezyklen an den Schichtbetrieb. Längere Ladezeiten von Blei-Säure-Batterien können die Einsatzverfügbarkeit einschränken, während Lithium-Ionen-Akkus hier Vorteile bieten. Zudem erhöhen Kühlung und Wartung der Batterien die Anforderungen an Personal und Prozesse.

Welche Schulungen sind für Staplerfahrer gesetzlich vorgeschrieben

In Deutschland ist die Ausbildung nach DGUV Grundsatz 308-001 für Fahrer von Flurförderfahrzeugen verpflichtend. Sie umfasst theoretische und praktische Inhalte und schließt mit einer Prüfung ab. Zusätzlich sind jährliche Unterweisungen vorgeschrieben, um die Arbeitssicherheit dauerhaft zu gewährleisten.

Wie verändert künstliche Intelligenz die Steuerung von Transportflotten?

KI-Systeme optimieren Routen und Aufgabenverteilung für autonome und manuell gesteuerte Transportgeräte. Durch Echtzeitanalyse von Betriebsdaten reduzieren sie Leerfahrten und erhöhen die Auslastung. Prädiktive Wartungsmodelle erkennen potenzielle Ausfälle frühzeitig und steigern damit die Betriebseffizienz.

Wie können Flurförderzeuge effizient in bestehende Logistikprozesse integriert werden?

Für eine effiziente Integration sind die Analyse von Lagerlayout, Gangbreiten und Lastprofilen sowie die Auswahl passender Fahrzeugtypen nach Materialflussanforderungen entscheidend. Eine schrittweise Einführung mit Pilottests reduziert Betriebsunterbrechungen und erleichtert die Anpassung an bestehende Abläufe.

Welche Antriebstechnologien prägen künftig den Einsatz von Lagermaschinen?

Neben der Weiterentwicklung von Lithium-Ionen-Batterien rücken Wasserstoff-Brennstoffzellen aufgrund kurzer Betankungszeiten und Emissionsfreiheit in den Fokus. Zudem wird an induktiven Ladesystemen gearbeitet, die kabelloses Laden während des Betriebs ermöglichen könnten. Langfristig gelten Festkörperbatterien als vielversprechend zur Steigerung von Energiedichte und Sicherheit.

Welche gängigen Finanzierungsmodelle gibt es für Flurförderfahrzeuge?

Unternehmen können zwischen Kauf, Leasing, Mietkauf sowie Kurzzeit- und Langzeitmiete wählen. Leasing erhält die Liquidität und ermöglicht den Einsatz moderner Fahrzeuge ohne hohe Anfangsinvestition. Mietmodelle eignen sich vor allem für saisonale Spitzen oder bei Lieferverzögerungen.

Hintergrund: Flurförderfahrzeuge

  • Flurförderzeug Wikipedia

    Flurfördergeräte (Flurförderzeuge) sind gleislose, bodengebundene Fördermittel für den innerbetrieblichen, horizontalen Gütertransport. DGUV V68 definiert; VDI 3586/DIN 15140 klassifizieren Typen (Hubwagen, Stapler, Kommissionierer, FTS). Abgrenzung zu Hebezeugen/Regalförderern.